Der Ex-Kommunist Dimitris Christofias hat nach Auszählung von knapp 90 Prozent der Stimmen die Präsidentenwahl in Zypern gewonnen. 53,54 Prozent der Wahlberechtigten entschieden sich demnach für Christofias, 46,46 Prozent für den konservativen Gegenkandidaten Ioannis Kasoulides.
Der Amtsinhaber Tassos Papadopoulos schied schon vergangene Woche in der ersten Runde aus. In Umfragen lag Christofias zuletzt knapp vor Kasoulides. Ein Grund war seine harte Haltung in der Frage einer Wiedervereinigung der seit 1974 geteilten Mittelmeerinsel. Er hatte einen Vermittlungsplan der Vereinten Nationen abgelehnt.
Unterdessen versammelten sich hunderte Anhänger der Linken vor der Wahlkampfzentrale von Christofias im Zentrum der Inselhauptstadt Nikosia und jubelten. Beobachter erwarten von der Wahl neue Impulse für eine Überwindung der Teilung der Insel.
(AP, dpa)
24.02.2008 17:21 Uhr








