Prost!
Die Geschichte des Bieres
Bier ist kein Modegetränk - es schmeckt immer. Das wussten schon die alten Ägypter. Ihrer Kultur wird nachgesagt, als erste Bier gebraut zu haben - mit dem Gerstensaft heute aber kaum vergleichbar.
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Bier ist lecker und gesund. In Bayern zählt es sogar zu den Grundnahrungsmitteln. Der Gerstensaft scheint zudem nie aus der Mode zu kommen und das bereits seit tausenden Jahren. 4500 Jahre alt waren die Gebäude, die ein Archäologenteam der Universität Yale nahe Kairo ausgegraben hat. Es soll sich um eine Bäckerei und eine Brauerei handeln. Auf Steintafeln mit Hieroglyphen fanden die Forscher ein sumerisches "Bierbrau-Rezept". Da die Kultur der Babylonier auf der der Sumerer aufbaute, ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch in diesem Volk Bier getrunken wurde. Doch die Babylonier entwickelten das Verfahren weiter und waren in der Lage 20 verschiedene Biersorten zu brauen. Auch wenn die Überlieferungen der Sumerer die ältesten bekannten Hinweise auf die Brauereikunst sind, spricht vieles dafür, dass Bier nicht einen Erfinder hat, sondern in vielen Kulturen eigenständig entwickelt wurde - wie in Südostasien das Reisbier. Für die Hochkultur der Griechen war Bier jedoch kein Getränk. Hippokrates beschreibt den "Gerstensud" als Heilmittel bei Fieber und Schlaflosigkeit. Als Julius Caesar seine Truppen durch ganz Europa führte und Region um Region eroberte, war eine Menge Bier im Spiel. Der berühmte Feldherr hatte die Nahrhaftigkeit des Gerstensaftes erkannt und versorgte deshalb seine Truppen damit. Auch bei den Mönchen im Mittelalter galt Bier als nahrhaft. Die Braukunst wurde deshalb gepflegt. Insbesondere in der Fastenzeit war das Bier für die Mönche sehr wichtig, denn es galt der Leitsatz: Liquida non frangunt ieunum - Flüssiges bricht das Fasten nicht. Dadurch war der Genuss von Bier zu jeder Jahreszeit erlaubt. Bald fingen die Mönche an, Bier zum Verkauf herzustellen. Gegen eine Gebühr konnten Mönche das Recht erwerben, Bier gewerblich zu vertreiben. Das Kloster Weihenstephan erhielt 1040 dieses Recht. Die Brauerei ist die älteste ihrer Art, die noch besteht. Da sich Bier auch bei der Bevölkerung der wachsenden Städte großer Beliebtheit erfreute, entwickelte sich auch dort die Brauereikunst langsam und stetig zu einem eigenen Wirtschaftszweig. Die Mönche brauten nicht nur nach den alten Rezepten, sondern beschäftigten sich auch mit der Verbesserung des Brauprozesses und der Rezeptur. In Brabanter Klöstern wurde dem Bier erstmalig Hopfen zugesetzt - für Würze und Haltbarkeit. Durch den Hopfen kam auch das Reinheitsgebot: Um die dauerhafte Qualität zu sichern, erließ der bayrische Herzog Wilhelm IV. im Jahr 1516 ein Reinheitsgebot, dass nur die Verwendung von Gerste, Hopfen und reinem Wasser für das Brauen von Bier erlaubte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden zwei Erfindungen gemacht, die das Bierbrauen grundlegend revolutionierten. Louis Pasteur entdeckte, dass das Abkochen von Flüssigkeiten deren Haltbarkeit erhöhte: "Pasteurisierung" - auch bei Milch ein Thema. Durch die Erfindung einer Kältemaschine durch Carl von Linde 1873, die mit Hilfe von verdichtetem Gas künstlich niedrige Temperaturen erzeugte, konnten konstant niedrige Lagertemperaturen erreicht werden. Nicht nur für untergäriges Bier ein Segen. Braukessel, Sudhaus, geheime Rezepturen ... Bierbrauen entwickelte sich immer mehr zur Wissenschaft: