Kaum Transfer-Kracher
Bundesliga fährt den Sparkurs
Die Fußball-Bundesligisten sind auf Sparkurs: Angesichts der Finanzkrise sind die Vereine nicht mehr zu großen Einkäufen bereit. Einzig Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach hat zugeschlagen.
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Der VfB Stittgart zeigte sich bei Junioren-Nationalspieler Timo Gebhart gar nicht geizig und überwiesen geschätzte drei Millionen Euro an Zweitligist 1860 München.
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Der Kleinste ist 2009 der Größte: Messi, der 1,69 Meter kleine Dribbelkünstler vom FC Barcelona, ist zu Europas Fußballer des Jahres gekürt worden.
Bei der Wahl zum "Goldenen Ball" erreichte der Zauberfloh überragende 473 Punkte. Damit hat der Argentinier einen riesigen Vorsprung zu Cristiano Ronaldo auf Platz zwei (240 Punkte). Das wird den Glamourboy ärgern, ...
... war der Portugiese doch 2008 noch der europäische Fußballkönig. Messi wie Ronaldo stehen damit in einer langen Tradition. Die Wahl zu Europas Besten gibt es nämlich schon ...
... seit 1956. Erster Titelträger war damals der Rechtsaußen Sir Stanley Matthews, auch bekannt unter dem Spitznamen "The Wizard of the Dribble".
Ein Jahr später ging die Auszeichnung an Alfredo Di Stefano, Stürmerstar von Real Madrid. "La Saeta Rubia" ("Der blonde Pfeil") musste den Titel 1958 ...
... zwar an seinen Mannschaftskollegen Raymond Kopa aus Frankreich abgeben, doch er durfte sich ...
... 1959 erneut bester Fußballer Europas nennen. Der über 80-Jährige ist den Königlichen immer noch eng verbunden und noch gut unterwegs.
Real Madrids Erzfeind, der FC Barcelona, stellte 1960 den besten Kicker. Mittelfeldmann Luis Suarez spielte 32 Mal für die spanische Nationalelf.
Der Argentinier Omar Sivori spielte von 1957 bis 1965 für Juventus Turin und räumte 1961 den Titel ab.
Josef Masopust ist DAS Idol des tschechischen Fußballs, ist dort Spieler des Jahrhunderts. Mit Dukla Prag wurde Masopust acht Mal Meister. 1962 kam die Ehrung zum Besten Europas.
1963 dann endlich ein Torwart. "Die schwarze Krake" nannten seine Gegner den sowjetischen Keeper Lew Jaschin, der für sein Land und Dynamo Moskau die Hütte hütete.
Im Jahr 1964 ging die Ehre nach 1956 erstmals wieder auf die Insel. Der Schotte Denis Law, in Diensten von Manchester United, arbeitet heute als Kommentator für Radio und Fernsehen.
Der im heutigen Mosambik geborene portugiesische Star Eusébio ("Der schwarze Panther") gewann mit Benfica Lissabon zehn Mal die Meisterschaft, wurde 1962 Europapokalsieger der Landesmeister und drei Jahre später zum besten europäischen Kicker gewählt.
Manchester United war die sportliche Heimat von Sir Bobby Charlton. Der Europafußballer 1966 bejubelt im Bild das umstrittene Wembley-Tor. War er drin oder nicht?
Links im Bild zu sehen ist der Preisträger von 1967, der Ungar Florian Albert.
Ende der 60er Jahre wurden Fußballer immer häufiger auch Pop-Ikonen - wie etwa George Best, nordirischer Mittelfeldmann von Manchester United. Best verfiel nach seiner Karriere dem Alkohol und starb 2005. 1968 wurde er bester Fußballer des Kontinents.
Dies ist nicht etwa der junge Paul McCartney, sondern der Italiener Gianni Rivera von AC Milan. Heute sitzt der Träger des "Goldenen Balls" von 1969 als Abgeordneter im Europaparlament.
Der erste deutsche Europafußballer war 1970 Gerd Müller (links hinten). Der "Bomber der Nation" schoss Tore am Fließband, die er auf zum Teil eigen- und einzigartige Art und Weise zustande brachte.
Rechts im Bild bejubelt Johan Cruyff den Europapokalsieg von Ajax Amsterdam. Wer Europas bester Fußballer Anfang der 70er war, wurde heftig diskutiert. 1971 fiel die Wahl auf Cruyff, ...
... ein Jahr später war es Kontrahent Franz Beckenbauer. Die deutsche "Lichtgestalt" musste sich 1973 aber ...
