Fragwürdige Erkenntnis
Vatikan: Anti-Baby-Pille schädlich für Männer
Wenn der Vatikan Untersuchungsergebnisse zum Thema Verhütungsmittel veröffentlicht, kann nur merkwürdiges bei rauskommen: Die Anti-Baby-Pille soll Männer unfruchtbar machen und umweltschädlich sein.
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Vorsintflutliche Aufklärung: In seiner Neujahrsbotschaft hatte Papst Benedikt XVI. die Ablehnung der Verhütung durch die katholische Kirche noch einmal bekräftigt.
Sexuelle Aufklärung: Bienen und Blumen oder doch der Storch?
Am 2. Oktober 1928 kam in Kiel der "Aufklärer der Nation" Oswalt Kolle zur Welt. Der Auslöser für die Idee, die Menschen von ihrer verklemmten Sexualität zu befreien war 1948 die Übersetzung des Kinsey-Reports "Sexualität des Mannes" für seinen Vater.
Doch Jahrhunderte bevor Oswalt Kolle das Licht der Welt erblickte waren die Menschen bereits interessiert an der sexuellen Aufklärung und um 500 v. Chr. um einiges weniger prüde.
Seit dem Mittelalter ist die Moral, nicht zuletzt durch die Kirche, stark sexualfeindlich geprägt.
Sexualität durfte ausschließlich der Fortpflanzung dienen und Wollust gilt als Todsünde ...
... von Homosexualität oder Prostitution ganz zu schweigen.
Im 19. Jahrhundert setzte eine massive Sexualerziehung ein, die vor allem an junge Männer adressiert war. Sie wurden darin eindringlich vor den vermeintlichen gesundheitsschädlichen Folgen der Masturbation, aber auch vor homosexuellen Handlungen gewarnt.
Mit der Psychoanalyse von Sigmund Freud kamen Anfang des 20. Jahrhunderts neue Vorstellungen der Rolle von Sexualität auf: Sie sei ein natürlicher Trieb, ihre Auslebung befreiend, notwendig und positiv, ihre Unterdrückung hingegen erzeuge Neurosen.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Haltung zur Sexualität relativ liberal bis in den 50er Jahren ein Schwenk zu einer deutlich konservativeren Einstellung folgte.
Bis in die 60er Jahre hinein galten z. B. Zimmerwirte als Kuppler, wenn sie unverheirateten Paaren gemeinsame Schlafräume vermittelten. Sexualität war ein Tabu-Thema, über das in der Öffentlichkeit nicht gesprochen wurde.
Dann folgte die Generation der 68er, die Wegbereiter der sexuellen Revolution.
Mit ihrer Aktion "Frauen gegen den § 218", insbesondere dem öffentlichen Bekenntnis von 374 Frauen "Wir haben abgetrieben!", mit dem der Stern am 6. Juni 1971 aufmachte, erregte Alice Schwarzer erstmals Aufsehen.
Doch auch diese Damen dürften dazu beigetragen haben, die sexuelle Aufklärung voranzutreiben.
Neben den populären "Aufklärerinnen" hat insbesondere eine kleine Pille einen großen Beitrag zur Befreiung der Sexualität geleistet: die Antibabypille.
Heutzutage muß man von "sexueller Verrohung" von Jugendlichen lesen, die von Fernsehen und Internet nur noch Sex als Ware angeboten bekommen - mit Romantik und Liebe kennt sich keiner mehr aus.
Allerdings können wir alle noch etwas lernen:
Wer schon in der Schule mit den grundlegenden Fakten zu Blume, Biene und Klapperstorch versorgt wird, fängt mit derlei Aktivitäten selbst später an als schlecht informierte Jugendliche.
Beim Küssen sind fast vierzig Gesichtsmuskeln im Einsatz.
19 Prozent der Deutschen findet den bayrischen Dialekt erotisch. Und nanü, auf das Sächsische stehen gerade mal sieben Prozent.
76 Prozent aller deutschen Frauen würden selbst ihrer besten Freundin den Mann ausspannen - wenn er es wert ist.
Eine australische Studie zeigte auch, dass Frauen, die mit Frauen schlafen, öfter zum Orgasmus kommen als die, die mit einem Mann schlafen.
Der amerikanische Konzern Unilever befragte 1.000 Frauen: "Wie lange würden Sie auf Sex verzichten, wenn Sie dafür einen Schrank voll mit neuen Kleidern bekämen?" Die Mehrheit entschied sich für 15 Monate.
Hingegen wäre rund die Hälfte der britischen Männer bereit ein halbes Jahr auf Sex zu verzichten, wenn sie stattdessen einen 50-Zoll-Fernseher bekommen würden.
Im Juli und August werden die meisten Kondome verkauft.
Zehn Prozent aller Frauen hatten noch nie einen Orgasmus,...
...und 70 Prozent noch nie mit einem Mann.
Für 44 Prozent käme ein Liebesspiel im Freien in Frage.
Drei von vier Männern haben sexuelle Fantasien über die Menschen, mit denen sie arbeiten.
Drei Prozent aller Frauen planen beim Sex in Gedanken den Haushalt.
Schön sind auch einige Auszüge aus der Doppelmoral der Amerikaner, die mit ihrer Pornoindustrie Milliardenumsätze machen:
In 26 US-Staaten ist Impotenz ein Scheidungsgrund.