An der TU München bietet die Fakultät Brau- und Lebensmitteltechnologie mehrere Studiengänge samt Abschlüssen zum Brauwesen an. In Deutschland hat das Bier einen eigenen "Feiertag" bekommen: Der 23. April, der Tag der Proklamation des Reinheitsgebotes, wurde zum "Tag des Deutschen Bieres". Zu den gängigsten und bekannten Biersorten gehören unter anderem: Pils (l.), (Kölsch (m.), Altbier (r.), ... ... Starkbier oder Bock ... ... sowie Weizen ... ... oder Helles. Helles, wie beim alljährlichen Oktoberfest. Prost! Oans, zwoa, g’suffa! Das 175. Oktobefest ist eröffnet. Münchens Bürgermeister Christian Ude bereitete das traditionelle Anzapfen keine Probleme. Der Großkopferte mit dem großen Holzhammer hatte am Sonnabend um 12.00 Uhr mit nur zwei Schlägen das erste Bierfass geöffnet. Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein kam dann in den Genuss der ersten Maß der Wiesn. Alle anderen Gäste müssen in diesem Jahr mehr als acht Euro dafür hinlegen. Auch Becksteins Vorgänger Edmund Stoiber und Ehefrau Karin ließen sich das Helle schmecken. Selbst Bayerns oberster Sozialdemokrat Franz Maget stieß mit an, in der Hoffnung dabei die schlechten Umfragewerte kurz vor der Bayernwahl zu vergessen. Dann kamen endlich auch die anderen Wiesn-Gäste zu ihrer Maß. Wie in den Jahren zuvor werden auch diesmal wieder mehrere Millionen Gäste auf dem Oktoberfest und in den Festzelten erwartet. Statistisch lässt dann jeder Besucher genau eine Maß die Kehle herunter rinnen. Klar, dass dabei nicht nur der Blutalkohol sondern auch die Laune steigt. Wie stets ist die Wies'n auch das ideale Plätzchen zum Anbandeln. Kein Wunder bei so liebreizender Weiblichkeit. Der einzige Wermutstropfen war am Samstag für viele Münchner die 2:5-Rekordklatsche für die FC Bayern durch Werder Bremen. Doch soll man sich davon das Feiern verderben lassen? Nicht auf der Wiesn! Da gehts noch bis zum 5. Oktober drunter und drüber. Auf der Wiesn zeigt jeder gerne was er hat... Kein üppiges Dekolletee? Für eine echte Australierin kein Problem, dann wird eben alles gezeigt was man hat. Was leider oft vergessen wird aber auch sehr wichtig ist, das richtige Schuhwerk. Wer von den neumodischen Dirndl genug hat, konnte beim Trachtenumzug Einblick in die Vergangenheit erhalten. Vom 20.9. bis 5.10. herrscht in München wieder der alljährliche Ausnahmezustand - das berühmt-berüchtigte Oktoberfest. Auf der Wiesn werden jede Menge Promis ihre Dirndl und Vorzüge präsentieren. 2006 stattete Paris Hilton den Bierzelten einen Besuch ab. Wie viel Bier das "It-Girl" dort zu sich genommen hat, ist nicht bekannt. Aber sie gehörte damals zu den schicksten Wiesn-Madln. Auch für das "Wiesn-Playmate 2006" Regina Deutinger hieß es damals "O'zapft is". Stammgäste auf der Wiesn ist auch immer der FC Bayern München mitsamt den Profispielern und deren Freundinnen und Frauen: Beispielsweise der diesjährige Champions-League-Torschütze Daniel van Buyten mit seiner Frau... ... oder Philipp Lahm mit seiner Nicola... ... oder der Ex-Bayern-Spieler und -Nationaltorwart Oliver Kahn mit seiner damaligen Freundin Verena Kerth... ... oder auch "Il bomber": Italiens Nationalstürmer und Bayern-Knipser Luca Toni. Das Dirndl trägt aber seine Frau Marta Cecchetto. Auch auf Moderatorinnen, wie Annemarie Warnkross von Pro7, hat das größte Bierfest der Welt eine magische Anziehungskraft. Entziehen kann sich dieser auch Warnkross' Senderkollegin Sonya Kraus nicht. Im Dirndl lässt sich auch schon einmal