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Umfrage

Deutsche vertrauen Merkel und Steinmeier

Kanzlerin Merkel startet mit einem Vertrauensbonus ins Superwahljahr 2009. Die Deutschen würden ihr am ehesten die Führung des Landes anvertrauen. Knapp dahinter folgt Außenminister Steinmeier.

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Das freut die beiden: Die Deutschen vertrauen Steinmeier und Merkel.
Dreieinhalb Monate nach seiner Scheidung heiratet der französische Präsident Nicolas Sarkozy unter strengster Geheimhaltung Carla Bruni.
Schon Wochen vorher zeigen sich Frankreichs Staatschef und das Ex-Model turtelnd in Ägypten. Alles nur gestellt?
Carla Bruni macht als Präsidentengattin, wie hier auf dem Staatsbesuch in Großbritannien, eine gute Figur und macht weiterhin Musik.
In einem Fernsehinterview plaudert Bruni aus dem Nähkästchen: Ihr Mann höre zwar ihre Musik, sei aber kein Fan.
Sarkozy zum Nadeln: Per Gerichtsbeschluss versucht er eine Voodoo-Puppe mit seinem Konterfei verbieten zu lassen und verliert. In der Presse sieht man ihn als Staatschef ohne Humor.
Während des US-Wahlkampfes macht die Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner mehr Schlagzeilen um ihre Kleider und Pannen, als mit Wahlkampf-Themen.
150.000 Dollar, umgerechnet 120.000 Euro, soll ihre Garderobe gekostet haben, die von Parteigeldern der Republikaner bezahlt wird.
Sie sieht aber auch immer sehr adrett aus, sei es in schwarz, …
… grau …
…oder blau.
Nach heftiger Kritik zeigt Palin Einsicht: "Ich werde sie nicht behalten, sondern von jetzt an wieder meine eigene Kleidung aus meinem Lieblingsgeschäft aus Anchorage in Alaska tragen".
Da zeigt sich Michelle Obama bescheidener: "Man kann gute Sachen online kaufen", sagt die Frau des künftigen US-Präsidenten Barack Obama in einer amerikanischen Fernsehshow.
Nach der siegreichen Wahlnacht sorgt Michelle Obama wegen ihres Outfits für wenig Begeisterung bei den Amerikanern. Schuld ist ein schwarzes Kleid mit riesenroten Punkten.
Die Amerikaner sind sich einig, dass die zukünftige First Lady optisch ziemlich daneben liegt. Blogger der "New York Times" vergleichen das Kleid gar mit einem Halloween-Kostüm.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger sorgt im November mal ausnahmsweise für Schlagzeilen in den Klatschspalten.
Auf dem Tanzparkett des Landespresseballs stellt Oettinger seine neue und junge Freundin Friederike Beyer vor. "Seit einigen Wochen" seien die beiden zusammen, so Oettinger.
Einige Politikerkollegen sind in diesem Jahr noch weiter gegangen: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und seine Freundin Bettina Körner sind im Mai 2008 zum ersten Mal Eltern geworden.
Altkanzler Helmut Kohl ist im Mai 2008 nach dem Tod seiner Frau Hannelore zum zweiten Mal vor den Traualtar getreten. Seine Auserwählte ist die Volkswirtin Maike Richter.
Im Oktober 2008 heiratet Laurenz Meyer seine Freundin Sonja Mertens. Vier Töchter hat der CDU-Politiker bereits aus erster Ehe.
Wenn Dieter Bohlen mal wieder den Mund zu voll nimmt und einen seiner fiesen Sprüche raus lässt, ist man das schon gewohnt und erwartet auch nichts anderes.
Oder Kabarettistin Desiree Nick, die von einer Zuschauerin verlangt haben soll, nackt ein Rad zu schlagen.
Wenn sich aber Politiker um Kopf und Kragen reden, wird es schon doppelt kritisch beäugt. Aber auch hier gibt’s mittlerweile die "üblichen Verdächtigen", wie Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi.
Der jüngste Ausrutscher passierte ihm, als er dem künftigen US-Präsidenten zu überschwänglich gratulierte. Er beschrieb ihn als "jung, gut aussehend und sogar gebräunt" und löste damit einen Sturm der Entrüstung vor allem in Italien selbst aus.
Da war die CSU-Welt für Günther Beckstein noch in Ordnung: Auf dem Münchner Oktoberfest äußerte sich der damalige bayrische Ministerpräsident zum Trinkverhalten von Autofahrern. Nach zwei Litern Bier sei es vertretbar, wenn man sich ans Steuer setzt.
