Eingestuft wie Endlager
Gabriel jetzt für Atomlager Asse verantwortlich
Ergebnis des Krisentreffens: Im maroden Atommüll-Lager Asse wird jetzt strengeres Atomrecht angewandt. Es geht damit in den Verantwortungsbereich von Bundesumweltminister Gabriel über.
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Die Diskussionen um das Atommüll-Lager Asse gehen weiter: Den bisherigen Betreibern wurde die Verantwortung entzogen, nun ist das Bundesumweltministerium zuständig.
Befürchten Sie, dass Russland weitere ehemalige Staaten der Sowjetunion unter seinen direkten Einfluss bekommen möchte?
Glauben Sie, dass sich Russland zurecht durch die NATO Osterweiterung und die dortige Stationierung eines amerikanischen Raketenabwehrsystems bedroht fühlt?
Sollten Georgien und die Ukraine möglichst schnell in die NATO aufgenommen werden?
Wie groß schätzen Sie den Missbrauch, der in Deutschland mit den Hartz IV- Auszahlungen betrieben wird?
Sollten die Sozialbehörden Hartz IV-Empfänger stärker als bisher oder weniger stark als bisher kontrollieren?
Wen würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre?
Das amerikanische "Forbes Magazine" hat die mächtigsten Frauen der Welt gesucht - und gefunden. Deutschland schaffte es mit Bundeskanzlerin Angela Merkel als Regierungschefin der größten Volkswirtschaft Europas unangefochten auf Platz Eins.
Auf Platz Zwei liegt Sheila Bair, die Chefin der "Federal Deposit Insurance Corporation". Der Einlagensicherungsfonds der US-Banken sorgt dafür, dass amerikanische Sparer auch nach Bankenpleiten ihr Erspartes bekommen. Und das ist heute wichtiger denn je.
Die Drittplatzierte, Indra Nooyi, ist Chefin des Brausekonzerns PepsiCo und damit von rund 300.000 Angestellten. Ihre Firmenpolitik sorgt dafür, dass das Unternehmen dem Platzhirsch Coca Cola in den letzten Jahren ordentlich Marktanteile streitig macht.
Angela Braly ist die Chefin von WellPoint, einer der größten amerikanischen Krankenversicherungen. Ihr unterstehen mehr als 40.000 Angestellte und sie sorgt für das Wohlergehen von mehr als 34 Millionen US-Bürgern. Bei Forbes kam sie damit auf Rang Vier.
Die Geologin Cynthia Carroll schaffte es bis an die Spitze des drittgrößten Bergbaukonzerns Anglo American - und auf Rang Fünf bei Forbes. Mit ihren mehr als 200.000 Mitarbeitern sorgt sie für den Gold- und Diamanten-Nachschub für die Schmuckindustrie.
Unter der Führung von Irene Rosenfeld wurde der Lebensmittelkonzern Kraft Foods erfolgreicher denn je. Mit ihren mehr als 100.000 Angestellten erwirtschaftete sie im Jahr 2007 einen Gewinn von 10 Milliarden Dollar und kommt bei Forbes auf Platz Sechs.
Als Außenministerin ist Condoleezza Rice die rechte Hand von US-Präsident George W. Bush und Nummer Sieben der Forbes-Liste. In Anbetracht ihrer steilen Politkarriere sagt man ihr selbst Ambitionen aufs Oval Office nach.
Ho Ching (Bildmitte) ist die Ehefrau des Premierministers von Singapur Lee Hsien Loong. Zudem steht sie dem Unternehmen Temasek Holdings vor, welches Unternehmen des Kleinstaates mit Fördermitteln unterstützt. Ho Ching liegt bei Forbes auf Rang Acht.
Anne Lauvergeon schaffte es bei Forbes auf Platz Neun. Die Managerin steht an der Spitze des französischen Nuklearkonzerns Areva mit 61.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 11 Milliarden Euro.
Die Zehntplatzierte, Anne Mulcahy, ist die Chefin der Xerox Corporation. Das amerikanische Unternehmen stellt unter anderem Drucker und Kopierer her und hat rund 60.000 Mitarbeiter.
