Überwundene Teilung
Gedenken an die Mauer und deren Fall
1961 wurde sie errichtet, 1989 überwunden: die Berliner Mauer, Symbol des geteilten Deutschlands. Ihr Fall am 9. November 1989 läutete die lange herbeigesehnte Wiedervereinigung ein.
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Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Bildergalerie zu starten. Am 13. August 1961 hatten DDR-Streitkräfte unter dem Decknamen "Aktion Rose" damit begonnen, den Ostteil der Stadt mit Straßensperren aus Stacheldraht in Richtung Westen abzuriegeln. Der Bau des "antifaschistischen Schutzwalls" besiegelte die Teilung Deutschlands, die erst am 9. November 1989 mit dem friedlich erzwungenen Fall der Berliner Mauer endete. Am Nachmittag des 12. August um 16 Uhr unterschrieb Walter Ulbricht, Staatsoberhaupt der DDR, die Befehle, die Grenze zu schließen. Am Sonntag um Mitternacht begannen die Armee, die Polizei und die Kampfgruppen, die Stadt zu "sichern". Es wird begonnen, die Mauer zu bauen und sie wird die Stadt für mehr als 28 Jahre in zwei Teile trennen. Straßen, die Eisenbahn, S-Bahn-Linien werden unterbrochen, U-Bahnhöfe geschlossen und sogar Friedhöfe werden nicht verschont. Am 15. August wurden dann Betonelemente und große Hohlblocksteine erstmals verwendet. Innerhalb der nächsten Monate wurde eine Mauer aus Steinen und Betonblöcken errichtet, die erste Generation der Berliner Mauer. Eine zweite Mauer, die Hinterlandmauer, wurde im Juni 1962 errichtet, um die Flucht in den Westen zu erschweren. Die erste Mauer wurde weiter ausgebaut und es war schwer, zwischen der ersten und zweiten Generation der Mauer zu unterscheiden. Ab Anfang der 1970er-Jahre wurde mit der durch Willy Brandt und Erich Honecker eingeleiteten Politik der Annäherung zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland die Grenze zwischen den beiden Staaten etwas durchlässiger. Die DDR-Propaganda bezeichnete die Mauer als antifaschistischen Schutzwall, der die DDR vor „Abwanderung, Unterwanderung, Spionage, Sabotage, Schmuggel, Ausverkauf und Aggression aus dem Westen“ schützen sollte. Im September 1987, wird der Staatsratsvorsitzende und SED-Generalsekretär Erich Honecker von Bundeskanzler Helmut Kohl vor dem Bonner Bundeskanzleramt mit militärischem Zeremoniell empfangen. Mit einem sozialistischen Bruderkuss begrüßt der DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker am 7.Oktober 1989 den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow auf dem Ostberliner Flughafen. Knapp einen Monat später, in der Nacht vom 9. November, auf den 10. November 1989, nach über 28 Jahren, fiel die Berliner Mauer. Jubelnde Menschen, die mit Wunderkerzen auf der Berliner Mauer sitzen. Nach der Öffnung eines Teils der deutsch-deutschen Grenzübergänge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 reisten Millionen DDR-Bürger für einen kurzen Besuch in den Westen. In der folgenden Zeit wurde die Berliner Mauer Stück für Stück abgebaut und seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wieder vereint. Fast 20 Jahre nach dem Fall der Mauer stehen nur noch wenige Originalteile, wie hier an der East-Side-Gallery im Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain, der innerdeutschen Grenzanlagen. Ein Schild an der Autobahn erinnert in Dreilinden an der südlichen Stadtgrenze von Berlin an die Teilung Deutschlands. In Dreilinden befand sich der einstige DDR-Grenzkontrollpunkt. Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten. Zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof steht am ehemaligen Grenzstreifen in Berlin die East Side Gallery. Das 1,3 Kilometer lange Stück der Berliner Mauer wurde 1990 von Künstlern aus 21 Ländern bemalt ... ... und zum Symbol der Wiedervereinigung. Lange Zeit drohte der Mauerstreifen aus finanziellen Gründen zu verfallen. Doch nach aufwändiger Sanierung konnten die Kunstwerke erneut ... ... auf die Betonmauer gemalt werden, die noch vor 20 Jahren die Grenze eines geteilten Deutschlands war. Eines der bekanntesten Motive ist der ... ... "Bruderkuss" zwischen dem damaligen SED-Chef Erich Honecker und dem sowjetischen Staats- und Parteichef Leonid Breschnew. Dimitri Vrubel zeichnete sein Bild ein zweites Mal, nachdem ... .. das berühmte Mauerbild besprüht und von Graffitis zerstört worden war. In kyrillischen Buchstaben steht über dem Bild: "Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben". Der sardische Künstler Fulvio Pinna begann pünktlich zum offiziellen Sanierungsstart der Sehenswürdigkeit am 15.10.2008 mit seiner Arbeit, um ... .. aus dem heruntergekommenen Mauerstück wieder ein ansehnliches Denkmal zu machen. Auch bei dem berühmten Motiv des Trabis, der die Berliner Mauer durchbricht, hatte die Farbe im Laufe der Zeit nachgelassen, deshalb .... ... trägt die Künstlerin Birgit Kinder ihr Werk noch einmal auf die Mauer auf. Und ... ... wie die Faust auf's Auge passt dieser Trabant ins Bild. Der ab 1957 in der DDR gefertigte PKW, der hier vor den Resten des sog. "antifaschistischen Schutzwalls" steht, ist heute ein Sammlerauto. Die Bilder der East Side Gallery stehen für Euphorie und für Hoffnung auf bessere Zeiten, ... ... charakteristisch für die Zeit der Wende. Nach dem Fall der Mauer 1989 gaben die Künstler dem historischen Betonstreifen mit ihren Bildern ein neues Gesicht zu einer neuen Zeit. Viele der Maler ... ... kamen deshalb gern ein zweites Mal nach Berlin, um zum Erhalt der Sehenswürdigkeit beizutragen. So auch der russische Künstler Alexej Taranin. Neben diesem internationalen Denkmal für die Freiheit, dem erhaltenen Rest der Grenzanlagen der Berliner Mauer, ging auch das ... ... Geburtsdatum der jungen Christin Heda in die Geschichte ein. Sie kam am Tag des Mauerfalls, dem 9. November 1989, im damaligen Ost-Berlin zur Welt. Der Künstler Günther Schaefer betrachtet sein Werk "Vaterland", das die deutsche Flagge und einen blauen Davidstern zeigt. Es ist eines der bekanntesten Bilder der ... ... grössten "Open Air"-Galerie der Welt. 1998 malte er es neu, weil das Bild von einem selbsternannten Kunst-Terroristen völlig zerstört worden war. Den Taten von "Schockkünstlern" zum Opfer fiel auch das Mauerbild "Gorbatschow am Lenkrad", das fast vollständig übermalt wurde. Ein Anti-Graffiti Schutz-soll die Kunstwerke in Berlin-Friedrichshain vor künftigen Angriffen schützen. Seit dem "Durchbruch" der Berliner Mauer hat ... ... die denkmalgeschützte East Side Gallery einiges mitgemacht, denn ... ... um von der Spree aus den Zugang zur neu entstehenden Mehrzweckhalle am Ostbahnhof zu ermöglichen, mussten ... ... Mauersegmente eines vierzig Meter breiten Mauerstücks entfernt werden. Auch hohen Besuch hat die East Side Gallery schon gehabt, unter anderem ... ... ließ sich der heutige SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (m) die Besonderheit im Kiez Friedrichshain zeigen und gab bei der Gelegenheit dem Künstler Kani Alavi (l) ein Autogramm. Der Politiker durfte sich als Maler versuchen und zeichnete ein Gesicht (l) neben das Bild "Es geschah im November". Gut, ... ... dass das endgültige Werk doch vom Künstler selbst gemalt wurde. Ein geteiltes Deutschland gehört am 9.11.09 seit 20 Jahren der Vergangenheit an. Die restaurierte East Side Gallery erinnert auf einzigartige Weise an die friedliche Revolution von 1989/1990. Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten! "Wir sind das Volk!" Eine Parole, die die Wendezeit wie keine andere prägt, hat ihren Ursprung in der friedlichen Revolution, die im Wesentlichen mit einer Stadt verbunden ist: ... ... Leipzig, "Heldenstadt der DDR". Nach der Wende haben sich viele die Verdienste an der Umwälzung ans Revers geheftet. Doch die wahren Helden sind die tausenden Leipziger, die im Herbst 1989 Montag für Montag auf die Straßen gehen. Die Bewegung findet ihren Ursprung hier, in der zur Legende gewordenen Nikolaikirche. Seit 1982, verstärkt aber Ende der 80er Jahre, wird das Gotteshaus bei den Montagsgebeten Zentrum der Debatte über die gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR. Initiator und "Schutzpatron" dieser Treffen ist der Pfarrer der Kirche, Christian Führer, der noch bis 2008 den Kampf gegen Ungerechtigkeit als Kirchenmann führt, bis er in Pension geht. Weil die Stasi die Treffen immer mehr versucht zu kontrollieren, verlagern sich die Aktionen auf die Straße, ab Januar 1989 gibt es erste Demos. Die Staatsmacht beäugt die "konterrevolutionären Zusammenrottungen" mit Argwohn (Bild: 13.3.1989). Um die Bewegung zu beschwichtigen, wird ausgewählten Protagonisten des Protests die Ausreise bewilligt. Doch der Mut wächst. Vor allem in den Tagen der Leipziger Messe, zu der sich gewöhnlich viele ausländische Reporter in der Stadt aufhalten, ... ... ist der Unmut der Menschen nicht mehr zu übersehen. Sie wollen Veränderung - in der DDR. Am 4. September 1989, erste Massenfluchtbewegungen gen Westen sind bereits bekannt, wagen einige, Spruchbänder zu entrollen. Vor laufenden Kameras und den Linsen der Fotografen reißen Stasi-Mitarbeiter in Zivil den Demonstranten die Banner aus der Hand - hilflose Versuche, aufzuhalten, was nicht mehr aufzuhalten ist. In der Folge kommt es zu Festnahmen, die Sicherheitskräfte versuchen die Menschen einzuschüchtern. Doch die Montagsdemos finden dessen ungeachtet immer mehr Zulauf. Am 2. Oktober finden 20.000 Menschen den Weg auf die Straße. Die Polizei prügelt. Die DDR hat zum 40. Jubiläum mit dem Untergang zu kämpfen, selbst der sowjetische Bruder stellt die Weichen auf Perestroika und Glasnost. Doch die DDR-Führung setzt noch einmal zu einem großen Zeichen an: Die am 9. Oktober ... ... erwartete Demonstration soll im Keim erstickt werden. Doch dann kommt die große Trotzreaktion der Leipziger. Alle Drohungen helfen nichts, rund 70.000 Menschen wandern friedlich durch die Straßen. "Keine Gewalt" fordern sie lautstark - und ... ... die überforderte DDR-Führung lenkt ein: Die rund 8.000 in der Stadt konzentrierten Sicherheitskräfte halten sich zurück. Es kommt nicht zu einem befürchteten Massaker wie wenige Monate zuvor auf dem Tian'anmen-Platz in Peking. Der 9. Oktober 1989 ... ... kann als Wendepunkt der friedlichen Revolution bezeichnet werden. Immer mehr Menschen verlieren die Angst vor dem sozialistischen Staat, der nicht mehr ihrer ist. Zu den ... ... folgenden Montagsdemonstrationen finden sich immer mehr Teilnehmer ein. Eine Woche nach dem prekären 9. Oktober ... ... sind es bereits 120.000, am ... ... 