Fußball: Mailand-Debüt

HSV kann sich auf David Beckham freuen

Ein schöneres Geschenk hätte David Beckham den HSV-Fans zum neuen Jahr nicht machen können. Der Fußballstar wird seine erste Partie für den AC Mailand gegen die Hamburger bestreiten.

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David Beckham bereitet sich auf den HSV vor.
Auch wenn 2008 nicht ganz so lief wie erhofft ("nur" Bornze statt ersehntem Gold in Peking), kann sich Turner Fabian Hambüchen über einen Jahresverdienst ...
... von rund 900.000 Euro freuen. Damit lässt sich die Olympia-Niederlage schon irgendwie verkraften.
In derselben Verdienstklasse rangiert auch Tischtennis-Ass Timo Boll, der 2008 seine lange Erfolgsliste mit Olympia-Mannschaftssilber, Europameister im Einzel, Doppel und mit der Mannschaft fortgeschrieben hat.
Zum Star des Wintersports avancierte Magdalena Neuner in diesem Jahr. Dank zahlreicher Erfolge im Biahtlon und geschickter Vermarktung knackt sie die Millionengrenze beim Jahresverdienst: 1,2 Millionen Euro.
Dem steht auch Eisschnellläuferin Anni Friesinger nicht nach: Auch wenn sie ihren Start in die neue Saison verletzungsbedingt verschieben musste, 1,2 Millionen Euro kann sie in diesem Jahr ihr Eigen nennen.
1,3 Millionen Euro hat Nicolas Kiefer in diesem Jahr angehäuft und zeigt damit dem Nachwuchs: Auch als durchschnittlicher Tennisspieler muss man nicht am Hungertuch nagen.
Dick abgesahnt wird natürlich in der Formel 1, auch wenn "Babyface" Sebastian Vettel mit 1,5 Millionen Euro und ...
... Timo Glock mit 2 Millionen Euro Jahresverdienst noch eher für die Kaffekasse wirtschaften. Da ist noch jede Menge Luft zu den Kollegen Hamilton und Alonso.
Er gehört zwar nicht zu den Superverdienern in der NHL, aber bei den deutschen Top-Geldschefflern ist der Verteidiger der San Jose Sharks, Christian Erhoff, mit 2,2 Millionen Euro locker dabei.
Zwar wenig im Licht der Öffentlichkeit, aber ein gefülltes Bankkonto dank des Golfsports: Martin Kaymer kommt auf ein Jahressalär von 2,3 Millionen Euro. Damit liegt er nur knapp ...
... hinter dem inzwischen 51-Jährigen Altmeister Bernhard Langer (2,5 Millionen Euro).
Zwei weitere NHL-Profis, die zu Deutschlands sportlichsten Geldschefflern gehören: Marco Sturm von den Boston Bruins mit 2,8 Millionen Euro ...
... und Jochen Hecht von den Buffalo Sabres mit 3 Millionen Euro.
Boxer Arthur Abraham ließ sich in diesem Jahr mit 2,5 Millionen Euro berieseln, während Kollege ...
... Felix Sturm über 3,8 Millionen Euro jubelte. Im Vergleich zu den Topverdienern in dieser Sportart gehört ihr Jahressalär aber noch in die Kategorie "Peanuts".
Mit 4 Millionen Euro pro Jahr gehört Mirosvlav Klose deutschlandweit schon zu den Topverdienern. International ist das noch ausbaufähig.
Noch einmal die Formel 1. Nico Rosberg fuhr in diesem Jahr 6 Millionen Euro ein, ...
... während Kollege Nick Heidfeld nochmal drei Millionen Euro mehr scheffelte. Die obere Gehaltskategorie ist aber weit entfernt: "Schumi" trug in seinen besten Zeiten rund 65 Millionen Euro pro Jahr nach Hause.
Er ist und bleibt Deutschlands Top-Fußballverdiener: Michael Ballack bekommt vom FC Chelsea und aus diversen Werbeverträgen 10 Millionen Euro.
Deutschlands Topverdiener 2008 wird in den USA bezahlt: Bei den Dallas Mavericks sahnte Dirk Nowitzki in diesem Jahr 14,5 Millionen Euro ab.
Für Usain Bolt haben sich zwei Weltrekorde und drei Goldmedaillen bei Olympia ausgezahlt. Der Sprinter aus Jamaika verbuchte ...