... wieder dem inzwischen zum FC Barcelona gewechselten Holländer geschlagen gegeben. Cruyff behielt den Titel ...
... auch im Jahr von Beckenbauers großem Triumph, dem WM-Sieg 1974.
Dynamo Kiew hieß der Verein, für den Oleg Blochin 1975 spielte, als er den Titel erhielt. Später war Blochin auch Coach der ukrainischen Nationalmannschaft.
Lange ist es her, das die Bundesliga Hort der besten Fußballspieler Europas war. 1976 räumte Franz Beckenbauer den Preis ein zweites Mal ab.
Ihm folgte der Däne Allan Simonsen, der für Borussia Mönchengladbach auflief.
HSV-Stürmerstar Kevin Keegan aus England ließ 1978 die Konkurrenz hinter sich und ...
... konnte seinen Erfolg 1979 wiederholen. Das Foto zeigt Keegan im Zweikampf mit dem "Terrier vom Bökelberg", Berti Vogts.
Zwei Jahre in Folge kam der Fußballer Europas wieder aus Deutschland. Der Bayern-Stürmer Karl-Heinz Rummenigge ...
... ist heute Vorstandsvorsitzender in München.
Rummenigge wechselte später übrigens nach Italien. Von dort kommt auch Paolo Rossi, Stürmer bei Juventus Turin. Er erhielt den "Goldenen Ball" 1982.
Bei Juventus Turin stand auch Michel Platini unter Vertrag. Er hatte den Titel von 1983 bis 1985 gebucht.
Kein Wunder: 1984 gewann er mit Frankreich die Europameisterschaft und ...
... wurde dabei mit neun Treffern Torschützenkönig.
1986 gab es die UdSSR noch und von dort kam der Beste des Jahres 1986. Bei der WM in Mexiko fiel der Flügelflitzer von Dynamo Kiew, Igor Belanow, auf und verdiente sich so die Lorbeeren.
Gegen Ende der 90er Jahre wurde auch die deutsch-holländische "Freundschaft" wiederbelebt. Das spiegelt sich auch bei den Preisträgern des "Goldenen Balls" wider. 1987 ging die Trophäe an Ruud Gullit.
Marco van Basten war der absolute Star der Europameisterschaft 1988, gewann den Titel mit seinem Team, wurde Torschützenkönig und Bester des Jahres.
Der Milan-Star konnte den Titel ein Jahr später, 1989, verteidigen.
Deutschland lief den Holländern dann 1990 den Rang ab. Der WM-Titel in Italien brachte "Leitwolf" Lothar Matthäus den Titel Europas Fußballer des Jahres ein.
1991 war dann mal wieder ein Spieler anderer Nationalität an der Reihe: Marseille-Stürmer Jean-Pierre Papin.
Aber nur, um den Titel 1992 wieder an einen altbekannten Holländer abzugeben: Marco van Basten.
1993 dann wieder Juve. Der Italiener Roberto Baggio, UEFA-Cup-Sieger im selben Jahr, wurde ein Jahr später zur tragischen Figur, als er im Elfmeterschießen des WM-Finales gegen Brasilien den Letzten verschoss.
In den folgenden beiden Jahren ging die Auszeichnung an Spieler aus Länder, die im Fußball sonst keine große Rolle spielen. 1994 gewann der Barca-Kicker Christo Stojtschkow aus Bulgarien, ...
... 1995 der liberianische Milan-Stürmer George Weah.
Das Golden Goal von 1996 machte Oliver Bierhoff unsterblich, Deutschland zum Europameister und Matthias Sammer zu einem heiß gehandelten Führungsspieler. Der damals für Dortmund spielende Sachse wurde zum Besten 1996 erkoren.
Das heutige Berufsmoppelchen Ronaldo aus Brasilien wurde bester Fußballer Europas 1997.
Er gilt vielen als der perfekteste Fußballer, den es je gab: Zinedine Zidane war technisch beschlagen, torgefährlich und ein absoluter Lenker. Der Franzose algerischer Herkunft führte sein Nationalteam 1998 zum WM-Sieg und wurde als Bester geadelt.
Der FC Barcelona wusste 1999 den Brasilianer Rivaldo in seinen Reihen, der im selben Jahr bester Spieler Europas wurde.
Der Mann mit der großen Nase ist Frauenschwarm und portugiesischer Fußball-Gott: Luis Figo, 2000 zu Real Madrid gewechselt.
