Ratgeber für Männer

"Frauen sind besser als Volleybälle"

Ein knackiger Körper und ein dickes Konto sind längst nicht mehr genug. Der Mann von heute hat es nicht leicht - zumindest, wenn er nicht alleine bleiben möchte.

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Frust in der Beziehung? Reden macht (meistens) vieles besser.
Von wegen Max Mustermann: Herr Becker und Herr Meyer sowie ...
... Herr Schmidt und Frau Müller sind, zumindest was den Nachnamen angeht, typische Bundesbürger. Aber sie haben noch mehr durchschnittliche Gewohnheiten:
Nach sieben Stunden und vier Minuten Nachtruhe klingelt ...
... um 06.18 der Wecker. Hatte unser Durchschnittsmann Glück, dann durfte er bis dahin in einem von 15 monatlichen erotischen Träumen schwelgen. Dabei ...
... träumen 54% von der fachkundigen Behandlung durch geschultes weibliches Klinikpersonal, während ...
... 47% der Frauen sich in ihren fünf erotischen Träumen im Monat mit Vorliebe in die Hände von Helden in feuerfesten Westen begeben.
Spätestens im Bad, in dem der durchschnittliche Deutsche täglich 26 Minuten verbringt, wird der Träumer aber schnell wieder von der Realität eingeholt. Fast täglich wird bei der Mehrheit der Deutschen die Unterwäsche gewechselt ...
... während nur 65% eine morgendliche Dusche für wichtig erachten.
Nach einem durchschnittlichen Frühstück mit Wurst und Käse ...
... gönnt sich der Durchschnittsbürger den obligatorischen Kaffee. Lediglich 22% trinken lieber Tee.
Obwohl 81,2 % der Haushalte ein Fahrrad im Keller haben, macht es sich der Durchschnittsdeutsche für den Arbeitsweg ...
... lieber hinter dem Steuer gemütlich. Kein Wunder, dass er im Laufe seines Lebens ca. sechs Monate im Stau steht.
Lediglich sieben volle Jahre verbringt der Durchschnittsdeutsche am Arbeitsplatz. Bei 24 Jahren Schlaf oder ...
... sechs Monaten, die der Deutsche im gesamten Leben auf der Toilette oder ...
... beim Einkaufen zubringt, kommt der Job fast wie eine kurzweilige Unterbrechung des Alltags daher. Vor allem, wenn man bedenkt ...
... dass man sich durchschnittlich einmal im Leben in einen Kollegen verliebt.
Insgesamt hat der Durchschnitt im Laufe seines Lebens 5,8 Partner mit denen er zweimal die Woche den körperlichen Freuden (mit Vorliebe am Wochenende) nachgehen kann.
Dabei darf sich der Durchschnittsdeutsche im Laufe seines Lebens über 16 Stunden Höhepunkt freuen.
Es lebe der Ruhestand: Menschen zwischen 56 und 65 sind durchschnittlich sexuell aktiver als 25-Jährige.
Mit 29,4 (Frauen) bzw. 32,4 Jahren wird dann endlich geheiratet. Schließlich wollen im Laufe eines Durchschnittslebens noch ...
... 1,3 Kinder gezeugt werden. Die Namenswahl ist klar: Der durchschnittliche männliche Spross heißt neuerdings Leon, der weibliche Nachwuchs Marie.
Viel mehr als eine Marie oder ein Leon übersteigt aber auch das durchschnittliche Haushaltsbudget: 121.752 Euro investieren Durchschnittseltern bis zum 18. Lebensjahr in ihr Kind.
Aber die Deutschen sind durchaus sparsam: Einen neuen BH und ...
... drei Nylonstrumpfhosen gönnt sich die deutsche Durchschnittsfrau im Jahr, während Männer ...
... bei neuer Unterwäsche immerhin sechs Mal jährlich zuschlagen.
So richtig gesund lebt der deutsche Durchschnitt nicht: Vier Zigaretten am Tag, sowie ...
... 61 Kilo Fleisch, 209 Eier und acht Kilo Schokolade verdrückt der Durchschnittsbürger jedes Jahr.
Da der Durchschnitt täglich 0,35 Liter Bier konsumiert und sich ab und an auch mal ein Schnäppschen genehmigt, gibt er mehr Geld für Alkohol aus als für Gemüse.
Kein Wunder, dass die Mehrheit der Deutschen mit Übergewicht zu kämpfen hat.
Am meisten Respekt bringt der durchschnittliche Bürger der Berufsgruppe der Ärzte entgegen ...
Fernsehmoderatoren kann er dagegen so gar nicht ernst nehmen. Dennoch ...
.. verbringt er durchschnittlich volle fünfeinhalb Jahre vor dem Fernsehgerät.
Im Laufe seines Lebens kann der Durchschnittsdeutsche 54.600 Euro auf die Hohe Kante legen. Da ist auch durchaus mal ein Urlaub drin, für den im Jahr ...
... im Schnitt 732 Euro locker gemacht werden. Dabei bevorzugen 65% die Erholung im eigenen Land. Wenn der Durchschnitt dann doch einmal in die Ferne schweift, dann am liebsten ...
... nach Spanien oder in die ....
... österreichischen Berge. Urlaub heißt aber auch Krisenzeit: Doppelt so viel wie daheim streiten ...
... deutsche Paare fern der Heimat. Vor allem weil 93% der Männer gerne fremden Strandschönheiten hinterherträumen.
Dabei nimmt es der Durchschnittsbürger mit der Treue sehr genau. Lediglich 10% der Deutschen geben einen Seitensprung zu - finden das aber als "Revanche" in Ordnung. Neben ...
... Frauen, die zärtlich, brünett und blauäugig sind, macht den Durchschnittsbürger ...
... Frittiertes wie Schnitzel mit Pommes oder der monatliche ...
... Besuch beim Italiener Freude. Frauen stehen vor allem ...