... 2008 zwei Millionen Euro. Schwerreich wird man damit aber nicht: International ist er weit weg von den Topverdienern.
Sie hat in ihrer Karriere bereits 24 Mal den Weltrekord im Stabhochsprung der Frauen verbessert - und im Gleichschritt auch das Konto aufgefüllt: Jelena Issinbajewa.
Der erfolgreichste Olympia-Starter aller Zeiten kam aus Peking mit acht Goldmedaillen und in diesem Jahr ...
... mit 8,5 Millionen Euro heim. Zu den internationalen Großverdienern gehört der Mann mit den überdimensionalen Händen und Füßen, Michael Phelps, aber auch nicht.
Endlich Formel1-Weltmeister - einen Sprung bei den Jahreseinnahmen wird es aber erst 2009 geben. Lewis Hamilton, hier bei der Bambi-Verleihung mit Sylvie van der Vaart und Boris Becker,...
... muss sich vorerst noch mit 8,5 Millionen Euro begnügen. Für 2009 prognostiziert Forbes dem jüngsten Weltmeister aller Zeiten im Übrigen Jahreseinnahmen von schlappen 100 Millionen Euro.
Der Brasilianer Kaka gehört zu den Topverdienern des Fußballs: 11 Millionen Euro pro Jahr ist er dem AC Milan wehrt. Damit liegt er nur knapp hinter ...
... Zlatan Ibrahimovic vom Stadtrivalen Inter, der eine Million pro Jahr mehr einstreicht.
Tennisprofi Rafael Nadal spielt pro Jahr 14,5 Millionen Euro ein, ...
... während es US- Baseballstar Jason Giambi locker auf 18,5 bringt ...
... und Basketballspieler Kevin Garnett von den Boston Celtics der 19,5 Millionen Euro nach Hause trägt.
Langsam geht's in die 1. Liga der sportlichen Schwerverdiener: Die 20-Millionen-Euro-Grenze geknackt haben die Formel1-Piloten Kimi Räikkönen ...
... und Fernando Alonso.
Die bestverdienende Frau im internationalen Vergleich ist in diesem Jahr Maria Scharapowa. Die russische Tennisspielerin hat 20,5 Millionen Euro auf der hohen Kante.
Wer Earnhardt heißt, muss auch schwer verdienen: In diesem Auto hält Dale Earnhardt Jr. in der amerikanischen NASCAR-Serie den Fuß auf's Gas ...
... und bekommt dafür 24,5 Millionen Euro pro Jahr. Im internationalen Ranking liegt er damit auf Platz zehn.
Auch beim Kollegen Jeff Gordon, der in der gleichen Rennserie unterwegs ist, fährt das Geld mit.
So sieht der Rennfahrer aus, der 25,5 Millionen Euro pro Jahr bekommt und damit auf Platz neun rangiert.
Platz acht: Die Korbjagd in der NBA von LeBron James wurde in diesem Jahr mit 31,6 Millionen Euro belohnt.
Nicht im Formel1-Boliden, sondern auf dem Motorrad sitzt der Topvediener des Rennsports: Der MotoGP-Weltmeister Valentino Rossi aus Italien ...
... schafft es auf stattliche 32 Millionen Euro und rangiert damit auf Platz sechs.
Für 33 Millionen Euro Jahresverdienst lässt man sich auch mal die Nase platt hauen: Oscar de la Hoya boxt sich auf Rang fünf.
Seine sportliche Karriere hat er zwar längst beendet, doch seine Werbeverträge werfen immer noch gut Asche ab. 35,5 Millionen Euro gab's für Michael Jordan in diesem Jahr, was ihm Platz vier einbringt.
Auf das Siegertreppchen hat es Fußball-Schwerverdiener David Beckham geschafft. 47,5 Millionen brachte der LA-Galaxy-Star in diesem Jahr nach Hause.
Da er fußballerisch nicht aus der Übung kommen will, überwintert er beim AC Milan. Da freut sich auch das Konto.
Golf und Geld - das passt in den USA zusammen. Platz zwei der Topverdiener geht an den Profi-Golfer Phil Mickelson mit 49,5 Millionen verdienten Euro.
Damit steht er aber immer noch weit im Schatten seines auch wesentlich bekannteren Kollegen Tiger Woods.
