Jugendwort des Jahres
Wenn Gammelfleisch unterhopft Party macht
Was haben eine Gammelfleischparty, ein Datenzäpfchen und eine Stockente gemeinsam? Sie alle sind Jugendwörter des Jahres 2008 - und drücken definitiv nicht das aus, was sie vermuten lassen.
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Wenn Sie sich eine Gammelfleischparty so vorstellen, liegen Sie voll daneben. Jugendliche meinen damit Ü30-Partys. Sie sollten aber darauf achten, dass Sie bei solchen Feierlichkeiten nicht unterhopft sind! Man kann die Musik von Shakira hassen oder mögen, aber eines ist unumstritten: Ihr Einsatz gegen die Kinderarmut. 2008 erhielt sie für ihr Engagement den ALMA Award in der Kategorie "Humanitarian Award". Kylie Minogue wurde in diesem Jahr 40. Ja wirklich! Nach ihrer Krebserkrankung tourte sie mit ihrem neuesten Album "X" durch die Welt und feierte riesige Erfolge. Einen Wunsch hat sie aber noch: Sie möchte ein Kind. Vielleicht 2009? Wir drücken die Daumen Es gab in diesem Jahr allerlei Gerüchte, dass die "Ghostbusters" um Bill Murray wieder aktiv werden sollen. Bis dahin vertreibt sich der Schauspieler die Zeit beim Tandemsprung. Bill Murray also 2008 nicht "Lost in Translation", sondern "Lost in Space". "I Love Rock 'n' Roll" Na, erkannt? Richtig! Joan Jett and the Blackhearts. Unglaubliche 28 Jahre steht die Rock-Lady jetzt auf der Bühne, so auch am 12. August 2008 in Los Angeles, und sieht immer noch verdammt gut aus. Nach seinem Erfolgs-Album "Get Rich Or Die Trying" (2003) ist es um 50 Cent ruhig geworden. Die Absatzzahlen der letzten Alben sind unterirdich und das für 2008 angekündigte "Before I Self Destruct" kommt jetzte erst im Februar 2009 auf den Markt. DAS Paar 2008: Angelina Jolie und Brad Pitt. Da mag die Journallie über Seitensprünge von Brad Pitt munkeln, und dass er total unterm Pantoffel steht, aber die beiden sehen zusammen immer sehr verliebt aus. Außerdem erhält Brad Pitt auch noch den Titel "Vater des Jahres 2008". Hier mit seinen Adoptivsöhnen Maddox (l) und Pax. Natürlich ist dann "Die Mutter des Jahres 2008" Angelina Jolie. Neben der Kinderbetreuung ist sie selbst hochschwanger noch erfolgreich. Hier bei der Premiere des Animationsfilmes "Kung Fu Panda" mit Jack Black in Cannes. Die Zwillinge Knox Léon Jolie-Pitt und Vivienne Marcheline Jolie-Pitt wurden übrigens am 12. Juli 2008 in Nizza geboren. Apropos Jack Black. Ein Mann, der sich zu inszenieren weiß. Ob als Schauspieler... ... oder Sänger der Band "Tenacious D". Der Mann war auch 2008 in der Erfolgsspur. Auf der Leinwand taucht er in gleich drei Filmen auf: "Abgedreht", "Kung Fu Panda" (als Stimme) und in "Tropic Thunder" Auch für Kinder ist Jack Black ein Star und so präsentiert er am 29. März in Los Angeles die 21. "Kids' Choice Awards". Sie sind zurück, die "Stone Temple Pilots"! Nachdem die Band 2003 nach einer Schlägerei zwischen Scott Weiland (r) und Dean DeLeo zerbrach, stehen sie jetzt wieder gemeinsam auf der Bühne. Die Reuniontour in den USA und Kanada gab’s 2008. Nicht weg, immer noch da "Kiss". Die Band rockte in diesem Jahr unter anderem Australien. Ihren größten Auftritt 2008 hatte die Band um Paul Stanley nach dem Formel-1-Rennen in Melbourne. Er war weg vom Fenster. Mickey Rourke sorgte in den letzten Jahren hauptsächlich durch "Schönheitsoperationen" für Aufsehen. 2008 kam er als ernstzunehmender Schauspieler zurück. Für seine Rolle in "The Wrestler " erhielt er in Cannes den Goldenen Löwen. Sie ist die Skandalnudel des Jahres 2008: Amy Winehouse oder wie die Engländer sie mittlerweile liebevoll nennen "Amy Housewine". Eigentlich gab es an jedem Tag eine Meldung über den desaströsen Gesundheitszustand der Sängerin oder die unsägliche Ehe mit Blake Fielder-Civil. Aber das soll ja jetzt ein Ende haben. Ganz anders verlief das Jahr für das Musik-Kücken Miley Cyrus. Die 16-Jährige veröffentlichte in diesem Jahr ihr Album "Breakout" und erhielt für ihre Auftritte Gagen von 15 bis 25 Millionen US-Dollar. Bei soviel Kohle sausen