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60 Jahre Bambi

Preise für Spears, Reeves und Raab

Der Bambi ist der bedeutendste deutsche Medienpreis. Dieser wurde zum 60. Mal verliehen, unter anderem an Britney Spears, Keanu Reeves und Stefan Raab.

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60 Jahre Bambi: Zur Jubiläumsgala des deutschen Medienpreises kamen diesmal besonders viele hochkarätige Gäste. Auch die amerikanische Pop-Prinzessin Britney Spears kam und gab eine Kostprobe ihres neuen Albums "Circus".
Insgesamt waren die begehrten goldenen Rehkitze in 18 Kategorien zu vergeben.
Britney Spears erhielt einen davon als beste Pop-Künstlerin international. Den Preis übergab Modeschöpfer Karl Lagerfeld, der die Sängerin zwar in hohen Tönen lobte, dafür von Spears aber nur Schweigen erntete.
Vor der Gala-Halle warteten viele begeisterte Spears-Fans. Drinnen enttäuschte die Sängerin mit ihrem nur wenig offenherzigen Auftreten.
Weniger schweigsam zeigte sich Til Schweiger. Der Schauspieler bekam das goldene Kitz für seine Rolle in "Keinohrhasen".
Die romantische Komödie, in der Nora Tschirner (r) die weibliche Hauptrolle spielte, ist der erfolgreichste deutsche Kinofilm des Jahres.
Erfolgsverwöhnt ist auch dieser etwas finster dreinblickende Bambi-Empfänger.
Der amerikanische Actionstar Keanu Reeves wurde als bester Schauspieler international ausgezeichnet und scherzt hier mit der italienischen Film-Diva Claudia Cardinale.
Den weiblichen Konterpart zu Reeves bildete die Hollywood-Berufsromantikerin Meg Ryan, die hier von Schauspieler Christian Berkel ihren Bambi erhält.
Der Star aus "Schlaflos in Seattle ", "French Kiss" und "e-m@il für Dich" wurde als beste Schauspielerin International geehrt.
Johanna Wokalek überzeugte in ihrer Rolle als RAF-Terroristin Gudrun Ensslin in "Der Baader Meinhof Komplex". Der Bambi-Jury war das einen Preis als beste deutsche Schauspielerin wert.
Für ihr Fernsehschaffen erhielt das "Vollweib" Christine Neubauer ("Moppel-Ich", "Die Landärztin", "Die Frau des Heimkehrers") einen der begehrten Preise.
Neben dem Model Sylvie van der Vaart und dem Modedesigner Karl Lagerfeld kam sich die Schauspielerin aber offenbar etwas deplatziert vor.
Einen weiteren Höhepunkt des Abends bildete der Auftritt von Leona Lewis.
Die britische Castingshow-Gewinnerin wurde als das ausgezeichnet was sie ist: ein Shooting-Star.
Weit mehr Bühnenerfahrung bringt dieser Herr mit. ProSieben-Moderator Stefan Raab erhielt das goldene Kitz in der Kategorie "Entertainment".
Auch sein Sender-Kollege Michael Herbig bekam einen der Preise ab. Er wurde als Schauspieler geehrt, kein Wunder, kann er doch in so verschiedene Rollen schlüpfen wie ...
... den Tod ("Die Geschichte vom Brandner Kaspar"), das Gespenst Hui Buh im gleichnamigen Film oder den schwulen Weltraumoffizier Mr. Spuck.
Einen weiteren musikalischen Preis gab es für den Tenor Placido Domingo.
Weil der Spanier die Klassikfans seit mehr als 40 Jahren mit seinen Arien begeistert, wurde er nun auch mit einem Bambi ausgezeichnet.
Für seine Kreationen als Modeschöpfer bekam den Preis der Amerikaner Tommy Hilfiger.
Und weil sie mit ihren Kinder- und Jugendbüchern auch die Kleinen wieder für das gedruckte Wort begeistert, erhielt auch die Autorin Cornelia Funke ein goldenes Reh.
Der Moderator Frank Plasberg nimmt in seiner ARD-Talkshow "Hart aber fair" regelmäßig Politiker in die Zange. Bei den Zuschauern kommt das an, bei der Bambi-Jury auch.
