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Ronaldos Ziel: WM 2010

"Il Fenomeno" probiert's bei Corinthians

Brasiliens Dauerpatient Ronaldo zieht es von Rio zurück in seine Heimat Sao Paulo. Dort will der WM-Rekordtorschütze wieder fit werden - und dann 2010 mit der Nationalelf nach Südafrika fahren.

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Ob Ronaldo das Comeback in der brasilianischen Nationalelf schafft?
Das Sportjahr 2008 wurde von zwei absoluten Highlights beherscht: Der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz und den Olympischen Spielen in Peking. Kraftausdrücke und andere verbale Gefühlsausbrüche gab es aber mehr.
Mit dem Bild seiner verstorbenen Frau auf dem Podest sagte Gewichtheber Matthias Steiner nach seinem Olympiasieg: "Wahnsinn, Wahnsinn, ich kann das nicht erklären. Dieses Gold widme ich Susann."
"Noch eine Woche warmer Reis und mir wachsen Blätter." (Degenfechterin Imke Duplitzer über das Essen im olympischen Dorf)
"Man muss ehrgeizig sein wie ein Terrier, ...
... aber nicht so verbissen wie eine Bulldogge", sagte ...
... Mountainbike-Olympiasiegerin Sabine Spitz über ihr Erfolgsrezept.
"Das war das i-Tüpfelchen auf dem i-Tüpfelchen auf dem i- Tüpfelchen auf dem Sahnehäubchen." (Vielseitigkeitsreiter Hinrich Romeike zu seinem Olympia-Doppelsieg)
"Essen, schlafen und schwimmen, das ist alles, was ich kann." (Der achtmalige Schwimm-Olympiasieger Michael Phelps über sich)
"Mit einem vierten Platz kann man nur wenige Rechnungen bezahlen." (Diskuswerfer Robert Harting nach der knapp verpassten Medaille)
"Man fühlt sein Magengeschwür wachsen." (Hockey-Bundestrainer Markus Weise nach dem Siebenmeter-Krimi im olympischen Halbfinale gegen die Niederlande)
"Peking war toll - wenn nur die Radrennen nicht gewesen wären." (Die Olympia-Bilanz von Radprofi Stefan Schumacher)
Slaven Bilic, Fußball-Nationaltrainer Kroatiens sagte zum Europameisterschaftsspiel seiner Elf gegen Deutschland: "Robert Kovac weiß alles über Miroslav Klose, aber Klose weiß auch alles über Kovac. Es ist also ein Vorteil und ein Nachteil gleichermaßen."
"Hoffentlich hat die Frau Merkel demnächst nicht so viel Arbeit, die diplomatischen Beziehungen wieder zu verbessern." (Bayern-Manager Uli Hoeneß im April zum Engagement von Lothar Matthäus als Coach des israelischen Clubs Maccabi Netanya)
"Kokosnüsse." (Fußball-Bundestrainer "Jogi" Löw sagt, was ihn auf die Palme bringt)
"Ich stelle immer fest, dass die Spieler früher im Bett sind, wenn die Frauen im Hotel sind." (DFB-Teammanager Oliver Bierhoff während der Fußball-EM zum Familien-Besuch im Mannschaftshotel) (Im Bild: Bastian Schweinsteiger und Freundin Sarah Brandner)
"Es ist schön, wenn die Freundinnen mal ins Hotel kommen können und man früher ins Bett gehen kann." (Nationalspieler Philipp Lahm zum selben Thema)
"Immerhin bleibt die Schneefallgrenze so hoch, dass davon der EM- Spielbetrieb nicht negativ beeinflusst werden sollte. Selbst hoch geschlagene Flanken sollten ohne Vereisung des Balles im Strafraum ankommen." (Deutscher Wetterdienst vor der EM)
"Nee, allein der Gedanke schreckt mich schon. In kurzen Hosen da rumzulaufen, dass kann ich keinem mehr zumuten." (Franz Beckenbauer, warum er keine Lust hat, bei der EM zu spielen)
"Ein Trainer-Angebot aus Katar hatte ich schon. Aber da fehlen mir die Blumen rundherum." (Der zurückgetretene ehemalige Diskuswurf-Olympiasieger Lars Riedel im Juni zu seinen künftigen beruflichen Perspektiven)