Gail Kelly ist seit Februar 2008 die Chefin von Westpac, der drittgrößten Bank Australiens. Ihr unterstehen dort rund 27.000 Mitarbeiter in 12 Ländern. Ihren alten Arbeitgeber, die australische St. George Bank, will die Managerin jetzt aufkaufen.
Patricia A. Woertz ist die Vorstandsvorsitzende von Archer Daniels Midland, eines der größten Konzerne für Lebensmittel-Vorprodukte wie Mehl und Öl. Rund 27.000 Mitarbeiter arbeiten für Frau Woertz und halfen ihr auf Rang Zwölf bei Forbes.
Cristina Fernandez, auf Platz 13, ist die erste Präsidentin Argentiniens und die Amtsnachfolgerin ihres Ehemannes Néstor Kirchner. Eines der Hauptziele der Politikerin ist der wirtschaftliche Wiederaufstieg Argentiniens nach dem Staatsbankrott von 2001.
Christine Lagarde ist die französische Wirtschaftsministerin und in den G8-Staaten die erste Frau in diesem Amt. Sie sorgt dafür, dass der Wohlstand der 65 Millionen Franzosen auch in Zukunft gesichert ist und kam so auf Platz 14.
Platz 15: Safra Catz ist die Präsidentin des mit rund 84.000 Mitarbeitern weltweit drittgrößten Softwarekonzerns Oracle.
Platz 16: Carol Tome ist die Vizepräsidentin der größten amerikanischen Baumarktkette Home Depot. Das Unternehmen mit mehr als 350.000 Mitarbeitern ist nach Wal-Mart der zweitgrößte US-Einzelhändler überhaupt.
Platz 17: Julija Tymoschenko ist die Regierungschefin der Ukraine und regiert damit an der Seite von Präsident Wiktor Juschtschenko über rund 45 Millionen Menschen.
Platz 18: Mary Sammons ist die Chefin der amerikanischen Apothekenkette Rite Aid mit mehr als 5.000 Filialen und rund 116.000 Mitarbeitern.
Platz 19: Andrea Jung steht dem amerikanischen Kosmetik-Konzern Avon vor, der seine Produkte über den Direktvertrieb an die Frau bringt und damit im vergangenen Jahr rund 10 Milliarden Dollar umsetzte.
Platz 20: Marjorie Scardino ist die Chefin des britischen Medienkonzerns Pearson mit etwa 30.000 Mitarbeitern.
Platz 21: Sonia Gandhi ist die Ehefrau des ermordeten indischen Premierministers Rajiv Gandhi (1944-1991). 1998 übernahm sie den Vorsitz der Kongresspartei, der wichtigsten politischen Partei Indiens.
Platz 22: Risa Lavizzo-Mourey ist die Präsidentin der Robert-Wood-Johnson-Stiftung. Mit dem Stiftungskapital von rund 10 Milliarden Dollar setzt diese sich für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung der US-Bürger ein.
Platz 23: Sri Mulyani Indrawati ist die indonesische Finanzministerin. Sie hat sich dem Kampf gegen Korruption und Bürokratie verschrieben und der indonesischen Wirtschaft seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2005 zum Aufschwung verholfen.
Platz 24: Julie Gerberding ist die Direktorin des amerikanischen "Center for Disease Control and Prevention". Die staatliche Behörde setzt sich für die Bekämpfung und Prävention von Krankheiten, insbesondere Infektionskrankheiten ein.
Platz 25: Michelle Bachelet ist seit 2006 die erste Präsidentin Chiles. Zuvor war sie bereits Gesundheits- und Verteidigungsministerin.
Platz 26: Ellen Alemany ist die Chefin der Royal Bank of Scotland Amerikas und damit verantwortlich für das Nordamerikageschäft der weltweit zehntgrößten Bank der Welt mit mehr als 220.000 Mitarbeitern.
Platz 27: Carol Meyrowitz ist die Chefin des amerikanischen Einzelhandelskonzerns TJX mit 125.000 Angestellten.
"Nur" auf Rang 28 der Forbes-Liste ist die demokratische Senatorin Hillary Clinton zu finden. Die Ex-First-Lady war in diesem Jahr mit ihren US-Präsidentschaftsambitionen gescheitert.
