First Lady und Mutter
Michelle Obama - Karrierefrau mit Eigensinn
Mit der Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten erwartet dessen Frau Michelle die Rolle der First Lady. Diese wird sie ganz anders ausfüllen als die meisten ihrer Vorgängerinnen, glauben Experten.
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Michelle Obama wird die neue First Lady. Im Weißen Haus will sie vor allem eines: Weiter für ihre beiden Töchter da sein.
Barack Obama wird 1961 als Barack Hussein Obama Jr. auf Hawaii geboren. Seine Mutter Stanley Ann Dunham und sein Vater Barack Obama haben sich an der Universität von Hawaii kennengelernt.
Obamas Großeltern kümmern sich rührend um den Familiennachwuchs. Hier spielt der kleine Barack Obama mit seinem Großvater am Strand.
Barack Obamas Eltern lassen sich 1963 scheiden. Seine Mutter heiratet erneut. Mit dem späteren Ölmanager ging die kleine Familie nach Indonesien.
In dieser Schule in Indonesien drückt Barack Obama die Schulbank.
1971 kommt Barack Obama nach Hawaii zurück, wo er von seinen Großeltern aufgezogen wird. 1979 legt er seinen Highschool-Abschluss ab.
Nach zwei Jahren am Occidental College in Los Angeles zieht es Barack Obama 1981 an die Columbia-Universität in New York, wo er einen Abschluss in Politikwissenschaften erlangt.
Nach kurzer Tätigkeit für eine Wirtschaftsberatungsgesellschaft geht Obama nach Harvard. An der Harvard Law School macht er 1991 seinen Doktor der Rechtswissenschaft „mit großem Lob“.
In Harvard lernt Barack Obama seine spätere Ehefrau Michelle Robinson kennen. Später wächst die Familie mit der Geburt der beiden Töchter Malia (*1999) und Sasha (*2001).
Seit 1992 engagiert sich Obama als Landespolitiker des Bundesstaates Illinois, wo er 1996 in den Senat gewählt wurde. Im Jahr 2000 strebt Obama den Gang ins US-Repräsentantenhaus an, unterliegt in den Vorwahlen jedoch seinem Kontrahenten Bobby Lee Rush.
2004 zieht Barack Obama in den US-Senat ein. Gleichzeitig unterstützt er den damaligen Präsidentschaftsbewerber John Kerry bei dessen Wahlkampf.
Am 10. Februar 2007 verkündet Barack Obama in Springfield (Illinois) unter großem Jubel erstmals seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur.
Seine Gegner bei den Vorwahlen sind Hillary Clinton und John Edwards. Edwards gibt sich am 30. Januar 2008 bereits frühzeitig geschlagen.
Als harte Gegnerin erweist sich jedoch Hillary Clinton, die frühere First Lady. Bis zum Ende der Vorwahlen hält sie an ihrer Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten fest.
Obwohl längst chancenlos, gibt Clinton erst am 7. Juni offiziell ihren Rückzug bekannt. Gleichzeitig versichert sie Obama ihre volle Unterstützung.
Obamas Gegner zum Wahltag am 4. November 2008 heißt nun John McCain. Auch wenn die beiden Kontrahenten in Wahlumfragen lange gleichauf liegen, unterliegt McCain. Zu groß ist der Wunsch der Amerikaner nach "Change", dem Schlüsselwort Obamas Kampagne.
Joseph Biden wurde am 20. Januar 1942 in Scranton (US-Bundesstaat Pennsylvania) mit dem undankbaren zweiten Vornamen "Robinette" geboren.
Biden ist demokratischer Senator für den US-Bundesstaat Delaware und seit August 2008 Vizepräsidenten-Kandidat an der Seite Barack Obamas.
Nach seinem Studium an den Universitäten Newark (Delaware) und Syracuse (New York) arbeitete Biden seit 1969 als Anwalt in Delaware.
Am 27. August 1966 heiratete Biden seine Highschool-Freundin Neilia Hunter. Das Paar bekam zwei Söhne (Joseph 1969, Robert 1970) und eine Tochter (Naomi 1971).
Ein tragisches Unglück zerstörte das Familienglück. Im Dezember 1972 starben Neilia und Naomi Biden nach einem schweren Verkehrsunfall. Die beiden Söhne überlebten.