Er ist der reichste Sportler das Jahres 2008: 91 Millionen Euro sackte er ein - das sind rund 250.000 Euro pro Tag.
Dabei war er nur als Teilzeitarbeitnehmer unterwegs: Wegen einer Knie-OP konnte er seit Juni den grünen Rasen nicht mehr betreten. Da blieb sicher genug Zeit zum Geldausgeben.
David "Becks" Beckham ist laut -France Football- bestbezahlter Fußballer der Welt. Der Brite ...
...verdient 31 Millionen Euro im Jahr und das obwohl er derzeit in der lediglich als zweitklassig geltenden US-Liga MLS kickt.
Im Vorjahr verdiente der -Glamour boy- und englische Nationalkicker lediglich 17 Millionen Euro.
Brasiliens Ronaldinho, im vergangenen Jahr noch Bestbezahltester, kommt derzeit auf ein Jahressalär von 24,1 Millionen Euro - trotz Bankplatz beim FC Barcelona.
Lionel Messi, argentinischer Jungstar und ebenfalls beim FC Barcelona unter Vertrag, liegt mit 23 Millionen Euro auf Platz drei.
Über 19,5 Millionen Euro kann sich der Portugiese Cristiano Ronaldo freuen. Er gilt als derzeit bester Fußballer der Welt und spielt für den derzeitigen Premier-League-Spitzenreiter Manchester United.
Frankreichs Topstürmer Tierry Henry erzielt laut -France Football- ein Einkommen von 16,8 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren es für den Barca-Star noch 15,7 Millionen Euro.
Chelseas Kapitän John Terry kommt auch dank Herrn Abramowitsch auf ein Jahressalär von 13,9 Millionen Euro und liegt damit auf Platz sechs...
Michael Ballack ist sein Geld wert: Mit seinem 1:0 brachte er Chelsea auf die Siegerstraße. Die "Blues" treffen nun im Champions-League-Halbfinale auf die "Reds" von Liverpool.
Der einstige Weltfußballer Ronaldo, derzeit verletzt und außer Form, bekommt 13,4 Millionen Euro für sein fußballerisches Können - Platz acht. Vor einem Jahr waren es noch 15,2 Millionen Euro und Rang fünf.
Brasiliens neuer Star und Weltfußballer Kaka - in Diensten des AC Mailand - liegt derzeit auf Platz neun mit 12,9 Millionen Euro. Sein Marktwert dürfte aber weiter steigen.
Das Jahreseinkommen von Steven Gerrard, seines Zeichens Engländer und Kapitän des FC Liverpool, bezifferte -France Football- auf 11,8 Millionen Euro.
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Der Kleinste ist 2009 der Größte: Messi, der 1,69 Meter kleine Dribbelkünstler vom FC Barcelona, ist zu Europas Fußballer des Jahres gekürt worden.
Bei der Wahl zum "Goldenen Ball" erreichte der Zauberfloh überragende 473 Punkte. Damit hat der Argentinier einen riesigen Vorsprung zu Cristiano Ronaldo auf Platz zwei (240 Punkte). Das wird den Glamourboy ärgern, ...
... war der Portugiese doch 2008 noch der europäische Fußballkönig. Messi wie Ronaldo stehen damit in einer langen Tradition. Die Wahl zu Europas Besten gibt es nämlich schon ...
... seit 1956. Erster Titelträger war damals der Rechtsaußen Sir Stanley Matthews, auch bekannt unter dem Spitznamen "The Wizard of the Dribble".
Ein Jahr später ging die Auszeichnung an Alfredo Di Stefano, Stürmerstar von Real Madrid. "La Saeta Rubia" ("Der blonde Pfeil") musste den Titel 1958 ...
... zwar an seinen Mannschaftskollegen Raymond Kopa aus Frankreich abgeben, doch er durfte sich ...
... 1959 erneut bester Fußballer Europas nennen. Der über 80-Jährige ist den Königlichen immer noch eng verbunden und noch gut unterwegs.
Real Madrids Erzfeind, der FC Barcelona, stellte 1960 den besten Kicker. Mittelfeldmann Luis Suarez spielte 32 Mal für die spanische Nationalelf.
Der Argentinier Omar Sivori spielte von 1957 bis 1965 für Juventus Turin und räumte 1961 den Titel ab.
