Attentatsserie in Bombay

Verdächtige in Pakistan festgenommen

Im Kaschmir haben pakistanische Behörden Mitglieder einer der Rebellengruppe Lashkar-e-Taiba nahestenden Hilfsorganisation verhaftet. Sie sollen in Verbindung mit den Attentaten von Bombay stehen.

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Das Hotel Taj Mahal am 29. November 2008: Pakistanische Behörden haben mutmaßliche Beteiligte an den Anschlägen dingfest gemacht.
Die Anschläge in Bombay haben in Indien wie der ganzen Welt für Entsetzen gesorgt: Seit Tagen kennzeichnen Sicherheitskräfte und Millitär das Straßenbild der Metropole.
Und für diese Demonstrantinnen in Hyderabad kann es nur eine Losung geben: Weg mit dem Terrorismus. Wut auf der einen, ...
... Trauer auf der anderen Seite.
Sie verlor bei den Anschlägen zwei Kinder, ...
... und auch er muss den Tod Angehöriger beklagen.
Wirklich Trost kann da niemand spenden. Mehr als hundert Menschen haben die Attentäter getötet, ...
... denen, die dem Terror-Inferno entkommen konnten, steht das Grauen ins Gesicht geschrieben.
Am Tag 1 nach dem Beginn der Terrorwelle gleicht Bombay einer Festung.
Wohin das Auge blickt Polizisten, ...
... Soldaten ...
... und Spezial-Einsatzkräfte.
Einer der Schauplätze: Das Hotel Taj Mahal. Noch am Donnerstagmorgen ...
... lodern Flammen aus dem Gebäude.
Während die Feuerwehr den Brand bekämpft, ...
... bereiten sich die Einsatzkräfte auf die Stürmung des Hotels vor.
Niemand weiß zu diesem Zeitpunkt, ob sich in dem Hotel noch Attentäter mit Geiseln verschanzt haben.
Schließlich ist es soweit - Einheiten von Polizei und Armee ...
... dringen in den Gebäudekomplex vor. Geiseln finden sie zunächst nicht, wohl aber zahlreiche Leichen.
Unter den Toten ist auch ein Deutscher: Der Münchner Medienunternehmer Ralph Burkei verunglückt auf der Flucht vor den Attentätern.
Andere indes verbarrikadierten sich in ihren Apartments, in der Hoffnung, dem Inferno so zu entgehen.
Nach der Stürmung des Hotels können viele von ihnen gerettet werden. Nach und nach werden sie aus dem Gebäude geholt und in Sicherheit gebracht.
Doch das "Taj Mahal" ist nur einer der Orte des Schreckens. Zu den Zielen der Terroristen zählte auch ein belebter Bahnhof in Bombay. Von dort erreichen uns nach den Anschlägen besonders grausame Bilder.
WER DIESE NICHT SEHEN WILL, SOLLTE DAS BETRACHTEN DIESER BILDERSERIE HIER BEENDEN!
Auf den Bahnsteigen liegen die Leichen von Sicherheitskräften (Foto: AP/Mumbai Mirror, Sebastian D'souza).
Und auch in einer Wartehalle bietet sich ein Anblick des Schreckens. Zwischen verstreuten Gepäckteilen (Foto: AP/Mumbai Mirror, Sebastian D'souza) ...
... liegen auch hier soweit das Auge blickt Leichen (Foto: AP/Mumbai Mirror, Sebastian D'souza).
Zu den mehr als 100 Toten der Anschläge ...
... kommen hunderte Verletzte. Zahlreiche Menschen werden in Krankenhäuser eingeliefert, ...
... doch für viele kommt jede Hilfe zu spät.
Aber nicht nur von den Opfern, sondern auch von den Tätern tauchen mehr und mehr Bilder auf. Diese etwa (Foto: AP/Mumbai Mirror, Sebastian D'souza) ...
... zeigen die Attentäter, (Foto: AP/Mumbai Mirror, Sebastian D'souza) ...
... die den Angriff auf den Bahnhof verübt haben (Foto: AP/Maharahstra Times).
Neben dem "Taj Mahal" und dem wichtigsten Bahnhof Bombays ist das Hotel "Oberoi Trident" Ziel der Anschläge. Auch hier beziehen Sicherheitskräfte Stellung ...
... und stürmen wenig später das Gebäude, in dem vermutlich noch bis Donnerstagnachmittag zahlreiche Menschen als Geiseln festgehalten werden.
Neben dem Bahnhof und den beiden Hotels gelten die Angriffe der Terroristen noch mindestens sieben weiteren Zielen in Bombay, darunter ein Café, ein Kino, ein Krankenhaus und ein Wohnkomplex, in dem ein jüdischer Gebetssaal untergebracht ist (im Bild).
Es wird befürchtet, dass sich an diesen Orten noch weitere Menschen in der Gewalt der Attentäter befinden und die Zahl der Todesopfer damit noch steigen könnte.
Für Indien sind die Angriffe vergleichbar mit den Anschlägen vom 11. September 2001 auf die USA. "Bombay befindet sich im Krieg!" titeln die Zeitungen.
Ein Krieg, der mit militärischer Gewalt allein nur schwerlich zu gewinnen sein dürfte.
Die indische Metropole Bombay ist durch eine blutige Terrorwelle erschüttert worden.
An zahlreichen Orten im Süden der Metropole gab es beinahe gleichzeitig Angriffe mit Granaten und Feuerwaffen.
Dabei kamen mehr als 100 Menschen ums Leben...
viele weitere wurden verletzt.
Die Anschläge wurden vorwiegend an belebten Plätzen der Stadt verübt.
Auch eine Tankstelle wurde mit Granaten zur Explosion gebracht.
Polizei und Militär versuchten zunächst vergeblich...
Herr der Lage zu werden und die Täter zu fassen.
Die Sicherheitsbehörden standen dem Terror zunächst hilflos gegenüber.
Auch das bekannte Fünf-Sterne-Hotel "Taj Mahal" wurde zum Ziel der Terroristen.
Teile des Gebäudes standen noch...
bis in die Morgenstunden in Flammen. Im Inneren...
hatten Terroristen zahlreiche ausländische Touristen als Geiseln genommen.
Viele Hotelgäste und Angestellte flüchteten durch die Fenster.
An den Anschlagsorten suchten die Menschen Deckung vor dem Kugelhagel.
Die Polizei nahm noch in der Nacht ihre Ermittlungen auf.
Die Verantwortung für die Anschläge übernahm die islamistische Terrorgruppe "Deccan Mujahideen".
Im "Taj Mahal" hatten sich noch am Donnerstagmorgen Terroristen mit Geiseln verschanzt. Sicherheitskräfte suchten Deckung hinter Lastwagen.
Glücklich waren diejenigen, die rechtzeitig aus dem Hotel flüchten konnten...
oder von der Polizei in SIcherheit gebracht wurden.
Die Spuren des Terrors sind in Bombay noch allgegenwärtig.
Die Terrornacht von Bombay wird vermutlich noch lange im Gedächtnis vieler Inder bleiben.

Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Bombay haben die pakistanischen Sicherheitskräfte 15 Verdächtige festgenommen, darunter ein führendes Mitglied der Rebellengruppe Lashkar-e-Taiba. "Zaki-ur-Rehman Lakhvi wurde festgenommen", sagte ein Vertreter der pakistanischen Sicherheitskräfte, der nicht namentlich genannt werden wollte. Der Zugriff erfolgte demnach am Sonntag bei einer Razzia in einer Einrichtung der Hilfsorganisation Jamaat-ud-Dawa in Muzaffarabad. Lashkar-e-Taiba wird von den indischen Sicherheitskräften für die Anschläge verantwortlich gemacht.

Jamaat-ud-Dawa wird von Hafiz Saeed geleitet, der 1989 die verbotene Rebellengruppe Lashkar-e-Taiba gegründet hatte. Indien und der US-Geheimdienst verdächtigen die in Pakistan ansässige Lashkar-e-Taiba, hinter der verheerenden Anschlagsserie Ende November in Bombay zu stecken. Bei den Angriffen auf zwei Luxushotels, das Jüdische Zentrum, einen Bahnhof und weitere Ziele waren nach offiziellen Angaben 163 Zivilisten und Sicherheitskräfte sowie neun Attentäter getötet worden.

Die Nachricht von den Festnahmen kam wenige Stunden, nachdem US-Außenministerin Condoleezza Rice Pakistan zum Handeln aufgefordert hatte. Es gebe Hinweise, dass nichtstaatliche Akteure die Anschläge auf pakistanischem Boden vorbereitet hätten, sagte Rice am Sonntag.

(AFP, N24)

08.12.2008 07:42 Uhr

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