1977 heiratete Biden erneut. Aus der Ehe mit Jill Tracy Jacobs ging 1981 Töchterchen Ashley Blazer Biden hervor.
Seit 1973 vertritt Biden den Bundesstaat Delaware im US-Senat und wurde in dieser Funktion insgesamt fünfmal durch die Wähler bestätigt.
Biden ist Mitglied des Justizausschusses und des außenpolitischen Ausschusses des US-Senats. Er war maßgeblich an zahlreichen Gesetzen zur Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung beteiligt.
In der Außenpolitik tritt Biden für eine weltweit aktive Rolle der USA ein. Dazu gehören seiner Meinung nach auch Militäreinsätze, wo diese nötig sind. Dem Irakkrieg hatte der Demokrat im Jahr 2003 zugestimmt.
Biden trat zweimal selbst als potentieller Präsidentschaftskandidat an. 1988 schied er aus dem Rennen aus, als bekannt wurde, dass er Teile einer Rede von einem britischen Politiker kopiert hatte.
Im Wahlkampf 2008 gab er auf, als er bei der Vorwahl in Iowa (3. Januar) nur ein Prozent der Stimmen bekam.
Im August 2008 legte sich der Vorwahl-Gewinner und Präsidentschaftskandidat Barack Obama auf Joseph Biden als Vize-Kandidaten fest.
Was für eine Nacht: In den USA wurde ein neuer Präsident gewählt und die Welt fieberte mit.
Ob verliebte Japaner ...
... mitteilungsbedürftige Italiener ...
... fotogene Chinesen ...
... schöne Spanier ...
... revolutionäre Deutsche oder ...
... stolze Kongolesen: In der ganzen Welt wurden vor allem ...
... für den neuen Präsidenten der USA die Daumen gedrückt. Obama selbst ...
... gab am Wahltag ganz entspannt im ...
... Kreis seiner Familie seine ...
... Stimme ab. Der unterlegene McCain ...
... ließ sich beim Gang zur Wahlurne schon mal vorsorglich von der Gattin tätscheln.
Ob der Republikaner zu diesem Zeitpunkt schon ahnte, dass er gegen seinen Herausforderer ...
... keine Chance haben sollte? Nachmittags wurde zumindest in Phoenix ...
... an der Feier für die Republikaner gebastelt. Allerdings war die Stimmung im McCain-Lager im Gegensatz zum ...
... Massenauflauf in Chicago, wo ...
... Obama-Anhänger sich den Tag mit Hoffen und Bangen vertrieben, eher mau. Das Warten ...
... hat sich für die jubelnden Massen gelohnt. Um fünf Uhr morgens (MEZ) stand fest:
Das Tauziehen um die Nachfolge von George W. Bush hat ein Ende.
Nicht nur für viele afroamerikanische US-Bürger ging mit der historischen Wahl ...
... ein Traum in Erfüllung. Die Personalfrage im ...
... Weißen Haus hatte so viele Menschen wie nie zuvor ...
... mobilisiert. Doch die Wahllokale waren dem Massenansturm ...
... teilweise nicht wirklich gewachsen. Vor allem die bereits im Vorfeld vielkritisierten ...
... Wahlcomputer sorgten immer wieder für Probleme. Mal konnten die Stimmzettel nicht eingelesen werden, mal gaben sie einfach komplett den Geist auf. Offenbar ...
... macht die Not aber erfinderisch. Wer sich nicht entscheiden konnte der konnte sich entweder telefonisch Rat suchen ...
... oder auf eine Eingebung von Oben warten. Mancherorts versuchte man sogar ...
... den Machtwechsel durch gemeinschaftliches ...
... Sturmsingen herbeizuzaubern.
Vize-Kandidatin Sarah Palin, hier bei der Stimmabgabe mit Gatten Todd, ist jedenfalls ...
... erstmal weg vom großen Politparkett. Allerdings wird sie uns sicher ....
... noch eine Weile als Werbeträgerin wider Willen begegnen - Schließlich hat sie uns die heiße Phase des Wahlkampfs mit zahlreichen gestürmten Fettnäpfchen versüßt.
Nach einer Nacht voller Hoffen und Bangen steht fest: McCain-Anhänger können sich endlich warm anziehen.
Während John McCain in Phoenix seine Niederlage eingesteht ...
