Russland schließt Vertrag
Militärischer Schutz für Abchasien und Südossetien
Russlands Präsident Medwedew hat mit den selbsternannten Präsidenten von Abchasien und Südossetien umfangreiche Verträge abgeschlossen. Unter anderem wurde eine militärische Unterstützung vereinbart.
Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat umfangreiche Kooperationsabkommen mit Südossetien und Abchasien geschlossen. "Das ist zweifellos ein historisches Ereignis", sagte er in Moskau nach der Unterzeichnung der Dokumente mit den selbst ernannten Präsidenten der beiden abtrünnigen georgischen Provinzen, Eduard Kokojty und Sergej Bagapsch. Darin werden unter anderem militärische Unterstützung und die Vereinheitlichung der Energie-, Telekommunikations- und Transportnetze vereinbart.
Russland wird kein "neues militärisches Abenteuer" zulassen
Zudem sollten gemeinsame Patrouillien an den Grenzen der von Russland als eigenständige Staaten anerkannten Regionen erfolgen, hieß es im Vertragstext. Dies geschehe "im Interesse der beiderseitigen Sicherheit und dem Frieden und der Stabilität im Südkaukasus". Russland werde "kein neues militärisches Abenteuer" zulassen, sagte Medwedew weiter.
Abkommen unterstützt Haltung Russlands
Mit den Kooperationsabkommen werde die Haltung Russlands seit dem 8. August unterstützt. Damals hatte Georgien einen Angriff auf Südossetien gestartet, um die Kontrolle über die abtrünnige Provinz zurückzugewinnen. Russland reagierte mit einer Invasion in Georgien, um nach eigenen Angaben russische Bürger in Südossetien und Abchasien zu schützen. Der Abzug aus dem georgischen Kernland begann am Wochenende mit der Räumung von fünf der 25 Kontrollpunkte.
(AFP, N24)
17.09.2008 16:02 Uhr