Sportreporterin Katrin Müller-Hohenstein sehen. Die Wiesn ist zudem für Schauspieler(innen) ein Ort der Kontaktpflege: Anja Kruse und "Winnetou" Pierre Brice. Urbayerisch: Schauspielerin Christine Neubauer. Model und Moderatorin Michelle Hunziker, Tochter einer Niederländerin und eines Schweizers, fühlt sich in bayerischer Tracht wohl. Zu einem Dirndl und der Wiesn gehört eigentlich eine zünftige Maß. Tatjana Gsell mag offenbar eher ein "kleines Weizen". Zwar nicht im Dirndl, dafür aber mit einer "Moaß" (oder auch Mal zwei): Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein. In den Bierzelten finden sich auch immer mehr Politiker: Becksteins Ex-Parteikollegin Gabriele Pauli. Das Dirndl der Grünen-Parteichefin Petra Roth ist farblich auf ihre Haare und ihren Namen abgestimmt. Prost! SPD-Vize Andrea Nahles versucht es erst einmal in Berlin, wo es auch ein Oktoberfest gibt. Allerdings in etwas kleinerem Rahmen als in München. Sehen und gesehen werden: Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit mit SPD-Genossin Nahles... ... und Nahles mit dem bayerischen SPD-Chef Franz Maget. ... und Bundespräsident Horst Köhler mit der ehemaligen bayerischen Staatsministerin Monika Hohlmeier (rechts neben Köhler). Ohne Worte Festzuhalten bleibt aber, dass fesche Models die besten Dirndl-Figuren haben. Der Beweis: Fotomodel Laura Osswald oder... ... das ehemalige Erotik-Model Michaela Schaffrath. Dirndl sind aber auch etwas für gestandene "Weibsbilder" wie beispielsweise Uschi Glas... ... oder Charity-Lady Ute Ohoven (l.) und "Mietwagenkönigin" Regine Sixt (r.). Ab und an vergreifen sich Männer anscheinend auch mal am Kleiderschrank ihrer Frauen. Passend zur Fußball-WM 2006 schmissen sich diese beiden Helden in die "bayerische Tracht". Aber eigentlich sieht eine urbayerische Tracht so aus... ... vielleicht auch einmal so wie beim Model Sarah Brandner (m.). Im Endeffekt spielt die Art des Dirndl aber keine Rolle. Es kommt eher darauf an, wer es trägt bzw. was drin steckt. Das muss man sich nur einmal durch den Kopf gehen lassen - egal ob Promi oder nicht. Nach zwei Maß Bier noch ans Steuer? Für Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein ist das durchaus vertretbar: "Es ist nicht das Problem, wenn einer eine Maß trinkt, oder wenn er ein paar Stunden da ist, auch zwei." "Der liebe Gott gilt in Bayern ja als jemand, der zu Wundern fähig ist. Aber dieses Wunder, nein, das wird es nicht geben." Grünen-Chefin Claudia Roth über die Chancen einer schwarz-grünen Koalition in Bayern. Roths "bayerischer Wahltrumpf", Spitzenkandidat Sepp Daxenberger, sieht das wohl genauso: "Beckstein ist Steinzeit." Ähnlich kämpferisch zeigt sich FDP-Spitzenkandidat Martin Zeil. Zum Zustand der CSU sagte er: "Der bayerische Löwe legt seine dritten Zähne an, um sie dann ganz schnell wieder im Glas abzulegen." Bayerns derzeitiger "Alleinherrscher" Beckstein sieht das natürlich anders: "Jeden anständigen Bayern schüttelt es bei dem Gedanken an eine Koalition. Nein, so können wir unser schönes, gutes Bayern nicht verhunzen!" Und Beckstein legt in der "Passauer Neuen Presse" nach: "Ein anständiger Bayer wählt CSU." "Huber und Beckstein werden sich im September wundern, wie unanständig die Bayern mittlerweile geworden sind. Sie besitzen die Frechheit, der CSU die vergammelte Lederhose auszuziehen", sagte Hubert Aiwanger, Landeschef der Freien Wähler zum selben Thema. Zu Bayerns "Sonderstellung" meint der frühere CSU-Chef Theo Waigel: "Allein