... auf männliches Brusthaar, eine tiefe Stimme ...
... dunkle Haare und blaue Augen. Die Intelligenz darf dabei ruhig eine untergeordnete Rolle spielen.
Doch auch die besten Eigenschaften können auf den durchschnittlich 80 Quadratmetern Wohnraum pro Haushalt irgendwann zur Nervenprobe werden.
Jährlich werden mehr als 190.000 Ehen geschieden. Trotzdem kann sich der Durchschnitt glücklich schätzen:
Zwei volle Jahre seines Lebens verbringt der Durchschnittsbürger mit Küssen. Also legen sie mal wieder eine Pause ein!
Das Meinungsforschungsinstitut Gewis hat im Auftrag der Frauenzeitschrift "Bella" mal die nervigsten Sprüche von Männern ermittelt, die Frauen nicht mehr hören können.
"Bin ich zu dick" oder "Was denkst du grade" sind wohl die nervigsten Sprüche von Frauen, die Männer nerven und nicht mehr hören können.
Hier aber die Top 6 der nervigsten Männersprüche, die Frau nicht mehr hören kann. Auf Platz 1: "Was essen wir heute?" Soll er sich selber mal was einfallen lassen und etwas kochen.
Platz 2: "Ich kann mich nicht um alles kümmern."
Wenn es Stress mit den Kindern gibt, fällt der Spruch (Platz 3): "Ist doch deine Tochter."
Der Klassiker: "Wie lange brauchst du noch im Bad?“ schafft es auf Platz 4.
Platz 5: "Schatz, du siehst immer gut aus!" Ja, ja, wer's glaubt... Dieser Standardspruch kommt nicht mehr an.
Platz 6: "Ich mach' nur noch mal eben schnell was am Computer." Und aus "eben mal schnell" werden dann ein paar Stunden.
So viel zu den Ergebnissen der Umfrage, die Liste kann aber locker erweitert werden: "Jetzt nicht – gibt grade Fußball."
"Hast du mein Hemd schon gebügelt?" Wie wäre es mal damit, selber zum Bügeleisen zu greifen?
Und was Frau auch nicht mehr hören kann: "Typisch, Frau am Steuer".
"Wo finde ich das?" Auch zum 100. Mal wird gefragt, wo die Milch steht oder der Pullover liegt.
Womit man bei einer Frau auf Granit beißt und es sich total vermasseln kann: "Du hast doch genug Schuhe."
Welche Hobbys finden Männer bei Frauen eigentlich attraktiv? Und wie verhält es sich andersrum?
Auf jeden Fall ist sportliche Aktivität sexy. Unter den Top 11 ist auch das Surfen. Doch der Reihe nach: die attraktivsten Hobbys.
Natürlich: Auf Platz 1 liegt für Männer das Kochen. Man(n) findet Frau am Herd also sexy. Beim ersten Platz sind sich Frauen und Männer sogar einig.
Ja, auch Frauen finden mit 79,4 Prozent Männer, die kochen können, attraktiv. So, Herr Mälzer, dann mal ran an die Pfanne.
51,4 Prozent der Männer stehen auf singende Frauen ...
... oder auf Frauen, die zumindest irgendwie Musik machen.
Platz 3 der Hobbys, die Männer attraktiv finden: Yoga. Bei diesem Platz sind sich Männer und Frauen auch fast wieder einig.
Denn 54,7 Prozent der Frauen finden, dass Yoga und Fitness Männer attraktiv macht. Naja, wie weit man das dann treibt, ist jedem selbst überlassen.
Die Oper! 46,6 Prozent der Männer stehen auf Frauen, die gerne in die Oper oder ins Theater gehen.
Immerhin ein Grund, sich mal wieder schick zu machen. Männer sollten das öfter tun, denn Frau wählt den Opernbesuch auf Platz 2 der attraktivsten Hobbys.
Platz 5: Attraktiv sind Frauen, die sich für Literatur interessieren und selber Geschichten schreiben.
Dafür muss man aber noch längst keine Hotelerbin sein. Dass Bücher zu einem attraktiven Hobby zählen, fanden übrigens 42,2 Prozent der Männer.
Mit ihrer Heimwerkersendung machte sie es vor: Sonya Kraus hat ein sehr attraktives Hobby. In der Tat, liebe Damen, ran an die Bohrmaschine, denn Man(n) mag es!
Bei Männern sollte allerdings noch öfter das Werkzeug benutzt werden: Platz 4 für das attraktive - und nützliche - Hobby.
Platz 7: Männer und Frauen sind sich bei diesem attraktiven Hobby einig. Surfen ist sexy.
Auf in die Wellen, darüber freuen sich Männer und Frauen gleichermaßen.
Männer finden Frauen attraktiv, die extremen Sport machen: Darunter Fallschirmspringen ...
... und Bungee Jumping. Frauen stehen übrigens auch auf extreme Männer ...
Platz 9 als attraktives Hobby für Männer!
Auch wenn sie manchmal nörgelt, die Frau wählt Fußball trotzdem mit 14,2 Prozent auf Platz 8 der attraktiven Hobbys.
Unglaublich aber wahr: Männer wurden enttarnt, denn auch sie stehen auf die fußballspielende Frau. Platz 9.
Der 10. Platz: Männer finden Frauen attraktiv, die PC-Spiele spielen. Ob sie etwa hoffen, dass sich frau dabei in Lara Croft verwandelt, ist unklar.
Jedenfalls stehen PC-Spiele als attraktives Hobby auf dem letzten Platz für Männer. Nur 3,4 Prozent der Frauen finden zockende Männer sexy.
Immerhin noch 10,6 Prozent der Männer finden Stricken und Nähen als weibliches Hobby attraktiv.
Frauen räkeln sich gerne mal sexy auf schnellen Autos und Motorrädern. Das Tuning von solchen wählten sie als attraktives Hobby auf den 10. Platz.
Also, Ausschau halten! 5,7 Prozent finden Tuning bei Männern sexy.

