Nach Informationen von Human Rights Watch wurden im Kaukasus-Konflikt durch Russland Streubomben eingesetzt. Mindestens elf Menschen sind durch die weltweit geächtete Waffe ums Leben gekommen.
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Im Kaukasus-Konflikt mit Georgien hat Russland nach Informationen von Human Rights Watch (HRW) Streubomben eingesetzt. Wie die Menschenrechtsorganisation mitteilte, sollen Bomben des Typs RBK-250 am 12. August auf die georgische Stadt Gori und deren Umland abgeworfen worden sein. Zu diesem Schluss sei HRW durch Interviews mit Opfern, Medizinern und der georgischen Armee gekommen.
Videos und Fotos als Beweis
Hinweise lieferten demnach auch Videos, die während des Abwurfs der Bomben gedreht wurden, sowie Fotos von den Einschlägen. Das russische Verteidigungsministerium bezog zu den Vorwürfen zunächst nicht Stellung. Laut HRW wurden durch die Bomben mindestens elf Menschen getötet und zahlreiche andere verletzt. In dem Ort Ruisi in der Nähe von Gori kamen demnach drei Menschen ums Leben, in Gori selbst seien mindestens acht Menschen durch Streubomben getötet worden, darunter auch ein niederländischer Journalist.
Gefährlichste Waffen der Welt
Gori liegt unweit der abtrünnigen georgischen Provinz Südossetien. Streubomben zählen zu den gefährlichsten Waffenarten der Welt, weil sie eine Vielzahl kleinerer Bomben enthalten. Viele dieser Mini-Bomben gehen beim Aufprall auf dem Erdboden nicht sofort hoch, sondern liegen jahrelang als unentdeckte Gefahr im Gelände. Russland zählt nicht zu den Ländern, die Ende Mai in Dublin ein Abkommen zum Verbot von Streumunition vereinbart haben.