sich einen neunmonatigen Abschied zu leisten, wie es Stoiber getan hat - das gibt es sonst nirgendwo auf der Welt. In neun Monaten entsteht sonst neues Leben." Gregor Gysi, Fraktionschef der Linken im Bundestag, erkennt diese "Sonderstellung" Bayerns an: "Wenn wir in einen westdeutschen Landtag einziehen, verändern wir Deutschland, wenn wir in Bayern einziehen, verändern wir die Welt." "Ich will meine Nachfolger nicht mit ungebetenen Ratschlägen überschütten." Etwas doppeldeutige Aussage des ehemaligen Ministerpräsidenten und Parteichefs Edmund Stoiber hinsichtlich seiner Nachfolger Günther Beckstein und Erwin Huber. Eigentlich ist Edmund Stoiber aber ein netter: "An meiner Frau schätze ich... äh....ja gut....äh....die....hm...die Attraktivität, die sie über all die Jahre behalten hat... äh.... und... äh... die absolute äh...ja, Familienorientiertheit." Das ist die "Tatjana Gsell der CSU", wenn man... ... dem ehemaligen CSU-Generalsekretär und jetzigen Bayerischen Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Markus Söder, glaubt. Söder griff mit dem Tatjana-Gsell-Vergleich (im Bild) seine damalige Parteikollegin, die Fürther Landrätin, Gabriele Pauli an, die wiederum den damaligen Ministerpräsidenten Stoiber verbal attackiert hatte. Stoibers Nachfolger als Landes- bzw. Parteichef, Beckstein und Huber, bekommen ihre Fett weg - von Franz Müntefering (SPD): "Huber und Beckstein sind nur halb so gewichtig gewesen wie Kohl - politisch meine ich. Wie Kohl werden auch sie ans Ende kommen." Da muss sogar der Alt-Kanzler schmunzeln. (Archivbild) Komiker Michael Mittermeier: "Was jammert ihr im Osten eigentlich immer so? Ihr habt seit 1990 eine Demokratie – das haben wir in Bayern nie kennengelernt." Dem ist nichts hinzuzufügen. Video: "So a Schmarrn" - Mit 100 Euro das Oktoberfest genießen?
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Bier ist lecker und gesund. In Bayern zählt es sogar zu den Grundnahrungsmitteln. Der Gerstensaft scheint zudem nie aus der Mode zu kommen und das bereits seit tausenden Jahren. 4500 Jahre alt waren die Gebäude, die ein Archäologenteam der Universität Yale nahe Kairo ausgegraben hat. Es soll sich um eine Bäckerei und eine Brauerei handeln. Auf Steintafeln mit Hieroglyphen fanden die Forscher ein sumerisches "Bierbrau-Rezept". Da die Kultur der Babylonier auf der der Sumerer aufbaute, ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch in diesem Volk Bier getrunken wurde. Doch die Babylonier entwickelten das Verfahren weiter und waren in der Lage 20 verschiedene Biersorten zu brauen. Auch wenn die Überlieferungen der Sumerer die ältesten bekannten Hinweise auf die Brauereikunst sind, spricht vieles dafür, dass Bier nicht einen Erfinder hat, sondern in vielen Kulturen eigenständig entwickelt wurde - wie in Südostasien das Reisbier. Für die Hochkultur der Griechen war Bier jedoch kein Getränk. Hippokrates beschreibt den "Gerstensud" als Heilmittel bei Fieber und Schlaflosigkeit. Als Julius Caesar seine Truppen durch ganz Europa führte und Region um Region eroberte, war eine Menge Bier im Spiel. Der berühmte Feldherr hatte die Nahrhaftigkeit des Gerstensaftes erkannt und versorgte deshalb seine Truppen damit. Auch bei den Mönchen im Mittelalter galt Bier als nahrhaft. Die Braukunst wurde deshalb gepflegt. Insbesondere in der Fastenzeit war das Bier für die Mönche sehr wichtig, denn es galt der Leitsatz: Liquida non frangunt ieunum - Flüssiges bricht das Fasten nicht. Dadurch war