Neues Filmprojekt

Brad Pitt plant Odyssee im Weltall

Hollywood-Star Brad Pitt hat ein neues Filmprojekt im Blick: Der Schauspieler plant eine Odyssee im Weltall.

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Brad Pitt bleibt griechischen Klassikern treu. Diesmal soll die "Odyssee" von Homer verfilmt werden.
Nicht erst seit ihrem diesjährigen Oscar-Triumph mit dem lakonischen Thriller "No Country for Old Men" werden die amerikanischen Joel und Ethan Coen zu den kreativsten und erfolgreichsten Paaren der Kinogeschichte gezählt.
Das beweist auch ihr neuer Film "Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?" (seit 2. Oktober in den deutschen Kinos). Diesmal ist es eine ebenso turbulente wie schwarze Komödie, mit vielen Hollywoodstars inszeniert.
Im Mittelpunkt der kompliziert verzweigten Geschichte steht der kahlköpfige, zu cholerischen Ausfällen neigende CIA-Agent und Balkanexperte Ozzie Cox (John Malkovich), der von seiner Behörde wegen Alkoholismus ausgemustert wurde.
Cox' Frau Katie (Tilda Swinton) betrügt ihn zudem mit einem selbstgefälligen Regierungsbeamten.
Ozzies Entschluss, sich bei seinen Vorgesetzen mit dem Verfassen seiner Memoiren zu rächen, setzt eine Abfolge irrwitziger Ereignisse in Gang, die für einige Beteiligte auch fatale Folgen haben.
Daran haben nicht zuletzt eine nach teuren Schönheitsoperationen verlangende Fitnesstrainerin mit dem schönen Namen Linda Litzke (Frances McDormand) und deren gut aussehender, aber etwas tumber Kollege Chad (Brad Pitt) entscheidenden Anteil.
Denn Chad findet zufällig eine CD, die Ozzie Cox verloren hat. Die beiden Angestellten des Fitnessbüros wittern ihre große Chance, mit der brisanten CD das große Geld zu machen. Dabei scheuen sie nicht zurück, den Fund der russischen Botschaft anzubieten.
Linda kommt zudem sehr privat ausgerechnet mit dem notorischen Schürzenjäger Harry (George Clooney) in Berührung. Das alles kann natürlich kein gutes Ende nehmen, jedenfalls für die an dem grotesken Geschehen beteiligten Personen.
Die Kinobesucher aber dürften ihren Spaß an der mit vielen schrulligen Charakteren gespickten Handlung haben. Das liegt vor allem an der Spielfreude der durchweg prominenten Hauptdarsteller.
Frauenschwarm George Clooney parodiert sich als unter Verfolgungswahn leidender Womanizer Harry ein wenig selbst.
Brad Pitt steht ihm als naives Muskelpaket in nichts nach.
Edelcharakterdarsteller John Malkovich brilliert tragikomisch in der Rolle des gescheiterten Agenten Ozzie Cox.
Die resolute Frances McDormand, schon lange die Lieblingsschauspielerin der Coen-Brüder, ist umwerfend als verzweifelt auf der Suche nach einem Partner und einem eigenen attraktiveren Körper seiende Fitnesstrainerin Linda Litzke.
Die Coen-Brüder machen sich einen großen Spaß daraus, all ihre Figuren des Film als "sympathische Schwachköpfe" zu zeigen. Das ist durchaus sehenswert - aber auch ein flüchtiges Vergnügen, das schon kurz nach dem Kinobesuch verflogen ist.
Stars, Filme, rote Teppiche: Zum 65. Mal steigt das Internationale Filmfestival von Venedig. 21 Filme buhlen um die Gunst der Jury. Schließlich wollen alle einen der begehrten Goldenen Löwen.
Außer Konkurrenz läuft der Streifen "Burn After Reading", für den die beiden Coen-Brüder ...
... George Clooney und Brad Pitt vor die Kamera bekommen haben.
Beim Fototermin am Nachmittag hatten die beiden einen Mordsspaß ...
... mit der Fotografenmeute ...
... unter die sich auch Wim Wenders, Leiter der Jury, gemischt hatte.
Zuvor war Brad Pitt - standesgemäß für Venedig - per Wassertaxi ans Lido, an den Ort des Geschehens gebracht worden.
Genauso George Clooney, der schon beim Aussteigen von Autogrammjägern umlagert wurde.
Vor dem Lido herrschte ein unglaublicher Andrang.
Die Paparazzi standen einander auf den Füßen herum - in Erwartung eines guten Fotos.
Aber auch Fans waren vertreten. Dieser hier verband wohl vor allem eine rauschende Partynacht mit George Clooney.
"No George, no party" - wo wir schon mal beim Thema sind: Am Abend rollten die Venezier dann den obligatorischen roten Teppich aus. Wieder im Mittelpunkt des Geschehens waren die Herren Clooney und Pitt.
Und wieder hieß es Autogramme schreiben.
Auch für die schottische Schauspielerin Tilda Swinton.
Das Promi-Schaulaufen nahm kein Ende. So lief den Fotografen etwa Topmodell Claudia Schiffer vor die Linse ...
... oder Claudia Cardinale.
Ein echter Blickfang waren diese Beine mit diesen pinkfarbenen Schuhen, ...
... deren Besitzerin offenbar vergessen hatte, das Preisschild abzumachen.
Die Schuhe gehören zu Topmodell Eva Herzigova, die reich behängt ...
... mit dem italienischen Designer Valentino auftauchte.
Dann sollte es endlich losgehen. Clooney, Swinton und Pitt machten noch ein wenig Faxen bevor das Licht ausging und ihr Werk über die Leinwand flimmerte.
Die Agentenkomödie "Burn After Reading" der Coen-Brüder gefiel. Auch die Moderatorin der Eröffnungsgala, die russische Theater- und Filmschauspielerin Xenia Alexandrowna Rappoport, war begeistert. Das Festival läuft noch bis zum 6. September.

Brad Pitt bleibt dem griechischen Klassiker Homer treu: Nach der Darstellung des Achilles in "Troja", der Verfilmung der "Ilias", könnte er einem Bericht zufolge nun auch noch in einer Leinwandfassung der "Odyssee" auftreten. Das Magazin "Daily Variety" berichtete, der 44-Jährige sei als Schauspieler und möglicherweise auch Produzent im Gespräch.

Die filmische "Odyssee" solle allerdings im Weltall spielen. Pitt wohnt derzeit mit seiner Lebensgefährtin Angelina Jolie in Berlin, wo er mit Quentin Tarantino den Film "Inglorious Bastards" dreht. Im Kino soll er demnächst in "The Curious Case of Benjamin Button" (in etwa: "Der merkwürdige Fall des Benjamin Button") zu sehen sein.

(AFP, N24)

17.10.2008 20:45 Uhr

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