selbst Miley Cyrus die Ohren. Eine der spektakulärsten Shows in diesem Jahr präsentierte die argentinische Gruppe "De La Guarda" unter dem Titel "Fuerzabruta" im April 2008 in Mexico. Oscars wurden in diesem Jahr natürlich auch vergeben. Hier an den spanischen Schauspieler Javier Bardem für seine Rolle in "No Country for Old Men". Am meisten freute sich darüber aber Mama Bardem. Da gab's mehr als ein Küsschen. Die Französin Marion Cotillard bekam auch einen Oscar. Sie erhielt den Preis für ihre Rolle in "La Vie en Rose" und war sichtlich sprachlos. Auch Mike Tyson ist 2008 wieder auferstanden. Nicht mit sportlichen Leistungen oder Skandalen - er hat seinen Lebensweg in die Kinos gebracht. Vorgestellt wurde der Film unter dem Titel "Tyson" in Cannes. Wer hätte das gedacht? Ein grandioses Comeback feierte in diesem Jahr Britney Spears. Die Sängerin räumte bei den MTV VMAs gleich drei Preise ab ("Video Of The Year", "Best Female" und "Best Pop Video"). Schützenhilfe bei der Wiedergeburt leistete Pop-Ikone Madonna. Madonna selbst sorgte 2008 nicht nur mit ihrem 50.Geburtstag und ihrer Aufnahme in die "Rock and Roll Hall of Fame" für Aufsehen, sondern auch mit Ihrer Scheidung vom englischen Regisseur Guy Ritchie. Für R. Kelly war 2008 kein wirklich gutes Jahr. Zwar war der Sänger, Songschreiber, und Musikproduzent für die European Music Awards nominiert, aber noch immer muss er sich vor Gericht wegen Kinderpornographie verantworten. Erfolg hin oder her. Für Paris Hilton ist eigentlich jedes Jahr gleich. Auch Janet Jackson wollte 2008 mit ihrem Album "Discipline" noch einmal so richtig durchstarten. Allerdings wurde daraus nichts, weil sie ihre Nordamerika-Tour zum Album wegen eines Schwächeanfalls in Montreal unterbrechen musste. Für eine spektakuläre Tanzperformance sorgte Antony Hamilton mit der "Mortal Engine" (Todesmaschine) in diesem Jahr an der Oper in Sydney. So einen Hammer-Hit wie "Umbrella" (2007) konnte Rihanna in diesem Jahr nicht nachlegen. Dennoch hat sie allen Grund, die Muskeln spielen zu lassen. Ihr Song "Disturbia" landete in den US-Charts auf Platz eins und in Deutschland immerhin auf Rang fünf. Nach ihrer Scheidung von Kid Rock ist Single Pamela Anderson wieder Thema in den Klatschspalten - nicht zuletzt wegen des mysteriösen Auftritts mit dem Maskenmann bei der Modenschau von Vivienne Westwood in London. Avril Lavigne ist inzwischen 24 Jahre alt, muss aber immer noch den Teenager geben. So auch auf der Tour 2008 zu ihrem Album "The Best Damn". Schade eigentlich, aber vielleicht darf sie im nächsten Jahr, mit 25, erwachsen werden. Ewige Jugend ist auch das Ziel von Bon Jovi. Die Band feierte 2008 ihr 25-jähriges Jubiläum und die Fans strömen immer noch in Scharen zu den Konzerten. U2-Sänger Bono hat da andere Ziele. Kaum ein Musiker setzt sich so für die Menschenrechte ein wie er. Auch im Jahr 2008 war er wieder in dieser Sache unterwegs. In Deutschland hört man kaum noch etwas von ihr, in den USA gibt sie immer noch Konzerte: Tina Turner tourte 2008 durch die Staaten. 2008 präsentierte Linda McCartney ihr Schaffen als Fotografin. In der Ausstellung in London waren Bilder der letzten Zusammenarbeit von John Lennon und Paul McCartney ebenso zu sehen, wie Fotos von Jim Morrison, Janis Joplin und Mick Jagger. Nachdem sich "The Police " 2007 wiedervereint hatten, stand die Band im August 2008 endgültig das letzte Mal gemeinsam auf der Bühne. Hier ein Bild vom letzten Konzert mit dem "New York City Police Drum Corps". Der Altmeister des Films, Martin Scorsese, präsentierte in diesem Jahr die 80. Academy Awards in Los Angeles. Nicht mehr ganz so erfolgreich Tom Cruise (r). Zum einen klappt es 2008 mit den Filmen nicht mehr und zum anderen hängt der Haussegen mit Katie Holmes schief. Nach wie vor vom Erfolg verwöhnt: George Clooney. Auch wenn er nicht mehr "Sexiest Man Alive" ist, ist sein Bonus bei den Fans unumstößlich. Hier bei der Präsentation von "'Burn After Reading" in Cannes. Für Bruce Willis war 2008 