"Der Frosch ist ins Milchglas gefallen. Jetzt kann er entscheiden, ob er ertrinken will oder so lange strampelt, bis aus der Milch Butter geworden ist und er raussteigen kann. Wir werden strampeln." (Frauen-Handball-Bundestrainer Armin Emrich)
"Willi hat mit Watte geworfen." (Box-Bundestrainer Adolf Angrick zum olympischen Erstrunden-Aus von Federgewichtler Wilhelm Gratschow) Man kann Watte aber auch essen!
"Wenn der Ball so aufgesprungen wäre, wie ich gedacht habe, hätte ich ihn gehalten, glaube ich." (Stuttgarts Torhüter Jens Lehmann im August über den ersten Gegentreffer beim 0:2 gegen Leverkusen am 2. Bundesliga-Spieltag)
"Wenn es hier nach Schweiß stinkt, bin ich das. Das Spiel war so aufregend." (BVB-Trainer Jürgen Klopp im September zu seinem Schalker Kollegen Fred Rutten auf dem Weg zur Pressekonferenz nach dem 3:3 im Derby)
"Ich beneide dich nicht, trink ein paar Wiesn-Maß heute Abend." (Rat von Bayern-Präsident Franz Beckenbauer an Trainer Jürgen Klinsmann im September nach dem 2:5-Heimdebakel gegen Bremen) ...
... "Ich nehme immer jeden Ratschlag von Franz gerne an, aber diesem werde ich nicht nachkommen." (Klinsmanns Antwort auf die Idee des Vereins-Präsidenten)
"Bitte nicht so schnell sprechen wie Hoffenheim gespielt hat." (Medienchef Andreas Kuhnt von Hannover 96 zu den Fragestellern in der Pressekonferenz nach dem 2:5 im Oktober gegen Hoffenheim)
"Wenn wir am Ende vor den Bayern stehen, steigen wir zu 100 Prozent nicht ab." (Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick nach dem 5:2 in Hannover)
"Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken." (Mittelfeldspieler Zvjezdan Misimovic vom 1. FC Nürnberg im Februar nach dem mageren 1:1 gegen Hansa Rostock)
"Bis zum 1:0 haben wir gut gespielt. Leider fiel das Tor schon in der 6. Minute." (Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler zum 2:0-Sieg in Frankfurt)
"Ich war sehr aufgeregt und musste vorher zweimal mehr pinkeln als sonst." (Trainer Hans Meyer zu seinem Comeback bei Borussia Mönchengladbach)
"Stell Dir vor, der zieht wirklich mal richtige Fußball-Schuhe an." (Bayern-Präsident Franz Beckenbauer über das rosafarbene Schuhwerk von Franck Ribéry und mögliche Leistungssteigerungen)
Österreichs Ski-Star Hermann Maier sagte über das bald vielleicht auf der Dopingliste stehende ...
... Potenzmittel Viagra: "Das betrifft unseren Sport nicht, weil bei uns nur keusch gelebt wird."
"Wir sind momentan gefühlter 19." (Trainer Armin Veh vom VfB Stuttgart drei Tage vor seiner Entlassung im November)
"Es ist eine Freude für mich, neben Uli (Hoeneß) auf der Bank zu sitzen - ...
... obwohl wir nicht immer einer Meinung sind." (Trainer Jürgen Klinsmann in einem dpa-Interview im Dezember über den Manager des FC Bayern München, der bei Spielen des deutschen Fußball- Meisters sein Bank-Nachbar ist)
Es geht natürlich auch anders ...
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Der Kleinste ist 2009 der Größte: Messi, der 1,69 Meter kleine Dribbelkünstler vom FC Barcelona, ist zu Europas Fußballer des Jahres gekürt worden.
Bei der Wahl zum "Goldenen Ball" erreichte der Zauberfloh überragende 473 Punkte. Damit hat der Argentinier einen riesigen Vorsprung zu Cristiano Ronaldo auf Platz zwei (240 Punkte). Das wird den Glamourboy ärgern, ...
... war der Portugiese doch 2008 noch der europäische Fußballkönig. Messi wie Ronaldo stehen damit in einer langen Tradition. Die Wahl zu Europas Besten gibt es nämlich schon ...
... seit 1956. Erster Titelträger war damals der Rechtsaußen Sir Stanley Matthews, auch bekannt unter dem Spitznamen "The Wizard of the Dribble".
Ein Jahr später ging die Auszeichnung an Alfredo Di Stefano, Stürmerstar von Real Madrid. "La Saeta Rubia" ("Der blonde Pfeil") musste den Titel 1958 ...