Josef Masopust ist DAS Idol des tschechischen Fußballs, ist dort Spieler des Jahrhunderts. Mit Dukla Prag wurde Masopust acht Mal Meister. 1962 kam die Ehrung zum Besten Europas.
1963 dann endlich ein Torwart. "Die schwarze Krake" nannten seine Gegner den sowjetischen Keeper Lew Jaschin, der für sein Land und Dynamo Moskau die Hütte hütete.
Im Jahr 1964 ging die Ehre nach 1956 erstmals wieder auf die Insel. Der Schotte Denis Law, in Diensten von Manchester United, arbeitet heute als Kommentator für Radio und Fernsehen.
Der im heutigen Mosambik geborene portugiesische Star Eusébio ("Der schwarze Panther") gewann mit Benfica Lissabon zehn Mal die Meisterschaft, wurde 1962 Europapokalsieger der Landesmeister und drei Jahre später zum besten europäischen Kicker gewählt.
Manchester United war die sportliche Heimat von Sir Bobby Charlton. Der Europafußballer 1966 bejubelt im Bild das umstrittene Wembley-Tor. War er drin oder nicht?
Links im Bild zu sehen ist der Preisträger von 1967, der Ungar Florian Albert.
Ende der 60er Jahre wurden Fußballer immer häufiger auch Pop-Ikonen - wie etwa George Best, nordirischer Mittelfeldmann von Manchester United. Best verfiel nach seiner Karriere dem Alkohol und starb 2005. 1968 wurde er bester Fußballer des Kontinents.
Dies ist nicht etwa der junge Paul McCartney, sondern der Italiener Gianni Rivera von AC Milan. Heute sitzt der Träger des "Goldenen Balls" von 1969 als Abgeordneter im Europaparlament.
Der erste deutsche Europafußballer war 1970 Gerd Müller (links hinten). Der "Bomber der Nation" schoss Tore am Fließband, die er auf zum Teil eigen- und einzigartige Art und Weise zustande brachte.
Rechts im Bild bejubelt Johan Cruyff den Europapokalsieg von Ajax Amsterdam. Wer Europas bester Fußballer Anfang der 70er war, wurde heftig diskutiert. 1971 fiel die Wahl auf Cruyff, ...
... ein Jahr später war es Kontrahent Franz Beckenbauer. Die deutsche "Lichtgestalt" musste sich 1973 aber ...
... wieder dem inzwischen zum FC Barcelona gewechselten Holländer geschlagen gegeben. Cruyff behielt den Titel ...
... auch im Jahr von Beckenbauers großem Triumph, dem WM-Sieg 1974.
Dynamo Kiew hieß der Verein, für den Oleg Blochin 1975 spielte, als er den Titel erhielt. Später war Blochin auch Coach der ukrainischen Nationalmannschaft.
Lange ist es her, das die Bundesliga Hort der besten Fußballspieler Europas war. 1976 räumte Franz Beckenbauer den Preis ein zweites Mal ab.
Ihm folgte der Däne Allan Simonsen, der für Borussia Mönchengladbach auflief.
HSV-Stürmerstar Kevin Keegan aus England ließ 1978 die Konkurrenz hinter sich und ...
... konnte seinen Erfolg 1979 wiederholen. Das Foto zeigt Keegan im Zweikampf mit dem "Terrier vom Bökelberg", Berti Vogts.
Zwei Jahre in Folge kam der Fußballer Europas wieder aus Deutschland. Der Bayern-Stürmer Karl-Heinz Rummenigge ...
... ist heute Vorstandsvorsitzender in München.
Rummenigge wechselte später übrigens nach Italien. Von dort kommt auch Paolo Rossi, Stürmer bei Juventus Turin. Er erhielt den "Goldenen Ball" 1982.
Bei Juventus Turin stand auch Michel Platini unter Vertrag. Er hatte den Titel von 1983 bis 1985 gebucht.
Kein Wunder: 1984 gewann er mit Frankreich die Europameisterschaft und ...
... wurde dabei mit neun Treffern Torschützenkönig.
1986 gab es die UdSSR noch und von dort kam der Beste des Jahres 1986. Bei der WM in Mexiko fiel der Flügelflitzer von Dynamo Kiew, Igor Belanow, auf und verdiente sich so die Lorbeeren.