... feiert nicht nur Chicago ...
... und der Rest der Vereinigten Staaten den neuen ...
... Präsidenten und den Anbruch einer neuen politischen Epoche: Barack Obama.
Dieser Kandidat ist nicht von Pappe: Während Amerika einen neuen Präsidenten wählt, wird ...
... auch in Deutschland kräftig mitgefiebert und vor allem -gefeiert. In Berlin versammelten sich Promis, amerikanische Expatriots und andere Wahlbegeisterte, um ...
... in Echtzeit die Auszählungen der Wählerstimmen zu verfolgen. Beim Wachbleiben ...
... und als Nervennahrung gab es jede Menge Süßkram und auch Spieler ...
... kamen voll auf ihre Kosten. An interaktiven Displays konnten die Gäste ...
... den Wahlkampf und alles was dazugehört im wahrsten Wortsinn selbst in die Hand nehmen.
Medienpsychologe Goebel hatte neben charmanter Begleitung auch für den richtigen Rahmen seines Auftritts gesorgt.
Auch Michael Naumann und Gattin Marie Wartburg hatten offensichtlich Freude am Wahltrubel.
Andernorts in der Hauptstadt war der Favorit bei allen Gästen klar: Die "Democrats Abroad" ...
... hatten zur Wahlsause im Babylon-Kino geladen, um dort ...
... für Barack Obama nach dem Motto "Watch the Sunrise" die Daumen zu drücken.
Mit 2.500 Besuchern stieg das bundesweit größte "Public Viewing" in Hamburg.
In der Bucerius Law School in der Hansestadt wurde ebenfalls auf stilechte Verpackung geachtet: Von Kopf bis ...
... Fuß auf Wahlparty ...
... eingestellt. Mehr noch als das passende Outfit interessierte die Gäste diverser Wahlveranstaltungen die ...
... inneren Werte. In Karlsruhe zum Beispiel ...
... wurden stilecht Burger kredenzt, in Kaiserslautern ...
... mit einem üppigen Donut-Buffet gekrümelt statt gekleckert.
Essen, Trinken, Feiern, Swingen: Die Euphorie ...
... schwappte mit voller Wucht ...
... über den großen Teich.
"Ich glaube, man wird mich später im Rückblick als einen Menschen sehen, der mit schwierigen Dingen zu tun hatte und sich ihnen stellte, ohne zurückzuschrecken."
2000: Der Republikaner George Walker Bush wird zum Präsidenten der USA gewählt. 2005 entscheidet er die Wahlen erneut für sich.
Die achtjährige Ära von George W. Bush wird nicht nur wegen seiner zwei Amtszeiten (2000-2004 und 2005-2009) in zwei Teilen gesehen.
Man unterscheidet vielmehr zwischen seiner Politik vor den Terroranschlägen des 11. September 2001 in New York und der Zeit danach.
Als George W. Bush zum 43. Präsidenten der USA gewählt wird, tritt er in die Fußstapfen seines Vaters George H. W. Bush. Nicht nur er steht ihm beratend zur Seite, ...
... auch seine Frau Laura, die er 1977 heiratet. Nach vierjähriger Ehe ...
... kommen die Zwillinge Barbara (links) und Jenna (rechts) zur Welt. Gemeinsam feierten sie im Mai 2008 Jennas Hochzeit auf der Ranch in Texas.
Das politische Wirken von George W. Bush ist zu Beginn seiner Amtszeit eher bescheiden. Dadurch fängt er sich den Ruf des "Teilzeitpräsidenten" ein. Damals verbrachte er ...
... vermutlich mehr Zeit auf seiner Ranch in Texas als im Weißen Haus. (Hier: zusammen mit Angela Merkel auf der Prairie Chapel Ranch in Texas).
Das Verhalten und das Auftreten des Präsidenten ändern sich am 11. September 2001: Zwei Flugzeuge fliegen in die Türme des World Trade Centers in Manhattan und kosten zahlreichen Menschen das Leben.
Dieser Akt des Terrors erschüttert die ganze Welt: George W. Bush und seine Frau Laura Bush halten gemeinsam mit Vizepräsident Cheney und seiner Frau eine Schweigeminute. (Hier: 2007)
Die verängstigten US-Bürger verlangen nach Rache und Sicherheit und so ruft Bush ...