Platz 29: Hynd Bouhia ist die Präsidentin der Wertpapierbörse in Casablanca (Marokko), der nach Johannesburg zweitwichtigsten Börse Afrikas.
Platz 30: Anne Sweeney ist die Chefin des Disney-ABC TV-Konzerns und Vizepräsidentin des Disney-Konzerns mit 137.000 Angestellten und einem Jahresumsatz in Höhe von rund 35 Milliarden Dollar.
Platz 31: Walentina Matwijenko ist die Gouverneurin von Sankt Petersburg und eine enge Freundin des russischen Regierungschefs Wladimir Putin, der ihr auch zu ihrer Macht verhalf.
Platz 32: Nancy Tellem ist die Präsidentin der amerikanischen CBS-Paramount TV-Gruppe. Im Jahr 2003 wurde sie vom US-Magazin "Hollywood Reporter" bereits zur drittmächtigsten Frau im Unterhaltungssektor gekürt.
Platz 33: Ann Livermore ist die Vizepräsidentin des amerikanischen Computer- und Druckerherstellers Hewlett-Packard und die Chefin der Technologiesparte des Unternehmens mit mehr als 100.000 Beschäftigten.
Platz 34: Marina Berlusconi , die Tochter des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, leitet die beiden Unternehmen ihres Vaters, die Finanzholding Fininvest und die Verlagsgruppe Mondadori. Sie ist Chefin von rund 27.000 Mitarbeitern.
Platz 35: Die Demokratin Nancy Pelosi ist die Vorsitzende des amerikanischen Abgeordnetenhauses und damit eine der einflussreichsten Politikerinnen ihres Landes. Sie ist eine vehemente Gegnerin vieler politischer Entscheidungen des US-Präsidenten.
Platz 36: Oprah Winfrey wurde hauptsächlich durch ihre beliebte Talkshow bekannt, die sie bis heute moderiert. Die Obama-Unterstützerin ist mit einem geschätzten Vermögen von 2,5 Milliarden Dollar die erste schwarze Frau, die Milliardärin wurde.
Platz 37: Gulzhan Moldazhanova ist die Präsidentin des russischen Mischkonzerns Basic Element der im Energie-, Bau- und Produktionssektor sowie auf dem Finanzmarkt tätig ist und rund 600.000 Menschen beschäftigt.
Platz 38: Aung San Suu Kyi ist die bekannteste birmesische Oppositionspolitikerin. Die Friedensnobelpreisträgerin (1991) und letzte demokratisch gewählte Premierministerin Birmas wird seit Jahren vom Militärregime unter Hausarrest gehalten.
Platz 39: Lynn Laverty Elsenhans ist die Chefin des amerikanischen Mineralölkonzerns Sunoco mit etwa 15.000 Mitarbeitern. Sie ist die zweite Frau an der Spitze eines Mineralölunternehmens.
Platz 40: Melinda Gates ist die Ehefrau des Microsoft-Gründers Bill Gates. Zusammen mit diesem gründete sie die Bill & Melinda Gates Foundation, eine international tätige Wohltätigkeitsorganisation.
Platz 41: Gloria Arroyo ist die Präsidentin der Phillipinen und regiert über rund 91 Millionen Menschen. Arroyos Popularität litt in letzter Zeit erheblich unter den rasant steigenden Energiepreisen und Korruptionsvorwürfen gegen ihren Ehemann.
Platz 42: Jane Mendillo ist seit Sommer 2008 die Präsidentin der Harvard Management Company, der milliardenschweren Stiftung der Harvard Elite-Universität.
Platz 43: Linda Cook ist Vorstandsmitglied des Mineralölunternehmens Royal Dutch Shell mit 112.000 Mitarbeitern. Zudem ist sie die Präsidentin der Shell-Tochter Shell Gas & Power.
Platz 44: Laura Bush, die Ehefrau des US-Präsidenten, engagiert sich für bessere Bildungschancen für Kinder, die AIDS-Bekämpfung in Afrika und für Programme gegen Brustkrebs.