eher ein durchschnittliches Jahr. Hier ist er beider Premiere von "The House Bunny". In dem Streifen spielt seine Tochter Rumer mit. Diego Maradona wurde 2008 zum Fußball-Nationaltrainer Argentiniens ernannt und eröffnete seine eigene Fußballschule. Gabrielle Union war 2008 in dem Film "Mensch, Dave" in den deutschen Kinos zu sehen. Aber die wirklichen Schlagzeilen machte die Schauspielerin mit Gerüchten über Affären mit Ludacris und Hill Harper. Ein Konzerterlebnis der besonderen Art gab es im Mai 2008: Der Roboter ASIMO von Honda dirigiert das Detroit Symphony Orchestra. Gespielt wird "Impossible Dream". Karl Lagerfeld feierte in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Hier mit Schauspielerin Kate Bosworth. Der Bruderkuss 2008! Was die Begeisterung oder tiefe Zuneigung beim Produzenten Norman Lear ausgelöst hat, den Schauspieler Alec Baldwin derart heftig zu küssen, entzieht sich leider unserer Kenntnis. Robert Downey Jr. war 2008 auf der Leinwand als "Iron Man" zu sehen. Da können einem schon mal die Haare vor Freude zu Berge stehen. Beyoncé wurde 2008 für einen Grammy Award nominiert. Verliehen wird der begehrte Preis aber erst im Februar 2009. T-Pain gehört zu den aufstrebenden Rappern 2008 in den USA. Das entsprechende Aussehen hat er sich schon mal verpasst. Wirklich Neues gab es 2008 von Christina Aguilera nicht. Für dieses Jahr hat sie mal schnell ihr erstes Best-Of-Album zusammengeschmiedet und es "Keeps Gettin' Better - A Decade Of Hits" genannt. Zum Ende des Jahres hat der Altmeister des neurotischen Films wieder zugeschlagen: Woody Allen drehte mit Javier Bardem, Penélope Cruz und Scarlett Johansson "Vicky Christina Barcelona". Der Verlierer des Jahres 2008 ist definitiv O. J. Simson. Mindestens neun Jahre muss der 61-jährige frühere US-Footballstar wegen bewaffneten Raubüberfalls hinter Gitter. Was waren die Nation, Boris "Bobbele" Becker und Sandy Meyer-Wölden glücklich. Ein Traumpaar! Und verlobt hatten sie sich auch schon. Doch aus der Hochzeit wurde nichts. Nur wenige Wochen nach der Verlobung trennten sich die beiden wieder. Seither herrscht Rosenkrieg. Wer hat Schuld an dem Drama? Für Boris steht fest: "Auf meiner Seele ist herumgetrampelt worden." Bei einem anderen Überraschungs-Promi-Pärchen läuft alles glatt. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy angelte sich Model und Sängerin Carla Bruni, am 2. Februar heirateten die beiden. Er hat die Macht, sie die Schönheit. Der Bürgermeister des 8. Pariser Arrondissements, Francois Lebel, urteilte folgerichtig: "Die Braut war in Weiß, sie war wunderschön, wie immer. Der Gatte war auch nicht schlecht." Weniger glanzvoll war der Auftritt des Herrn rechts im Bild. Moderator Thomas Gottschalk schaute ganz schön belämmert drein, als der designierte Träger des Deutschen Fernsehpreises, Marcel Reich-Ranicki, verkündete: "Ganz offen gesagt, ich nehme den Preis nicht an. Es ist schlimm, dass ich das erleben musste." Sein Auftritt löste ein weitreichende Debatte über die Qualität des deutschen Fernsehens aus. Mal sehen, ob sich 2009 etwas ändert. Er hier trägt wahrscheinlich nicht dazu bei. Zur Reich-Ranicki-Posse sagte Pop-Titan Dieter Bohlen: "Wenn Reich-Ranicki alle als Dreck bezeichnet, dann ist das OK, weil er ja Euer Kulturpapst ist." Er selbst ist nämlich ähnlich schonungslos, wenn er ... ... in Casting-Shows die Kandidaten rund macht. Für sein Dafürhalten kann er sich das auch leisten: "Ich würde sogar ... ... ein Kilo Hackfleisch in die Charts kriegen." Traurig, aber wahr: Der Mann hat Recht. Zu ernsthafteren Themen: Harald zur Hausen erfuhr im Oktober, dass er den Medizin-Nobelpreis erhalten würde. Vor Glückwünschen konnte sich der Forscher kaum retten. Zur Hausen freute sich sicherlich drüber. Schwer aber, ... ... da nicht die Bodenhaftung zu verlieren: "Mir wächst langsam ein Heiligenschein am Kopf." Glückwunsch nochmal, Herr zur Hausen! Vorsicht, Hochkultur! Einmal im Jahr Jahr schaut die Welt auf Bayreuth, wenn dort die