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Nothilfe für US-Autobauer

Bush holt die Milliarden raus

"Es gibt keine Alternative": Die angeschlagenen US-Autobauer bekommen Hilfe vom Staat. US-Präsident Bush will General Motors, Chrysler und Ford mit mehreren Milliarden Dollar stützen.

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US-Präsident George W. Bush neben seinem Ford-Geländewagen auf seiner Farm in Crawford, Texas: Der US-Präsident will Milliarden für die US-Autoindustrie locker machen. (Archivbild)
Die US-Autoindustrie befindet sich in einer gefährlichen Schieflage. Zwei der "Big Three", General Motors und Chrysler, haben nun Insolvenz angemeldet. Doch noch besteht Chance auf einen Fortbestand der Konzerne. Wenn ...
... da nicht die strukturelle Krise der gesamten US-Autobranche wäre.
In den vergangenen Jahrzehnten hieß es bei GM, Ford und Chrysler: Hauptsache groß. Dabei kamen Autos wie der F-450 von Ford ...
... oder der F-150 ebenfalls von Ford, ...
... der Hummer H2, ...
... der Chevrolet Colorado oder der ...
... Dodge Ram, hier als Megacab-Version, heraus. Und damit für jeden etwas dabei ist, setzten die US-Autoriesen zudem auf eine breitgefächerte Markenpalette.
Zu Ford beispielsweise zählen neben der Hauptmarke, ...
... die immerhin die Fließband-Produktion erfunden hat (Modell T), ...
... und mit dem F1 (1948) auch einen der ersten Pickups baute, ...
... die Luxusmarke Lincoln mit den Modellen Lincoln Mark LT, ...
... oder Lincoln MKX.
Darüberhinaus ist Ford auch an dem japanischen Autobauer Mazda beteiligt, will seinen Anteil aber abstoßen. (Im Bild: Mazda RX-8).
Zum Markenportfolio von Ford zählten auch Landrover (im Bild ein Defender Baujahr 1948) und ...
... Jaguar. Die zeitlos schönen Raubkatzen mit Modellen wie dem E-Type von 1961, dem ...
... F-Type oder dem ...
... XK gehören aber bald zum indischen ...
... Tata-Konzern. Auch ...
... die Marke Landrover wird sich Tata einverleiben. Zum Verkauf steht zudem ...
... die schwedische Traditionsmarke Volvo. (Im Bild: Volvo XC 90)
Ford will sich auf sein Hauptgeschäft und ... (Im Bild: Ford Explore)
... auf seine eigene Marke konzentrieren. (Im Bild: Ford Explorer)
Mit dem Ford Fusion Hybrid hat das Unternehmen auch bereits ein umweltfreundliches Modell am Start.
"Kleinwagen" wie den Ford Ka sucht man allerdings auf dem US-Markt vergeblich.
Für die US-Autokäufer putzte Ford jüngst den Sportwagen Mustang neu heraus.
Das Modell war bereits in den 60ern ein Verkaufsschlager. Angepriesen wurde es damals als "Niedrigpreisiger Sportwagen für vier Passagiere".
Der Ford Shelby GR1 ist da das genaue Gegenteil.
Auch Chrysler wollte mit großen Modellen, zum Teil im Retro-Look wie beim PT Cruiser, hoch hinaus. Geschafft hat es der Konzern aber nicht.
Modelle wie der Chrysler 300 oder der ...
... Chrysler Aspen stehen derzeit wie festgewachsen in den US-Autohäusern.
Auch beim Chrysler Voyager, einem früheren Verkaufsschlager, liefen die Geschäfte schlecht.
Neben der Hausmarke vereint die ehemalige Daimler-Tochter noch weitere Marken unter ihrem Dach. Dabei wird nicht nur die Tradition groß geschrieben. Kleine, umweltfreundliche Autos von Dodge? Fehlanzeige! Die Viper ist das Gegenteil dieser Attribute.
Auch der Dodge Nitro schlägt nicht in diese Kerbe.
Der Dodge Challenger aus dem Jahr 2006 spielt zwar mit den Wurzeln einer großen Vergangenheit wie ...
... beim gleichnamigen Modell aus dem Jahr 1959 zu sehen ist.
Sparsam beim Spritverbrauch waren die Dodge-Modelle aber noch nie. (Im Bild: Dodge Charger aus dem Jahr 1970)
Da machte auch ein 60er Dodge Dart keine Ausnahme.