... den "Krieg gegen den Terrorismus" aus.
Knapp drei Wochen nach den Flugzeugattentaten wird Afghanistan angegriffen.
Grund: Die USA machen die Terroristengruppe al-Qaida, angeführt von Osama bin Laden, für die Anschläge verantwortlich.
2002 entfachen die USA einen neuen Krieg. Der Irak soll nicht nur Massenvernichtungswaffen besitzen, ...
... Präsident und Premierminister Saddam Hussein wird zudem mit al-Qaida in Verbindung gebracht. Und so beginnt die Jagd.
2003: Saddam Hussein wird von US-Soldaten aufgespürt und gefangengenommen. Ein Jahr später findet die Übergabe Saddams an die irakische Justiz statt.
2006: Wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit wird der ehemalige irakische Staatspräsident mit dem Tod durch Erhängen bestraft.
Derweil haben sich die Kriegsgründe der USA als haltlos erwiesen und es bricht eine Welle der Proteste aus.
Die Öffentlichkeit verhöhnt den Präsidenten zudem als "Witzfigur" und peinliche Persönlichkeit.
Die Glaubwürdigkeit des Präsidenten der Vereinigten Staaten wird in Frage gestellt.
Doch Bush bleibt hart und setzt seinen "Kampf gegen den Terrorismus" fort.
Die Bürger Amerikas will er schützen und so genehmigt er, dass Telefonate abgehört und E-Mails abgefangen werden dürfen.
Spätestens seit die Unterstützung aus dem Weißen Haus zum Hurrikan "Katrina" (2005) auf sich warten ließ, zweifeln auch hartnäckige Bush-Fans an ihrem Präsidenten.
Dazu kommen Versprecher Bushs: So verlegt er den Staatsbesuchs der Queen versehentlich 200 Jahre vor.
Bei ihrem Abschied des Besuchs griff die Queen den Versprecher auf: "Mister President, ich frage mich, ob ich zu Beginn dieses Trinkspruchs sagen sollte: 'Als ich 1776 hier war.'"
Die Protestwelle gegen den Präsidenten scheint kein Ende zu nehmen ...
... und wird sogar durch Filme wie "Fahrenheit 9/11" (Michael Moore) und Songs wie "Dear Mr. President" (Pink) unterstützt.
Auch als Gerüchte um ...
... eine mögliche Affäre mit Außenministerin Condoleezza Rice laut werden, ...
... steht First Lady Laura Bush immer hinter ihrem Mann. Auf seinen Auslandsaufenthalten begleitet sie ihn häufig.
Trotz scharfer Proteste aus Peking trifft Bush 2007 den Dalai Lama, ...
… besucht 2008 den König von Bahrain Hamad Bin Isa Bin Salman Al-Khalifa …
... und nimmt am G8-Gipfel in Heiligendamm teil, auch wenn ihm jedes Mal vor Augen geführt wird, wie viele Bürger sich gegen ihn und seine Politik auflehnen.
Denn wo George W. Bush auf Staatsbesuch erwartet wird, werden die Bush-Gegner laut und demonstrieren gehen seine Person und seine Politik.
Im Gegensatz zu Kanzler Gerhard Schröder, bemühte sich seine Nachfolgerin Angela Merkel besonders um ein besseres Verhältnis zu Bush und besuchte ihn sogar auf seiner Ranch in Texas.
Während George Bush ihr das Anwesen zeigte, besprachen sie die Zusammenarbeit im Atomstreit mit dem Iran.
George W. Bush ist ein umstrittener Politiker, ...
... dessen Ära viele Rätsel aufweist.
Seine Gegner halten ihn für den schlimmsten und peinlichsten Politiker der gesamten Präsidentschaftsgeschichte der USA.
Ein Präsident, der Kriege entfachte, ...
... der die Folter und die Todesstrafe befürwortet ...
... und gegen den schwere Vorwürfe laut wurden, als das Gefangenenlager Guantanamo errichtet wird ...
... und Bilder aus Abu Ghraib um die Welt gehen, auf denen deutlich wird, dass Gefangene teilweise bis zum Tode gequält wurden.
George W. Bush versucht sich trotz öffentlicher und häufig prominenter Angriffe auf der Welt gut zu stellen. Zusammen mit der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf ...