der Genuss von Bier zu jeder Jahreszeit erlaubt. Bald fingen die Mönche an, Bier zum Verkauf herzustellen. Gegen eine Gebühr konnten Mönche das Recht erwerben, Bier gewerblich zu vertreiben. Das Kloster Weihenstephan erhielt 1040 dieses Recht. Die Brauerei ist die älteste ihrer Art, die noch besteht. Da sich Bier auch bei der Bevölkerung der wachsenden Städte großer Beliebtheit erfreute, entwickelte sich auch dort die Brauereikunst langsam und stetig zu einem eigenen Wirtschaftszweig. Die Mönche brauten nicht nur nach den alten Rezepten, sondern beschäftigten sich auch mit der Verbesserung des Brauprozesses und der Rezeptur. In Brabanter Klöstern wurde dem Bier erstmalig Hopfen zugesetzt - für Würze und Haltbarkeit. Durch den Hopfen kam auch das Reinheitsgebot: Um die dauerhafte Qualität zu sichern, erließ der bayrische Herzog Wilhelm IV. im Jahr 1516 ein Reinheitsgebot, dass nur die Verwendung von Gerste, Hopfen und reinem Wasser für das Brauen von Bier erlaubte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden zwei Erfindungen gemacht, die das Bierbrauen grundlegend revolutionierten. Louis Pasteur entdeckte, dass das Abkochen von Flüssigkeiten deren Haltbarkeit erhöhte: "Pasteurisierung" - auch bei Milch ein Thema. Durch die Erfindung einer Kältemaschine durch Carl von Linde 1873, die mit Hilfe von verdichtetem Gas künstlich niedrige Temperaturen erzeugte, konnten konstant niedrige Lagertemperaturen erreicht werden. Nicht nur für untergäriges Bier ein Segen. Braukessel, Sudhaus, geheime Rezepturen ... Bierbrauen entwickelte sich immer mehr zur Wissenschaft: An der TU München bietet die Fakultät Brau- und Lebensmitteltechnologie mehrere Studiengänge samt Abschlüssen zum Brauwesen an. In Deutschland hat das Bier einen eigenen "Feiertag" bekommen: Der 23. April, der Tag der Proklamation des Reinheitsgebotes, wurde zum "Tag des Deutschen Bieres". Zu den gängigsten und bekannten Biersorten gehören unter anderem: Pils (l.), (Kölsch (m.), Altbier (r.), ... ... Starkbier oder Bock ... ... sowie Weizen ... ... oder Helles. Helles, wie beim alljährlichen Oktoberfest. Prost! Oans, zwoa, g’suffa! Das 175. Oktobefest ist eröffnet. Münchens Bürgermeister Christian Ude bereitete das traditionelle Anzapfen keine Probleme. Der Großkopferte mit dem großen Holzhammer hatte am Sonnabend um 12.00 Uhr mit nur zwei Schlägen das erste Bierfass geöffnet. Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein kam dann in den Genuss der ersten Maß der Wiesn. Alle anderen Gäste müssen in diesem Jahr mehr als acht Euro dafür hinlegen. Auch Becksteins Vorgänger Edmund Stoiber und Ehefrau Karin ließen sich das Helle schmecken. Selbst Bayerns oberster Sozialdemokrat Franz Maget stieß mit an, in der Hoffnung dabei die schlechten Umfragewerte kurz vor der Bayernwahl zu vergessen. Dann kamen endlich auch die anderen Wiesn-Gäste zu ihrer Maß. Wie in den Jahren zuvor werden auch diesmal wieder mehrere Millionen Gäste auf dem Oktoberfest und in den Festzelten erwartet. Statistisch lässt dann jeder Besucher genau eine Maß die Kehle herunter rinnen. Klar, dass dabei nicht nur der Blutalkohol sondern auch die Laune steigt. Wie stets ist die Wies'n auch das ideale Plätzchen zum Anbandeln. Kein Wunder bei so liebreizender Weiblichkeit. Der einzige Wermutstropfen war am Samstag für viele Münchner die 2:5-Rekordklatsche für die FC Bayern durch Werder Bremen. Doch soll man sich davon das Feiern verderben lassen? Nicht auf der Wiesn! Da gehts noch bis