Gegen Ende der 90er Jahre wurde auch die deutsch-holländische "Freundschaft" wiederbelebt. Das spiegelt sich auch bei den Preisträgern des "Goldenen Balls" wider. 1987 ging die Trophäe an Ruud Gullit.
Marco van Basten war der absolute Star der Europameisterschaft 1988, gewann den Titel mit seinem Team, wurde Torschützenkönig und Bester des Jahres.
Der Milan-Star konnte den Titel ein Jahr später, 1989, verteidigen.
Deutschland lief den Holländern dann 1990 den Rang ab. Der WM-Titel in Italien brachte "Leitwolf" Lothar Matthäus den Titel Europas Fußballer des Jahres ein.
1991 war dann mal wieder ein Spieler anderer Nationalität an der Reihe: Marseille-Stürmer Jean-Pierre Papin.
Aber nur, um den Titel 1992 wieder an einen altbekannten Holländer abzugeben: Marco van Basten.
1993 dann wieder Juve. Der Italiener Roberto Baggio, UEFA-Cup-Sieger im selben Jahr, wurde ein Jahr später zur tragischen Figur, als er im Elfmeterschießen des WM-Finales gegen Brasilien den Letzten verschoss.
In den folgenden beiden Jahren ging die Auszeichnung an Spieler aus Länder, die im Fußball sonst keine große Rolle spielen. 1994 gewann der Barca-Kicker Christo Stojtschkow aus Bulgarien, ...
... 1995 der liberianische Milan-Stürmer George Weah.
Das Golden Goal von 1996 machte Oliver Bierhoff unsterblich, Deutschland zum Europameister und Matthias Sammer zu einem heiß gehandelten Führungsspieler. Der damals für Dortmund spielende Sachse wurde zum Besten 1996 erkoren.
Das heutige Berufsmoppelchen Ronaldo aus Brasilien wurde bester Fußballer Europas 1997.
Er gilt vielen als der perfekteste Fußballer, den es je gab: Zinedine Zidane war technisch beschlagen, torgefährlich und ein absoluter Lenker. Der Franzose algerischer Herkunft führte sein Nationalteam 1998 zum WM-Sieg und wurde als Bester geadelt.
Der FC Barcelona wusste 1999 den Brasilianer Rivaldo in seinen Reihen, der im selben Jahr bester Spieler Europas wurde.
Der Mann mit der großen Nase ist Frauenschwarm und portugiesischer Fußball-Gott: Luis Figo, 2000 zu Real Madrid gewechselt.
Kaum einer kann schneller laufen als der Engländer Michael Owen. Der Liverpooler Stürmer stach die Konkurrenz 2001 bei der Wahl zum besten Fußballer Europas aus.
2002 kam die große Renaissance von Ronaldo. Lange war er verletzt, kam aber bei der WM wieder groß raus und wechselte zu Real Madrid. Dort ging es dann zwar wieder bergab, zum Triumph bei der Besten-Wahl reichte es aber noch.
Pavel Nedved von Juventus Turin und tschechischer Nationalspieler gewann 2003 den Titel.
Im Jahr darauf ging die Trophäe in die Ukraine, beziehungsweise zum AC Mailand, an Andrej Schewtschenko.
Ausnahmetechniker Ronaldinho macht einfach Spaß. Wennd er Brasilianer zu tricksen anfängt, fallen den Gegenspielern die Kinnladen runter. Kein Wunder, dass er Europas Bester 2005 wurde.
Im Vergleich zu Ronaldinho ist Fabio Cannavaro von Real Madrid eher ein Zerstörer. Weil er das aber so gut kann, ehrten ihn die Sportjournalisten 2006.
Na, na, Herr Kaka. Kein Grund, sich zu grämen. Andere würden sich freuen, wenn sie Europas bester Fußballer 2007 geworden wären.
Und jetzt eben Cristiano Ronaldo. Dauer-Heulsuse oder Super-Kicker? Entscheiden Sie selbst.
Das Sportjahr 2008 wurde von zwei absoluten Highlights beherscht: Der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz und den Olympischen Spielen in Peking. Kraftausdrücke und andere verbale Gefühlsausbrüche gab es aber mehr.
Mit dem Bild seiner verstorbenen Frau auf dem Podest sagte Gewichtheber Matthias Steiner nach seinem Olympiasieg: "Wahnsinn, Wahnsinn, ich kann das nicht erklären. Dieses Gold widme ich Susann."