23. Oktober kommen 200.000 DDR-Bürger. Auch Spruchbänder nehmen zu. Darauf ist zu lesen, was die Menschen stört. So ist damals keineswegs die ein Jahr später vollzogene Einheit das Ziel. Vielmehr trachten die Demonstranten nach ... ... Reformen, ... ... Reisefreiheit, ... ... freien Wahlen ... ... und der Zulassung neuer Bewegungen wie dem Neuen Forum. Bis zum Mauerfall am 9. November 1989 steigt derweil die Zahl der Demonstranten weiter an. Höhepunkt ist der 6. November. 300.000 bis 400.000 Menschen reisen aus der ganzen DDR nach Leipzig an, um ein Zeichen zu setzen. Drei Tage darauf ... ... ist die Mauer in Berlin Geschichte, die DDR auf dem Weg der Veränderung, der letztlich in die Wiedervereinigung mündet. Nach Öffnung der Grenzen ... ... nimmt die Zahl der Demonstranten in Leipzig ab, ein Teilziel ist erreicht. Doch noch immer verleihen in den folgenden Wochen Tausende ihren Wünschen und ihrem Stolz über die gewaltfreie Revolution Ausdruck. Und vieles, wogegen ... ... man gekämpft hat, hat noch immer Bestand. So richtet sich der Zorn vor allem gegen den Spitzelstaat DDR. Trutzburg der Staatssicherheit in Leipzig ... ... ist die sogenannte "Runde Ecke", ein Gebäude am Dittrichring. Am 4. Dezember 1989 gelingt es den Demonstranten, das Gebäude zu besetzen. Ein weiterer Triumph für diejenigen, die von ewigem Misstrauen die Nase voll haben. Mit der Zeit ändern sich aber die Inhalte der Proteste. Zu Beginn kein Thema übernehmen Einheitsbefürworter die Meinungshoheit. Der Zeitgeist ... ... behält in diesem Fall Recht. Erich Honecker geht im Januar 1990 in den Bau und die Deutsche Demokratische Republik hört mit dem Beitritt zum Gebiet der Bundesrepublik am 3. Oktober 1990 auf zu existieren.
Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Bildergalerie zu starten. Am 13. August 1961 hatten DDR-Streitkräfte unter dem Decknamen "Aktion Rose" damit begonnen, den Ostteil der Stadt mit Straßensperren aus Stacheldraht in Richtung Westen abzuriegeln. Der Bau des "antifaschistischen Schutzwalls" besiegelte die Teilung Deutschlands, die erst am 9. November 1989 mit dem friedlich erzwungenen Fall der Berliner Mauer endete. Am Nachmittag des 12. August um 16 Uhr unterschrieb Walter Ulbricht, Staatsoberhaupt der DDR, die Befehle, die Grenze zu schließen. Am Sonntag um Mitternacht begannen die Armee, die Polizei und die Kampfgruppen, die Stadt zu "sichern". Es wird begonnen, die Mauer zu bauen und sie wird die Stadt für mehr als 28 Jahre in zwei Teile trennen. Straßen, die Eisenbahn, S-Bahn-Linien werden unterbrochen, U-Bahnhöfe geschlossen und sogar Friedhöfe werden nicht verschont. Am 15. August wurden dann Betonelemente und große Hohlblocksteine erstmals verwendet. Innerhalb der nächsten Monate wurde eine Mauer aus Steinen und Betonblöcken errichtet, die erste Generation der Berliner Mauer. Eine zweite Mauer, die Hinterlandmauer, wurde im Juni 1962 errichtet, um die Flucht in den Westen zu erschweren. Die erste Mauer wurde weiter ausgebaut und es war schwer, zwischen der ersten und zweiten Generation der Mauer zu unterscheiden. Ab Anfang der 1970er-Jahre wurde mit der durch Willy Brandt und Erich Honecker eingeleiteten Politik der Annäherung zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland die Grenze zwischen den beiden Staaten etwas durchlässiger. Die DDR-Propaganda bezeichnete