90 Jahre danach

Das Ende des 1. Weltkriegs am 11.11.1918

Vor 90 Jahren wurde der Waffenstillstandsvertrag unterzeichnet und der 1. Weltkrieg ging nach vier Jahren zu Ende. 25 Staaten beteiligten sich am Krieg: Daten und Fakten zu dieser Zeit in Bildern.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

28. Juni 1914: Franz Ferdinand (r), der österreichisch-ungarische Thronfolger, und seine Ehefrau Sophie Chotek werden ermodert. Österreich-Ungarn vermutet Serbien hinter dem Attentat, stellt ein Ultimatum und fordert Genugtuung.
Am 28. Juli 1914 bricht der 1. Weltkrieg durch die Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien aus. Innerhalb kürzester Zeit beteiligen sich Russland als Unterstützer Serbiens, sowie das Deutsche Reich als Partner Österreich-Ungarns.
22. April 1915: Die Deutschen setzen erstmals Giftgas als Waffe ein, das Experiment findet in Ypern statt. Die Wirkung des Giftgas-Einsatzes war verheerend und ca. …
... 15.000 Soldaten des französischen Heeres werden getötet oder fliehen. Giftgas wird zu einer der gefürchtetsten Waffen, die im 1. Weltkrieg zum Einsatz kommt.
31. Mai 1915: Das Deutsche Reich startet den ersten Zeppelinangriff auf London. Während des gesamten Krieges werfen deutsche Flieger 300 Tonnen Bomben auf Großbritannien.
660 Tonnen Bomben fallen dafür aus englischen Fliegern auf deutschen Boden.
September 1915: Der erste Prototyp eines Panzers – genannt wird er „Tank“ - wird in England fertig gestellt. Allerdings dauert es noch bis die Deutschen einen Panzer einsetzen können.
1916: Zu Beginn des Jahres kapituliert Montenegro gegen Österreich und es kehrt Waffenstillstand in der deutschen Kolonie Kamerun ein. Kaum einen Monat später erklärt das Deutsche Reich Portugal den Krieg.
31. Mai – 1. Juni 1916: Die bisher größte Seeschlacht der Geschichte findet vor dem Skagerrak statt. Bei dieser Schlacht kommen …
… 6094 britische und 2551 deutsche Seeleute ums Leben.
November 1916: Der sogenannte „Steckrübenwinter“ beginnt. Die Reduzierung der Lebensmittelrationen und Missernten führen dazu, dass ein deutscher Großstädter täglich nur noch …
… 1000 Kilokalorien zu sich nehmen kann. Letztlich müssen die Zurückgebliebenen hungern und es erliegen im 1. Weltkrieg insgesamt …
… 800.000 Deutsche dem Hunger.
1917: Deutschland beginnt erneut den U-Boot-Krieg. Das Ziel ist es, Großbritannien innerhalb von sechs Monaten zu besiegen.
Siebeneinhalb Millionen Tonnen werden im U-Boot-Krieg in feindlichen Gewässern versenkt.
April 1917: Die Deutschen setzen erstmals die „Tanks“ ein. Allerdings werden von den …
… 132 Panzern 57 in Brand gesetzt und 64 erliegen technischen Pannen.
1918 ist das letzte Kriegsjahr. Die Vertreter des Deutschen Reiches unterzeichnen den Waffenstillstandsvertrag am …
... 11. November 1918. Insgesamt sind ...
... 25 Staaten am 1. Weltkrieg beteiligt. Darunter u.a. Frankreich, Russland, Griechenland, aber auch Japan, USA, Bulgarien und Italien. Außerdem involviert sind Belgien und Luxemburg.
10 Millionen Soldaten sterben im 1. Weltkrieg, …
… 20 Millionen Soldaten kehren verwundet in ihre Heimatländer zurück. Durch die Gefechte und Bombenangriffe in den Ländern kommt es unter den Zivilisten ebenfalls zu …
… 10 Millionen Todesopfern.
Im November 1938 organisierte und lenkte das nationalsozialistische Regime unter Führung von Reichskanzler Adolf Hitler die Zerstörung von Leben, Eigentum und Einrichtungen der im Deutschen Reich lebenden Juden (undatierte Aufnahme).
Seit der Machtergreifung Hitlers 1933 wurden deutsche Juden diskriminiert, ausgegrenzt, verhaftet, ermordet und vertrieben. Doch die Novemberpogrome von 1938 stellten einen Paradigmenwechsel dar (Foto: April 1938 in Berlin).
Mit den Pogromen begann die systematische Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden im gesamten Macht- und Einflussbereich des Nationalsozialismus (Foto: 'Hetzmarsch' der SA in Berlin 1938).