Kaum einer kann schneller laufen als der Engländer Michael Owen. Der Liverpooler Stürmer stach die Konkurrenz 2001 bei der Wahl zum besten Fußballer Europas aus.
2002 kam die große Renaissance von Ronaldo. Lange war er verletzt, kam aber bei der WM wieder groß raus und wechselte zu Real Madrid. Dort ging es dann zwar wieder bergab, zum Triumph bei der Besten-Wahl reichte es aber noch.
Pavel Nedved von Juventus Turin und tschechischer Nationalspieler gewann 2003 den Titel.
Im Jahr darauf ging die Trophäe in die Ukraine, beziehungsweise zum AC Mailand, an Andrej Schewtschenko.
Ausnahmetechniker Ronaldinho macht einfach Spaß. Wennd er Brasilianer zu tricksen anfängt, fallen den Gegenspielern die Kinnladen runter. Kein Wunder, dass er Europas Bester 2005 wurde.
Im Vergleich zu Ronaldinho ist Fabio Cannavaro von Real Madrid eher ein Zerstörer. Weil er das aber so gut kann, ehrten ihn die Sportjournalisten 2006.
Na, na, Herr Kaka. Kein Grund, sich zu grämen. Andere würden sich freuen, wenn sie Europas bester Fußballer 2007 geworden wären.
Und jetzt eben Cristiano Ronaldo. Dauer-Heulsuse oder Super-Kicker? Entscheiden Sie selbst.
Der FC Bayern, sonst Klassenprimus der Bundesliga, wenn es ums Geldausgeben geht, hielt sich vor der Saison 2008/2009 in Sachen Neuzugängen zurück. Wichtigster Einkauf ist Tim Borowski von Werder Bremen - und den bekam Uli Hoeneß für lau.
Für den kurzfristig nach Hamburg gewechselten Marcell Jansen kommt der italienische Weltmeister Massimo Oddo. Er ist aber nur ausgeliehen. Was das kostet, ist nicht bekannt.
Außerdem holten die Münchener noch einen erfahrenen Mann für die Auswechselbank. Torwart Hans-Jörg Butt, zuletzt in Diensten von Benfica Lissabon, dient als Ersatz, falls Michael Rensing einmal ausfallen sollte. Auch er kostete die Bayern nichts.
Apropos Torhüter bei Bayern: Er ist es nicht mehr. Oliver Kahn, Legende zwischen den Pfosten, hat im Sommer seine Karriere beendet.
Im hohen Norden war man spendabler als in Bayern. Werder Bremens neuer Verteidiger Sebastian Prödl hat schlappe 2,5 Millionen Euro gekostet. Der Österreicher kommt von Sturm Graz.
Er ist der Überraschungsheimkehrer der Saison: Claudio Pizarro spielte bereits von 1999 bis 2001 bei Werder Bremen, wohin er nun wieder zurückkehrte. Nach sechs Jahren bei den Bayern und einer erfolglosen Chelsea-Saison stürmt er wieder in grün-weiß.
Ein neuer Stürmer tat Not, weil Ivan Klasnic die Bremer in Richtung Nantes verließ. Nach überstandener Nierentransplantation und Vorwürfen gegen die Vereinsärzte gab es kein Vertrauen mehr zwischen ihm und der Clubführung.
Tief in die Schatulle griff auch Schalke 04. Für den Peruaner Jefferson Farfán legten die Gelsenkirchener schlappe zehn Millionen Euro hin.
Und den Niederländer Orlando Engelaar ließen sie sich 5,5 Millionen kosten.
Kein Schalker mehr ist Sören Larsen. Der Däne ging für 3 Millionen Euro zum FC Toulouse.
Beim HSV spielt künftig Mladen Petric. Der Kroate war bei Borussia Dortmund nicht so recht glücklich. In Hamburg wagt er den Neuanfang.
In letzter Minute schlug der HSV bei Marcell Jansen zu. Der Nationalverteidiger kommt von Bayern München. Was er kostete? Psst ...
Ebenfalls kurz vor Ende der Transferphase kam der Brasilianer Alex Silva in die Hansestadt. Die 6,2 Millionen Ablöse gehen an den FC Sao Paolo.
Wenige Tage bevor die Transferliste schloss, geriet der HSV noch einmal in einen wahren Kaufrausch: Sie holten auch Alex Silvas Mannschaftskollegen von der olympischen Brasilienelf, Thiago Neves, für das Mittelfeld.