die Mauer als antifaschistischen Schutzwall, der die DDR vor „Abwanderung, Unterwanderung, Spionage, Sabotage, Schmuggel, Ausverkauf und Aggression aus dem Westen“ schützen sollte. Im September 1987, wird der Staatsratsvorsitzende und SED-Generalsekretär Erich Honecker von Bundeskanzler Helmut Kohl vor dem Bonner Bundeskanzleramt mit militärischem Zeremoniell empfangen. Mit einem sozialistischen Bruderkuss begrüßt der DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker am 7.Oktober 1989 den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow auf dem Ostberliner Flughafen. Knapp einen Monat später, in der Nacht vom 9. November, auf den 10. November 1989, nach über 28 Jahren, fiel die Berliner Mauer. Jubelnde Menschen, die mit Wunderkerzen auf der Berliner Mauer sitzen. Nach der Öffnung eines Teils der deutsch-deutschen Grenzübergänge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 reisten Millionen DDR-Bürger für einen kurzen Besuch in den Westen. In der folgenden Zeit wurde die Berliner Mauer Stück für Stück abgebaut und seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wieder vereint. Fast 20 Jahre nach dem Fall der Mauer stehen nur noch wenige Originalteile, wie hier an der East-Side-Gallery im Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain, der innerdeutschen Grenzanlagen. Ein Schild an der Autobahn erinnert in Dreilinden an der südlichen Stadtgrenze von Berlin an die Teilung Deutschlands. In Dreilinden befand sich der einstige DDR-Grenzkontrollpunkt. Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten. Zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof steht am ehemaligen Grenzstreifen in Berlin die East Side Gallery. Das 1,3 Kilometer lange Stück der Berliner Mauer wurde 1990 von Künstlern aus 21 Ländern bemalt ... ... und zum Symbol der Wiedervereinigung. Lange Zeit drohte der Mauerstreifen aus finanziellen Gründen zu verfallen. Doch nach aufwändiger Sanierung konnten die Kunstwerke erneut ... ... auf die Betonmauer gemalt werden, die noch vor 20 Jahren die Grenze eines geteilten Deutschlands war. Eines der bekanntesten Motive ist der ... ... "Bruderkuss" zwischen dem damaligen SED-Chef Erich Honecker und dem sowjetischen Staats- und Parteichef Leonid Breschnew. Dimitri Vrubel zeichnete sein Bild ein zweites Mal, nachdem ... .. das berühmte Mauerbild besprüht und von Graffitis zerstört worden war. In kyrillischen Buchstaben steht über dem Bild: "Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben". Der sardische Künstler Fulvio Pinna begann pünktlich zum offiziellen Sanierungsstart der Sehenswürdigkeit am 15.10.2008 mit seiner Arbeit, um ... .. aus dem heruntergekommenen Mauerstück wieder ein ansehnliches Denkmal zu machen. Auch bei dem berühmten Motiv des Trabis, der die Berliner Mauer durchbricht, hatte die Farbe im Laufe der Zeit nachgelassen, deshalb .... ... trägt die Künstlerin Birgit Kinder ihr Werk noch einmal auf die Mauer auf. Und ... ... wie die Faust auf's Auge passt dieser Trabant ins Bild. Der ab 1957 in der DDR gefertigte PKW, der hier vor den Resten des sog. "antifaschistischen Schutzwalls" steht, ist heute ein Sammlerauto. Die Bilder der East Side Gallery stehen für Euphorie und für Hoffnung auf bessere Zeiten, ... ... charakteristisch für die Zeit der Wende. Nach dem Fall der Mauer 1989 gaben die Künstler dem historischen Betonstreifen mit ihren Bildern ein neues Gesicht zu einer neuen Zeit. Viele der Maler ... ... kamen