"Noch eine Woche warmer Reis und mir wachsen Blätter." (Degenfechterin Imke Duplitzer über das Essen im olympischen Dorf)
"Man muss ehrgeizig sein wie ein Terrier, ...
... aber nicht so verbissen wie eine Bulldogge", sagte ...
... Mountainbike-Olympiasiegerin Sabine Spitz über ihr Erfolgsrezept.
"Das war das i-Tüpfelchen auf dem i-Tüpfelchen auf dem i- Tüpfelchen auf dem Sahnehäubchen." (Vielseitigkeitsreiter Hinrich Romeike zu seinem Olympia-Doppelsieg)
"Essen, schlafen und schwimmen, das ist alles, was ich kann." (Der achtmalige Schwimm-Olympiasieger Michael Phelps über sich)
"Mit einem vierten Platz kann man nur wenige Rechnungen bezahlen." (Diskuswerfer Robert Harting nach der knapp verpassten Medaille)
"Man fühlt sein Magengeschwür wachsen." (Hockey-Bundestrainer Markus Weise nach dem Siebenmeter-Krimi im olympischen Halbfinale gegen die Niederlande)
"Peking war toll - wenn nur die Radrennen nicht gewesen wären." (Die Olympia-Bilanz von Radprofi Stefan Schumacher)
Slaven Bilic, Fußball-Nationaltrainer Kroatiens sagte zum Europameisterschaftsspiel seiner Elf gegen Deutschland: "Robert Kovac weiß alles über Miroslav Klose, aber Klose weiß auch alles über Kovac. Es ist also ein Vorteil und ein Nachteil gleichermaßen."
"Hoffentlich hat die Frau Merkel demnächst nicht so viel Arbeit, die diplomatischen Beziehungen wieder zu verbessern." (Bayern-Manager Uli Hoeneß im April zum Engagement von Lothar Matthäus als Coach des israelischen Clubs Maccabi Netanya)
"Kokosnüsse." (Fußball-Bundestrainer "Jogi" Löw sagt, was ihn auf die Palme bringt)
"Ich stelle immer fest, dass die Spieler früher im Bett sind, wenn die Frauen im Hotel sind." (DFB-Teammanager Oliver Bierhoff während der Fußball-EM zum Familien-Besuch im Mannschaftshotel) (Im Bild: Bastian Schweinsteiger und Freundin Sarah Brandner)
"Es ist schön, wenn die Freundinnen mal ins Hotel kommen können und man früher ins Bett gehen kann." (Nationalspieler Philipp Lahm zum selben Thema)
"Immerhin bleibt die Schneefallgrenze so hoch, dass davon der EM- Spielbetrieb nicht negativ beeinflusst werden sollte. Selbst hoch geschlagene Flanken sollten ohne Vereisung des Balles im Strafraum ankommen." (Deutscher Wetterdienst vor der EM)
"Nee, allein der Gedanke schreckt mich schon. In kurzen Hosen da rumzulaufen, dass kann ich keinem mehr zumuten." (Franz Beckenbauer, warum er keine Lust hat, bei der EM zu spielen)
"Ein Trainer-Angebot aus Katar hatte ich schon. Aber da fehlen mir die Blumen rundherum." (Der zurückgetretene ehemalige Diskuswurf-Olympiasieger Lars Riedel im Juni zu seinen künftigen beruflichen Perspektiven)
"Der Frosch ist ins Milchglas gefallen. Jetzt kann er entscheiden, ob er ertrinken will oder so lange strampelt, bis aus der Milch Butter geworden ist und er raussteigen kann. Wir werden strampeln." (Frauen-Handball-Bundestrainer Armin Emrich)
"Willi hat mit Watte geworfen." (Box-Bundestrainer Adolf Angrick zum olympischen Erstrunden-Aus von Federgewichtler Wilhelm Gratschow) Man kann Watte aber auch essen!