... bespricht er die Möglichkeiten für neue Bildungswege in ihrem Land.
Er trifft sich mit Silvio Berlusconi in Italien,
... besucht in Japan den Ministerpräsidenten Yasuo Fukuda und seine Frau Kiyoko ...
... und geht in Begleitung seiner Frau Laura mit dem britischen Premierminister Gordon Brown und dessen Frau Sarah essen.
Der Präsident zeigt sich nicht nur staatsmännisch, sondern auch volksnah. Er versucht sich beim Baseball, ...
... Basketball, ...
... und sogar am Dirigentenstab.
Er motiviert Feuerwehrleute in San Diego.
Und scherzt mit seiner Mutter Barbara Bush im Fernsehen.
So lustig war es zwischen Bush und dem ehemaligen russischen Präsidenten Putin nicht immer. Wenn auch ähnlich gekleidet waren sie sich oft uneinig, arbeiteten aber daran, ...
... das russisch-amerikanische Verhältnis zu verbessern.
Unter anderem teilten sie zumindest ihre Sorgen über die Nuklearpläne des Irans.
Die Schwere seines Erbes, ...
... dass der amerikanische Noch-Präsident seinen Nachfolgern hinterlässt, ...
... wird sich erst noch zeigen.
Auf einen Plausch mit Papst Benedikt XVI, ...
... Besuche im Weißen Haus (hier von Wissenschaftler Dr. Carlton Grant) ...
... zahlreiche öffentliche Auftritte ...
... und feine Abende mit Staatsoberhäuptern wie mit Frankreichs Nicolas Sarkozy, ...
... wird der Präsident ab 2009 verzichten müssen.
Bestimmt werden sich die Journalisten ...
... auch nach seiner Amtszeit ...
... weiterhin um News über den baldigen Ex-Präsidenten reißen, ...
... auch wenn sich George W. mit Sicherheit ins Privatleben zurückziehen wird.
Ob man nach seiner Amtszeit auf ehrliche Meinungen von Politikern (hier: mit Musharraf aus Pakistan), ...
... über den – vermutlich – schlimmsten Präsidenten hoffen kann, bleibt abzuwarten. (hier: mit Tony Blair).
2007 musste er sich bereits von Englands Ex-Premierminister und Freund Tony Blair verabschieden. Fest steht: Verabschieden muss sich Bush von seinem Präsidentenamt.
Am liebsten würde Bush das Weiße Haus sicherlich - wenn schon, denn schon - seinem republikanischen Kollegen McCain überlassen.
Fest steht: Im Januar 2009 ist Schluss.
Er wird sich wohl auf seine Ranch in Texas zurückziehen ...
... und Zeit mit seiner Familie verbringen. (hier: Seine Eltern George H. W. Bush und Barbara Bush)
„Bevor die Historiker ihr Urteil über meine Regierung gefällt haben, werde ich wohl tot sein. Es dauert eben eine Weile, bis die wahre Geschichte einer Regierung klar wird.“ Sagt Bush und hinterlässt seinem Nachfolger, ...
... ob John McCain oder Demokrat Barack Obama, ...
... einen Scherbenhaufen und ein schweres Erbe, das nicht leicht zu bewältigen zu sein wird.
"Unsere Feinde sind erfindungsreich und gut ausgerüstet – so wie wir. Sie denken ständig darüber nach, wie sie unserem Land schaden können – so wie wir."
"Ich freue mich, dass mein Freund, Senator Bill Frist, heute Abend hier ist. Er hat ein Mädchen aus Texas geheiratet, Karyn. Sie ist auch hier. Ein west-texanisches Mädchen, genau wie ich."
"Die Familie ist da, wo unsere Nation Hoffnung findet, wo den Flügeln Träume wachsen."
"Ich glaube an die friedliche Koexistenz von Mensch und Fisch."
"Es ist nicht die Verschmutzung, welche die Erde ruiniert, sondern es ist die Unreinheit von Luft und Wasser."
"Zu viele Gynäkologen sind nicht in der Lage, ihre Liebe zu Frauen zu praktizieren."
"Ich bin stolz, die Hand eines tapferen irakischen Bürgers zu schütteln, dem Saddam Hussein die Hand abgehackt hat."