"Wenn man die zwei Maß in sechs, sieben Stunden auf dem Oktoberfest trinkt, ist es noch möglich", sagte der CSU-Politiker.
Mit scharfen Worten, aber einem unpassenden Vergleich griff SPD-Urgestein Helmut Schmidt Oskar Lafontaine an. In einem Zeitungsinterview verglich Schmidt die rhetorischen Fähigkeiten des früheren SPD-Chefs in einem Atemzug mit denen Adolf Hitlers.
"Auch Adolf Nazi war ein charismatischer Redner. Oskar Lafontaine ist es auch." Nachklatsch gab es prompt von Lafontaine: "Seine Worte sind ungeheuerlich. Da kann ich nur sagen: alterssenil."
"Wir brauchen einen Neger, der den Rollstuhl schiebt." Das soll der Potsdamer SPD-Politiker Randolph Krüger gegenüber dem deutschen Generalkonsul in San Francisco gefordert haben.
Grund war die Fußverletzung der Tübinger Bundestagsabgeordneten Annette Widmann-Mauz (CDU), die während der gemeinsamen Dienstreise durch die USA im Rollstuhl saß.
Auch der diesjährige US-Wahlkampf war gespickt von den einen oder anderen verbalen Entgleisungen: Im zweiten TV-Duell zwischen John McCain und Barack Obama äußerte McCain zwei Worte, die ihn ziemlich schlecht aussehen ließen.
Er nannte seinen Gegner nicht beim Namen, sondern bezeichnete ihn als "that one", übersetzt "der da", und zeigte dabei mit dem Zeigefinger auf Obama, ohne ihn anzuschauen.
Für verbale Pannen sorgte auch Sarah Palin im TV-Duell mit Joseph Biden: Beim Betreten der Bühne hauchte Palin Küsschen ins Publikum, ihren Gegner begrüßte sie salopp: "Hey, kann ich Sie einfach Joe nennen?"
Und noch ein Pannen-Palin: Die strenggläubige Palin hielt im Juni in der Wassila Assembly Church eine Rede, in der sie sagte, dass der Irakkrieg und der Bau einer Gaspipeline - ein Milliardenprojekt der Gouverneurin - Gottes Wille seien.
Man nannte Sie "Prinzessin Eisenherz", "Domina der CDU", oder den "sprechenden Hosenanzug" . Es wurde öffentlich gestritten und gelästert über Ihre Kleidung und Frisur.
Vielleicht nicht unbedingt eine einfache Zeit für Angela Merkel. Schien es doch, als seien Äußerlickeiten wichtiger als das, was sie zu den Themen des Landes zu sagen hatte.
Doch wie bei allem bewies sie auch hier Geduld und Hartnäckigkeit. Und still und leise ...
... vollzog sich der Wandel vom unscheinbaren Aschenputtel ...
... hin zur "First Lady" mit Stil und Charme.
Die "Radikalkur" steht ihr gut. Ob im schlichten, schwarzen Abendkleid ...
... klassischem Kostüm, oder ...
... tief dekolletiertem Abendkleid: Sie macht eine gute Figur, erntet Lob und sorgt für Furore.
Äußerlichkeiten sind nicht alles ...
... aber wichtig in einer politischen Kultur, die auch von medialen Auftritten geprägt ist.
Angela Merkel selbst, äußert sich nicht zu Mode und Styling. Wir würden sagen ...
... weiter so Frau Merkel!
Frank-Walter Steinmeier ist der Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl 2009. Der Außenminister konnte sich gegen SPD-Chef Kurt Beck durchsetzen.
Steinmeier (unten 3.v.r.) wurde am 5. Januar 1956 in Detmold als Sohn einer Arbeiterfamilie geboren. Er studierte in Gießen Recht und Politik. Nach seiner Promotion im Jahr 1991 arbeitete er unter Gerhard Schröder in der niedersächsischen Staatskanzlei.
Nach der Wahl Schröders zum Bundeskanzler im Jahr 1998 folgte ihm Steinmeier als Chef des Kanzleramtes in die Bundespolitik.
Steinmeier ist mit der Verwaltungsrichterin Elke Büdenbender verheiratet. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter.
Nach der Abwahl Schröders im Jahr 2005 wurde Steinmeier im Kabinett der Großen Koalition Außenminister und Vizekanzler.
Damit trat Steinmeier die Nachfolge seines Amtsvorgängers Joschka Fischer an.
Als Chef des Auswärtigen Amtes zeigte sich Steinmeier als fähiger und pragmatischer Außenpolitiker ohne Berührungsängste.
