Zwischen einem Allgäuer Unternehmen und der Stadt Nürnberg ist ein Streit um den Namen Flocke entbrannt. Nach Mitteilung der Firma aus der Oberallgäuer Gemeinde Burgberg vom Freitag soll jetzt ein Gericht entscheiden, wer mit dem Namen werben darf.
Das Unternehmen hatte diesen beim Deutschen Patentamt schützen lassen, noch bevor die Stadt Nürnberg offiziell Flocke zum Namen des Eisbärenbabys im Tiergarten erklärte. Inzwischen hat die Stadt eine einstweilige Verfügung erwirkt, die dem Unternehmen verbietet, mit der Eisbärin Flocke zu werben. Dem hat die Firma widersprochen. Nun wird der Namensstreit am 20. Februar vor dem Landgericht Nürnberg verhandelt.
Vielzahl von «Flocke»-Produkten
«Wir wollten keinen Streit», betonte Werner Schubert, Projektbeauftragter des Unternehmens, am Freitag. «Wir fanden den Namen sehr hübsch. Es war eine reine Instinkthandlung, ihn als Marke anzumelden.» Es sei geplant gewesen, unter dem Namen Flocke eine Vielzahl von Produkten zu entwickeln, die zu diesem Namen passen.
Am 13. Januar hatte das Unternehmen «Flocke, der Eisbär», «Eisbär Flocke» und «Flocke, das Eisbärbaby» beim Patentamt angemeldet. Schubert bedauert den Streit, der daraus entstanden ist. «Uns wäre es lieber gewesen, das Tierchen in Nürnberg hätte einen anderen Namen bekommen.»
Drei Tage vorher angemeldet
Die Stadt Nürnberg sieht in dem Vorgehen der Allgäuer Firma eine Marktbehinderung. «Das Unternehmen hat bislang Kräuterbonbons vertrieben. Die hatten meines Wissens noch nie etwas mit Eisbären zu tun», sagte Ronald Höfler, der bei der Stadt mit der Vermarktung von Flocke beauftragt ist. Unbestritten sei, dass die Burgberger den Namen drei Tage vor den Nürnbergern beim Patentamt angemeldet haben.
(dpa, N24)
15.02.2008 14:16 Uhr