Auch Jeep zählt zum Chrysler-Konzern. (Im Bild: Jeep Wrangler)
Einer der bekanntesten Vertreter dieser Chrysler-Marke dürfte der Jeep Grand Cherokee sein.
Aber auch diese Marke hat eine Vergangenheit. Mit Jeeps kämpfte die US-Armee schon im Zweiten Weltkrieg.
Einige Marken hat Chrysler bereits aus seinem Portfolio gestrichen. Einen Plymouth (Prowler) sucht man seit Anfang des Jahrtausends vergeblich.
Und auch die Marke DeSoto (im Bild) wurde eingestampft - allerdings bereits Anfang der 60er Jahre. Die Marke Eagle gab es bis 1998.
Auch der US-Branchenprimus General Motors hat bereits einige Marken eingestellt. Seit 1. Januar 2005 gibt es beispielsweise keine Oldsmobile-Modelle mehr. Der Alero (im Bild war das letzte Oldsmobile.
Oldsmobile war vor allem in den 40er bis 60er Jahren den Autofahrern in den USA ein Begriff wie die Modelle Sedan aus dem Jahr 1941und ...
... F88 aus dem Jahr 1956 zeigen.
In Deutschland ist General Motors (GM) vor allem dank seiner Tochter Opel ein Begriff. Der Insgnia ist noch neu auf dem Markt.
Unter dem Namen Vauxhall wird Opel unter anderem in England verkauft. Auch Vauxhall zählt zu den Traditions-Automarken. Der 14DX stammt aus dem Jahr 1937. In Australien heißen die Opel/Vauxhall-Modelle Holden.
Zu GM gehört auch die Marke Saturn. (Im Bild: Saturn Sky)
Wesentlich bekannter und von GM: Hummer. In der US-Armee nennt man die Modelle schlicht Humvees.
Der Hummer ist vor allem bei den Reichen und Schönen beliebt. Eine extralange Limo-Version ist da ein Muss. Gedanken über den Benzinverbrauch sind reine Nebensache.
Ebenfalls zu den "Großkopferten" ist der Chevrolet Silverado zu zählen. Auch Chevy ist eine GM-Marke.
Auch wenn Chevrolet draufsteht, könnte Daewoo noch drin stecken. GM kaufte den südkoreanischen Hersteller. Lediglich in Südkorea selbst ließ der Konzern die Marke Daewoo unangetastet. (Im Bild: GM-Daewoo Sedan)
Chevrolet selbst hat eine breitgefächerte Modellpalette. Diese reicht vom HHR ...
... über den Colorado ...
... bis zum Malibu.
Auch der Coballt und der ...
... Aveo sind Chevrolets. An die Klasse und Eleganz einstiger Chevy-Modelle wie ...
... der Impala von 1958 oder die ...
... Corvette aus dem Jahr 1953 kommen die heutigen Chevys aber bei weitem nicht heran.
Die Corvette selbst ist da die einzige Ausnahme. Die Beweise: Modell Baujahr 77 und das Modell ...
... ZR1.
Elegant trat einstmals auch die GM-Marke Buick auf, wie am Modell LeSabre von 1959 zu sehen ist.
Heute fahren dafür Buick-Autos mit Namen Lacrosse oder ...
... Enclave auf den US-Highways.
Bei der GM-Marke Pontiac erinnert nicht mehr allzuviel an die einstigen Sportwagen wie den legendären Firebird.
Pontiac baut heute beispielsweise den Vibe.
Eine der Hauptmarken des GM-Konzerns ist Cadillac. (Im Bild: Cadillac Escalade
Die Marke tritt für GM im Luxussegment an und soll der Ford-Marke Lincoln Konkurrenz machen. Der DTS mit seinem 4,6-Liter-V8-Motor kostet mehr als 100.000 Dollar.
Schon Al Capone fuhr einen Cadillac.
Der Cadillac Osceola stammt sogar aus dem Jahr 1905.
Einen Namen machte sich die Marke aber mit Modellen wie dem Eldorado (1958) oder ...
... dem Deville aus dem Jahr 1949.
Auch die schwedische Kultmarke Saab gehört zu GM.
Noch, denn Saab soll abgestoßen werden. (Im Bild: Saab Studie Salomon)
Ein Grund dafür vielleicht: Saab kann bisher nicht auf eventuelle Staatshilfen aus Schweden bauen. (Im Bild: Saab 9-3)
Die schwedische Regierung erteilte diesem Vorgehen eine Absage. (Im Bild: Saab 9-3X)
Bliebe bei GM noch GMC. Unter dieser Marke werden die richtig großen Modelle vertrieben.
Der GMC Denali auf der Denver Auto Show ist nur ein Beispiel der GMC-Familie.