deshalb gern ein zweites Mal nach Berlin, um zum Erhalt der Sehenswürdigkeit beizutragen. So auch der russische Künstler Alexej Taranin. Neben diesem internationalen Denkmal für die Freiheit, dem erhaltenen Rest der Grenzanlagen der Berliner Mauer, ging auch das ... ... Geburtsdatum der jungen Christin Heda in die Geschichte ein. Sie kam am Tag des Mauerfalls, dem 9. November 1989, im damaligen Ost-Berlin zur Welt. Der Künstler Günther Schaefer betrachtet sein Werk "Vaterland", das die deutsche Flagge und einen blauen Davidstern zeigt. Es ist eines der bekanntesten Bilder der ... ... grössten "Open Air"-Galerie der Welt. 1998 malte er es neu, weil das Bild von einem selbsternannten Kunst-Terroristen völlig zerstört worden war. Den Taten von "Schockkünstlern" zum Opfer fiel auch das Mauerbild "Gorbatschow am Lenkrad", das fast vollständig übermalt wurde. Ein Anti-Graffiti Schutz-soll die Kunstwerke in Berlin-Friedrichshain vor künftigen Angriffen schützen. Seit dem "Durchbruch" der Berliner Mauer hat ... ... die denkmalgeschützte East Side Gallery einiges mitgemacht, denn ... ... um von der Spree aus den Zugang zur neu entstehenden Mehrzweckhalle am Ostbahnhof zu ermöglichen, mussten ... ... Mauersegmente eines vierzig Meter breiten Mauerstücks entfernt werden. Auch hohen Besuch hat die East Side Gallery schon gehabt, unter anderem ... ... ließ sich der heutige SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (m) die Besonderheit im Kiez Friedrichshain zeigen und gab bei der Gelegenheit dem Künstler Kani Alavi (l) ein Autogramm. Der Politiker durfte sich als Maler versuchen und zeichnete ein Gesicht (l) neben das Bild "Es geschah im November". Gut, ... ... dass das endgültige Werk doch vom Künstler selbst gemalt wurde. Ein geteiltes Deutschland gehört am 9.11.09 seit 20 Jahren der Vergangenheit an. Die restaurierte East Side Gallery erinnert auf einzigartige Weise an die friedliche Revolution von 1989/1990. Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten! "Wir sind das Volk!" Eine Parole, die die Wendezeit wie keine andere prägt, hat ihren Ursprung in der friedlichen Revolution, die im Wesentlichen mit einer Stadt verbunden ist: ... ... Leipzig, "Heldenstadt der DDR". Nach der Wende haben sich viele die Verdienste an der Umwälzung ans Revers geheftet. Doch die wahren Helden sind die tausenden Leipziger, die im Herbst 1989 Montag für Montag auf die Straßen gehen. Die Bewegung findet ihren Ursprung hier, in der zur Legende gewordenen Nikolaikirche. Seit 1982, verstärkt aber Ende der 80er Jahre, wird das Gotteshaus bei den Montagsgebeten Zentrum der Debatte über die gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR. Initiator und "Schutzpatron" dieser Treffen ist der Pfarrer der Kirche, Christian Führer, der noch bis 2008 den Kampf gegen Ungerechtigkeit als Kirchenmann führt, bis er in Pension geht. Weil die Stasi die Treffen immer mehr versucht zu kontrollieren, verlagern sich die Aktionen auf die Straße, ab Januar 1989 gibt es erste Demos. Die Staatsmacht beäugt die "konterrevolutionären Zusammenrottungen" mit Argwohn (Bild: 13.3.1989). Um die Bewegung zu beschwichtigen, wird ausgewählten Protagonisten des Protests die Ausreise bewilligt. Doch der Mut wächst. Vor allem in den Tagen der Leipziger Messe, zu der sich gewöhnlich viele ausländische Reporter in der Stadt aufhalten, ... ... ist der Unmut der Menschen nicht mehr zu übersehen. Sie wollen Veränderung - in