Im Jahr 2009 wird Steinmeier die SPD als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl führen. Seine Kandidatur wurde parteiintern begrüßt, zumal Steinmeier deutlich mehr Rückhalt in der Bevölkerung genießt als Parteichef Kurt Beck.
Vom Action-Held zum Gouverneur: Wir alle kennen Arnold Schwarzenegger in seinen großen Paraderollen. Als "Terminator" bezwang er seine Gegner mit der Panzerfaust…
… in "Conan, der Barbar“ löste er die Probleme mit dem Schwert.
Doch seit dem 17. November 2003 hat es der ehemalige "Mister Universum" als Gouverneur von Kalifornien mit politischen Gegnern zu tun und muss seinen Haushalt verteidigen. Ansonsten schlägt sein politisches Herz vor allem für die Umweltpolitik.
"Arnie for President"? Daraus wird wohl leider nichts, denn als eingebürgerter Ausländer darf der gebürtige Österreicher nicht für das US-Präsidentenamt kandidieren.
Vom Tatort ins Schloss Bellevue? Der Ex-Film-Kommissar Peter Sodann steigt jetzt für die Linkspartei in das Rennen um das Bundespräsidentenamt ein.
So ganz kann er seine alte Rolle als Hauptkommissar Ehrlicher aber nicht ablegen. Als erste Amtshandlung würde er Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann verhaften lassen.
Von der Turnhalle in den Bundestag: Eberhard Gienger hat viele sportliche Erfolge vorzuweisen: Bronzemedaillen-Gewinner bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal, 1974 Weltmeister am Reck, 36-facher Deutscher Meister im Turnen und und und.
2001 trat Gienger in die CDU ein und gehört seitdem dem Vorstand des CDU-Kreisverbandes Ludwigsburg an. Seit 2002 ist Gienger Mitglied des Deutschen Bundestages.
Vom Boxring nach Kiew und wieder zurück: Wenn der neue alte Box-Weltmeister Vitali Klitschko nicht die Fäuste schwingt, engagiert er sich als Politiker in der Ukraine. Im politischen Ring fehlen aber noch die Erfolge.
Am 26. März 2006 trat Klitschko erstmals bei der Wahl zum Bürgermeister der Stadt Kiew an und verlor. Bei den vorgezogenen Neuwahlen zum Bürgermeisteramt im März 2008 musste er wieder eine Niederlage einstecken.
Vom Fußball-Manager zum UN-Sonderberater: Von 1981 bis 1999 war Willi Lemke Manager bei Werder Bremen und prägte gemeinsam mit Otto Rehhagel die "Goldenen" 1980er und 1990er.
1999 wechselte Willi Lemke vom Weser-Stadion in den Bremer Senat und startete seine politische Karriere. Nach seinen Stationen als Bremer Bildungs- und Innensenator ist Willi Lemke 2008 zum UN-Sonderbeauftragten für Sport ernannt worden.
Vom Fußball-Star zum Sportminister: Pele wurde dreimal Weltmeister mit der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft. In 93 Länderspielen schoss er 97 Tore. Da liegt es doch auch nahe, dass er von 1994 bis 1998 Sportminister in Brasilien war.
Vom B-Movie-Schauspieler zum US-Präsidenten: Ronald Reagan spielte in Hollywood den Held vieler Kinofilme der B-Garnitur. 1966 kandidierte Reagan trotz geringer Chancen für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien - und gewann.
1980 verdrängte Ronald Reagan Jimmy Carter aus dem Weißen Haus und blieb bis 1988 US-Präsident.
Von "Dirty Harry" zum Bürgermeister: Der Westernheld Clint Eastwood brachte es 1996 zum Bürgermeister des kalifornischen Küstenstädtchens Carmel. Sein Wahlkampf lockte damals tausende Fans und Journalisten in den Ort.
Trotz des großen Rummels wurde Clint Eastwood bescheinigt, dass er seinen Posten zwei Jahre lang gewissenhaft ausgefüllt habe.
Vom Rock-Star zum Umweltminister: Nach einer erfolgreichen Karriere als Sänger der australischen Rockband "Midnight Oil" hing Peter Garret das Mikro an den Nagel. 2007 wechselte er in das Amt des australischen Ministers für Umwelt, Kulturerbe und Kunst.
Vom Popsänger zum Bürgermeister: Nach der "Sonny & Cher"-Ära zog es Sonny Bono in die Politik. Erst war er Bürgermeister von Palm Springs, dann wechselte er 1998 ins US-Repräsentantenhaus. Mal schauen, welcher Promi diesen Beispielen noch so folgt.