George Clooneys Charme, den Körper von Brad Pitt, den Kontostand von Bill Gates, stets das Richtige tun und dabei sich selbst treubleiben: Die Erwartungen an den modernen Mann sind hoch, oder nicht? Zumindest die Ehemänner machen ganz offensichtlich nicht alles richtig: Laut dem Statistischen Bundesamt gab es im Jahr 2007 ungefähr 369.000 Eheschließungen in Deutschland, im gleichen Jahr wurden rund 187.000 Ehen geschieden.

Klar, dass nicht nur die Herren schuld an der Misere sind. Ein bisschen bessern könnten sie sich aber schon, findet die in Hamburg lebende - und nach eigenen Angaben glücklich verheiratete - Journalistin Doris Burger. Eigene Erfahrungen ("Ich habe einen guten Ehemann") und die Ergebnisse aus einer Umfrage unter 50 Frauen hat Burger in "Das Handbuch für den guten Ehemann" einfließen lassen.

Nicht nur der Titel klingt wie eine Persiflage auf entsprechende, in den 50er Jahren herausgegebene Ratgeber für die Ehefrau: "Verlassen sie niemals das Haus, ohne sich liebevoll zu verabschieden", oder "Kommen sie aufmerksam und aufnahmebereit nach Hause" sind einige der im Buch enthaltenen Ratschläge. "Da ist natürlich auch Ironie im Spiel", versichert Burger. Den einen oder anderen Denkanstoß soll das Buch Männern aber dennoch geben.

