Einsatz im Gazastreifen

Israel: Das Schlimmste steht noch bevor

Israel hat seinen Militäreinsatz im Gazastreifen mit Bombardements fortgesetzt und will diesen sogar noch ausweiten. Ein Militärsprecher betonte, man befände sich "erst am Anfang".

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Die israelischen Angriffe auf Ziele im Gazastreifen gehen weiter. Mehr als 50 Zivilisten sollen dabei bereits ums Leben gekommen sein.
Seit dem 27. Dezember fallen im Gazastreifen die Bomben.
Israel setzt seine Militäraktion gegen die Hamas mit neuen ...
Bombardierungen in Gaza-Stadt und entlang der ägyptischen Grenze fort.
Die Ziele sind überwiegend Stellungen und Gebäude der Hamas, die Israel für Raketenangriffe auf israelische Siedlungen in den vergangenen Wochen und Monaten verantwortlich macht.
Bei den Angriffen wurden bisher bereits über 300 Palästinenser getötet.
Mehr als 1000 Menschen wurden mitunter schwer verletzt.
Mit bloßen Händen suchen die Menschen in den Trümmern ...
nach Überlebenden. Doch die Versorgung der Verletzten ist schlecht. Die Krankenhäuser sind überlastet.
Auch die Feuerwehren sind mit den zahlreichen ...
Explosionen und Bränden völlig überfordert.
Oftmals resignieren die Helfer angesichts des Ausmaßes der Zerstörung.
Viele Bewohner Gazas ergreifen die Flucht. Doch wo sie sicher sind, wissen sie nicht.
Die israelischen Bomben und Raketen haben Teile von ...
Gaza-Stadt und anderen Städten in Trümmerfelder verwandelt.
In den Ruinen und unter den Schutthaufen suchen die Bewohner ...
nach Opfern und nach den wenigen Dingen, ...
die unversehrt geblieben sind.
Viele haben durch die Luftangriffe beinahe alles verloren.
Mit wenigen Habseligkeiten versuchen sie, zumindest sich selbst zu retten.
In der gesamten arabischen Welt ist die Empörung ...
über den Militäreinsatz groß. Proteste gab es unter anderem in ...
der Türkei, im Libanon und in Ägypten.
Auch Politiker zahlreicher westlicher Staaten sowie die ...
Vereinten Nationen forderten ein Ende der Kämpfe.
In Jerusalem und im Westjordanland protestierten ...
Palästinenser gewaltsam gegen Israel und ...
die Luftangriffe im Gazastreifen.
Die israelische Polizei und Armee ging hier mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Demonstranten vor.
Auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kritisierte das israelische Vorgehen, machte aber gelichzeitig die Hamas mitverantwortlich für die Gewalteskalation.
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert und Außenministerin Zipi Livni kündigten an, die Militäroperation zunächst unbefristet fortzusetzen.
Entlang der Grenze zum Gazastreifen hat Israel inzwischen ...
auch Bodentruppen und schweres Kampfgerät versammelt.
Tausende israelische Reservisten wurden einberufen. Nach den Luftangriffen steht ...
der Gazastreifen nun womöglich vor einer umfassenden Bodenoffensive.
Es war angekündigt und kam dennoch überraschend: Israel hat sich im Gazastreifen mit voller Härte gegen den andauernden Raketenbeschuss der Hamas gewehrt.
Am Samstagvormittag begannen die israelischen Bombardements in Gaza-Stadt, Rafah und in anderen Städten und Siedlungen im Gazastreifen.
Das Ziel der Angriffe waren Stellungen der radikalislamischen Hamas und ihrer Milizen.
Getroffen wurden wie stets jedoch auch viele unbeteiligte Zivilisten.
Fast 200 Menschen sollen nach Informationen von Rettungskräften bei den Luftangriffen getötet worden sein.
Hunderte weitere wurden teilweise schwer verletzt. Ganze Häuserkomplexe wurden in Schutt und Asche gelegt.
Verzweifelt und mit einfachsten Mitteln werden Opfer aus den Trümmern geborgen.
Die Rettungskräfte sind völlig überfordert. Sie können teilweise nicht erreicht werden, da das Handynetz ausgefallen ist.
Anwohner flüchten. Wo sie vor dem Bombenhagel sicher sind, wissen die meisten jedoch nicht.
Wo die israelischen Bomben fallen, hinterlassen sie nur noch ein Trümmerfeld.
Am Platz eines früheren Hamas-Gebäudes steht jetzt kaum noch ein Stein auf dem Anderen.
Die Feuerwehrleute und Rettungskräfte können kaum noch etwas retten. Opfer werden mit Decken und Tüchern abtransportiert.
Die Detonation einer israelischen Missile-Rakete im nördlichen Gazastreifen. In Gaza-Stadt und Rafah explodierten Dutzende der Geschosse.
Vor dem Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt werden die Toten auf dem Boden abgelegt.
Es sind zu viele um sie im Inneren des Gebäudes unterzubringen.
Zudem wird der Platz für die große Zahl der Verletzten gebraucht.
Dicht an dicht drängen sich die Männer, Frauen und Kinder, warten darauf, medizinisch versorgt zu werden.