zum 5. Oktober drunter und drüber. Auf der Wiesn zeigt jeder gerne was er hat... Kein üppiges Dekolletee? Für eine echte Australierin kein Problem, dann wird eben alles gezeigt was man hat. Was leider oft vergessen wird aber auch sehr wichtig ist, das richtige Schuhwerk. Wer von den neumodischen Dirndl genug hat, konnte beim Trachtenumzug Einblick in die Vergangenheit erhalten. Vom 20.9. bis 5.10. herrscht in München wieder der alljährliche Ausnahmezustand - das berühmt-berüchtigte Oktoberfest. Auf der Wiesn werden jede Menge Promis ihre Dirndl und Vorzüge präsentieren. 2006 stattete Paris Hilton den Bierzelten einen Besuch ab. Wie viel Bier das "It-Girl" dort zu sich genommen hat, ist nicht bekannt. Aber sie gehörte damals zu den schicksten Wiesn-Madln. Auch für das "Wiesn-Playmate 2006" Regina Deutinger hieß es damals "O'zapft is". Stammgäste auf der Wiesn ist auch immer der FC Bayern München mitsamt den Profispielern und deren Freundinnen und Frauen: Beispielsweise der diesjährige Champions-League-Torschütze Daniel van Buyten mit seiner Frau... ... oder Philipp Lahm mit seiner Nicola... ... oder der Ex-Bayern-Spieler und -Nationaltorwart Oliver Kahn mit seiner damaligen Freundin Verena Kerth... ... oder auch "Il bomber": Italiens Nationalstürmer und Bayern-Knipser Luca Toni. Das Dirndl trägt aber seine Frau Marta Cecchetto. Auch auf Moderatorinnen, wie Annemarie Warnkross von Pro7, hat das größte Bierfest der Welt eine magische Anziehungskraft. Entziehen kann sich dieser auch Warnkross' Senderkollegin Sonya Kraus nicht. Im Dirndl lässt sich auch schon einmal Sportreporterin Katrin Müller-Hohenstein sehen. Die Wiesn ist zudem für Schauspieler(innen) ein Ort der Kontaktpflege: Anja Kruse und "Winnetou" Pierre Brice. Urbayerisch: Schauspielerin Christine Neubauer. Model und Moderatorin Michelle Hunziker, Tochter einer Niederländerin und eines Schweizers, fühlt sich in bayerischer Tracht wohl. Zu einem Dirndl und der Wiesn gehört eigentlich eine zünftige Maß. Tatjana Gsell mag offenbar eher ein "kleines Weizen". Zwar nicht im Dirndl, dafür aber mit einer "Moaß" (oder auch Mal zwei): Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein. In den Bierzelten finden sich auch immer mehr Politiker: Becksteins Ex-Parteikollegin Gabriele Pauli. Das Dirndl der Grünen-Parteichefin Petra Roth ist farblich auf ihre Haare und ihren Namen abgestimmt. Prost! SPD-Vize Andrea Nahles versucht es erst einmal in Berlin, wo es auch ein Oktoberfest gibt. Allerdings in etwas kleinerem Rahmen als in München. Sehen und gesehen werden: Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit mit SPD-Genossin Nahles... ... und Nahles mit dem bayerischen SPD-Chef Franz Maget. ... und Bundespräsident Horst Köhler mit der ehemaligen bayerischen Staatsministerin Monika Hohlmeier (rechts neben Köhler). Ohne Worte Festzuhalten bleibt aber, dass fesche Models die besten Dirndl-Figuren haben. Der Beweis: Fotomodel Laura Osswald oder... ... das ehemalige Erotik-Model Michaela Schaffrath. Dirndl sind aber auch etwas für gestandene "Weibsbilder" wie beispielsweise Uschi Glas... ... oder Charity-Lady Ute Ohoven (l.) und "Mietwagenkönigin" Regine Sixt (r.). Ab und an vergreifen sich Männer anscheinend auch mal am Kleiderschrank ihrer Frauen. Passend zur Fußball-WM 2006 schmissen sich diese beiden Helden in die "bayerische Tracht". Aber eigentlich sieht eine urbayerische Tracht so aus... ... vielleicht auch einmal so wie beim Model Sarah Brandner (m.). Im