"Wenn der Ball so aufgesprungen wäre, wie ich gedacht habe, hätte ich ihn gehalten, glaube ich." (Stuttgarts Torhüter Jens Lehmann im August über den ersten Gegentreffer beim 0:2 gegen Leverkusen am 2. Bundesliga-Spieltag)
"Wenn es hier nach Schweiß stinkt, bin ich das. Das Spiel war so aufregend." (BVB-Trainer Jürgen Klopp im September zu seinem Schalker Kollegen Fred Rutten auf dem Weg zur Pressekonferenz nach dem 3:3 im Derby)
"Ich beneide dich nicht, trink ein paar Wiesn-Maß heute Abend." (Rat von Bayern-Präsident Franz Beckenbauer an Trainer Jürgen Klinsmann im September nach dem 2:5-Heimdebakel gegen Bremen) ...
... "Ich nehme immer jeden Ratschlag von Franz gerne an, aber diesem werde ich nicht nachkommen." (Klinsmanns Antwort auf die Idee des Vereins-Präsidenten)
"Bitte nicht so schnell sprechen wie Hoffenheim gespielt hat." (Medienchef Andreas Kuhnt von Hannover 96 zu den Fragestellern in der Pressekonferenz nach dem 2:5 im Oktober gegen Hoffenheim)
"Wenn wir am Ende vor den Bayern stehen, steigen wir zu 100 Prozent nicht ab." (Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick nach dem 5:2 in Hannover)
"Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken." (Mittelfeldspieler Zvjezdan Misimovic vom 1. FC Nürnberg im Februar nach dem mageren 1:1 gegen Hansa Rostock)
"Bis zum 1:0 haben wir gut gespielt. Leider fiel das Tor schon in der 6. Minute." (Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler zum 2:0-Sieg in Frankfurt)
"Ich war sehr aufgeregt und musste vorher zweimal mehr pinkeln als sonst." (Trainer Hans Meyer zu seinem Comeback bei Borussia Mönchengladbach)
"Stell Dir vor, der zieht wirklich mal richtige Fußball-Schuhe an." (Bayern-Präsident Franz Beckenbauer über das rosafarbene Schuhwerk von Franck Ribéry und mögliche Leistungssteigerungen)
Österreichs Ski-Star Hermann Maier sagte über das bald vielleicht auf der Dopingliste stehende ...
... Potenzmittel Viagra: "Das betrifft unseren Sport nicht, weil bei uns nur keusch gelebt wird."
"Wir sind momentan gefühlter 19." (Trainer Armin Veh vom VfB Stuttgart drei Tage vor seiner Entlassung im November)
"Es ist eine Freude für mich, neben Uli (Hoeneß) auf der Bank zu sitzen - ...
... obwohl wir nicht immer einer Meinung sind." (Trainer Jürgen Klinsmann in einem dpa-Interview im Dezember über den Manager des FC Bayern München, der bei Spielen des deutschen Fußball- Meisters sein Bank-Nachbar ist)
Es geht natürlich auch anders ...

David Beckham wird im Testspiel am 6. Januar gegen den Hamburger SV in Dubai aller Wahrscheinlichkeit nach sein Debüt beim AC Mailand geben. "Trainer Carlo Ancelotti ist fest entschlossen, ihn einzusetzen", berichtete die "La Gazzetta dello Sport". "Er wird irgendwo im Mittelfeld spielen", sagte Ancelotti.

Im Training überzeugte der englische "Zeitarbeiter", der die Saisonpause seines Clubs Los Angeles Galaxy bis zum 8. März bei Milan überbrückt, mit vollem Einsatz und einer besonderen Geste: Beckham trug Fußballschuhe in den rotschwarzen Milan-Farben, die an den Seiten neben der englischen Flagge auch die italienische Tricolore zeigen. "Beckham ist sofort Italiener", titelte die "La Gazzetta dello Sport".

Bei Milan kann man sich anscheinend vorstellen, dass der Mittelfeldstar nicht nur im nächsten Winter wieder zum Training kommt, sondern sogar früher ganz in die Serie A wechselt. Italiens Zeitungen spekulieren, dass Beckham Los Angeles im Sommer kommenden Jahres verlassen könnte.

"Dies sind voreilige Diskussionen", wiegelte Milans Vize-Präsident Adriano Galliani in Dubai ab. Er widersprach zugleich aber allen, die den dann 34-jährigen Beckham für zu alt halten. "Das Durchschnittsalter steigt. Wenn ein Fußballer sich nicht verletzt und noch Lust hat, kann er bis 40 Jahre spielen", betonte Galliani.

(dpa, N24)

31.12.2008 12:16 Uhr

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