... zwar an seinen Mannschaftskollegen Raymond Kopa aus Frankreich abgeben, doch er durfte sich ...
... 1959 erneut bester Fußballer Europas nennen. Der über 80-Jährige ist den Königlichen immer noch eng verbunden und noch gut unterwegs.
Real Madrids Erzfeind, der FC Barcelona, stellte 1960 den besten Kicker. Mittelfeldmann Luis Suarez spielte 32 Mal für die spanische Nationalelf.
Der Argentinier Omar Sivori spielte von 1957 bis 1965 für Juventus Turin und räumte 1961 den Titel ab.
Josef Masopust ist DAS Idol des tschechischen Fußballs, ist dort Spieler des Jahrhunderts. Mit Dukla Prag wurde Masopust acht Mal Meister. 1962 kam die Ehrung zum Besten Europas.
1963 dann endlich ein Torwart. "Die schwarze Krake" nannten seine Gegner den sowjetischen Keeper Lew Jaschin, der für sein Land und Dynamo Moskau die Hütte hütete.
Im Jahr 1964 ging die Ehre nach 1956 erstmals wieder auf die Insel. Der Schotte Denis Law, in Diensten von Manchester United, arbeitet heute als Kommentator für Radio und Fernsehen.
Der im heutigen Mosambik geborene portugiesische Star Eusébio ("Der schwarze Panther") gewann mit Benfica Lissabon zehn Mal die Meisterschaft, wurde 1962 Europapokalsieger der Landesmeister und drei Jahre später zum besten europäischen Kicker gewählt.
Manchester United war die sportliche Heimat von Sir Bobby Charlton. Der Europafußballer 1966 bejubelt im Bild das umstrittene Wembley-Tor. War er drin oder nicht?
Links im Bild zu sehen ist der Preisträger von 1967, der Ungar Florian Albert.
Ende der 60er Jahre wurden Fußballer immer häufiger auch Pop-Ikonen - wie etwa George Best, nordirischer Mittelfeldmann von Manchester United. Best verfiel nach seiner Karriere dem Alkohol und starb 2005. 1968 wurde er bester Fußballer des Kontinents.
Dies ist nicht etwa der junge Paul McCartney, sondern der Italiener Gianni Rivera von AC Milan. Heute sitzt der Träger des "Goldenen Balls" von 1969 als Abgeordneter im Europaparlament.
Der erste deutsche Europafußballer war 1970 Gerd Müller (links hinten). Der "Bomber der Nation" schoss Tore am Fließband, die er auf zum Teil eigen- und einzigartige Art und Weise zustande brachte.
Rechts im Bild bejubelt Johan Cruyff den Europapokalsieg von Ajax Amsterdam. Wer Europas bester Fußballer Anfang der 70er war, wurde heftig diskutiert. 1971 fiel die Wahl auf Cruyff, ...
... ein Jahr später war es Kontrahent Franz Beckenbauer. Die deutsche "Lichtgestalt" musste sich 1973 aber ...
... wieder dem inzwischen zum FC Barcelona gewechselten Holländer geschlagen gegeben. Cruyff behielt den Titel ...
... auch im Jahr von Beckenbauers großem Triumph, dem WM-Sieg 1974.
Dynamo Kiew hieß der Verein, für den Oleg Blochin 1975 spielte, als er den Titel erhielt. Später war Blochin auch Coach der ukrainischen Nationalmannschaft.
Lange ist es her, das die Bundesliga Hort der besten Fußballspieler Europas war. 1976 räumte Franz Beckenbauer den Preis ein zweites Mal ab.
Ihm folgte der Däne Allan Simonsen, der für Borussia Mönchengladbach auflief.
HSV-Stürmerstar Kevin Keegan aus England ließ 1978 die Konkurrenz hinter sich und ...
... konnte seinen Erfolg 1979 wiederholen. Das Foto zeigt Keegan im Zweikampf mit dem "Terrier vom Bökelberg", Berti Vogts.
Zwei Jahre in Folge kam der Fußballer Europas wieder aus Deutschland. Der Bayern-Stürmer Karl-Heinz Rummenigge ...
... ist heute Vorstandsvorsitzender in München.
Rummenigge wechselte später übrigens nach Italien. Von dort kommt auch Paolo Rossi, Stürmer bei Juventus Turin. Er erhielt den "Goldenen Ball" 1982.