Wagner-Festspiele stattfinden. Bei solch einer Medienpräsenz ist es kein Wunder, dass sich dort auch allerlei Prominenz tummelt. Auch die Kanzlerin und ihr Gatte gaben sich die Ehre. Doch manch einem geht das gegen den Strich. Der Berliner Theaterintendant Claus Peymann sagte: "Bayreuth, das ist ein Tummelplatz für Deppen." Er meinte aber die Nachfolgeregelung bei den Festspielen. Dieser Mann schockte die Welt: Inzest-Vater Josef Fritzl hat unter seinem Haus ein weitreichendes Tunnelsystem errichtet, in dem ... ... er seine Familie jahrelang eingesperrt hatte. Als der Fall bekannt wurde, drängelten sich die Medien im österreichischen Amstetten. Die Politik bemühte sich, ... ... den Imageschaden für Österreich zu minimieren. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer: "Das können wir nicht akzeptieren. Es gibt keinen Fall Amstetten, es gibt keinen Fall Österreich, es gibt nur einen Einzelfall." Erst Knut, dann Flocke: Das Nürnberger Eisbärenbaby entzückte kurz nach seiner Geburt die Menschen. Sein Gehege ... ... belagerten bei seinem ersten öffentlichen Freigang unzählige Fotografen. Nicht jedem passte die Aufmerksamkeit für den kleinen Knuddel. Der Vorsitzende des Wal- und Delfinschutz-Forums, Jürgen Ortmüller, urteilte: "Flocke wird zum Affen gemacht." Wie das geht, fragt man sich da? Fell braun spritzen und das Klettern beibringen? Neben dem Börsengang musste sich auch die Bahn mit Tierischem auseinandersetzen. Ende April verunglückte ein ICE, als er in der Nähe von Fulda in einem Tunnel in eine Schafherde raste. Der sonst so abgebrühte Bahn-Manager Hartmut Mehdorn rang um Fassung: "So eine verrückte Idee, dass da plötzlich 60 Schafe im Tunnel stehen, das ist unmöglich." Das englische Königshaus sorgte 2008 immer wieder für Schlagzeilen. Paparazzi verfolgten vor allem die beiden Prinzen William und Harry (hier mit Freundin Chelsy) auf Schritt und Tritt. Harry musste nach Afghanistan, wurde aber aus Sicherheitsbedenken zurückbeordert. Zum Unmut Harrys: "Ich will nicht in Windsor rumsitzen. Ich mag England allgemein nicht so gerne. Und es ist schön, weit weg von all der Presse und den Zeitungen zu sein." Leider im Jahr 2008 immer wieder ein Thema: Kindstötungen, oft in ostdeutschen Bundesländern. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer provozierte dies zu einer umstrittenen Aussage: "Es kommt mir so vor, als ob Kindstötungen - die es allerdings immer schon gab - ein Mittel der Familienplanung seien. Ich erkläre mir das vor allem mit einer leichtfertigen Einstellung zu werdendem Leben in den neuen Ländern." Das Sportjahr 2008 wurde von zwei absoluten Highlights beherscht: Der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz und den Olympischen Spielen in Peking. Kraftausdrücke und andere verbale Gefühlsausbrüche gab es aber mehr. Mit dem Bild seiner verstorbenen Frau auf dem Podest sagte Gewichtheber Matthias Steiner nach seinem Olympiasieg: "Wahnsinn, Wahnsinn, ich kann das nicht erklären. Dieses Gold widme ich Susann." "Noch eine Woche warmer Reis und mir wachsen Blätter." (Degenfechterin Imke Duplitzer über das Essen im olympischen Dorf) "Man muss ehrgeizig sein wie ein Terrier, ... ... aber nicht so verbissen wie eine Bulldogge", sagte ... ... Mountainbike-Olympiasiegerin Sabine Spitz über ihr Erfolgsrezept. "Das war das i-Tüpfelchen auf dem i-Tüpfelchen auf dem i- Tüpfelchen auf dem Sahnehäubchen." (Vielseitigkeitsreiter Hinrich Romeike zu seinem Olympia-Doppelsieg) "Essen, schlafen und schwimmen, das ist alles, was ich kann." (Der achtmalige Schwimm-Olympiasieger Michael Phelps über sich) "Mit einem vierten Platz kann man nur wenige Rechnungen bezahlen." (Diskuswerfer Robert Harting nach der knapp verpassten Medaille) "Man fühlt sein Magengeschwür wachsen." (Hockey-Bundestrainer Markus Weise nach dem Siebenmeter-Krimi im olympischen Halbfinale gegen die Niederlande) "Peking war toll - wenn nur die Radrennen nicht gewesen wären." (Die Olympia-Bilanz von Radprofi Stefan Schumacher) Slaven