Hardy Krüger zählt seit Jahrzehnten zu den wenigen auch international erfolgreichen deutschen Stars. Er spielte unter anderem mit John Wayne ("Hatari!"), Richard Burton ("Die Wildgänse kommen") und ...
... James Stewart ("Der Flug des Phoenix"). Jetzt wurde er mit einem Bambi für sein Lebenswerk geehrt.
Beim Bambi 2008 ging es jedoch auch sportlich zu. Matthias Steiner begeisterte die Menschen mit seinem Olympiasieg im Gewichtheben. Zudem rührte er sie mit seinem privaten Schicksal, dem Unfalltod seiner jungen Ehefrau.
Steiner wurde daher zu einem der großen Medienlieblinge des Jahres 2008 und zum Bambi-Preisträger im Bereich "Sport".
Nicht weniger begeisterte die Sportfans der Formel-1-Pilot Lewis Hamilton, der mit erst 23 Jahren jüngster Weltmeister der Geschichte wurde.
Der sympathische Brite gilt auch in der kommenden Saison als großer Favorit. Der Jury waren seine Leistungen schon jetzt einen Sonderpreis wert.
Den gab es auch für das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderhospizes "Bärenherz" in Wiesbaden.
Schwerstkranke Kinder werden dort liebe- und aufopferungsvoll umsorgt. "Weil sie in einem Meer von Kummer eine Insel der Liebe geschaffen haben", so "Bunte"-Chefredakteurin Patricia Riekel, haben sie den Bambi verdient.
Wie beinahe jedes Jahr bekam auch diesmal der hochbetagte Schauspieler und Sänger Johannes Heesters (104) einen Bambi. Auch den Nächsten will er sich noch abholen.
Wer sind die Besten des Jahres auf dem amerikanischen Musikmarkt? Die Szene hatte sich in L.A. versammelt, um ihre herausragenden Vertreter zu küren. Sängerin ...
... Beyonce Knowles sorgte für die richtige Einstimmung ...
... auf die mit Spannung erwartete Preisverleihung.
Der Gewinner schlechthin ist R&B-Newcomer Chris Brown. Er wurde zum "Künstler des Jahres" gekürt.
Steve Tyler (l.) und Joe Perry von Aerosmith überreichten den Preis.
Doch damit der Ehre nicht genug: Chris Brown wurde ebenfalls zum beliebtesten Interpreten in den Bereichen R&B sowie Rock/Pop ernannt.
Von T-Pain (r.) gab's eine der insgesamt drei Trophäen, die Chris Brown nun sein Eigen nennt.
Preishagel, die Zweite: Seine Freundin Rihanna stand dem in nichts nach und heimste die entprechenden Auszeichnungen ...
... bei den Frauen ein. Zudem legte sie ...
... eine sehenswerte Show hin.
Apropos Show: Für heiße musikalische Einlagen sorgten auch Christina Aguilera, ...
... Natasha Bedingfield ...
... und Mariah Carey, die mit einer Geste der Hochachtung von Nick Cannon bedacht wird.
Auch Sängerin Miley Cyrus ...
... powerte sich für das Publikum vollständig aus.
Die Band Coldplay hatte sich angesichts vier von Nomierungen auch Hoffnungen auf einen Preis gemacht, ...
... ging allerdings leer aus. Sänger Chris Martin gab trotzdem alles für's Publikum.
Ein wenig enttäuscht war auch Alicia Keys nach der Verleihung: Sie hatte mit fünf Nominierungen die meisten Preischancen, ...
... ging aber "nur" mit zwei Ehrungen ...
... für ihr Album "As I Am" nach Hause.
Enrique Iglesias - ausgezeichnet als bester Latin-Sänger - und Jordin Sparks präsentierten gemeinsam den besten Rapper des Jahres, der ...
... Kanye West heißt und zusätzlich für das beste Rap-Album geehrt wurde.
Den Sonderpreis für den "Durchbruch des Jahres" heimste die Rockband Jonas Brothers ein ...
... und zeigte dem Publikum auch gleich, warum sie den Preis verdient hatte.