Bei Juventus Turin stand auch Michel Platini unter Vertrag. Er hatte den Titel von 1983 bis 1985 gebucht.
Kein Wunder: 1984 gewann er mit Frankreich die Europameisterschaft und ...
... wurde dabei mit neun Treffern Torschützenkönig.
1986 gab es die UdSSR noch und von dort kam der Beste des Jahres 1986. Bei der WM in Mexiko fiel der Flügelflitzer von Dynamo Kiew, Igor Belanow, auf und verdiente sich so die Lorbeeren.
Gegen Ende der 90er Jahre wurde auch die deutsch-holländische "Freundschaft" wiederbelebt. Das spiegelt sich auch bei den Preisträgern des "Goldenen Balls" wider. 1987 ging die Trophäe an Ruud Gullit.
Marco van Basten war der absolute Star der Europameisterschaft 1988, gewann den Titel mit seinem Team, wurde Torschützenkönig und Bester des Jahres.
Der Milan-Star konnte den Titel ein Jahr später, 1989, verteidigen.
Deutschland lief den Holländern dann 1990 den Rang ab. Der WM-Titel in Italien brachte "Leitwolf" Lothar Matthäus den Titel Europas Fußballer des Jahres ein.
1991 war dann mal wieder ein Spieler anderer Nationalität an der Reihe: Marseille-Stürmer Jean-Pierre Papin.
Aber nur, um den Titel 1992 wieder an einen altbekannten Holländer abzugeben: Marco van Basten.
1993 dann wieder Juve. Der Italiener Roberto Baggio, UEFA-Cup-Sieger im selben Jahr, wurde ein Jahr später zur tragischen Figur, als er im Elfmeterschießen des WM-Finales gegen Brasilien den Letzten verschoss.
In den folgenden beiden Jahren ging die Auszeichnung an Spieler aus Länder, die im Fußball sonst keine große Rolle spielen. 1994 gewann der Barca-Kicker Christo Stojtschkow aus Bulgarien, ...
... 1995 der liberianische Milan-Stürmer George Weah.
Das Golden Goal von 1996 machte Oliver Bierhoff unsterblich, Deutschland zum Europameister und Matthias Sammer zu einem heiß gehandelten Führungsspieler. Der damals für Dortmund spielende Sachse wurde zum Besten 1996 erkoren.
Das heutige Berufsmoppelchen Ronaldo aus Brasilien wurde bester Fußballer Europas 1997.
Er gilt vielen als der perfekteste Fußballer, den es je gab: Zinedine Zidane war technisch beschlagen, torgefährlich und ein absoluter Lenker. Der Franzose algerischer Herkunft führte sein Nationalteam 1998 zum WM-Sieg und wurde als Bester geadelt.
Der FC Barcelona wusste 1999 den Brasilianer Rivaldo in seinen Reihen, der im selben Jahr bester Spieler Europas wurde.
Der Mann mit der großen Nase ist Frauenschwarm und portugiesischer Fußball-Gott: Luis Figo, 2000 zu Real Madrid gewechselt.
Kaum einer kann schneller laufen als der Engländer Michael Owen. Der Liverpooler Stürmer stach die Konkurrenz 2001 bei der Wahl zum besten Fußballer Europas aus.
2002 kam die große Renaissance von Ronaldo. Lange war er verletzt, kam aber bei der WM wieder groß raus und wechselte zu Real Madrid. Dort ging es dann zwar wieder bergab, zum Triumph bei der Besten-Wahl reichte es aber noch.
Pavel Nedved von Juventus Turin und tschechischer Nationalspieler gewann 2003 den Titel.
Im Jahr darauf ging die Trophäe in die Ukraine, beziehungsweise zum AC Mailand, an Andrej Schewtschenko.
Ausnahmetechniker Ronaldinho macht einfach Spaß. Wennd er Brasilianer zu tricksen anfängt, fallen den Gegenspielern die Kinnladen runter. Kein Wunder, dass er Europas Bester 2005 wurde.
Im Vergleich zu Ronaldinho ist Fabio Cannavaro von Real Madrid eher ein Zerstörer. Weil er das aber so gut kann, ehrten ihn die Sportjournalisten 2006.
Na, na, Herr Kaka. Kein Grund, sich zu grämen. Andere würden sich freuen, wenn sie Europas bester Fußballer 2007 geworden wären.
Und jetzt eben Cristiano Ronaldo. Dauer-Heulsuse oder Super-Kicker? Entscheiden Sie selbst.