Bilic, Fußball-Nationaltrainer Kroatiens sagte zum Europameisterschaftsspiel seiner Elf gegen Deutschland: "Robert Kovac weiß alles über Miroslav Klose, aber Klose weiß auch alles über Kovac. Es ist also ein Vorteil und ein Nachteil gleichermaßen." "Hoffentlich hat die Frau Merkel demnächst nicht so viel Arbeit, die diplomatischen Beziehungen wieder zu verbessern." (Bayern-Manager Uli Hoeneß im April zum Engagement von Lothar Matthäus als Coach des israelischen Clubs Maccabi Netanya) "Kokosnüsse." (Fußball-Bundestrainer "Jogi" Löw sagt, was ihn auf die Palme bringt) "Ich stelle immer fest, dass die Spieler früher im Bett sind, wenn die Frauen im Hotel sind." (DFB-Teammanager Oliver Bierhoff während der Fußball-EM zum Familien-Besuch im Mannschaftshotel) (Im Bild: Bastian Schweinsteiger und Freundin Sarah Brandner) "Es ist schön, wenn die Freundinnen mal ins Hotel kommen können und man früher ins Bett gehen kann." (Nationalspieler Philipp Lahm zum selben Thema) "Immerhin bleibt die Schneefallgrenze so hoch, dass davon der EM- Spielbetrieb nicht negativ beeinflusst werden sollte. Selbst hoch geschlagene Flanken sollten ohne Vereisung des Balles im Strafraum ankommen." (Deutscher Wetterdienst vor der EM) "Nee, allein der Gedanke schreckt mich schon. In kurzen Hosen da rumzulaufen, dass kann ich keinem mehr zumuten." (Franz Beckenbauer, warum er keine Lust hat, bei der EM zu spielen) "Ein Trainer-Angebot aus Katar hatte ich schon. Aber da fehlen mir die Blumen rundherum." (Der zurückgetretene ehemalige Diskuswurf-Olympiasieger Lars Riedel im Juni zu seinen künftigen beruflichen Perspektiven) "Der Frosch ist ins Milchglas gefallen. Jetzt kann er entscheiden, ob er ertrinken will oder so lange strampelt, bis aus der Milch Butter geworden ist und er raussteigen kann. Wir werden strampeln." (Frauen-Handball-Bundestrainer Armin Emrich) "Willi hat mit Watte geworfen." (Box-Bundestrainer Adolf Angrick zum olympischen Erstrunden-Aus von Federgewichtler Wilhelm Gratschow) Man kann Watte aber auch essen! "Wenn der Ball so aufgesprungen wäre, wie ich gedacht habe, hätte ich ihn gehalten, glaube ich." (Stuttgarts Torhüter Jens Lehmann im August über den ersten Gegentreffer beim 0:2 gegen Leverkusen am 2. Bundesliga-Spieltag) "Wenn es hier nach Schweiß stinkt, bin ich das. Das Spiel war so aufregend." (BVB-Trainer Jürgen Klopp im September zu seinem Schalker Kollegen Fred Rutten auf dem Weg zur Pressekonferenz nach dem 3:3 im Derby) "Ich beneide dich nicht, trink ein paar Wiesn-Maß heute Abend." (Rat von Bayern-Präsident Franz Beckenbauer an Trainer Jürgen Klinsmann im September nach dem 2:5-Heimdebakel gegen Bremen) ... ... "Ich nehme immer jeden Ratschlag von Franz gerne an, aber diesem werde ich nicht nachkommen." (Klinsmanns Antwort auf die Idee des Vereins-Präsidenten) "Bitte nicht so schnell sprechen wie Hoffenheim gespielt hat." (Medienchef Andreas Kuhnt von Hannover 96 zu den Fragestellern in der Pressekonferenz nach dem 2:5 im Oktober gegen Hoffenheim) "Wenn wir am Ende vor den Bayern stehen, steigen wir zu 100 Prozent nicht ab." (Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick nach dem 5:2 in Hannover) "Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken." (Mittelfeldspieler Zvjezdan Misimovic vom 1. FC Nürnberg im Februar nach dem mageren 1:1 gegen Hansa Rostock) "Bis zum 1:0 haben wir gut gespielt. Leider fiel das Tor schon in der 6. Minute." (Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler zum 2:0-Sieg in Frankfurt) "Ich war sehr aufgeregt und musste vorher zweimal mehr pinkeln als sonst." (Trainer Hans Meyer zu seinem Comeback bei Borussia Mönchengladbach) "Stell Dir vor, der zieht wirklich mal richtige Fußball-Schuhe an." (Bayern-Präsident Franz Beckenbauer über das rosafarbene Schuhwerk von Franck Ribéry und mögliche Leistungssteigerungen) Österreichs Ski-Star Hermann Maier sagte über das bald vielleicht auf der Dopingliste stehende ... ... Potenzmittel Viagra: "Das betrifft unseren Sport nicht, weil bei uns nur keusch gelebt wird." "Wir sind momentan gefühlter 19." (Trainer Armin Veh vom VfB Stuttgart drei Tage vor seiner Entlassung im November) "Es ist eine Freude für mich, neben Uli (Hoeneß) auf der Bank zu sitzen - ... ... obwohl wir nicht immer einer Meinung sind." (Trainer Jürgen Klinsmann in einem dpa-Interview im Dezember über den Manager des FC Bayern München, der bei Spielen des deutschen Fußball- Meisters sein Bank-Nachbar ist) Es geht natürlich auch anders ... 