IDAHO: In Coeur d'Alene steht Sex im Auto unter Strafe. Polizisten, die "Täter" auf frischer Tat ertappen, müssen vor der Festnahme jedoch hupen und dann drei Minuten warten.
MASSACHUSETTS: In Salem dürfen selbst verheiratete Paare nicht nackt in Mietwohnungen schlafen.
MONTANA: In Bozeman steht Sex im eigenen Vorgarten nach Sonnenuntergang unter Strafe.
NEBRASKA: In Hastings müssen Ehepartner beim Sex Nachthemden tragen.
UTAH: In Tremonton ist Sex im Notarztwagen während eines Rettungseinsatzes verboten.
WASHINGTON D. C.: In der US-Hauptstadt ist beim Sex nur die Missionarsstellung erlaubt; alle anderen Positionen stehen unter Strafe.
GEORGIA: In Modehäusern ist das Entkleiden von Schaufensterpuppen ohne zugezogene Vorhänge illegal.
US-Psychologen fanden heraus: Wenn die Frau in einer Beziehung dominant ist, ist das besser für die Partnerschaft.
Der Sexreport 2008 enthüllt die intimsten Geheimnisse der Deutschen. Sie haben beispielsweise 139 Mal Sex im Jahr.
Die vergnüglichen Stunden werden allerdings vom Orgasmus-Neid überschattet. Während Frauen nur selten zum Höhepunkt kommen, können Männer immer einen haben. Das findet das weibliche Geschlecht ungerecht.
Vielleicht gehen Frauen deshalb öfter fremd als Männer.
Vielleicht liegt es aber auch daran, was man(n) unter Fremdgehen versteht. Auf jedenfall stehen Männer offen zum Dreier.
Pornos vermittelten in der Regel eine Vorstellung von Sexualität, die mit der Realität wenig zu tun hat.
Der "Sexreport 2008" befragte Männer und Frauen aber auch zu ihren sexuellen Gewohnheiten - zum Teil unter Einsatz eines Lügendetektors.
Wer glaubt, die Deutschen würden einen ständigen Partnertausch vollführen, der irrt. Lediglich 5 Prozent der Befragten hatten Erfahrungen mit dem Partnertausch.
Die Studie ergab auch, dass ein Drittel der befragten Männer im Alter zwischen 14 und 70 Jahren täglich Pornos gucken.
Mit 8 Prozent stehen die Frauen Pornos eher skeptisch gegenüber.
Nichts desto Trotz glauben viele junge Mädchen, dass sich ihr Freund eine Art Porno-Star im Bett wünscht.
Erotische Zeichnung auf einem griechischen Weinkrug.
Hätte nicht schon der Neandertaler Spaß am «kleinen Unterschied» gehabt, wäre die Evolution schlicht ausgefallen.
"Venus von Willendorf", ca. 27.000 - 22.000 v. Chr.
Geflügelter Phallus mit Glöckchen, der im Haus zum Schutz vor bösen Geistern dienen soll.
Gesichtsurne mit Phallusausguss aus der römischen Kaiserzeit.
Bordellmarke aus der Römischen Kaiserzeit.
Lederner Tanga aus der Römerzeit.
Bronzener Messergriff mit erotischer Szene, wohl 2. Jh. n. Chr.
Kondom aus Tierdarm mit Seidenbändchen.
Lederner Grabfund von Varna mit Penishülle aus etw 4300 v. Chr.
"Phallusglas" aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.
Johann Zauffaly: Susanna im Bade, signiert und datiert 1760.
Phallusförmiger Stein aus der "Hohe-Fels" Höhle in Schelklingen.
Die Ausstellung "100.000 Jahre Sex - Eine archäologische Ausstellung über Liebe, Lust und Fruchtbarkeit" ist noch bis zum 22. Juni 2008 im Landesmuseum Trier zu bestaunen.
Die Anti-Baby-Pille hat nach Ansicht der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" desaströse Auswirkungen auf die Umwelt und die männliche Fortpflanzungsfähigkeit. Die seit Jahrzehnten durch die Ausscheidungen von Frauen in Umlauf gebrachten "Tonnen von Hormonen" provozierten nicht nur Umweltzerstörung, sondern seien auch als ein wichtiger Grund für die zunehmende Sterilität bei Männern in der westlichen Welt anzusehen, zitierten italienische Medien am Sonntag einen Artikel des "Osservatore Romano".
"Wir haben ausreichend Datenmaterial, um behaupten zu können, dass ein entscheidender Grund für die abnehmende Spermienzahl bei Männern die Umweltverschmutzung durch Ausscheidungsprodukte der Pille ist", meint der Verfasser des Artikels, Pedro José Mario Simon Castellvi, Präsident des Internationalen Verbands der katholischen Medizinervereinigungen.
Mit der Enzyklika "Humanae Vitae" bekräftigte die katholische Kirche bereits im Sommer 1968 das Verbot von Verhütungsmitteln für Christen. In dem Lehrschreiben "Über die rechte Ordnung der Weitergabe des menschlichen Lebens" lehnte Papst Paul VI. jegliche Art künstlicher Geburtenregelung ab. "Liebende Vereinigung und Fortpflanzung" seien unlösbar miteinander verbunden, heißt es als Begründung. Auch Papst Benedikt XVI. hatte am 40. Jahrestag der Veröffentlichung der Enzyklika und zuletzt in seiner Neujahrsbotschaft die Ablehnung der Verhütung durch die katholische Kirche noch einmal bekräftigt.
(dpa, N24)
04.01.2009 18:35 Uhr
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