Gemeinsames Manöver

Russische Kriegsschiffe nach Venezuela

Die russische Marine hat ihr größtes Kriegsschiff auf den Weg zu einem Seemanöver in der Karibik gebracht. Russland will erstmals eine Übung mit den Streitkräften Venezuelas abhalten.

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Das Manöver dürfte das amerikanisch-russische Verhältnis weiter belasten, das seit dem Krieg in Georgien im vergangenen Monat auf einem Tiefpunkt ist.

Ein russisches Marine-Geschwader ist für ein Manöver nach Venezuela aufgebrochen. Der russische Marine-Sprecher Igor Dygalo sagte, der atombetriebene Kreuzer "Pjotr Weliki" (Peter der Große) habe begleitet von einem U-Boot-Zerstörer und zwei Begleitschiffen den Stützpunkt der Nordmeerflotte in Seweromorsk verlassen. Die Schiffe werden 15.000 Seemeilen zurücklegen, bevor sie gemeinsam mit der venezolanischen Marine eine Militärübung absolvieren.

Die "Pjotr Weliki" ist rund 250 Meter lang. Die Flotte solle auch von U-Booten mit Atomraketen an Bord begleitet werden, berichtete die Moskauer Tageszeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Montag, ohne eine Quelle für diese Information zu nennen.

Verhältnis zu Amerika wird stark belastet

Die stärkeren Kontakte Moskaus nach Venezuela scheinen eine Reaktion auf die Entsendung von US-Kriegsschiffen mit Hilfsgütern nach Georgien zu sein. Das Manöver dürfte das amerikanisch-russische Verhältnis weiter belasten, das seit dem Krieg in Georgien im vergangenen Monat auf einem Tiefpunkt ist.

Russland hat seit 2005 Verträge mit Venezuela über den Verkauf von Rüstungsgütern im Wert von mehr als vier Milliarden Dollar (2,75 Milliarden Euro) unterzeichnet. Dabei geht es unter anderem um die Lieferung von Kampflugzeugen, Hubschraubern und automatischen Waffen.

(AP, AFP, dpa, N24)

22.09.2008 12:04 Uhr

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