Zudem lockten die Hamburger zwei Freiburger Hoffnungsträger an die Waterkant. Jonathan Pitroipa kam ablösefrei, U21-Nationalspieler Dennis Aogo (Bild) wechselte für 1,3 Millionen den Club.
Ob die Neuzugänge diesen Weggang kompensieren können, ist fraglich: Für 15 Millionen und nach wochenlangem Poker ging der Holländer Rafael van der Vaart zu seinem Traumclub Real Madrid.
8,5 Millionen mehr im Sack und einen Störenfried weniger - so könnten die HSV-Verantwortlichen über den Verkauf von Vincent Kompany an Manchester City gedacht haben. Der Belgier fuhr, anstatt zur Vorbereitung zu erscheinen, lieber zu Olympia nach Peking.
Der einzige Verein, der - neben dem HSV - vor der Saison richtig mit Geld um sich warf, ist der VfL Wolfsburg. Von den rund 28 Millionen Euro, die er für neues Personal ausgab, gingen alleine 21 an den US Palermo - zum einen für Andrea Barzagli, ...
... zum anderen für Cristian Zaccardo.
Für ihn legte Wolfsburg 4 Millionen auf den Tisch: Zvjezdan Misimovic kam aus Nürnberg.
Der VfB Stuttgart hat sich Jan Simak gesichert. Der Tscheche galt schon einmal in Deutschland als Fußballhoffnung. Durch zahlreiche Eskapaden stellte er sich aber häufig ins Abseits, bevor er zurück nach Tschechien verschwand.
In der vergangenen Saison tauchte er in Jena wieder auf. Jetzt bekommen die Thüringer für ihn 800.000 Euro von den Schwaben.
Auch Jens Lehmann zog es zurück nach Deutschland. Der Ex-Nationalkeeper kam ablösefrei von Arsenal London und hütet in Stuttgart fortan die Hütte.
Am teuersten kam den Schwaben Khalid Boulahrouz zu stehen. Der Niederländer und Ex-Hamburger war dem VfB 5 Millionen wert. Er kam von Chelsea.
Fernando Meira verließ dagegen den VfB Stuttgart. Er kickt künftig für Galatasaray Istanbul, auf das Stuttgarter Konto fließen 5 Millionen Euro.
Nichts musste Bayer Leverkusen für Nationalstürmer Patrick Helmes ausgeben. Er kam über den Rhein vom 1. FC Köln.
Er soll unglaubliche 10 Millionen Euro gekostet haben. Der 20-jährige Brasilianer Renato Augusto kam von Flamengo und gilt als Perspektivspieler.
20 ist Carsten Ramelow nicht mehr, sondern schon 34. Grund für den Leverkusener Ex-Nationalspieler, die Kickstiefel an den Nagel zu hängen.
Und auch dieser Bayer-Oldie hörte auf: Der bosnische Legionär Sergej Barbarez ließ mit 36 Jahren das professionelle Fußballspielen sein.
Hannover 96 sicherte sich den Schweizer Abwehrrecken Mario Eggimann. Er kam für 1,4 Millionen vom KSC.
Jan Schlaudraff fasste beim FC Bayern nie richtig Fuß. Jetzt geht er für Hannover auf Torejagd und beschert Uli Hoeneß Einnahmen in Höhe von 2 Millionen.
Von Hannover in Rente: Thomas Brdaric hörte zum Saisonende auf.
Von Hannover zu 1860: Das ewige Talent Benjamin Lauth spielt nun in München. Kostenpunkt: 0 Euro.
Der defensive Mittelfeldmann Zlatan Bajramovic spielt nun am Main. Von Schalke zog es den Bosnier zu Eintracht Frankfurt. Der Transfer ging ablösefrei über die Bühne.
Etwas kostspieliger war für die Eintracht schon die Verpflichtung des Österreichers Ümit Korkmaz. Für den Nationalspieler von Rapid Wien legte Frankfurt 2,3 Millionen hin.
Wie gut, dass Frankfurts neuer Stürmer Nikos Liberopoulos vom AEK Athen kein Geld kostete ...
... andererseits: Im Gegenzug ging der Grieche Sotirios Kyrgiakos von Frankfurt nach Athen. Auch hier floss keine Ablöse.
Bei Schalke ging es Mimoun Azaouagh nicht so richtig prächtig. Beim VfL Bochum soll das jetzt besser werden. 700.000 Euro kostete er.
Ablösefrei kehrte der Iraner Vahid Hashemian ins Revier zurück. Er spielte schon von 2001 bis 2004 in Bochum.
