Der Konflikt zwischen Serben und Albanern um die Kontrolle über die Provinz Kosovo geht bis ins Mittelalter zurück. Die Provinz war im 14. Jahrhundert das Kernland des serbischen Staates. Die Osmanen besiegten 1389 das serbische Heer und regierten dort, bis 1912 Serbien die Region zurückeroberte. Hier einige Eckdaten der neueren Kosovo-Geschichte:
1945 - Das Kosovo wird als Provinz Serbiens Teil der damaligen Föderativen Volksrepublik Jugoslawien.
1974 - Mit der neuen jugoslawischen Verfassung bekommt das Kosovo weitgehende Autonomie- und Selbstverwaltungsrechte.
1989 - Serbien hebt die Kosovo-Autonomie auf.
1990 - Am 2. Juli erklären albanische Abgeordnete des aufgelösten Provinzparlaments die Unabhängigkeit von Serbien, die international nicht anerkannt wird.
1998 - Es flammen Guerillakämpfe auf, die die albanische Kosovo-Befreiungsarmee UCK führt. Serbien antwortet mit massiver Gewalt auch gegenüber der Zivilbevölkerung.
1999 - Die unter NATO-Vermittlung geführten Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina im französischen Rambouillet scheitern. Am 24. März beginnt die NATO mit Luftangriffen auf Ziele in Serbien und Montenegro. Die Intervention wird am 10. Juni mit der UN-Resolution 1244 beendet. Die serbische Polizei und Armee ziehen ab. Die UN-Administration UNMIK übernimmt die Verwaltung und die von der NATO geführte Friedenstruppe KFOR beginnt ihren Einsatz.
2006 - Im Februar beginnen in Wien, unter UN-Vermittlung, Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina über den künftigen Status des Kosovos. Die Gespräche bringen kein Ergebnis.
2007 - Auch der Versuch einer Kosovo-UN-Troika aus EU, USA und Russland, einen Kompromiss zu erlangen, scheitert. Der Weltsicherheitsrat konnte im Dezember wegen der russischen Ablehnung keine neue Kosovo-Resolution verabschieden.
(dpa)
18.02.2008 12:11 Uhr