Zu große Autos, zu viele Marken, zu lange auf das falsche Pferd gesetzt: Experten erwarten, dass mindestens einer der "Big Three" nicht überleben wird.
Subaru sagt dem Rallye-Sport "sayonara!". Der Autohersteller, bekannt für seine Allrad-Traditionen, zieht sein Werksteam aus der Rallye-WM zurück.
Subaru war seit 19 Jahren auf Straßen und Schotterpisten dabei.
In dieser Zeit holten die Autos mit den sechs Sternen im Logo drei Marken- und drei Fahrertitel. Zuletzt ...
... triumphierte der Norweger Petter Solberg 2003 mit einem Subaru.
Auch Suzuki hat seinen Ausstieg aus der Rennserie bekanntgegeben.
Suzuki war mit dem SX4 und dem Schweden Per-Gunnar Andersson unterwegs. Als Gründe für den Ausstieg nannten beide Autohersteller die "Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise".
Damit bestreiten im kommenden Jahr mit dem derzeitigen Titelträger Citroen und ...
... Ford nur noch zwei Werksteams die Rallye-WM. Die Saison, die im Feburar in Irland beginnt, steht deshalb auf der Kippe. Grund: Für ein WM-Prädikat setzt der Internationale Automobilverband (FIA) die Teilnahme von drei Herstellern voraus.
Subaru und Suzuki sind aber nicht die ersten Autohersteller, die ihr Sportengagement einschränken. Die VW-Tochter Audi beispielsweise ...
... gab jüngst ihren Rückzug aus der American LeMans-Serie (ALMS) bekannt. Die Sportwagen mit den vier markanten Ringen hatten der ...
... "stärksten Sportwagen-Serie der Welt" seit mehreren Jahren ihren Stempel aufgedrückt.
Audi wolle sich in "wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf Schauplätze in Europa" konzentrieren, begründete Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich die Entscheidung.
Die Teilnahme beispielsweise am weltberühmten 24-Stunden-Rennen von Le Mans, bei der Audi zum Seriensieger avancierte, steht deshalb nicht zur Debatte. Auch das Engagement in der ...
... DTM, der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft, ist weiter gesichert. In dieser Rennserie gewann 2008 der Audi-Pilot Timo Scheider den Titel.
Dagegen muss Segel-Olympiasieger Jochen Schümann seinen Traum von einem starken deutschen America's Cup-Team begraben. Audi zog sich aus dem Sponsoring des Teams zurück.
Auch Golf-Profi Tiger Woods bekommt die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu spüren.
General Motors wird den Sponsorenvertrag mit dem Golf-Superstar zum 31. Dezember kündigen. Allein für das Logo auf seiner Golftasche sowie Promotion für den Mutter-Konzern hat der Amerikaner rund sieben Millionen Dollar pro Jahr kassiert.
Auch in der "Königsklasse des Motorsports", der Formel 1, könnte sich einiges ändern. Die Einführung eines Einheitsmotors soll beispielsweise Geld sparen. Der japanische Autobauer Honda steigt dennoch aus.
Japans zweitgrößter Autobauer befürchtet Umsatz- und Gewinneinbrüche in Milliarden-Höhe. Die Formel 1 hat Honda jedes Jahr schätzungsweise 425 Millionen Euro gekostet.
Honda hatte zunächst von 1964 bis 1968 ein Formel-1-Team betrieben. Nach der Rückkehr in die Formel 1 1983 als Motorenzulieferer, formte der Konzern 2006 erneut ein eigenes Team, das aber nicht sonderlich glänzte. Nun ist wieder Schluss.
Sollte sich für das Honda Racing Team kein neuer Sponsor finden, wären der Brite Jenson Button (l.) und der Brasilianer Rubens Barrichello (r.) ohne Arbeitgeber.
Auch Ferrari hat bereits Einsparungen bei seinem Formel-1-Team angekündigt.
Einen Rückzug des amtierenden Markenweltmeisters, der zum italienischen Fiat-Konzern gehört, wird es aber vorerst nicht geben.
Vize-Weltmeister Felipe Massa und ...
