In Taliban-Diensten?

Pakistanischer Geheimdienst im Zwielicht

Der pakistanische Geheimdienst ISI soll laut einem Geheimbericht die Taliban unterstützt haben und an Anschlägen in Afghanistan beteiligt gewesen sein.

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Nach einem Anschlag der Taliban in Kabul untersuchen Sicherheitskräfte den Tatort. Der pakistanische Geheimdienst ISI soll die Taliban bei ihren Anschlägen unterstützt haben.

Der pakistanische Geheimdienst wird erneut mit den Taliban in Verbindung gebracht: In einem vertraulichen Bericht aus dem spanischen Verteidigungsministerium heißt es, die Behörde habe 2005 Taliban-Kämpfer bei der Planung von Anschlägen gegen die afghanische Regierung unterstützt. Der Bericht wurde am Mittwoch auf der Webseite des spanischen Radiosenders Cadena Ser veröffentlicht.

Die pakistanische Geheimdienstbehörde ISI habe den Taliban bei der Beschaffung von Sprengsätzen für Anschläge auf Fahrzeuge geholfen, heißt es in dem Bericht vom August 2005. Mit diesen speziellen Sprengsätzen hätten afghanische Regierungsbeamte ermordet werden sollen. Außerdem habe es Unterstützung bei der Ausbildung von Kämpfern gegeben. Das spanische Verteidigungsministerium und das Büro des Ministerpräsidenten lehnten eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Spanien hat etwa 800 Soldaten in Nordwestafghanistan stationiert.

Der spanische Terrorismusexperte Fernando Reinares sagte, die Informationen in dem Bericht bestätigte, was bereits von anderen westlichen Diensten beobachtet worden sei. Bereits vor den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA und dem anschließenden Sturz des Taliban-Regimes in Afghanistan mit militärischer Hilfe Washingtons gab es wiederholt Berichte über eine Verbindung zwischen dem pakistanischen Geheimdienst und den Taliban. Pakistan hat dies stets zurückgewiesen. Ein Offizier in der Militärführung in Islamabad sagte am Mittwoch, der spanische Bericht entbehre jeder Grundlage.

(AP, N24)

01.10.2008 17:11 Uhr

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