Sie befinden sich in: Nachrichten » Auto

 

Motor ausschalten bei Rot

Kurzer Dreh hilft Spritsparen

Es sind oft die einfachen Dinge, die viel bewirken. Das gilt auch fürs Spritsparen. Es reicht schon den Motor an der roten Ampel auszuschalten. Neue Wagen haben dafür schon eine Automatik.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Ob per Hand oder automatisch: Ab 20 Sekunden Standzeit lohnt es sich, den Motor auszuschalten.

Um den Spritverbrauch zu verringern, bekommen viele neue Autos eine Start-Stopp-Automatik eingebaut. Die schaltet den Motor - wenn er etwa beim Ampelstopp nicht benötigt wird - automatisch aus und wirft ihn danach selbstständig wieder an. Hinter dem Prinzip steckt keineswegs sensationelle Technik - der Spareffekt lässt sich im Prinzip auch bei älteren Autos mit einem kurzen Dreh am Zündschlüssel erreichen.

"Damit können Autofahrer schon jetzt sparen", bestätigt Arnulf Thiemel vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg (Bayern). Voraussetzung sei, dass der Wagen gut gewartet ist, damit der Motor gut anspringt. Vor allem Batterie, Anlasser und Motorsteuerung müssen in Ordnung sein.

Wer durch konsequentes Motorausschalten beim Ampelstopp sparen möchte, muss laut Thiemel außerdem besonders aufmerksam sein. Denn nur, wenn der Fahrer während der Wartezeit die Ampel im Blick behält, bleibt beim Wechsel von Rot über Rotgelb bis Grün genug Zeit zum Gängesortieren, Kupplungtreten, Zündschlüsseldrehen und Losfahren.

Drei Prozent Einsparpotenzial

Nach Ansicht des ADAC-Experten ist es sinnvoll, den Motor bereits bei einem Halt von nur 20 Sekunden Dauer auszuschalten. Bei konsequenter Anwendung ergibt sich dadurch laut Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Berlin ein Einsparpotenzial von zwei bis drei Prozent. "Das scheint auf den ersten Blick nicht viel zu sein. In der Summe aller Autos ist es aber eine ganze Menge."

Das verdeutlichen auch Zahlen, die BMW im Zusammenhang mit seiner Start-Stopp-Automatik nennt. Der Münchner Hersteller hatte als einer der ersten Autobauer diese Technikkomponente in seinem Spritsparpaket "Efficient Dynamics" angeboten. "Moderne Fahrzeuge haben Leerlaufverbräuche von 0,8 bis 1,1 Liter pro Stunde", erklärt Sprecher Wieland Bruch. Für seine Start-Stopp-Automatik habe BMW im EU-Testzyklus eine Ersparnis von drei Prozent ermittelt. "Im reinen Stadtverkehr ist das deutlich mehr."

Komfortable Automatik

Herzstück der Start-Stopp-Automatik ist eine Software, die laut Bruch entscheidet, in welcher Situation der Motor ausgeschaltet werden kann. Außerdem regelt sie den Betrieb der Nebenaggregate und stellt den Motor "komfortabel" ab, damit er beim Neustart sofort zur Verfügung steht und schneller anspringt. Danaben gibt es eine neue Batterietechnologie und einen Anlasser, der auf vermehrte Startvorgänge ausgelegt ist.

Keine Schäden beim Handbetrieb

Dass wegen der häufigeren Startvorgänge beim Ampelstopp ihr herkömmlicher Anlasser schneller den Geist aufgibt, müssen Fahrer älterer Autos nicht befürchten: "Wir gehen nicht davon aus, dass Anlasser reihenweise kaputtgehen werden", sagt ADAC-Experte Thiemel. Kritischer sieht er den Faktor Batterie. Wegen verreckter Stromspender hätten Pannenhelfer immer viel zu tun, da etliche Autofahrer ihre Batterien vernachlässigen - und das kann auch beim Neustart an der Ampel zu Problemen führen.

(dpa, N24)

30.07.2008 14:22 Uhr

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Auto