... Ex-Champion Kimi Raikkönen können daher beruhigt in die Tests für die neue Saison gehen. Sie scheinen ...
... vorerst die Kurve gekriegt zu haben.
Video: "Es geht ums Überleben" - Ein GM-Händler über die US-Autokrise
Mehr Leistung, weniger Verbrauch: So geht Porsche bei der LA Auto Show an den Start. Verbrauchswerte unter neun Litern kündigt Porsche für...
... die auch im Design überarbeiteten Versionen des Cayman und ...
... des Boxster an.
Blick in die weitere Zukunft: Honda präsentiert seine Desginstudie ...
... für einen Brenstoffzellen-Sportwagen.
Platz im Auto gibt's offiziell übrigens für drei Personen.
Auch der neue Mini von BMW setzt auf Zukunftstechnologie.
Er flitzt mit einem Elektromotor über die Straßen und so geht's zum Auftanken ...
... nun an die Steckdose. Die Münchner Autobauer definieren den E-Mini als ihr Lernprojekt.
Überzeugende Argumente haben sie für ihr neues Modell: Die Leistung des E-Mini reicht bis etwa 250 Kilometer und die Beschleunigung hält mit einem gut motorisierten Benziner mit.
Auch Mitsubishi ist in der neuen E-Welt dabei und stellt seinen MIEV (Mitsubishi Innovative Electric Vehicle) vor.
Vorhang auf, denn das ...
... gibt's Neues im Hause Ford: Der Fusion wird neu aufgelegt.
Es handelt sich aber um die Variante des US-Autobauers für Nordamerika, die auch in der überarbeiteten Version ...
... nichts mit dem gleichnamigen Modell zu tun hat, das in Deutschland erhältlich ist.
Bei seiner Limousine setzt Ford auf Hybrid-Antrieb und zeigt als einer der wenigen amerikanischen Autobauer überhaupt etwas Neues auf der LA Auto Show.
Ford hat zudem einen Klassiker neu aufgelegt: Der Mustang GT ...
... kommt in schickem Design daher und soll damit ...
... seine Liebhaber finden.
Lamborghini setzt neue Akzente ...
... mit dem Gallardo LP560-4 Spyder. In jedem Fall ein Hingucker und beeindruckend auch mit seiner Leistung ...
... dank eines 560 PS starken V10-Direkteinspritzers.
Noch mehr Neues aus der Luxusklasse: Der Lotus Evora. Es ist das erste grundlegend neue Modell der Briten seit 13 Jahren ...
... und will als Viersitzer für sportlichen Komfort sorgen.
Weitere schicke und schnelle Flitzer: Ferrari stellt den California vor ...
... und auch das Rolls Royce Phantom Drophead Coupé wird noch mal für den ersten Auftritt auf Hochglanz gebracht.
Bei Jaguar gibt's den 2009 XK zu bestaunen ...
... und Corvette gewährt tiefe Einblicke in den ZR1.
Nissan lässt es richtig qualmen und präsentiert ...
... den 370Z. Mit edler Karosse legen die Japaner ...
... die nächste Generation des Sportcoupés auf.
Der Dreitürer wird 2009 zunächst in den USA auf den Markt kommen. Ins Auge stechen ...
... die pfeilförmigen Scheinwerfer und ...
... eine neu designte Heckklappe. Im Vergleich zum Vorgänger 350Z ...
... wirkt er deutlich stämmiger.
Gegensätzlicher geht's kaum, denn Nissan präsentiert auch den Würfel auf Rädern.
Der Nissan Cube ist in Japan bereits ein Kultauto und mit seinen 3,73 Metern Länge und 1,64 Metern Höhe am ehesten mit dem Nissan Micra vergleichbar.
Trotz minimalistischen Designs ist er geräumigen gebaut und soll nun auch Europa erobern.
Kia legt in punkto Kastendesign noch eins drauf: Der Kia Soul soll Anfang 2009 auf den Markt kommen.
Die Nobelmarke Lexus hat indes die Hybrid-Technologie entdeckt: Mit dem RX450h Hybrid …
… und dem Geländewagen RX 350 …
… sollen neue Kunden angelockt werden.
Der arg gebeutelte General Motors-Konzern hielt sich mit Neuvorstellungen auf der Auto Shoew stark zurück. Einzig Tochter Saab stellte mit dem Concept Car 9-X Air Bio Hybrid einen Neuling vor, …
... mit dem man auf eine rosigere Zukunft hofft.