Paul Freier lief schon 19 Mal für Deutschland auf, zwischen 1996 und 2004 spielte er beim VfL Bochum - jetzt wieder: Für 1,1 Millionen kam er von Leverkusen.
Teuerster Neu-Dortmunder: Neven Subotic brachte Mainz 05 3,5 Millionen Euro ein.
Für 2,5 Millionen kam Patrick Owomoyela von Werder Bremen zu Klopps neuem Club.
Tamás Hajnal glänzte vergangene Saison bei Karlsruhe. In dieser Spielzeit soll der 1,25-Millionen-Euro-Mann in Dortmund sein Können unter Beweis stellen.
Er und "Kloppo" sind unzertrennlich: Schon bei Mainz spielte der Ägypter Mohamed Zidan unter Jürgen Klopp. Zu Dortmund kam er vom Hamburger SV.
Für den voraussichtlich lange verletzten Abwehrmann Dede holten die Borussen den Südkoreaner Young-Pyo Lee von Tottenham Hotspurs (hier im Zweikampf mit Wayne Rooney).
Einer der letzten der alten "Mannheimer Schule" tritt ab: Christian Wörns, seines Zeichens beinharter Manndecker vom Typ "Jürgen Kohler".
Ganz schön teuer für einen Zweitliga-Angreifer: Borussia Mönchengladbach überwies 2,6 Millionen Euro für den Franzosen Karim Matmour an den SC Freiburg. Matmour ist aber noch jung - der Kauf könnte sich also rentieren.
Der finanzstarke Dorfverein 1899 Hoffenheim gab insgesamt rund 11 Millionen für neue Spieler aus. 3,2 Millionen kostete allein Andreas Beck vom VfB Stuttgart.
Brasilianer Wellington kam für 4,5 Millionen von Internacional. Mit 20 Jahren kann aus ihm noch ein Großer werden - hoffen zumindest die Hoffenheimer.
Bei Werder hat Pierre Womé nie überzeugt. Jetzt wechselte er ablösefrei zu Aufsteiger Köln. Mal sehen, ob es da besser wird.
Patrick Helmes ist weg, Manasseh Ishiaku vom MSV Duisburg soll die Lücke bei Köln schließen. Der Nigerianer kostete 2 Millionen Euro.
Schmerzhafte Mode: Sich ein Tattoo stechen zu lassen, ist keine angenehme Sache. Dafür ...
... sieht es nachher umso schicker aus. Wie dieses Exemplar, eines der bekanntesten; ...
... das geflügelte Kreuz im Nacken von Englands Superstar David Beckham.
Fußballer lieben es, ihre Körper zu verzieren. Mitunter ist das ein wenig prahlerisch. Dieser Gladiator ...
... gehört zu Italiens Ex-Kapitän Francesco Totti.
Oder die Tattoos entlarven Fußballer als ein bisschen selbstverliebt. Was diesen Herren dazu bewogen hat, ein Kinderfoto von sich selbst stechen zu lassen ...
... weiß er wohl nur selbst: Paradiesvogel Marcelinho.
Nur ein Beispiel dessen, was sich ...
... Torsten Frings auf seinen Körper stechen ließ. Der Bremer gilt als "Mr. Tattoo" im deutschen Team.
Doch Frings ist bei weitem nicht der einzige deutsche Nationalspieler, der seinen Körper verzieren ließ. "Scorpion" steht für das verewigte Sternzeichen von ...
... HSV-Verteidiger Marcell Jansen.
Oder dieser Tiger - er gehört zu ...
... Flügelflitzer David Odonkor.
Zum Vorschein kommen die Tätowierungen der Kicker eigentlich fast immer nur dann, wenn sie sich entblößen. Dieses hier war nur zu sehen, ...
... weil sich Antonio Cassano leicht bekleidet über Italiens Viertelfinaleinzug bei der Euro 2008 freut.
Und dieser Panther machte im Rahmen einer Unterwäsche-Werbekampagne ...
... Schwedens Frederik Ljungberg zum Sexsymbol.
Weniger beliebt, vor allem in Frankreich, ist der Träger dieser Tattoos.
Denn der Unterarm gehört zu Marco Materazzi, der im WM-Finale den damaligen französischen Kapitän zur Weißglut gebracht hatte.
Was natürlich, neben Symbolen und Bildern, beliebt ist: sich den Namen der Freundin auf den Arm schreiben zu lassen. "Coleen" ...
... ist der Vorname von Wayne Rooeys Gattin.