2008 war auch das Jahr der Jubilare. Den Anfang machte am 22. Februar Horst Köhler, der auch mit 60 noch mit voller Fahrt voraus unterwegs ist und ... ... mit jugendlichem Elan im nächsten Jahr nochmal zum Angriff bläst: Er will noch einmal für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren. Seinen 60. Geburtstag feierte am 19.03. auch Ex-Vize-Präsident und Klimaschützer Al Gore. Der Meister des Trash, Quentin Tarantino feierte am 27.03. seinen 45. 1988 setzte Joschka Fischer einen Trend: Der Grünen-Politiker machte Turnschuhe zum Anzug mehr oder minder salonfähig. Seinen ... 60. Geburtstag feierte Joschka eher gediegen beanzugt mit Ehefrau Minou. Kaum zu glauben: Am 29.04. wurde Hollywood-Schönheit Michelle Pfeiffer runde 50. Ob als Indianerbraut Abahachi oder ... ... bezaubernde Sissi: Ohne Michael "Bully" Herbig wäre es um den deutschen Humor ein ganzes Stück schlechter ... ... bestellt. Am 29.04. feierte "Bully" seinen 40. Bond Girl, 80er-Ikone und Stil-Enfant-Terrible: Am 19.05. durften Fans Grace Jones zu 60. gratulieren. 1,58 Meter geballte Erotik: Kylie Minogue war schon immer ein Feger. Seit ihrem 40. Geburtstag am .... ... 28.05. scheint der Marktwert der Australierin aber noch gestiegen zu sein. Satte 2,5 Millionen Euro gab's für ihren Auftritt bei der Eröffnung eines Luxushotels in Dubai. Ebenfalls klein, aber oho: Prince formally known as ?! Aber was sind schon Namen. Am 07.06. wurde The Artist formally known as Prince stattliche 50. Das ist doch auch eine Leistung. Pussycat Doll Nicole Scherzinger wurde am 29.06. ... ... 30 Jahre alt. Pünktlich zum Abschied vom Twen-Alter hat sie mit Formel-1-Weltmeister Hamilton offenbar auch ihre große Liebe gefunden. Als Schimanski machte Götz George beige wieder zur Trend-Farbe. Auch mit 70 (Geburtstag am 19.07.) wirkt Herr George, als könne er noch den einen oder anderen Ganoven zur Strecke bringen. Puh, Madonna scheint mit 50 (Geburtstag am 16.08.) immer noch jede Menge Power zu haben. Vielleicht ein bisschen zu viel, meinen Kritiker. Den Meister der düsteren Charaktere dürfen wir seit dem 17.08. ruhig Altmeister nennen. Denn im August feierte Robert de Niro bereits seinen 65. Geburtstag. Eine abschreckende Lektion in Sachen würdevolles Altern lehrt uns Michael Jackson. Der King of Pop ... ... wirkt mit 50 (Geburtstag am 29.08.) wie ein großes Kind aus dem Reich der Untoten. Immer schön hoch mit der Faust: Oskar Lafontaine ist auch mit 60 (Geburtstag am 16.09.) immer noch kein bisschen leise. Am 17.09. feierte Amy Winehouse ihren 25. Geburtstag. Anastacia stellt die Alterswelt auf den Kopf. Machte sie sich Jahrelang ein ganzes Stück jugendlicher ... ... verkündete sie nach einer Generalüberholung beim Chirurgen am 17.09. stolz: Ätsch, ich bin schon 40. Entertainer, Rapper und erfolgreicher Schauspieler: Will Smith feierte am 25.09. seinen 40. Geburtstag. Zeitlose Schönheit: Leinwand-Diva Catherine Deneuve wurde am 22.10. 65 - und kann sich auch als rüstige Schauspielerin nicht über Rollenmangel beklagen. Verschlumpft nochmal: Die blauen Biester verfolgen uns auch nach 50 Jahren ("Geburtstag" 23.10.). Einige ... ... Artgenossen scheint's zu freuen. Als Charlie's Angel Sabrina Duncan spielte sich Kate Jackson in die Herzen der Serien-Fans. Am 28.10. wurde sie 60. Altern mit Humor: Keiner kann das besser als Vico von Bülow alias Loriot. Am 12.11. durfte er bereits seinen 85. feiern. Nach seiner Buhmann-Rolle als gefühlloser Ehemann von Prinzessin Diana ... ... durfte Prinz Charles nach Jahren endlich seine große Liebe Camilla heiraten. An seinem ... ... 