Platz 45: Brenda Barnes ist die Chefin des amerikanischen Konsumgüterherstellers Sara Lee mit rund 137.000 Angestellten. Zu dem Konzern gehören u.a. die Marken Senseo, Duschdas, Natreen und Wonderbra.
Platz 46: Christine Poon ist die Vizepräsidentin des amerikanischen Pharmazie- und Konsumgüterherstellers Johnson & Johnson (Bebe, O.B., Listerine, Penaten). Der Konzern beschäftigt weltweit etwa 122.000 Mitarbeiter.
Platz 47: Neelie Kroes ist ein Wettbewerbskommissarin der Europäischen Union. In dieser Funktion legte sie sich mit einigen der größten Unternehmen der Welt an, darunter Microsoft und Intel.
Platz 48: Amy Brinkley ist eine Top-Managerin der Bank of America. Bei der größten Bank der Vereinigten Staaten ist sie für das Risikomanagement verantwortlich und hat aufgrund der Finanzkrise derzeit ihre große Stunde.
Platz 49: Susan Arnold ist Vizepräsidentin des Konsumgüter-Konzerns Procter & Gamble (Wella, Gillette) mit 138.000 Mitarbeitern. Zudem gehört sie dem Direktorium der Walt Disney Company (138.000 Mitarbeiter) an.
Platz 50: Susan Decker ist die Präsidentin von Yahoo! mit einem Jahresumsatz von 7 Milliarden Dollar. Im Zuge der Übernahmeversuche durch Microsoft baute sie das Unternehmen erfolgreich um und schloss strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen.
Doch der Fall Kurras/Ohnesorg wirft Fragen auf. So vermutete Marek Dutschke, Sohn des am 11. April 1968 angeschossenen Studentenführers Rudi, dass hinter diesem Attentat die Stasi steckte.
Rudi Dutschke erlag 1979 den Spätfolgen des Angriffs. Die Chefin der Stasiunterlagenbehörde, Marianne Birthler, stellte klar: Eine IM-Akte über Dutschke-Attentäter Josef Bachmann sei nicht zu finden.
... Siegfried Buback will, dass auch in diesem Fall Nachforschungen angestellt werden. "Ich habe schon als Junge gedacht, meinen Vater holt mal die Stasi", so Michael Buback.
Am 7. April 1977 wurden Siegfried Buback, sein Fahrer und ein Justizbeamter erschossen.
Die Fälle Ohnesorg, Buback und Dutschke sind nur einige in der Reihe von missglückten und tödlichen politischen Mordversuchen nach dem Zweiten Weltkrieg. Unter ihnen etwa Mahatma Gandhi. Er wurde am 30. Januar 1948 von einem fanatischen Hindu erschossen.
Im Jahr 1950 überlebte US-Präsident Harry Truman ein Attentat durch Griselio Torresola. Truman wurde nicht ernsthaft gefährdet.
Ein an Bundeskanzler Konrad Adenauer adressiertes Päckchen explodierte am 27. März 1952. Dabei wurde der Beamte Karl Reichert getötet. Adenauer selbst blieb unbeschadet.
Auch Frankreichs Präsident Charles de Gaulle entkam zwei Mal dem Tod: Die algerische Untergrundorganisation Organisation de l'armée secrète versuchte ihn am 8. September 1961 und am 12. August 1962 umzubringen.
Bilder, die um die Welt gingen: Bei einer Parade in Dallas wurde US-Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 erschossen.
Die Umstände des Attentats - hier JFK kurz vor den Schüssen - sind bis heute nicht zweifelsfrei geklärt.
Die Nation und die Welt waren geschockt.
Zwei Tage später wird der angebliche Mörder Kennedys, Lee Harvey Oswald, vor laufenden Kameras Oper des Schützen Jack Ruby. Seither ranken sich viele Theorien um den Fall.
Als der US-Bürgerrechtler und Anführer der "Black Muslims" am 21. Februar 1965 im "Audubon Ballroom" in Harlem einen Vortrag hielt, lenkten zwei Zuhörer die Wachen ab.
Eine Rauchbombe explodierte und im Chaos fielen die tödlichen Schüsse.