Und die Zahl der Neuankömmlinge im Krankenhaus reißt nicht ab.
Immer neue Verletzte werden in das schon überfüllte Krankenhaus in Gaza-Stadt gebracht.
Große Teile von Gaza-Stadt und Rafah gleichen nach den Angriffen einem Trümmerfeld.
Überall lodern Flammen, quillt beißender Rauch empor.
Verzweifelt und wütend machen sich die Menschen ein Bild von der Zerstörung oder ...
suchen in den Trümmern nach Opfern und dem wenigen Unzerstörten.
Die israelische Regierung begründet ihr Vorgehen mit dem Beschuss israelischer Siedlungen durch Raketen der Hamas.
Die Hamas hatte den Waffenstillstand mit Israel rund eine Woche vor der derzeitigen Gewalteskalation einseitig aufgekündigt.
Die israelischen Bombardements dürften die antiisraelische Stimmung in den Palästinensergebieten wieder voll entfacht haben.
Schon protestieren auch im Westjordanland Palästinenser gegen die israelischen Militärübergriffe.
Hier ist es bisher noch zu keiner Eskalation der Gewalt gekommen.
Die Polizei begnügt sich mit dem Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen. Die weitere Zuspitzung der Situation, insbesondere im Gazastreifen, dürfte jedoch nur eine Frage der Zeit sein.
Video: "Riesige Explosionen" - Erneut Bomben auf Ziele im Gazastreifen
Die Ermordung von mehr als sechs Millionen Juden in Nazi-Deutschland lassen den Ruf nach einem eigenen Staat für die Überlebenden lauter werden.
Tausende Holocaust-Überlebende flüchten nach Israel.
Am 14. Mai 1948 wird Israel auf einem Teil des britischen Mandatsgebietes in Palästina gegründet.
Einen Tag später beginnt der israelisch-arabische Krieg, aus dem Israel 1949 als Sieger hervorgeht. Etwa 700.000 Palästinenser müssen in arabische Länder flüchten.
Nach der Verstaatlichung des Suez-Kanals durch Ägypten beginnt 1956 der Suez-Krieg, in dem Israel von Frankreich und Großbritannien unterstützt wird. Die Angreifer müssen sich aber unter dem Druck Washingtons und Moskaus zurückziehen.
Der israelische Geheimdienst spürt 1960 in Argentinien Adolf Eichmann auf, einen der Hauptverantwortlichen des Judenmordes in Europa. Er wird in Israel zum Tode verurteilt und gehenkt.
1969 beginnt der dritte israelisch-arabische Krieg, genannt der Sechs-Tage-Krieg. Israel besetzt die Sinai-Halbinsel, den Gazastreifen, das Westjordanland, Ost-Jerusalem und die Golan-Höhen.
Ariel Scharon (l.) kommandierte im Sechs-Tage-Krieg die mächtigste Panzerdivision an der Sinaifront. Für seine Erfolge wurde er befördert.
Aussöhnung: Israels Regierungschef Begin (r.) und Ägyptens Staatschef Sadat unterzeichnen 1978 in Washington die Camp-David-Verträge, sechs Monate später ist der israelische-ägyptische Friedensvertrag (1979) perfekt.
Wegen der Aussöhnung mit Israel wird Ägyptens Staatschef Sadat am 6. Oktober 1981 während einer Militärparade in Kairo erschossen.
1982 marschiert die israelische Armee in den Libanon ein. Sie vertreibt die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) von Jassir Arafat aus Beirut. Die israelischen Truppen besetzen den Süden des Landes. Rückzug im Jahr 2000.
Arafat (l.) muss 1982 nach Tunesien fliehen. Er richtet einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis ein. Im Bild ist er mit dem damaligen tunesischen Außenminister Ben Yahia zu sehen.
Der ehemalige israelische Nukleartechniker Mordechai Vanunu erklärt 1986, dass sein Land Atomwaffen besitzt. Dies wird von Israel nie bestätigt oder dementiert. Allgemein wird angenommen, dass Vanunus die Wahrheit sagt.
1987: Die Palästinenser in den besetzten Gebieten erheben sich, die erste Intifada beginnt.
Israel und die PLO unterzeichnen 1993 eine Grundsatzerklärung zur palästinensischen Autonomiebehörde. Es kommt zum historischen Händedruck zwischen Regierungschef Jizchak Rabin und Jassir Arafat.
Jizchak Rabin wird am Abend des 4. November 1995 während einer großen Friedenskundgebung ermordet. Ein jüdischer Fundamentalist schoss auf ihn.
Im September 2000 beginnt die zweite Intifada.
Der angekündigte Besuch des damaligen Oppositionsführers Ariel Scharon auf dem auch für Moslems heiligen Tempelberg wurde von Palästinensern zum Anlass genommen, einen Aufstand zu beginnen.
Drei Jahre später (2005) zieht sich Israel aus dem Gazastreifen zurück.
Im vergangenen Jahr übernimmt die radikale Palästinenserorganisation Hamas die Kontrolle im Gazastreifen. US-Präsident George W. Bush verkündet das Ziel eines israelisch-palästinensischen Vertrages bis Ende dieses Jahres.
Video: Krieg im Nahen Osten - Robert Annetzberger berichtet aus Jerusalem
Video: Krieg im Nahen Osten - Gazastreifen: Israelische Panzer beziehen Stellung