60. Geburtstag am 14.11. wirkt der ewige Thronfolger entspannter denn je. Wie alt Herzdame Minnie ist, wird aus Höflichkeitsgründen verschwiegen. Micky feierte am 18.12. seinen 80. Geburtstag. Gerade mal 30 und schon jede Menge Karrieremeilensteine auf dem Konto: Am 02.12. hagelte es Glückwünsche für Sängerin Nelly Furtado. Sein Körper muss eine Entgiftungsmaschine sein: Wer vor 20 Jahren auf einen 60. Geburtstag von Ozzy Osbourne gewettet hat, ist seit dem 03.12. wahrscheinlich steinreich. Zum Ende des Jahres noch einen Tusch für "Prinz Pfefferminz" Marius Müller-Westernhagen. Am Nikolaustag feiert der Sänger seinen 60sten Geburtstag. Ein politisches Jahr in Zitaten? Da fällt die Suche nach dem prägendsten Ausspruch nicht schwer: "Yes, we can." Einfach, aber eingänglich, der Wahlkampfslogan des Demokraten Barack Obama. Obama machte das Rennen und verkündete am Wahlabend: "Es hat lange gedauert, aber heute Nacht, durch das, was wir heute bei dieser Wahl getan haben, in diesem entscheidenden Moment, ist der Wandel nach Amerika gekommen." Zuvor hatte Obama bereits Unterstützung vom politischen Gegner erhalten. Ex-Außenminister unter Bush, Colin Powell, sagte im Oktober: "Der neue Präsident muss das Ansehen wiederherstellen, das wir in der Welt hatten" - und meinte damit Obama. Nach erfolgreicher Wahl gratulierte die Welt dem frisch gebackenen Präsidenten. Silvio Berlusconi tat das in gewohnter Manier: "Obama ist jung, schön und auch braun gebrannt." Ein anderer Staatsmann räumte schon zu Beginn des Jahres das Feld, mancher munkelt, nur vorrübergehend. Wladimir Putin ganz unkritisch zu seiner Amtszeit: "Die ganzen acht Jahre habe ich wie ein Sklave von morgens bis abends geschuftet." Schon etwas länger an der Macht, aber dennoch ein Frischling: Nicolas Sarkozy. Er zeigte sich erstaunt über seinen Job: "Regieren ist einfacher als ich dachte." Und mit seiner Kollegin aus Deutschland versteht er sich ohnehin prächtig: "Ich liebe Angela Merkel." "Wir sind ein harmonisches Paar." Doch nicht alle sind der Kanzlerin so wohlgesonnen. Venezuelas Präsident Hugo Chavez, bekannt für markige Worte, sagte: "Sie gehört der deutschen Rechten an, derselben, die Hitler unterstützt hat, die den Faschismus unterstützt hat. Das ist die Kanzlerin des heutigen Deutschlands." Der Spruch löste eine ernste diplomatische Krise aus. Als sich die beiden dann wenige Tage bei einem Gipfel trafen, war aber alles wieder in Butter. Jubel dagegen im Kosovo. Am 17. Januar erklärte sich die Region von Serbien unabhängig und Ministerpräsident Hashim Thaci sagte: "Von heute an ist das Kosovo stolz, unabhängig und frei." Robert Mugabe, hartnäckiger Diktator Simbabwes, sah seine Macht im Juni nicht gefährdet: "Nur Gott, der mich ernannt hat, wird mich abwählen." Royales Geburtstagskind des Jahres war Prinz Charles, er wurde im November 60 Jahre alt. Mama Elizabeth leitete das Fest etwas reserviert ein: "Während der 60. Geburtstag des Prinzen von Wales, unserem Sohn, näher rückt, möchte ich sagen, dass wir beide ungeheuer stolz auf seinen persönlichen Beitrag sind." Was sie meinte, weiß kein Mensch. Auch in Deutschland sagten die Politiker so manches, von dem sie mitunter später nichts mehr wissen wollten. Andrea Ypsilanti zum Beispiel: "Bei meinem Nein zu Rot-Rot bleibt es auch nach dem Wahlabend. Garantiert." (2. Januar 2008) Auch kurz nach der Wahl, am 3. Februar, war Ypsilanti sicher: "Ich bleibe dabei, dass es kein Bündnis mit den Linken geben wird." Der damalige SPD-Chef Kurt Beck sprang ihr wenige Tage später zur Seite: "Es wird keinerlei Absprachen oder sonstige Vereinbarungen irgendwelcher Art, auch nicht über Tolerierung, mit der Linken geben." Anfang März gab Ypsilanti kleinlaut zu: "Und es wird vielleicht so ausgehen, dass ich ein Versprechen nicht halten kann, nämlich nicht mit den Linken zu sprechen und mich nicht von den Linken wählen zu lassen." Die Union stürzte sich genüsslich auf die