"In meiner Lage, meiner Lage der Nation, oder Lage – in meiner Rede an die Nation, egal wie das heißt, die Rede an die Nation, habe ich die Amerikaner gebeten, 4000 Jahre zu geben, 4000 Stunden für den Rest ihres Lebens, als Dienst an Amerika."
"Ich bin nicht sehr analytisch. Wissen Sie, ich verwende nicht viel Zeit darauf, über mich nachzudenken, und darüber, warum ich etwas mache."
"Ich hatte keine Gelegenheit, den Fragenden die Fragen zu stellen, die sie fragten."
"Meine Aufgabe ist es, irgendwie, über das Unmittelbare hinauszudenken."
"Ich denke, wir sind uns einig darüber, dass die Vergangenheit vorbei ist."
"Ich glaube, Krieg ist ein gefährlicher Ort."
"Ich weiß, was ich glaube. Ich werde fortfahren zu sagen, was ich glaube, und was ich glaube – ich glaube, was ich glaube, ist richtig."
"Ich verspreche, ich werde darauf hören, was hier gesagt wurde, sogar wenn ich nicht hier war."
"Wenn Dad und ich nicht über Politik reden, sprechen wir über Tussies und Pussies."
"Ich glaube, es gibt eine gewisse Methodik in meinen (Dienst-)Reisen."
"Wir werden die am besten ausgebildeten Amerikaner auf der Welt haben."
"Gesunde Kinder brauchen keine Krankenversicherung."
"Nun, ich glaube, wenn du sagst, du machst etwas und machst es nicht, das ist Glaubwürdigkeit."
"Es ist Zeit, dass die Menschheit ins Sonnensystem vordringt."
"Ich habe keinen Kalender auf dem Schreibtisch, dem wunderbaren Schreibtisch, der sagt, an dem Tag und an dem Tag, bist du fertig. Das ist nicht, wie ich denke."
"Auf jeden tödlichen Schuss kommen rund drei nicht tödliche. Dies ist in Amerika unakzeptabel. Und es ist einfach unakzeptabel. Wir werden uns darum kümmern."
"Es ist nicht die wichtigste Aufgabe, Gouverneur zu sein, oder First Lady in meinem Fall."
"Wir sind der NATO fest verpflichtet. Wir sind ein Teil der NATO. Wir sind Europa fest verpflichtet. Wir sind ein Teil Europas."
"Meine Mutter hat immer gesagt: Wenn du eine Brezel isst, musst du gut kauen, bevor du sie schluckst. Man soll immer auf seine Mutter hören."
"Ein niedrigeres Wahlergebnis ist ein Zeichen, dass weniger Leute zur Wahl gehen."
"Wir sind bereit für jedes unvorhergesehene Ereignis, das eintritt oder auch nicht."
"Das ist eindeutig ein Haushaltsplan – da sind eine ganze Menge Zahlen drin."
"Ich verstehe etwas vom Wachstum kleiner Betriebe. Ich war selber einer."
"Reden führt zu unklaren, undeutlichen Dingen."
"Afrika ist eine Nation, die unter unglaublichen Krankheiten leidet."
"Mein Standpunkt für das Leben ist, dass ich glaube, es gibt Leben."
"Kein Präsident hat jemals so viel für die Menschenrechte getan wie ich."
"Was an Büchern mit am besten ist: Manchmal sind da ganz phantastische Bilder drin."
"Eine Diktatur wäre viel einfacher, solange ich der Diktator bin."
"Lassen Sie mich zunächst einmal klarstellen: Arme Menschen müssen nicht unbedingt Mörder sein."
"Ich denke, wenn man weiß, was man glaubt, ist es viel einfacher, Fragen zu beantworten. Ich kann ihre Frage nicht beantworten."
"Die große Mehrzahl unserer Importe kommt von außerhalb des Landes."
"Ich stehe zu allen Falschaussagen, die ich gemacht habe."
Michelle Obama bezeichnet sich selber gerne als Verkörperung des amerikanischen Traums. In bescheidenen Verhältnissen wuchs sie in einem Arbeiterviertel in Chicago auf, mit Fleiß und großer Intelligenz schaffte sie den Sprung an die Elite-Universität Princeton - und nun wird die 44 Jahre alte Juristin die erste afroamerikanische First Lady in der 232-jährigen Geschichte der USA.