Israel hat seine Luftangriffe auf Ziele der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen auch fortgesetzt. Unter anderem wurde dabei auch ein Gebäude der Islamischen Universität getroffen. Augenzeugen sprachen von vier riesigen Explosionen. Unbemannte israelische Drohnen und F-16 Kampfflugzeuge flogen über Gaza-Stadt.

Andere Ziele seien ein Gästehaus der Hamas-Regierung sowie ein Gebäude in der Nähe des Hauses von Hamas-Ministerpräsident Ismail Hanija in einem Flüchtlingslager bei Gaza-Stadt gewesen, berichtete israelische Medien. Hanija war nicht zuhause. Wie andere Hamas-Führer hält er sich versteckt.

Das Schlimmste steht noch bevor

Kurz vor Mitternacht wurden in Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen zwei palästinensische Zivilisten bei einem Luftangriff getötet. Vier wurden verletzt. Seit Beginn der Angriffe am Samstag wurden nach palästinensischen Angaben mehr als 300 Palästinenser getötet und über 1000 verletzt. Der Chef der Rettungskräfte im Gazastreifen, Muawija Hassanein, bezifferte die Opferzahl am Montag auf 312 Tote und 1420 Verletzte.

Laut dem israelischen Vize-Generalstabschef Dan Harel steht Israel und dem Gazastreifen im Rahmen der Militäroperation das Schlimmste erst noch bevor. Nach Angaben des israelischen Online-Nachrichtendienstes "ynet" sagte der Militärbeamte bei einem Treffen mit Bürgermeistern in Kiriat Gat im Süden Israels: "Wir befinden uns erst am Anfang des Kampfes, dies kann man nicht mit einem Schlag lösen. Das Schlimmste ist noch nicht ausgestanden, es steht uns noch bevor, und darauf müssen wir uns vorbereiten."

Der gegenwärtige Einsatz im Gazastreifen sei "anders als vorherige Operationen", sagte Harel. Israel habe sich ein "hohes Ziel gesetzt" und wolle es auch erreichen. Zu den Raketenangriffen militanter Palästinenser auf israelische Grenzorte sagte er, das Hinterland sei "bei jeder Konfrontation automatisch eine zweite Front".

UN-Vertreter kritisieren unverhältnismäßigen Gewalteinsatz

Führende UN-Menschenrechtsvertreter haben die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen als unverhältnismäßig kritisiert. Die Luftangriffe hätten nicht nur jede Polizeistation und jede Sicherheitseinrichtung der gewählten Regierung im Gazastreifen zerstört, sondern auch viele Zivilisten getötet, heißt es in einer Erklärung des UN-Sonderberichterstatters über die Menschenrechtslage in den Palästinensergebieten, Richard Falk, vom Montag.

Zwar seien die Raketenangriffe gegen Zivilisten in Israel gesetzeswidrig, aber dies gebe Israel weder als Besatzungsmacht noch als souveräner Staat das Recht, das internationale humanitäre Völkerrecht zu verletzten. Die Eskalation der Militärangriffe habe das Leben für israelische Zivilisten nicht sicherer gemacht.

Eine israelische Armeesprecherin wies die Vorwürfe zurück. Das Problem eines unverhältnismäßigen Einsatzes von Gewalt müsse in den Zusammenhang mit den Tausenden von Raketen gesehen werden, die seit dem Jahr 2001 aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden seien. Allein seit dem Abzug Israels aus dem Gazastreifen im Sommer 2005 seien das 7000 Raketen gewesen. Ziel Israels sei es, den Beschuss aus dem Gazastreifen auf ein Minimum zu reduzieren.

Bisher mindestens 57 tote Zivilisten

Das UN-Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) hat nach den Worten seines Sprechers Chris Gunness bislang den Tod von 57 Zivilisten dokumentiert. Bei dem bislang blutigsten Militäreinsatz Israels im Gazastreifen sind nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Gaza mehr als 313 Palästinenser getötet und über 1400 verletzt worden.