Hessin. Ronald Pofalla kommentierte: "Der Wortbruch hat jetzt einen Namen, und der heißt Ypsilanti." Der erste Anlauf einer Tolerierung durch die Linke in Hessen scheiterte und Kurt Beck schlussfolgerte: "Es ist klar, dass die hessische SPD nicht zwei Mal mit dem gleichen Kopf gegen die gleiche Wand rennen wird." Wie Unrecht er hatte. Denn Ypsilanti nahm erneut Anlauf in Richtung Wand. Doch vier Parteigenossen spielten nicht mehr mit. Unter ihnen Jürgen Walter: "Ich kann diesen Weg meiner Partei in Hessen nicht mitgehen." Ypsilanti war am Ende, ihr Vertrauter ... ... Thorsten Schäfer-Gümbel übernahm. Der versucht sich nun, von seiner Vorgängerin abzusetzen: "Der Fehler war, nach der Wahl etwas anderes zu machen, als wir vorher gesagt haben." Mal sehen, ob er es besser macht. Das Hessen-Debakel der SPD lässt Roland Koch schmunzeln - und macht seine Wahlkampf-Fauxpas vergessen. Zum Vorwurf, er betreibe ausländerfeindlichen Wahlkampf sagte er: "Ich lasse mir von Türkenvertretern nicht den Mund verbieten." Für einen anderen hatte der Hessen-Wahlkampf Folgen. Wolfgang Clement war mit Ypsilantis Energiepolitik nicht einverstanden und sagte: "Deshalb wäge und wähle genau, wer Verantwortung für das Land zu vergeben hat, wem er sie anvertraut - und wem nicht." Nach langem Hin und Her kostete Clement dieser Satz die Parteimitgliedschaft. Man warf ihn zwar nicht heraus, doch am Ende zog er sich freiwillig zurück. Erwin Huber, Anfang 2008 noch CSU-Vorsitzender hat eine dezidierte Meinung zu türkischen Schulen in Deutschland: "Das ist Gift für die Integration, führt zu Ghettos und zu einer Kleintürkei in Deutschland." Bei der Landtagswahl musste Hubers Partei dann herbe Verluste hinnehmen. Ein Zitat des Grünen-Landesvorsitzenden Sepp Daxenberger ordnet die Dimension ein: "46 Jahre eine Partei, die regiert, das gibt es außer in Bayern nur noch in Kuba und China." Sieger im bayerischen Nach-Wahl-Hick-Hack war Horst Seehofer. Der frisch gebackene Ministerpräsident: "Das ist der größte Moment in meinem politischen Leben." Eine persönliche Tragödie erlebte Franz Müntefering, zog sich am 1. August aus der Politik zurück: "Man kann diese beiden Aufgaben - für seine Frau wirklich da sein und ein Ministerium führen - nicht vereinbaren. Da muss man sich entscheiden." Doch der Abschied war nur auf Zeit. Franz Müntefering ist heute wieder Chef der SPD. Sein Vorgänger Kurt Beck musste weichen und kommentierte: "Aufgrund gezielter Falschinformationen haben die Medien einen völlig anderen Ablauf meiner Entscheidung dargestellt. Vor diesem Hintergrund sehe ich keine Möglichkeit mehr, das Amt des Parteivorsitzenden mit der notwendigen Autorität auszuüben."
Die "Gammelfleischparty" ist zum Jugendwort des Jahres 2008 gekürt worden. Mit diesem Ausdruck nehmen Jugendliche Ü-30-Partys aufs Korn, also Feiern für Menschen über 30 Jahre. "Die Ausgrenzung von Jugendlichen von Ü-30-Partys provoziert den Spott der Jugendlichen über diese Form des Fetentums geradezu", hieß es in der Begründung zum Votum des Langenscheidt Verlags am Mittwoch.
Der Münchner Verlag hatte den Wettbewerb ins Leben gerufen, um "die Kreativität der oftmals schnelllebigen Jugendsprache zu präsentieren und jährlich neu zu dokumentieren". Im Internet stimmten rund 25.000 Interessierte über 30 kreative Wortneuschöpfungen von Jugendlichen ab. Die aus allen Altersklassen bestehende Jury wählte aus einer Top-15-Liste schließlich die besten fünf Begriffe aus. So landete die Bezeichnung "Computerbräune" als Umschreibung für die Blässe eines Computerfreaks auf Platz zwei. Der Ausdruck "unterhopft sein", der die Lust auf ein Bier beschreibt, schaffte es auf den dritten Platz.
Auf Rang vier und fünf folgen die Übersetzung eines USB-Sticks als "Datenzäpfchen" und die verbale Verbildlichung eines Nordic-Walkers als "Stockente". Die prämierten Jugendwörter erscheinen mit 500 anderen Beispielen in dem Buch "Hä?? - Jugendsprache unplugged" des Langenscheidt Verlags.
(dpa, N24)
10.12.2008 12:18 Uhr