Weniger glücklich ist der Träger dieses Tattoos damit, dass er den Namen seiner Frau Adrijana auf dem Handgelenk stehen hat.
So heißt die Frau von Kroatiens Coach Slaven Bilic - die Ehe der beiden wurde geschieden.
Die ganz großen Transfer-Kracher haben die Fußball-Bundesligisten zumindest bis Silvester nicht präsentiert. Gaben die Vereine vor einem Jahr noch etwa 48 Millionen Euro für Wintereinkäufe aus, fahren die meisten Manager angesichts der Finanzkrise derzeit den Sparkurs. Einzig Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach ging bereits auf große Shoppingtour und griff dabei anders als die Konkurrenz nicht in der Schnäppchen-Abteilung zu.
Borussen kaufen für fünf Millionen ein Rund fünf Millionen Euro gaben die "Fohlen" für die vier Neuzugänge Tomas Galasek (Banik Ostrau), Dante Bonfim Castro (Standard Lüttich), Paul Stalteri (Tottenham Hotspur) und Logan Bailly (KRC Genk) aus. "Die fehlende Balance ist wiederhergestellt. Jetzt gibt es nur ein Ziel. Wir wollen in der Bundesliga bleiben", sagte Sportdirektor Max Eberl.
Stuttgart mit teuerstem Spieler Den bislang teuersten Spieler verpflichtete jedoch der VfB Stuttgart am Dienstag. Die Schwaben zeigten sich bei Junioren-Nationalspieler Timo Gebhart gar nicht geizig und überwiesen geschätzte drei Millionen Euro an Zweitligist 1860 München. "Mein Ziel war immer die Bundesliga. Ich möchte meine Stärken einbringen und den Sprung zum Stammspieler schaffen", sagte der 19-Jährige.
Prominenter Neuzugang zum Nulltarif Der prominenteste Neuzugang der Winterpause kommt allerdings zum Nulltarif. Der ehemalige Nationaltorhüter Timo Hildebrand versucht nach dem gescheiterten Spanien-Abenteuer beim Tabellenführer 1899 Hoffenheim einen Neuanfang. "Das gesamte Modell Hoffenheim hat mich überzeugt. Ich habe im Fernsehen verfolgt, welch super Fußball hier gespielt wird", erklärte Hildebrand, der beim Gehalt finanzielle Abstriche gemacht haben soll.
Bayern ungewohnt zurückhaltend Meister Bayern München verhält sich auf dem Transfermarkt wie bereits im Sommer ungewohnt zurückhaltend. Einzig der US-Amerikaner Landon Donovan, der von Los Angeles Galaxy ausgeliehen wird, steht als Neuzugang fest. Aber die Gerüchteküche brodelt und spuckt nahezu täglich neue Namen aus, so wie zuletzt die beiden russischen Nationalspieler Anatolij Timoschtschuk und Andrej Arschawin.
Podolski will nach Köln zurück Die Bayern verlassen würde gerne Bankdrücker Lukas Podolski - und zwar in Richtung Heimat zum 1. FC Köln. Allerdings sind beide Klubs bei der Ablöse noch meilenweit voneinander entfernt. Zudem buhlen auch Werder Bremen, der Hamburger SV und der AS Rom um den 23 Jahre alten Nationalstürmer. Mittlerweile scheint ein Wechsel im Sommer jedoch wahrscheinlicher.
Kellerkinder kaufen ein Naturgemäß sind es auch in diesem Jahr die Kellerkinder, die mit Wintertransfers zum letzten Strohhalm greifen. Neben "Großinvestor" Gladbach waren auch die unmittelbaren Konkurrenten aktiv. So verpflichtete Energie Cottbus für 350.000 Euro den brasilianischen Stürmer Adi (von Austria Wien), um die desolate Torquote von nur zwölf Hinrunden-Treffern zu verbessern.
Dagegen setzt der Karlsruher SC auf Altbewährtes. So kehren die "verlorenen Söhne" Giovanni Federico (auf Leihbasis von Borussia Dortmund) und Marco Engelhardt (für 300.000 Euro vom 1. FC Nürnberg) zurück zu den Badenern.
Arminia Bielefeld dagegen hofft, im "Transfer-Lotto" mit Vlad Munteanu das richtige Los gezogen zu haben. Der rumänische Mittelfeldspieler wurde für ein halbes Jahr von Ligakonkurrent VfL Wolfsburg ausgeliehen.
(Jörg Soldwisch,sid, N24)
30.12.2008 19:23 Uhr