Nicht England, nicht Italien und erst recht nicht das große Geld: Ronaldo, Brasiliens prominentester Fußball-Rekonvaleszent, wird seine Karriere in der Heimat beim Sport Club Corinthians aus Sao Paulo fortsetzen. Eine strategische Allianz, die den 32-Jährigen auf den Weg zur WM-Endrunde 2010 bringen soll und dem Erstliga-Aufsteiger ein "fenomenales" Geschäft verspricht.

Ronaldos Ziel: WM in Südafrika

"Corinthians glaubt an mich, und es gibt ein fantastisches Projekt für 2009. Ich habe ein großes Jahr vor mir", sagte der seit Februar nach einer schweren Knieverletzung außer Gefecht gesetzte Stürmer in einem kurzen Statement, ohne Details zu verraten. Die Unterschrift unter dem Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison soll noch in dieser Woche erfolgen.

Corinthians' Marketingdirektor Luis Paulo Rosenberg erklärte zu den Beweggründen von "Il Fenomeno", dem auch ein Angebot vom AC Siena aus Italien vorlag: "Wenn er Geld wollte, würde er zu Manchester City oder in die arabische Welt gehen. Wenn er nur ein schönes Leben haben möchte, wäre er in Rio de Janeiro geblieben. Aber er verzichtet auf all das und will sich noch einmal durchbeißen." Die WM in Südafrika sei Ronaldos großes Ziel.

Ronaldo wäre lieber bei Flamengo geblieben

Der WM-Rekordtorjäger, der bis zum Sommer noch die Schlagzeilen mit einem Transvestiten-Skandal und einem ausschweifenden Urlaub auf Ibiza füllte, macht aber kein Hehl daraus, dass er nach drei Monaten Aufbautraining lieber bei Flamengo geblieben wäre. "Der Klub liegt mir am Herzen. Doch es ist in dieser Zeit nichts passiert", klagte der Weltmeister von 2002, der laut seines Physiotherapeuten Bruno Mazziotti körperlich bis Ende des Monats in Form sei.

Am 26. Dezember startet für die Spieler des 1910 gegründeten Arbeiterklubs die Vorbereitung auf die neue Saison. Das erste Pflichtspiel des viermaligen brasilianischen Meisters steht am 21. Januar in der Regionalmeisterschaft des Bundeslandes Sao Paulo an. Erst Anfang Mai beginnt die Punktejagd auf nationaler Ebene in der Serie A.

Ronaldo-Trikots lassen den Real rollen

Der laut Umfrage mit 24 Millionen Fans zweitbeliebteste Klub des Landes - zu Flamengo halten 33 Millionen Anhänger - erhofft, nun dank des neuen Werbeträgers weltweit an Bekanntheit zu gewinnen. Der Köder für einen finanzkräftigen Sponsor ist ausgelegt, eine international agierende Fluggesellschaft und eine große Bank haben bereits Interesse angemeldet.

Aber der Real rollt schon. Kurz nach Bekanntwerden des Transfers gingen im Fan-Shop 150 Trikots mit dem noch vor Ort aufgedruckten Schriftzug Ronaldo für umgerechnet je 53 Euro über den Ladentisch. "Wir haben schnell gemerkt, dass wir keinen Spieler engagiert haben, sondern eine Firma", bekannte Klubpräsident Andres Sanchez, der am Dienstag bei einem Frühstück mit Ronaldo die letzten Vereinbarungen traf.

Legt Ronaldo noch ein paar WM-Tore drauf?

Der dreimalige Weltfußballer, der im Januar zum zweiten Mal Vater wird, soll neben einem Anteil an den Werbeeinkünften geschätzte 31.000 Euro pro Monat an Gehalt einheimsen. "Mit Ronaldo läuft das so: Er macht das Angebot, der Klub stimmt zu und muss dies dann in die Tat umsetzen", so Sanchez weiter.

"Die perfekte Hochzeit", jubelte Ex-Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira. Trotz aller Kritik am Fitnesszustand Ronaldos hatte der Coach den Angreifer vor zwei Jahren mit nach Deutschland genommen, und dieser bedankte sich mit seinen WM-Toren 13 bis 15. Vielleicht folgt 2010 noch ein letztes Kapitel.

(Heiner Gerhardts, sid, N24)

10.12.2008 11:35 Uhr

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