Die eigene Frau ansprechen? Das erfordert Mut

So müssen sich Männer von Frauen immer wieder vorwerfen lassen, dass sie einerseits zu wenig mit ihnen reden und ihnen andererseits schlecht zuhören. Diesem Problem gönnt Burger ein ganzes Kapitel: "Frauen sind besser als Volleybälle", schreibt sie und spielt damit auf den Film "Cast Away - verschollen" an, in dem der nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel gestrandete Chuck Noland alias Tom Hanks einem Ball ein Gesicht malt und sich fortan mit ihm unterhält. "Trauen sie sich stattdessen, ihre Frau anzusprechen." Viele Frauen quälen sich laut Burger mit dem Gedanken, was ihren Mann bewegt.

Dass Männer allgemein keine guten Zuhörer sein sollen, mag die Benimm-Trainerin und Etikette-Expertin Elisabeth Bonneau aus Freiburg aber nicht unterschreiben. "Vielleicht liegt es auch daran, dass Frauen zu viel reden." Und dann schaltet mancher Mann eben auf Durchzug. Grundsätzlich würden sich viele Frauen jedoch über mehr Aufmerksamkeit seitens ihres Partners freuen, sind sich die Expertinnen einig. Was nicht gut ankommt: andere Damen im Beisein der Gattin höflicher und aufmerksamer zu behandeln, als man es bei der eigenen Frau tut.

Es ist wichtig, dauerhaft aufmerksam zu bleiben. Letztlich komme es doch auf den Alltag an, so Bonneau - und nicht auf die ersten Monate des frisch Verliebtseins. Doch der Alltag ist eben bei vielen Paaren das Problem. "Das wird durch das Zusammenziehen und ganz besonders dann verschärft, wenn ein Baby kommt", sagt Doris Burger. Die Gefahr ist dann groß, dass Männer ihre Frauen lediglich noch als Inventar wahrnehmen. Männern, die ihrer Partnerin gegenüber grundsätzlich aufmerksam bleiben, die auch von sich aus Veränderungen an ihr bemerken, denen erschließe sich vieles von selbst.

So etwas wie zehn goldene Regeln für den guten Ehemann gibt es ohnehin nicht. Es komme ja darauf an, was die jeweilige Partnerin duldet oder möchte, so Bonneau. Genau das zu erkennen, stellt Männer jedoch oft vor Probleme: "Viele Männer sind verunsichert." Sie schwanken zwischen tradierten und modernen Rollenbildern. Sollen sie zum Beispiel die Restaurantrechnung nach alter Schule übernehmen, oder stoßen sie der emanzipierten Frau damit vor den Kopf?

Männer rücken als Väter in den Vordergrund

"Das Hauptproblem, mit dem Paare heute zu kämpfen haben, ist es, Beruf und Familie zu vereinbaren", erklärt Kai-Olaf Maiwald vom Institut für Sozialforschung, Paar- und Familiensoziologe in Frankfurt. Lange lagen Kindererziehung und Haushalt ganz selbstverständlichen in den Händen der Frau. Der Mann als Alleinverdiener hatte vor allem die Rolle des Ernährers inne. "Männer rücken nun auch als Väter stärker in den Vordergrund", sagt Maiwald.

Auch bei der Hausarbeit müssen Männer zunehmend mit anpacken - das jedenfalls wird von den Frauen erwartet. Gleichzeitig müssen Männer ihre familiären Interessen gegenüber dem Beruf abgrenzen, sprich dort etwas kürzertreten. Dass das nicht in allen Familien so läuft, ist klar. Oft verdienen Männer zum Beispiel mehr Geld, so dass die Frau aus ganz pragmatischen Gründen ihren Schwerpunkt stärker auf die Familie legt. Wichtig ist dabei allerdings, dass dies nicht einfach nur ein Effekt ist, sondern das Ergebnis einer gemeinsamen Entscheidung.

Die Arbeitsbelastung muss als gemeinsames Projekt angegangen werden - die Aufteilung besprechen die Partner miteinander. Raus kommen kann dabei die klassische Rollenverteilung - er geht in die Firma, sie kümmert sich um Haushalt und Familie. Aber auch das umgekehrte Modell ist als Lösung denkbar, ebenso eine paritätische Aufteilung. Das Dilemma: Studien zeigen Maiwald zufolge, dass ein Großteil der Männer sich immer noch in der Rolle des Ernährers sieht.

(dpa, N24)

22.10.2008 10:10 Uhr

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