Drei Jahre später, am 4. April 1968, wurde ein weiterer farbiger Bürgerrechtler in den USA ermordet: Martin Luther King - hier zweiter von rechts einen Tag vor dem Anschlag - wird auf dem Balkon seines Hotels in Memphis von James Earl Ray erschossen.
Mit ihm verlor die Bürgerrechtsbewegung in den USA seinen prominentesten Vertreter.
US-Präsident Gerald Ford überlebt 1975 zwei Mordversuche: Am 5. September versuchte ein Mitglied des Manson-Clans ihn zu töten, am 22. September misslingt ein Versuch der 45-jährigen Sara Jane Moore.
Ein weiteres RAF-Opfer ist Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer. Nach wochenlanger Geiselnahme wurde er am 18. Oktober 1977 erschossen.
Am 30. März 1981 versuchte erneut ein Attentäter, einen US-Präsidenten umzubringen. Hier Ronald Reagan wenige Minuten bevor ...
... er angeschossen und verletzt wurde.
Sein Attentäter John W. Hinckley jr. wollte mit der Tat der Schauspielerin Jodie Foster imponieren.
Die Welt war geschockt, als auf dem Petersplatz Schüsse auf den Heiligen Vater, Papst Johannes Paul II., fielen.
Der von drei Projektilen getroffene Papst überlebte.
Der Anschlag wurde durch den türkischen Rechtsextremisten Mehmet Ali Agca verübt.
Am 28. Februar 1986 befand sich Schwedens Ministerpräsident Olof Palme auf dem Heimweg von einem Kinobesuch ...
... als ihn die Schüsse trafen.
Bis heute ist der Fall ungeklärt.
Am 30. November 1989 wird der Vorstandschef der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, von der RAF ...
... durch eine ferngezündete Bombe ermordet.
Heute ist Oskar Lafontaine führender Kopf der Linken.
Am 25. April 1990 war er noch Kanzlerkandidat der SPD, als die als geisteskrank eingestufte Adelheid Streidel mit einem Messer auf ihn einstach.
Noch heute hat der jetzige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble unter den Folgen eines Mordversuchs zu leiden.
Ein Geisteskranker schoss am 12. Oktober 1990 auf ihn. Seitdem ist er querschnittsgelähmt.
Israels Ministerpräsident Jitzhak Rabin (l.) war gemeinsam mit Jassir Arafat die Hoffnung für Frieden im Nahen Osten. Die beiden und Außenminister Schimon Peres erhielten für ihre Annäherungsgespräche sogar den Friedensnobelpreis.
Doch bei einer Friedenskundgebung am 4. November 1995 in Tel Aviv feuerte ...
... der jüdische Extremist Yigal Amir auf ihn.
Alle Rettungsbemühungen kamen zu spät.
Der umstrittene niederländische Rechtspopulist Pim Fortuyn wurde am 6. Mai 2002 ...
... in Hilversum von einem fanatischen Tierschützer umgebracht.
Am 14. Juli 2002 feiern die Franzosen und auch Staatschef Jacques Chirac wie jedes Jahr den Nationalfeiertag.
Der 25-jährige Rechtsradikale Maxime Brunerie konnte überwältigt werden, seine Schüsse trafen Chirac nicht.
Schwedens Außenministerin befand sich am 10. September 2003 in einem Kaufhaus in Stockholm ...
... als sie Mijailo Mijailovic mit einem Messer niederstach.
Die beliebte Politikerin starb an den Folgen des Angriffs.
Im Dezember 2003 entrann Pakistans Präsident Pervez Musharraf zwei Attacken.
Auch er überlebte: Im September 2004 versucht man, ihn mit Dioxin TCDD zu vergiften. Noch heute ist er von schweren Narben gezeichnet.
Am 27. Dezember 2007 fällt Pakistans Oppositionsführerin Benazir Bhutto einem Selbstmordattentäter zum Opfer. Ihr Tod ist der bislang letzte prominente politisch motivierte Mordfall.