Im April 1933, acht Wochen nach Hitlers Machtergreifung, kam es reichsweit zum sogenannten 'Judenboykott'. Viele Juden mussten ihren Beruf aufgeben, darunter Ärzte, Richter und Anwälte. Zehntausende verließen Deutschland (Foto: Stadt Greifenberg 1935).
1935 verkündete der damalige Reichtagspräsident Hermann Göring die 'Nürnberger Rassengesetze'. Diese führten zu einer strikten 'Rassentrennung' und stellten die antisemitische Ideologie auf eine juristische Grundlage.
Das 'Blutschutzgesetz' untersagte die Ehe zwischen Juden und Nichtjuden. Verstöße wurden als 'Rassenschande' mit Zuchthaus bestraft (Foto: Hochzeit von Joseph und Magda Goebbels 1931 in Berlin).
Ab 1937 ging der Staat dazu über, Juden durch Enteignung aus dem Wirtschaftsleben zu verdrängen. Der Reichsführer der SS, Heinrich Himmler, sprach erstmals öffentlich von der 'Entjudung' Deutschlands.
Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland kam es in Wien zu wochenlangen Ausschreitungen gegen jüdische Geschäfte. Schlägertrupps der SA zogen prügelnd durch Betriebe, Geschäfte und private Wohnungen (undatierte Aufnahme aus Wien).
Die Nachbarstaaten kämpften mit einer Flüchtlingsflut aus Deutschland und Österreich. 1938 beschlossen sie, keine Juden mehr aufzunehmen. Die Schweiz warnte vor einer 'Verjudung' durch den Zuzug der Flüchtlinge (Foto: Polnischen Botschaft in Wien).
Daraufhin wurden den deutschen Juden die Reisepässe entzogen und durch Sonderausweise ersetzt, die die Ausreise in die Schweiz unmöglich machen sollten (Foto: Ausweis der deutschen Widerstandskämpferin Beate Kosmala).
Adolf Eichmann, der Organisator des Holocaust, richtete eine Zentralstelle für jüdische Auswanderung ein, woraufhin eine Flüchtlingswelle aus Deutschland einsetzte.
Flüchtlingskinder im Alter von fünf bis sechszehn Jahren erreichen von Hamburg kommend den Hafen von New York.
Wie hier in der Berliner Münzstraße entstanden in größeren Reichstädten Ghettos, in denen die Juden gewungen wurden zu leben. Die Konzentration der Menschen auf bestimmte Viertel erleichterte auch später deren Deportation in die Vernichtungslager.
Ab 1938 kam es zu Vorbereitungen für umfangreiche Pogrome und Massenverhaftungen, u.a. durch den Ausbau von Konzentrationslagern und der Einrichtung einer reichsweiten 'Judenkartei' (Foto: Zwangsarbeit im KZ-Dachau).
Der 9. November 1938: Wie hier in Hannover brannten in ganz Deutschland und Österreich nahezu alle Synagogen nieder, unzählige jüdische Friedhöfe wurden geschändet oder zerstört.
Feuerwehrleute vor der ausgebrannten Ruine der Berliner Synagoge in der Fasanenstraße am 10. November 1938.
Über 7000 Geschäfte wurden von marodierenden Nazi-Banden geplündert, in Brand gesteckt, die Inhaber verprügelt, ermordet oder vertrieben (Aufnahme: Berlin 1938).
Ein Mann beseitigt am 10. November in Berlin die Scherben einer zertrümmerten Fensterscheibe. Das Wort 'Reichskristallnacht' geht vermutlich auf das Glitzern der reflektierten Flammen in Glassplittern zurück.
Die NS-Propaganda verklärte die Ausschreitungen gegen die Juden zum 'spontanen Volkszorn' als Reaktion auf die Ermordung eines deutschen Diplomaten durch einen Juden (Foto: Berlin am 10. November 1938).
Tatsächlich sollte durch die staatlich organisierten Verbrechen die Enteignung der deutschen Juden beschleunigt werden, um eine drohende Insolvenz des Reiches abzuwenden und neue Mittel für die Aufrüstung Deutschlands zu gewinnen (Foto: Nürnberg 1937).
In den Vereinigten Staaten protestierten jüdische Organisationen gegen die Verfolgung der Juden in Deutschland und Österreich (Foto: Mitglieder des Jewish People’s Committee in New York City, am 24. Juni 1938).