der DDR. Am 4. September 1989, erste Massenfluchtbewegungen gen Westen sind bereits bekannt, wagen einige, Spruchbänder zu entrollen. Vor laufenden Kameras und den Linsen der Fotografen reißen Stasi-Mitarbeiter in Zivil den Demonstranten die Banner aus der Hand - hilflose Versuche, aufzuhalten, was nicht mehr aufzuhalten ist. In der Folge kommt es zu Festnahmen, die Sicherheitskräfte versuchen die Menschen einzuschüchtern. Doch die Montagsdemos finden dessen ungeachtet immer mehr Zulauf. Am 2. Oktober finden 20.000 Menschen den Weg auf die Straße. Die Polizei prügelt. Die DDR hat zum 40. Jubiläum mit dem Untergang zu kämpfen, selbst der sowjetische Bruder stellt die Weichen auf Perestroika und Glasnost. Doch die DDR-Führung setzt noch einmal zu einem großen Zeichen an: Die am 9. Oktober ... ... erwartete Demonstration soll im Keim erstickt werden. Doch dann kommt die große Trotzreaktion der Leipziger. Alle Drohungen helfen nichts, rund 70.000 Menschen wandern friedlich durch die Straßen. "Keine Gewalt" fordern sie lautstark - und ... ... die überforderte DDR-Führung lenkt ein: Die rund 8.000 in der Stadt konzentrierten Sicherheitskräfte halten sich zurück. Es kommt nicht zu einem befürchteten Massaker wie wenige Monate zuvor auf dem Tian'anmen-Platz in Peking. Der 9. Oktober 1989 ... ... kann als Wendepunkt der friedlichen Revolution bezeichnet werden. Immer mehr Menschen verlieren die Angst vor dem sozialistischen Staat, der nicht mehr ihrer ist. Zu den ... ... folgenden Montagsdemonstrationen finden sich immer mehr Teilnehmer ein. Eine Woche nach dem prekären 9. Oktober ... ... sind es bereits 120.000, am ... ... 23. Oktober kommen 200.000 DDR-Bürger. Auch Spruchbänder nehmen zu. Darauf ist zu lesen, was die Menschen stört. So ist damals keineswegs die ein Jahr später vollzogene Einheit das Ziel. Vielmehr trachten die Demonstranten nach ... ... Reformen, ... ... Reisefreiheit, ... ... freien Wahlen ... ... und der Zulassung neuer Bewegungen wie dem Neuen Forum. Bis zum Mauerfall am 9. November 1989 steigt derweil die Zahl der Demonstranten weiter an. Höhepunkt ist der 6. November. 300.000 bis 400.000 Menschen reisen aus der ganzen DDR nach Leipzig an, um ein Zeichen zu setzen. Drei Tage darauf ... ... ist die Mauer in Berlin Geschichte, die DDR auf dem Weg der Veränderung, der letztlich in die Wiedervereinigung mündet. Nach Öffnung der Grenzen ... ... nimmt die Zahl der Demonstranten in Leipzig ab, ein Teilziel ist erreicht. Doch noch immer verleihen in den folgenden Wochen Tausende ihren Wünschen und ihrem Stolz über die gewaltfreie Revolution Ausdruck. Und vieles, wogegen ... ... man gekämpft hat, hat noch immer Bestand. So richtet sich der Zorn vor allem gegen den Spitzelstaat DDR. Trutzburg der Staatssicherheit in Leipzig ... ... ist die sogenannte "Runde Ecke", ein Gebäude am Dittrichring. Am 4. Dezember 1989 gelingt es den Demonstranten, das Gebäude zu besetzen. Ein weiterer Triumph für diejenigen, die von ewigem Misstrauen die Nase voll haben. Mit der Zeit ändern sich aber die Inhalte der Proteste. Zu Beginn kein Thema übernehmen Einheitsbefürworter die Meinungshoheit. Der Zeitgeist ... ... behält in diesem Fall Recht. Erich Honecker geht im Januar 1990 in den Bau und die Deutsche Demokratische Republik hört mit dem Beitritt zum Gebiet der Bundesrepublik am 3. Oktober 1990 auf zu existieren.
(N24)
01.10.2008 12:22 Uhr
Überwundene Teilung
Gedenken an die Mauer und deren Fall