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Nicht nur deshalb wird sie aus der langen Reihe ihrer Vorgängerinnen herausstechen. Michelle Obama verkörpert den Typus der modernen Karrierefrau, die Familie und Beruf in Einklang bringen muss - eine Alltagserfahrung, die sie mit immer mehr US-Bürgerinnen teilt.
Gespür für Stil und Eleganz Schon rein äußerlich wird der Einzug der Obamas ins Weiße Haus von einem Wechsel künden. Michelle Obama wird von ihren Fans als Stil-Ikone verehrt, die mit ihren schlanken 1,82 Metern und ihrem Faible für sportliche Eleganz Erinnerungen an Jackie Kennedy heraufbeschwört. Noch näher liegt aber wohl der Vergleich zu Hillary Clinton, der vorletzten First Lady.
Michelle Obama hält sich politisch nicht zurück. Im Wahlkampf reiste sie als Rednerin für ihren Mann durchs ganze Land, ihre Überzeugungen trägt sie engagiert und rhetorisch geschliffen vor. Michelle Obama ist kein bloßes Anhängsel ihres Mannes, politisch bilden die beiden ein Team.
Im Hauptberuf Mutter Ihren Job als Krankenhausmanagerin in Chicago, in dem sie mehr Geld verdiente als ihr Mann im Washingtoner Senat, lässt Michelle Obama inzwischen ruhen. In den zurückliegenden beiden Jahren, in denen ihr Mann den längsten Wahlkampf der US-Geschichte bestritt, sah sie ihre wichtigste Aufgabe in der Erziehung der beiden Töchter. Die kleine Sasha ist sieben, ihre Schwester Malia ist zehn.
"Meine Töchter sind das erste, woran ich beim Aufwachen denke, und das letzte, woran ich vor dem Einschlafen denke", sagte sie kurz vor der Wahl. Die beiden Kinder werden nun im Weißen Haus aufwachsen. Michelle Obama sieht ihre Aufgabe in erster Linie als "oberkommandierende Mutter", die den Kindern Halt bietet.
Kein Mauerblümchen im Weißen Haus Ihre eigene Erfahrung als arbeitende Mutter hat Michelle Obamas politische Ansichten geprägt, im Wahlkampf brillierte sie mit ihrem Wissen über Sozialpolitik, Gesundheitswesen und Kinderbetreuung. "Sie wird im Weißen Haus kein Mauerblümchen sein", prophezeit Politikprofessor Leonard Steinhorn von der American University in Washington. Im Wahlkampf habe Michelle Obama aber klar gemacht, dass die beiden Kinder Vorrang vor ihren politischen Ambitionen und ihren Pflichten als First Lady haben werden.
Umstrittene Äußerungen Manche US-Bürger tun sich noch schwer mit dem Gedanken, ein First Lady mit eigenen politische Ansichten im Weißen Haus zu wissen. Hillary Clinton war in den 90er Jahren vielfach angefeindet worden, und auch Michelle Obama bekam im Wahlkampf einige Kritik ab. Sie entfachte zu Jahresbeginn einen Sturm der Entrüstung, als sie sagte, wegen der Kandidatur ihres Mannes sei sie "das erste Mal in meinem Leben richtig stolz auf mein Land".
Bei einem anderen Auftritt sagte sie, die USA seien "von Grund auf gemein", weil es so viel soziale Ungerechtigkeit gebe. Gegner legten ihr das als unpatriotische Gesinnung aus, in der US-Politik ist das ein gefährlicher Vorwurf.
First Lady mit gesundem Menschenverstand "Ich habe eine dicke Haut entwickelt", sagte sie kurz vor der Wahl in einem Fernsehinterview in Richtung ihrer Kritiker. Ihre Rolle im Weißen Haus sieht sie darin, ihre eigenen Alltagserfahrungen, gesunden Menschenverstand und Bodenhaftung nach Washington zu bringen.
Dies sei umso dringlicher in einer Zeit, in der die wirtschaftlichen Sorgen der Bürger zunehmen: "Wenn man alles ausbalancieren will - die Kinder, die Schwierigkeiten ihrer Betreuung, den Gehaltsscheck, der nicht mehr so viel wert ist wie früher - dann bekommen die Leute wirklich Angst vor dem, was hier los ist", sagte Michelle Obama.
(AFP, N24)
05.11.2008 06:46 Uhr