Auch die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay äußerte am Vortag große Sorge wegen der "gewaltigen" Opferzahlen im Gazastreifen aus. Pillay verurteilte die Raketenangriffe der radikalislamischen Hamas gegen Israel. Zugleich sprach sie von einem unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt der israelischen Armee. Sie rief die israelische Führung auf, am internationalen humanitären Völkerrecht festzuhalten. Dies betreffe insbesondere die Prinzipien, die einen angemessene Anwendung von militärischer Gewalt sowie die kollektive Bestrafung und den Beschuss von Zivilisten beinhalten. Sie rief Israel außerdem auf, die Blockade des Gazastreifens zu beenden.

Lieferung von Hilfsgütern

Am Montag sollen auf Anweisung des israelischen Verteidigungsministers Ehud Barak 100 Lastwagen mit Lebensmitteln, Medikamenten und humanitären Hilfsgütern in den von der radikal- islamischen Hamas beherrschten Gazastreifen gelassen werden. Außerdem solle Treibstoff und Gas zum Kochen und Heizen über eine Pipeline in das Gebiet transportiert werden, berichteten israelische Medien.

Der amtierende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert erläuterte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Telefon die israelischen Beweggründe für die Offensive. Laut israelischen Medienangaben betonte Olmert, Ziel seien die Hamas und andere palästinensische Terrorgruppen und nicht die Zivilbevölkerung.

Flucht nach Ägypten

Am Sonntag hatte die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben 30 Angriffe geflogen. Dabei seien mehr als 70 Ziele bombardiert worden, mehr als die Hälfte davon seien Schmugglertunnel unter der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten gewesen. Hunderte Palästinenser versuchten, über den Grenzzaun nach Ägypten zu gelangen. Dabei wurden sie jedoch von ägyptischen Grenzpolizisten zurückgedrängt.

Bei Rafah kam es zu Zusammenstößen. Nach Angaben des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira wurden mindestens ein ägyptischer Grenzwächter und ein palästinensischer Jugendlicher getötet.

Bodenoffensive in Vorbereitung

Israel hatte am Samstag eine Militäroffensive begonnen, um gegen den fortwährenden Raketenbeschuss durch militante Palästinenser vorzugehen. Ministerpräsident Olmert stimmte die Bevölkerung auf eine längere Auseinandersetzung mit den militanten Palästinensergruppen im Gazastreifen ein. Die israelische Armee hat erstmals seit dem Libanonkrieg vom Sommer 2006 rund 6500 Reservisten einberufen. Israel droht im Falle einer Fortsetzung des Raketenbeschusses mit einer Bodenoffensive. Ziel sind dann zuerst Raketenabschussrampen im nördlichen Gazastreifen.

Zur Vorbereitung eines möglichen Bodeneinsatzes rollten am Sonntag zahlreiche gepanzerte Fahrzeuge in Richtung Gazastreifen. Israel will mit seiner Offensive mit der Bezeichnung "Gegossenes Blei" die ständigen Raketenangriffe militanter Palästinenser auf das israelische Grenzgebiet unterbinden. Nach Angaben der israelischen Polizei schlugen am Sonntag mehr als 40 Raketen auf israelischem Boden ein.

UN fordern Ende der Gewalt

Der UN-Sicherheitsrat forderte nach einer Dringlichkeitssitzung in New York einen sofortigen Stopp aller Militäraktionen im Gazastreifen. Das Gremium war auf Antrag Libyens zusammengetreten. Auf eine explizite Verurteilung der israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen konnte sich der Rat jedoch nicht einigen. Zuvor hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den "unverhältnismäßigen" Einsatz von Gewalt kritisiert. Wie ein Sprecher am Samstag in New York mitteilte, verurteilte Ban zudem die anhaltenden Raketenangriffe militanter Palästinenser auf Israel.

Die USA mahnten Israel zur Zurückhaltung. US-Außenministerin Condoleezza Rice machte aber die Hamas für die Eskalation der Gewalt verantwortlich, da sie die Waffenruhe beendet habe.

Abbas macht Hamas verantwortlich

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas machte am Sonntag die Hamas für die schweren israelischen Angriffe auf den Gazastreifen zumindest mitverantwortlich. "Wir haben ihnen eindringlich nahegelegt, die Waffenruhe mit Israel nicht zu beenden", sagte Abbas auf einer Pressekonferenz in Kairo. Der Chef des Hamas-Politbüros, Chaled Maschaal, kündigte Vergeltung an und rief die Palästinenser zu einem Volksaufstand gegen Israel auf.

Die EU verurteilte sowohl die israelischen Bombenangriffe als auch den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier befürchtet, dass der Gazastreifen "erneut in einer Spirale der Gewalt" versinken könnte.

(dpa, AFP, N24)

29.12.2008 06:25 Uhr

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