Endeffekt spielt die Art des Dirndl aber keine Rolle. Es kommt eher darauf an, wer es trägt bzw. was drin steckt. Das muss man sich nur einmal durch den Kopf gehen lassen - egal ob Promi oder nicht. Nach zwei Maß Bier noch ans Steuer? Für Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein ist das durchaus vertretbar: "Es ist nicht das Problem, wenn einer eine Maß trinkt, oder wenn er ein paar Stunden da ist, auch zwei." "Der liebe Gott gilt in Bayern ja als jemand, der zu Wundern fähig ist. Aber dieses Wunder, nein, das wird es nicht geben." Grünen-Chefin Claudia Roth über die Chancen einer schwarz-grünen Koalition in Bayern. Roths "bayerischer Wahltrumpf", Spitzenkandidat Sepp Daxenberger, sieht das wohl genauso: "Beckstein ist Steinzeit." Ähnlich kämpferisch zeigt sich FDP-Spitzenkandidat Martin Zeil. Zum Zustand der CSU sagte er: "Der bayerische Löwe legt seine dritten Zähne an, um sie dann ganz schnell wieder im Glas abzulegen." Bayerns derzeitiger "Alleinherrscher" Beckstein sieht das natürlich anders: "Jeden anständigen Bayern schüttelt es bei dem Gedanken an eine Koalition. Nein, so können wir unser schönes, gutes Bayern nicht verhunzen!" Und Beckstein legt in der "Passauer Neuen Presse" nach: "Ein anständiger Bayer wählt CSU." "Huber und Beckstein werden sich im September wundern, wie unanständig die Bayern mittlerweile geworden sind. Sie besitzen die Frechheit, der CSU die vergammelte Lederhose auszuziehen", sagte Hubert Aiwanger, Landeschef der Freien Wähler zum selben Thema. Zu Bayerns "Sonderstellung" meint der frühere CSU-Chef Theo Waigel: "Allein sich einen neunmonatigen Abschied zu leisten, wie es Stoiber getan hat - das gibt es sonst nirgendwo auf der Welt. In neun Monaten entsteht sonst neues Leben." Gregor Gysi, Fraktionschef der Linken im Bundestag, erkennt diese "Sonderstellung" Bayerns an: "Wenn wir in einen westdeutschen Landtag einziehen, verändern wir Deutschland, wenn wir in Bayern einziehen, verändern wir die Welt." "Ich will meine Nachfolger nicht mit ungebetenen Ratschlägen überschütten." Etwas doppeldeutige Aussage des ehemaligen Ministerpräsidenten und Parteichefs Edmund Stoiber hinsichtlich seiner Nachfolger Günther Beckstein und Erwin Huber. Eigentlich ist Edmund Stoiber aber ein netter: "An meiner Frau schätze ich... äh....ja gut....äh....die....hm...die Attraktivität, die sie über all die Jahre behalten hat... äh.... und... äh... die absolute äh...ja, Familienorientiertheit." Das ist die "Tatjana Gsell der CSU", wenn man... ... dem ehemaligen CSU-Generalsekretär und jetzigen Bayerischen Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Markus Söder, glaubt. Söder griff mit dem Tatjana-Gsell-Vergleich (im Bild) seine damalige Parteikollegin, die Fürther Landrätin, Gabriele Pauli an, die wiederum den damaligen Ministerpräsidenten Stoiber verbal attackiert hatte. Stoibers Nachfolger als Landes- bzw. Parteichef, Beckstein und Huber, bekommen ihre Fett weg - von Franz Müntefering (SPD): "Huber und Beckstein sind nur halb so gewichtig gewesen wie Kohl - politisch meine ich. Wie Kohl werden auch sie ans Ende kommen." Da muss sogar der Alt-Kanzler schmunzeln. (Archivbild) Komiker Michael Mittermeier: "Was jammert ihr im Osten eigentlich immer so? Ihr habt seit 1990 eine Demokratie – das haben wir in Bayern nie kennengelernt." Dem ist nichts hinzuzufügen. Video: "So a Schmarrn" - Mit 100 Euro das Oktoberfest genießen?
(N24)
19.09.2008 17:13 Uhr
Prost!
Die Geschichte des Bieres