Als inoffzielle "Rückkehrer des Jahres" taten sich die neu formierten Kids On the Block hervor.
Auch für Sängerin Taylor Swift gab's einen Preis.
Sie konnte kaum fassen, dass sie zur besten Sängerin ...
... im Bereich Country gekrönt wurde.
Zwischendurch gabs's wieder musikalische Einlagen von Sarah McLachlan, ...
... unterstützt von Popsängerin Pink.
Justin Timberlake hielt dann für Annie Lennox einen besonderen Preis im Arm.
Die schottische Sängerin bekam die Ehrung für ihr Lebenswerk.
Gemeinsam mit Dave Stewart als Pop-Duo Eurythmics landete sie vor allem in den 1980er Jahren zahlreiche Welthits. Seit Anfang der 90er ist sie solo unterwegs - und nicht minder erfolgreich.
Ihre Funktion war auch bei den Music Awards: hübsch aussehen und nett lächeln. Partygirl Paris Hilton, hier mit T-Pain.
Noch mehr vom Roten Teppich: Schauspieler und Sänger Jesse McCartney kam in schöner Begleitung, ...
... während Partygirl Candis Cayne tiefe Einblicke gewährte.
Richie Sambora und Colbie Caillat waren schließlich ...
... schwer beeindruckt von der Show der Pussycat Dolls, die natürlich mit ...
... ihren tänzerischen Einlagen überzeugten und die Zuschauer ...
... mit Titeln ihres neuen Albums "Doll Domination" begeisterten.
Nicole Kidman war schon immer eine wunderschöne Frau. Vier Monate nach der Geburt ihrer Tochter Sunday Rose strahlt die Schauspielerin …
… aber mehr denn je. Für die US-Ausgabe der Zeitschrift "Glamour" stellt die 41-Jährige (hier mit Ehemann Keith Urban) …
… ein Vorbild für alle Frauen dar. Deshalb wurde sie zur "Woman of the Year" in der Kategorie "A-Promi Nummer eins" gekürt.
Begründung: Als erfolgreiche Schauspielerin (hier in "Der Goldene Kompass"), ...
… Mutter von drei Kindern (hier mit Connor und Isabella, die Adoptivkinder mit Ex-Ehemann Tom Cruise) …
… und UN-Botschafterin habe sie anderen Menschen Mut gemacht, schreibt die Zeitschrift.
Auch wie offen sie mit der Alkoholsucht ihres Ehemanns umgegangen ist, ist ein Vorbild für andere Paare. Auf der Liste der "Frauen des Jahres" stehen aber noch …
… neun andere, beispielsweise die zehnjährige Nojud Ali. Sie wurde für ihre ebenso mutige wie spektakuläre Durchsetzung ihrer Persönlichkeitsrechte geehrt.
Das Mädchen hatte im vergangenen Jahr im Jemen für Aufregung gesorgt, da sie sich nach einer Zwangsverheiratung von ihrem 20 Jahre älteren Ehemann scheiden ließ (im Bild mit ihrer Familie).
Gemeinsam mit der Menschenrechtsaktivistin und Anwältin Shadha Nasser (r.) begann sich Ali für die Rechte von zwangsverheirateten jungen Frauen einzusetzen.
Eine Überraschung gab es in der nächsten Kategorie. Nicht Paris Hilton wurde zur "Nummer eins der Medien" gewählt, sondern US-Top-Model Tyra Banks.
In Sachen Mode setzte sich die Vorstandsvorsitzende von Chanel, Maureen Chiquet (l.), durch.
Grund: "Sie bringt eine frische Brise in die Welt der Mode."
"Wegbereiterin" des Jahres wurde unangefochten die Demokratin Hillary Clinton. "Sie hat gewonnen, trotzdem sie verloren hat."
Ein republikanisches Jury-Mitglied meinte: "Ich habe zwei Töchter. Die können jetzt mit der Gewissheit aufwachsen, dass es Frauen schaffen können, Präsident der Vereinigten Staaten zu werden."
Die Umweltschützerin des Jahres wurde Jane Goodall. Sie untersucht seit 1960 das Verhalten von Schimpansen und setzt sich für bestimmte Rechte …
… von großen Menschenaffen und Alternativen zu Tierversuchen ein.