Zwischen dem 7. und 13. November 1938 wurden 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben und 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert. Viele von ihnen wurden ermordet oder starben durch die unmenschlichen Haftbedingungen.
Deutsche Bürger schlossen sich den mordenden und brandschatzenden Truppen an, beteiligten sich an Verbrechen gegen Juden, denunzierten, beschimpften und schlugen Nachbarn, Kollegen oder völlig fremde Menschen.
Der 9. November steht für den Beginn der staatlich organisierten Vernichtung der Juden. Das weltweite Symbol für den millionenfachen Mord ist das Vernichtungslager Birkenau, eine Außenstelle des Arbeitslagers in Auschwitz.
Am 13. August 1961 hatten DDR-Streitkräfte unter dem Decknamen "Aktion Rose" damit begonnen, den Ostteil der Stadt mit Straßensperren aus Stacheldraht in Richtung Westen abzuriegeln.
Der Bau des "antifaschistischen Schutzwalls" besiegelte die Teilung Deutschlands, die erst am 9. November 1989 mit dem friedlich erzwungenen Fall der Berliner Mauer endete.
Am Nachmittag des 12. August um 16 Uhr unterschrieb Walter Ulbricht, Staatsoberhaupt der DDR, die Befehle, die Grenze zu schließen. Am Sonntag um Mitternacht begannen die Armee, die Polizei und die Kampfgruppen, die Stadt zu "sichern".
Es wird begonnen, die Mauer zu bauen und sie wird die Stadt für mehr als 28 Jahre in zwei Teile trennen. Straßen, die Eisenbahn, S-Bahn-Linien werden unterbrochen, U-Bahnhöfe geschlossen und sogar Friedhöfe werden nicht verschont.
Am 15. August wurden dann Betonelemente und große Hohlblocksteine erstmals verwendet. Innerhalb der nächsten Monate wurde eine Mauer aus Steinen und Betonblöcken errichtet, die erste Generation der Berliner Mauer.
Eine zweite Mauer, die Hinterlandmauer, wurde im Juni 1962 errichtet, um die Flucht in den Westen zu erschweren. Die erste Mauer wurde weiter ausgebaut und es war schwer, zwischen der ersten und zweiten Generation der Mauer zu unterscheiden.
Ab Anfang der 1970er-Jahre wurde mit der durch Willy Brandt und Erich Honecker eingeleiteten Politik der Annäherung zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland die Grenze zwischen den beiden Staaten etwas durchlässiger.
Die DDR-Propaganda bezeichnete die Mauer als antifaschistischen Schutzwall, der die DDR vor „Abwanderung, Unterwanderung, Spionage, Sabotage, Schmuggel, Ausverkauf und Aggression aus dem Westen“ schützen sollte.
Im September 1987, wird der Staatsratsvorsitzende und SED-Generalsekretär Erich Honecker von Bundeskanzler Helmut Kohl vor dem Bonner Bundeskanzleramt mit militärischem Zeremoniell empfangen.
Mit einem sozialistischen Bruderkuss begrüßt der DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker am 7.Oktober 1989 den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow auf dem Ostberliner Flughafen.
Knapp einen Monat später, in der Nacht vom 9. November, auf den 10. November 1989, nach über 28 Jahren, fiel die Berliner Mauer.
Jubelnde Menschen, die mit Wunderkerzen auf der Berliner Mauer sitzen. Nach der Öffnung eines Teils der deutsch-deutschen Grenzübergänge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 reisten Millionen DDR-Bürger für einen kurzen Besuch in den Westen.
In der folgenden Zeit wurde die Berliner Mauer Stück für Stück abgebaut und seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wieder vereint.
Fast 20 Jahre nach dem Fall der Mauer stehen nur noch wenige Originalteile, wie hier an der East-Side-Gallery im Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain, der innerdeutschen Grenzanlagen.
Ein Schild an der Autobahn erinnert in Dreilinden an der südlichen Stadtgrenze von Berlin an die Teilung Deutschlands. In Dreilinden befand sich der einstige DDR-Grenzkontrollpunkt.

(N24)

06.11.2008 17:01 Uhr

N24 in den Sozialen Netzwerken:

N24 auf Facebook N24 auf Twitter N24 auf Google+
SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Politik