Die US-Regierung gewährt den ums Überleben kämpfenden US-Autobauern Notkredite von 17,4 Milliarden Dollar. Bis Ende März müssen die Opel-Mutter General Motors und Chrysler Sanierungspläne vorlegen, andernfalls würden ihnen die Kredite wieder entzogen und es bliebe nur der Konkurs, sagte der scheidende US-Präsident George W. Bush. Ford benötigt nach eigenen Angaben keine sofortige Hilfe.

Nach Regierungsangaben stehen 13,4 Milliarden Dollar noch im Dezember und im Januar zur Verfügung. 9,4 Milliarden Dollar sollen an General Motors (GM) gehen, 4 Milliarden Dollar an Chrysler. Beide Unternehmen hatten erklärt, ohne Finanzspritzen noch in diesem Jahr wären sie in wenigen Wochen zahlungsunfähig.

Kommt die Opel-Bürgschaft?

Opel will auch nach der Milliardenhilfe für GM weiter mit der Bundesregierung über eine Bürgschaft verhandeln. Man gehe davon aus, dass die Gespräche Anfang des kommenden Jahres erfolgreich abgeschlossen würden, teilte General Motors Europe mit.

"Die einzige Alternative ist der Konkurs"

Bush erklärte, ein Zusammenbruch der Autobauer wäre nicht zu verantworten. Er brächte die gesamte US-Wirtschaft in Gefahr. Das wäre ein «unzumutbar schmerzhafter Schlag gegen die hart arbeitenden Amerikaner». Sollten die Firmen allerdings bis Ende März keine Sanierungspläne vorlegen, müssten sie die Darlehen zurückzahlen."«Die Zeit für harte Entscheidungen ist jetzt", sagte Bush. "Die einzige Alternative ist der Konkurs." Die Konzerne müssten jetzt die nötigen harten Sanierungsentscheidungen treffen.

Opel bekommt etwas Luft

Die Gelder sollen zum Teil aus dem 700-Milliarden-Dollar-Rettungspaket für die Finanzbranche genommen werden, nachdem ein eigenes Rettungspaket für die Autoindustrie am US-Senat gescheitert war. Bush überlässt nach Einschätzung politischer Beobachter mit seiner Entscheidung für kurzfristige Notkredite die weiteren Entscheidungen seinem Nachfolger Barack Obama, der am 20. Januar in sein Amt eingeführt wird.

Vor der Erklärung Bushs hatte es Hinweise gegeben, die US-Regierung könnte die Konzerne auch in ein geordnetes Konkursverfahren gehen lassen, um eine Restrukturierung unter Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts anzugehen. Die Autobauer lehnten das allerdings ab. Die Hersteller argumentieren, kein Verbraucher würde Autos kaufen von Herstellern im Insolvenzverfahren, weil er nicht wissen könne, wie lange Garantien Bestand hätten und Ersatzteile gesichert wären.

Der Betriebsratsvorsitzende des Opel-Werkes in Bochum, Rainer Einenkel, begrüßte die Hilfszusagen der US-Regierung. "Das verschafft General Motors erst einmal ein bisschen Luft", sagte Einenkel der AP. Der US-Mutterkonzern bekomme damit wieder in bisschen Stabilität und dies helfe auch der deutschen Tochter Opel.

(AP, N24)

19.12.2008 16:20 Uhr

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