Wenn einer Deutschland führen kann, dann sind es Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier. Das belegt eine Umfrage unter den Deutschen für das Magazin "Stern". In dieser konnten die Befragten jeweils zwischen 0 und 100 Punkten vergeben.

Mit einem Durchschnittswert von 63 Punkten lag Merkel vorn, Steinmeier erhielt 60 Punkte. Mit Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (57 Punkte) und Parteichef Franz Müntefering (53 Punkte) waren zwei weitere SPD-Politiker in der Spitzengruppe. Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer landete mit 50 Punkten im Mittelfeld.

Verlierer sind Lafontaine und Koch

Eher weniger Vertrauen haben die Bürger in die Führungsqualitäten von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (45 Punkte), FDP-Chef Guido Westerwelle (44 Punkte), Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast (ebenfalls 44 Punkte), Wirtschaftsminister Michael Glos (39 Punkte) und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (38 Punkte).

Auf den beiden letzten Plätzen landeten Hessens Ministerpräsident Roland Koch (37 Punkte) und Linken-Chef Oskar Lafontaine, dem mit 30 Punkten das geringste Vertrauen entgegengebracht wurde.

Kanzlerin im eigenen Lager stark

Die Kanzlerin schaffte es als einzige, das eigene Lager stark für sich zu mobilisieren: Die Unions-Wähler gaben ihr 82 Punkte, Steinmeier erhielt von den SPD-Anhängern nur 68 Punkte. Das Forsa-Institut befragte in der Woche vor Weihnachten 1018 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

(AFP, N24)

01.01.2009 15:07 Uhr

Bundestagswahl - Zitate

öffnenschließen"Kanzlerin aller Deutschen" "Ich möchte Bundeskanzlerin aller Deutschen sein, damit es unserem Land bessergeht, und das gerade in einer solchen Krise."
Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU

öffnenschließen"Eine bittere Niederlage" "Da gibt es nichts drumherum zureden. Das ist eine bittere Niederlage."
SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier

öffnenschließen"Wollen jetzt mitregieren" "Wir sind bereit, diese Verantwortung zu übernehmen. Wir wollen jetzt Deutschland mitregieren."
FDP-Chef Guido Westerwelle

öffnenschließen"Knallgrüne Opposition" "Schwarz-Gelb hat eine starke Opposition verdient. Und die bekommen sie jetzt - knallgrün!"
Grüne-Vorsitzende Claudia Roth

öffnenschließen"Was wir erreicht haben ..." "1989 konnte ich mir nicht vorstellen, was wir hier erreicht haben."
Linke-Fraktionschef Gregor Gysi

öffnenschließen"SPD wird kämpfen" "Die Sozialdemokratie wird sich nach vorne kämpfen."
SPD-Chef Franz Müntefering

öffnenschließen"CSU-Ergebnis nicht zufriedenstellend" "Das Abschneiden der CSU in Bayern ist nicht zufriedenstellend."
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU

öffnenschließen"Eine schwere Stunde" "Das ist eine schwere Stunde für uns heute."
SPD-Fraktionschef Peter Struck

öffnenschließen"Soziales Profil schärfen" "Die SPD wird ihr soziales Profil schärfen müssen."
Der Regierende Bürgermeister Berlins Klaus Wowereit, SPD

Wahl-ABC

öffnenschließenAbgeordnete Die Abgeordneten des Bundestages sind nach dem Grundgesetz Vertreter des ganzen Volkes. Sie sind nur ihrem Gewissen unterworfen. Dem 16. Deutschen Bundestag gehören derzeit 612 Abgeordnete an.

