Auskunftsfreudig

Bruni plaudert aus dem Nähkästchen

Ungezwungen, offen und witzig: So gab sich Frankreichs First Lady Carla Bruni in einem Fernsehinterview. Die Frau von Nicolas Sarkozy ließ dabei tief blicken.

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Charmant und auskunftsfreudig: Carla Bruni im französischen TV. (Archivbild)
Ein wahrhaft königlicher Empfang, der Carla Bruni und Nicholas Sarkozy bereitet wird. Allerdings sorgten im Vorfeld ...
... sorgten im Vorfeld pikante Fotos seiner Frau für viel Gesprächsstoff.
Doch davon ließ sich Carla nicht beirren.
Sie ist elegant ...
... stilsicher ...
... und wie immer: Wunderschön.
Fast übersieht man da den Mann an ihrer Seite.
Doch eines ist sicher: Der Besuch des französischen Staatspräsidenten und seiner Frau, ist einer der meistbeachteten Staatsbesuche in letzter Zeit.
Jeder Schritt des Paares, jedes Detail der Kleidung, Gesten und Blicke ...
... genau beobachtet von der internationalen Presse.
Wen interessiert's: Selbst herausragende Ereignisse wie das Staatsbankett auf Schloss Windsor ...
... werden mühelos gemeistert.
Wenn das nicht wie im Märchen ist!
Sarkozy jedenfalls, scheint stolz zu sein auf seine Frau.
Carla Bruni und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy haben geheiratet!
Herzlichen Glückwunsch! Einer gemeinsamen , glücklichen Zukunft steht damit wohl nichts mehr im Weg.
Wenn da nicht Fragen wären, die uns alle bewegen! Was hat es auf sich mit dem Ring, den Sarkozy Carla zu Ihrem 39. Geburtstag schenkte. Und warum trägt ihn auch Sarkozys Ex-Ehefrau?
Egal! Die schöne Carla brillierte nicht nur auf den Laufstegen dieser Welt...
...bezaubert mit Ihrer Anmut die Männerwelt...
..und singt sich mit Ihrer betörenden Stimme in alle Herzen.
Sie ist die neue Grande Dame Frankreichs. Herzlichen Glückwunsch!

In nur zwei Tagen hat sich Carla Bruni auf die Hochzeit mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy vorbereitet. Die Entscheidung für das Ja-Wort sei sehr kurzfristig gefallen, verriet die Pariser First Lady im Fernsehen in ihrem bislang ungezwungensten Interview seit der Eheschließung im Februar. In den beiden Tagen vor der Hochzeit habe sie kaum genug Zeit gehabt, eine passende Garderobe zu finden - und schließlich ihr knielanges, cremefarbenes Kleid von der Stange gekauft.

"Carla Bruni in völliger Freiheit" betitelte das französische Fernsehen das ausgestrahlte Gespräch mit der Präsidentengattin. Geladen waren auch Freunde und Wegbegleiter aus der Zeit als Model und Sängerin, darunter die Designer Christian Lacroix und Jean Paul Gaultier, aus dessen Kollektion Brunis Hochzeitskleid stammte.

Bruni gab sich offen und witzig. Die 40-Jährige räumte ein, sich wegen anfänglicher Kritik in der Öffentlichkeit bewusst zurückgenommen zu haben: Es habe eine Zeitspanne gegeben, in der sie sich bemüht habe, möglichst seriös zu sein, um die Bedenken der Franzosen über die künftige First Lady zu zerstreuen. Die Fernsehshow habe nun erstmals einen Blick auf Bruni zugelassen, wie sie wirklich sei, sagte Lacroix.

Knicks für Queen mit Rockerin Faithfull geübt

Auf den viel beachteten Besuch bei Queen Elizabeth im März bereitete sich Bruni nach eigenen Worten mit Hilfe der Rocksängerin Marianne Faithfull vor. Die Britin habe mit ihr den Knicks geübt, mit dem sie der Königin ihre Ehre erweisen wollte. Faithfull habe ihr insgesamt 50 verschiedene Arten des Verbeugens gezeigt, darunter einige, bei denen man sich nahezu auf den Boden wirft, sagte Bruni. "Wir hatten viel Spaß." Vor dem Besuch in London sei sie nervös gewesen, räumte die französische First Lady ein. Diplomaten hätten sie beraten, wie sie sich kleiden und was sie sagen sollte.

Zu ihren früheren Aktfotos stehe sie zu "6.000 Prozent", verteidigte Bruni die Veröffentlichungen. Schließlich handele es sich um Kunstwerke führender Fotografen wie Richard Avedon und Helmut Newton. Gegen die Verwendung eines Fotos auf einer Einkaufstüte hat sich Bruni deshalb erfolgreich gewehrt: Die Bekleidungsfirma "Pardon" wurde am Donnerstag zur Zahlung von 40.000 Euro Schadensersatz verurteilt, weil Bruni eine Verwendung nicht autorisiert hatte.

Fragen zu Kinderwunsch zulässig

Genehmigt hingegen sind Fragen zu einem weiteren Kinderwunsch der Präsidentenfrau. Bruni, die bereits einen siebenjährigen Sohn aus einer früheren Beziehung hat, erklärte, sie habe nichts gegen Fragen, ob sie sich ein weiteres Kind wünsche. Aber sie nehme Spekulationen übel, wonach sie bereits schwanger aussehe. "Ist das nicht unverschämt? Jetzt habe ich das Biertrinken ganz eingestellt", sagte Bruni mit einem Lachen. In den Zeitungen sieht sie aber lieber andere Promis als Geschichten über sich selbst. Sie lese gerne Promi-Magazine, sagte die First Lady - "wenn nichts über mich darin steht".

(AP, N24)

19.12.2008 16:25 Uhr

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