Die Affäre um das marode Atomlager Asse in Niedersachsen hat erste Konsequenzen: Dem bisherigen Betreiber wird die Verantwortung entzogen und das Forschungsbergwerk nun erstmals als Atomanlage behandelt. Dies teilte Forschungsministerin Annette Schavan am Donnerstag mit. Außerdem entzog das Land Niedersachsen der bisherigen Aufsichtsbehörde, dem Landesbergamt, die Kompetenz.
In das ehemalige Kalibergwerk bei Wolfenbüttel waren in den 60er und 70er Jahren "versuchsweise" 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Strahlenmüll eingelagert worden. Allerdings strömt seit Jahrzehnten Wasser in den Schacht, inzwischen sammeln sich dort radioaktive Laugen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hatte dem bisherigen Betreiber, dem Helmholtz-Zentrum München, schwere Vorwürfe gemacht und Sicherheitsprobleme angeprangert.
Entscheidung über Schließungskonzept fällt Bei einem Krisentreffen einigten sich Gabriel, Schavan und der niedersächsische Landesumweltminister Hans-Heinrich Sander darauf, dass das Bundesamt für Strahlenschutz das Bergwerk als Betreiber übernimmt. Damit ist nicht mehr Schavan, sondern Gabriel zuständig für die Anlage. Erstmals soll nicht das einfache Bergrecht, sondern Atomrecht auf die Anlage angewandt werden. Dies bedeutet vor allem mehr Beteiligungsrechte für die Öffentlichkeit.
Über das Schließungskonzept für das marode Bergwerk soll laut Schavan bis zum Jahresende entschieden sein.
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Zuvor werden zwei Gutachten abgewartet. Eines soll klären, ab wann die Schachtanlage so baufällig wird, dass sie nicht mehr betreten werden kann. Bisher wird dafür das Jahr 2014 genannt. Das zweite Gutachten soll die Optionen für die Schließung vergleichen. Es geht darum, ob der Strahlenmüll herausgeholt oder im Berg versiegelt werden soll. Schavan sagte, sie sei "skeptisch, ob es eine Alternative gibt" zum bisherigen Vorschlag, das Bergwerk gezielt zu fluten.
Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft Wie es zu den Missständen in der Asse kommen konnte, ließ Schavan offen. Die Mitarbeiter vor Ort und den bisherigen Betreiber nahm sie ausdrücklich in Schutz. Lediglich beim Landesbergamt Niedersachsen sah sie Fehleinschätzungen. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" meldete, die Landesregierung habe der Landesbergbehörde mit sofortiger Wirkung die Aufsicht über Asse entzogen. Zudem seien mindestens zwei Disziplinarverfahren eingeleitet worden - gegen den Leiter des Bergamtes und gegen einen Referenten, der unmittelbar mit der Aufsicht befasst gewesen sei.
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat den Bericht angefordert, den das niedersächsische Umweltministerium über die Zustände in dem ehemaligen Versuchsendlager erstellt hat. "Wir prüfen, ob in nicht verjährter Zeit in der Asse unerlaubt mit gefährlichen Abfällen oder radioaktiven Stoffen umgegangen worden ist oder ob die gesamte Anlage unerlaubt betrieben worden ist", sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Klaus Ziehe, am Donnerstag. Man habe einigen beteiligten Personen bereits Fragen gestellt, sagte der Oberstaatsanwalt. Dennoch handele es sich um Vorermittlungen. Ein förmliches Ermittlungsverfahren gegen konkrete Personen sei nicht eingetragen.
Fünf Anzeigen eingegangen Bereits vor zwei Monaten waren zwei Mitarbeiter der niedersächsischen Bergbehörden von ihren Aufgaben entbunden worden. Gegen sie habe man disziplinarrechtliche Schritte eingeleitet, sagte die Sprecherin des Umweltministerium. Eine Strafanzeige der Grünen-Politikerin Renate Künast hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft Braunschweig keine neuen Tatsachen zu den Vorermittlungen beigetragen. Die Anzeige richte sich allgemein gegen Verantwortliche des Atommülllagers, sagte Ziehe. Mittlerweile seien bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig insgesamt fünf Anzeigen eingegangen, die jedoch meist nicht ausführlich begründet seien.
(AP, dpa, N24)
04.09.2008 11:48 Uhr