öffnenschließenBriefwahl Wer sich am Wahltag nicht in seinem Wahlbezirk aufhält, der hat die Möglichkeit der Briefwahl. Die Unterlagen müssen auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung beantragt werden. Die ausgefüllten Wahlunterlagen müssen am Wahltag bis zum Ablauf der Abstimmungszeit bei der zuständigen Gemeindebehörde vorliegen. Später eingehende Wahlbriefe werden nicht mehr berücksichtigt. Seit der Änderung des Wahlrechts im Januar 2008 muss er dafür keine Gründe mehr angeben.

öffnenschließenBundestag Der Bundestag ist das einzige vom Volk direkt gewählte Verfassungsorgan (Volksvertretung). Der Bundestag wird aller vier Jahre gewählt. Die wesentlichen Aufgaben: Gesetzgebung, Wahl des Bundeskanzlers, Kontrolle der Bundesregierung und Bewilligung des Staatshaushalts.

öffnenschließenFünf-Prozent-Hürde Eine Partei erhält erst Mandate für den Bundestag, wenn sie einen Anteil von mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen erhält. Hat eine Partei weniger Stimmen, dann zieht sie nicht in das Parlament ein. Nur ihre direkt gewählten Kandidaten werden Abgeordnete.

öffnenschließenLandeslisten Von den mindestens 598 Bundestagsmandaten werden 299 über so genannte Landeslisten vergeben. Die Listen können nur von Parteien eingereicht werden. Sie bestimmen die Reihenfolge, in der die Kandidaten die Bundestagssitze besetzen, die ihrer Partei in einem Bundesland zustehen. Die Festlegung erfolgt in geheimer Abstimmung.

öffnenschließenStimmzettel Bei der Wahl zum Bundestag hat jeder Wähler eine Erst- und eine Zweitstimme. Die Erststimme ist für den Direktkandidaten im jeweiligen Wahlkreis, die Zweitstimme für eine Partei. Gewählt wird durch Ankreuzen je eines Kreises auf einer Liste. Kreuzt ein Wahlberechtigter mehrere Direktkandidaten oder Parteien an oder schreibt Anmerkungen auf den Stimmzettel, ist dieser ungültig.

öffnenschließenWahlbenachrichtigung Jeder Wahlberechtigte erhält per Post eine Wahlbenachrichtigung. Damit wird er über Wahlort, Wahlraum, Wahlzeit informiert und darüber, wie man eine Briefwahl beantragt. Wer keine Wahlbenachrichtigung erhält, sollte bei der zuständigen Gemeindebehörde im Wählerverzeichnis überprüfen lassen, ob er als Wahlberechtigter eingetragen ist.

öffnenschließenWahlbezirk Jeder Wahlkreis wird noch einmal in Wahlbezirke unterteilt, um das Wählen einfacher zu gestalten. Dabei sollen grundsätzlich nicht mehr als 2500 Wahlberechtigte in einem Wahlbezirk sein. Grund: Kein Wahlbezirk darf so klein sein, daß erkennbar wird, wie einzelne Wahlberechtigte gewählt haben.

öffnenschließenWahlgrundsätze Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden laut Grundgesetz in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. "Allgemein" bedeutet, dass grundsätzlich jeder Bürger wählen darf, der das 18. Lebensjahr vollendet hat. "Unmittelbar" heißt, dass die Wähler die Kandidaten ohne die Zwischenschaltung von Wahlmännern wählen. "Frei" bedeutet, dass auf die Wähler kein Druck ausgeübt werden darf. "Gleich" heißt, dass jeder Stimme gleiches Gewicht zukommt. "Geheim" bedeutet schließlich, dass niemand wissen darf, wer wie gewählt hat - es sei denn, die Wählenden geben dies selbst bekannt.

öffnenschließenZweitstimme Die Zweitstimme entscheidet darüber, wie stark eine Partei im Parlament vertreten ist. Nach dem Verhältnis der gültigen Zweitstimmen wird der Anteil der Abgeordnetenmandate festgelegt, der auf eine Partei entfällt.

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