Die Beachvolleyballerinnen Kerri Walsh and Misty May-Treanor kürte "Glamour" …
… zu den Sportlerinnen des Jahres. Sie gewannen als Titelverteidiger bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking erneut die Goldmedaille.
Für die "Friedensinitiative des Jahres" wurden die weiblichen Nobelpreisträgerinnen Shirin Ebadi, …
… Wangari Maathai, …
… Mairead Corrigan Maguire, …
… Rigoberta Menchú Tum, …
… Betty Williams und …
… Jody Williams ausgezeichnet.
Die Heldin der Frauen ist laut "Glamour" Noch-US-Außenministerin Condoleezza Rice.
Künstlerin des Jahres ist Kara Walker. Sie ist bekannt für ihre scherenschnittartigen Arbeiten, in denen sie die Sklaverei thematisiert.
Ihre Darstellungen von Macht, Unterdrückung, Rassismus und Sexualität haben oftmals Kontroversen ausgelöst.
Das Männermagazin GQ hat den Mann des Jahres 2008 in den unterschiedlichsten Kategorien gewählt. Unter ihnen auch Gewichtheber Matthias Steiner.
Steiner gewann den Leserpreis.
Auch Schauspieler Moritz Bleibtreu war unter den "Männern des Jahres 2008".
Moritz Bleibtreu (r) - hier im Spielfilm "Elementarteilchen" - erhielt den Preis in der Kategorie Film National.
Boxer Vitali Klitschko wird als "Mann des Jahres 2008" von Sängerin und Schauspielerin Grace Jones umarmt.
Klitschko wurde in der Kategorie "Comeback" geehrt.
Der Schauspieler Vincent Kiefer kann seine Trophäe nur noch knutschen. Auch er ein "Mann des Jahres 2008".
Der Schauspieler wurde in der Kategorie Shootingstar nominiert. Im Spielfilm "Der Baader Meinhof Komplex" spielt er die Rolle des Peter-Jürgen Boock.
Auch der überraschte Michael "Bully" Herbig gehört zu den "Männern des Jahres 2008".
Bully wurde in der Kategorie "TV Entertainment" ausgezeichnet.
Die FC-Bayern-Profis und Vize-Europameister Sebastian Schweinsteiger und Lukas Podolski (r) teilten sich die Auszeichnung in der Kategorie Sport.
Für Podolski, der bei den Bayern im Augenblick nichts zu lachen hat, dürfte der Preis Balsam auf die gepeinigte Seele sein.
Na ja und da die beiden wie "Latsch und Bommel" sind, ist die Preisverleihung an Schweinsteiger nur eine Formsache.
Da wir gerade beim FC Bayern München sind. Ebenfalls "Mann des Jahres 2008" wurde Ex-Torhüter Oliver Kahn.
Der einstige Torwart-Titan erhielt den Preis in der Kategorie: "Sport/Ehrenpreis".
Auch Stargeiger David Garrett gehört zu den Preisträgern.
Bei der Auszeichnung der "Männer des Jahres" durch die Zeitschrift "GQ" in München bekam er den Preis in der Kategorie Musik.
Garrett hatte bereits mit 13 Jahren bei der Deutschen Grammophon einen Exklusivvertrag.
Filmstar Joseph Fiennes tauchte bei der Preisverleihung mit seiner Verlobten, dem Modell Maria Dolores Dieguéz auf.
Ruhm erlangte der Schauspieler als Shakespeare in "Shakespeare in Love". Zu den "Männern des Jahres 2008" gehört er in der Kategorie Film International.
Auch der Fotograf Sebastian Copeland ist ein "Mann des Jahres 2008". Er wurde in der Kategorie "Engagement" geehrt. Copeland dokumentiert in seinem letzten Fotoband die Bedrohung der Antarktis.
Der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher erhielt den Preis für sein Lebenswerk.
In der Kategorie Model gewann das spanische Model Andres Velencoso.
Den Bereich Mode eroberten die kanadischen Zwillingsbrüder und Modemacher Dean und Dan Caten.

(N24)

28.11.2008 13:44 Uhr

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