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17.000 Fans begeistert

Metallica rocken Berlin

Fünf Jahre mussten die Fans auf das neue Album warten - nun gab's die neuen Stücke als Weltpremiere live in Berlin: Metallica rocken die Hauptstadt.

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Video: Rock 'n' Roll - Metallica rockt die Hauptstadt
Video: Metallica - Ausschnitt aus dem Konzert in Berlin
Video: Stromgitarren - Metallica beim Soundcheck
Am Sonntag wurden in den Paramount Pictures Movie Studios in Los Angeles zum 25. Mal die MTV Video Music Awards verliehen.
Der britische Comedian Russell Brand moderierte die Sendung und führte die Zuschauer durch die Nacht.
Gewinnerin des Abends war die Sängerin und Skandalnudel Britney Spears, die es dieses Jahr ohne peinliche Zwischenfälle durch den Abend schaffte.
Gleich drei "Moonmen" durfte die 26-jährige Pop-Sängerin mit nach Hause nehmen. Sie gewann die Auszeichnungen in den Kategorien für das beste Video des Jahres ("Piece Of Me"), für das beste Pop-Video und für das beste Video einer Künstlerin.
Hip-Hop- und R&B-Sänger Chris Brown gewann mit dem Video zu "With You" den Award für das beste Video eines Künstlers.
Den Preis für das beste Rock-Video erhielten die amerikanischen "Nu-Metal"-Rocker von Linking Park.
Ausgezeichnet für das beste Hip-Hop Video wurde der Südstaaten-Rapper Lil Wayne für den Song "Lollipop".
Die Pussycat Dolls konnten die Jury mit sexy Tanzeinlagen überzeugen und räumten den "Moonman" für das beste Dance-Video ab.
Erfreulich aus deutscher Sicht: Die Teen-Rock-Band Tokio Hotel darf sich über den Nachwuchs-Preis freuen.
Neben den Auszeichnungen gab es auch wieder ein buntes Bühnenprogramm mit Künstlern wie Rihanna ...
... die lasziv über die Bühne kroch.
Pam-Anderson-Lover Kid Rock spielte seinen Sommerhit "All Summer Long" ...
... und auch Kanye West sorgte für eine imposante Show.
Auf Skandale und Aufreger wartete man bei der diesjährigen Veranstaltung allerdings vergeblich. Dafür ließen einige Stars tief blicken.
Lindsay Lohan verdeckte nur den vorderen Teil ihres Oberkörpers.
Und mit Paketband auf den Brüsten ...
... betrat Pop-Star Pink die Bühne.

Die US-Heavy-Metal-Band Metallica ist bei der Weltpremiere für ihr neues Album "Death Magnetic" begeistert gefeiert worden. Rund 17.000 Fans jubelten am Freitagabend in Berlin der Gruppe um Sänger James Hetfield zu, die ihre mit Spannung erwartete neue CD erstmals live präsentierte.

Metallica zählen mit weit über 100 Millionen verkauften Alben zu den erfolgreichsten Rockbands der Welt. Fünf Jahre hatten Fans in aller Welt auf das Erscheinen des neuen Studiowerks warten müssen. Am Freitag kam es auf den Markt. Die Band hatte das Album bis dahin erfolgreich unter Verschluss gehalten.

Eintrittsgeld geht an Deutsches Herzzentrum

Es war das erste Großkonzert in der "O2-World", der neuen Arena am Berliner Ostbahnhof, die damit ihre Feuertaufe bestanden hat. Metallica spielten nicht nur die Songs ihres neuen Albums "Death Magnetic" (Universal/Mercury), sondern boten zusätzlich einen musikalischen Querschnitt der mittlerweile 27-jährigen Bandgeschichte. Darunter Klassiker wie "Unforgiven" oder "For Whom The Bells Toll".

Die Eintrittskarten für das Konzert, die nur über spezielle Internetseiten zu haben waren, kosteten lediglich zehn Euro. Das Geld fließt Veranstalterangaben zufolge über die Aktion "Ein Herz für Kinder" komplett dem Deutschen Herzzentrum Berlin zu, das damit eine Herz-Lungen-Maschine für Kleinkinder finanziert. Berlin war die einzige Stadt, in der das neue Album zum Erscheinungstag live vorgestellt wurde. Andere Hauptstädte weltweit hatten das Nachsehen. "Berlin ist die tollste Stadt der Welt", begründete Gitarrist Kirk Hammett bei einer Pressekonferenz artig die Wahl. In London wird die Band am kommenden Montag zu einem Live-Konzert erwartet.

Dem Band-Tod sehr nahe

"Wir sind dem Tod sehr nahe gekommen. Nicht unbedingt persönlich, aber als Band. Metallica ist unser Leben", erklärte Sänger James Hetfield den Albumtitel "Death Magnetic". 2005 gab die Band mit der DVD-Dokumentation "Some Kind of Monster" intime Einblicke ins Band- und Familienleben. Hetfield hatte sich wegen massiver Alkoholprobleme gerade einer Entziehungskur unterzogen, die Band stand vor dem Auseinanderbrechen.

Gegründet wurde die Band im Jahr 1981. "Kill 'Em All", das erste Album, schockte 1983 nicht nur mit einem blutrünstigen Cover, sondern vor allem mit seiner ungeheuren Geschwindigkeit. Metallica packten schon damals so viele Beats in eine Minute, dass jede Techno-Band noch heute blass wird. Bereits 1984 folgte das Album "Ride The Lightning", zwei Jahre später das Monumentalwerk "Master Of Puppets". 1986 war aber auch ein Schicksalsjahr für die Band: Am 27. September verunglückte der Tourbus auf dem Weg von Stockholm nach Kopenhagen. Bassist Cliff Burton, von den Fans schon zu Lebzeiten verehrt wie ein Heiliger, wurde getötet.

Das letzte Metallica-Studioalbum, "St. Anger", ist fünf Jahre alt. Die neue CD mit ihren zehn Titeln nähert sich thematisch und musikalisch wieder den alten Zeiten an. Ein Verdienst auch von Starproduzent Rick Rubin. "Er hat uns auf einen neuen Kurs gesetzt, seine Idee war, die alten Alben Revue passieren zu lassen und dabei trotzdem modern und frisch zu klingen", erklärte Hammett.

(dpa, N24)

13.09.2008 09:40 Uhr

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