Teure Fälschungen
Produktpiraterie kostet 35 Milliarden Euro
Gefälschte Uhren, nachgemachte Sportschuhe - Produktpiraterie ist kein Kavaliersdelikt. Der deutschen Wirtschaft entsteht dadurch ein zweistelliger Milliardenschaden - jedes Jahr.
Die Marken- und Produktpiraterie wird für die europäische Wirtschaft offenbar zunehmend zur Bedrohung. Den europäischen Konsumgüterherstellern entstehe dadurch jährlich ein Schaden von 35 Milliarden Euro, wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht. Das entspreche zwei Prozent ihres gesamten Jahresumsatzes. Nicht mit eingerechnet seien dabei Folgeschäden wie Imageverlust oder Kosten für die Abwehr von Produktpiraten. Nach Einschätzung der Hersteller wird die Bedrohung in den kommenden Jahren weiter zunehmen.
Betroffen von den Plagiaten sei inzwischen nicht mehr nur die Luxusgüterindustrie, sagte der Autor der Studie, Peter Schommer. Vielmehr werde inzwischen alles gefälscht, vom Waschmittel über Arzneimittel bis hin zu Fertignahrung und Duschgel. Problem seien dabei nicht nur die Fälscher, sondern auch die Verbraucher, die oft wissentlich Plagiate kauften. Hauptmotiv sei meist der niedrigere Preis.
(ddp, N24)
04.09.2008 12:10 Uhr





