"Heiliger Krieg"

El Kaida ruft zu Dschihad gegen Israel auf

Die Kämpfe im Gazastreifen werden immer blutiger. Eine Waffenruhe, wie sie Ägypten vorschlägt, scheint so kaum möglich. Während die UN weiter um eine Lösung ringt, ruft El Kaida zur Vergeltung auf.

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"Seid stark und setzt den Dschihad weiter fort", forderte der El-Kaida-Vize Eiman al-Sawahiri nach Angaben des auf die Auswertung islamistischer Internetseiten spezialisierten US-Onlinedienst Laura Mansfield. (Archivbild)
Video: Lage in Gaza dramatisch - Ägypten schlägt Waffenstillstand vor
Video: Krieg im Gazastreifen - Am Telefon: Robert Annetzberger, Sderot
Video: Krieg in Nahost - Israelische Armee in Hamas-Hochburg
Seit dem 27. Dezember fallen im Gazastreifen die Bomben.
Israel setzt seine Militäraktion gegen die Hamas mit neuen ...
Bombardierungen in Gaza-Stadt und entlang der ägyptischen Grenze fort.
Die Ziele sind überwiegend Stellungen und Gebäude der Hamas, die Israel für Raketenangriffe auf israelische Siedlungen in den vergangenen Wochen und Monaten verantwortlich macht.
Bei den Angriffen wurden bisher bereits über 300 Palästinenser getötet.
Mehr als 1000 Menschen wurden mitunter schwer verletzt.
Mit bloßen Händen suchen die Menschen in den Trümmern ...
nach Überlebenden. Doch die Versorgung der Verletzten ist schlecht. Die Krankenhäuser sind überlastet.
Auch die Feuerwehren sind mit den zahlreichen ...
Explosionen und Bränden völlig überfordert.
Oftmals resignieren die Helfer angesichts des Ausmaßes der Zerstörung.
Viele Bewohner Gazas ergreifen die Flucht. Doch wo sie sicher sind, wissen sie nicht.
Die israelischen Bomben und Raketen haben Teile von ...
Gaza-Stadt und anderen Städten in Trümmerfelder verwandelt.
In den Ruinen und unter den Schutthaufen suchen die Bewohner ...
nach Opfern und nach den wenigen Dingen, ...
die unversehrt geblieben sind.
Viele haben durch die Luftangriffe beinahe alles verloren.
Mit wenigen Habseligkeiten versuchen sie, zumindest sich selbst zu retten.
In der gesamten arabischen Welt ist die Empörung ...
über den Militäreinsatz groß. Proteste gab es unter anderem in ...
der Türkei, im Libanon und in Ägypten.
Auch Politiker zahlreicher westlicher Staaten sowie die ...
Vereinten Nationen forderten ein Ende der Kämpfe.
In Jerusalem und im Westjordanland protestierten ...
Palästinenser gewaltsam gegen Israel und ...
die Luftangriffe im Gazastreifen.
Die israelische Polizei und Armee ging hier mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Demonstranten vor.
Auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kritisierte das israelische Vorgehen, machte aber gelichzeitig die Hamas mitverantwortlich für die Gewalteskalation.
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert und Außenministerin Zipi Livni kündigten an, die Militäroperation zunächst unbefristet fortzusetzen.
Entlang der Grenze zum Gazastreifen hat Israel inzwischen ...
auch Bodentruppen und schweres Kampfgerät versammelt.
Tausende israelische Reservisten wurden einberufen. Nach den Luftangriffen steht ...
der Gazastreifen nun womöglich vor einer umfassenden Bodenoffensive.
Es war angekündigt und kam dennoch überraschend: Israel hat sich im Gazastreifen mit voller Härte gegen den andauernden Raketenbeschuss der Hamas gewehrt.
Am Samstagvormittag begannen die israelischen Bombardements in Gaza-Stadt, Rafah und in anderen Städten und Siedlungen im Gazastreifen.
Das Ziel der Angriffe waren Stellungen der radikalislamischen Hamas und ihrer Milizen.
Getroffen wurden wie stets jedoch auch viele unbeteiligte Zivilisten.
Fast 200 Menschen sollen nach Informationen von Rettungskräften bei den Luftangriffen getötet worden sein.
Hunderte weitere wurden teilweise schwer verletzt. Ganze Häuserkomplexe wurden in Schutt und Asche gelegt.
Verzweifelt und mit einfachsten Mitteln werden Opfer aus den Trümmern geborgen.
Die Rettungskräfte sind völlig überfordert. Sie können teilweise nicht erreicht werden, da das Handynetz ausgefallen ist.
Anwohner flüchten. Wo sie vor dem Bombenhagel sicher sind, wissen die meisten jedoch nicht.
Wo die israelischen Bomben fallen, hinterlassen sie nur noch ein Trümmerfeld.
Am Platz eines früheren Hamas-Gebäudes steht jetzt kaum noch ein Stein auf dem Anderen.
Die Feuerwehrleute und Rettungskräfte können kaum noch etwas retten. Opfer werden mit Decken und Tüchern abtransportiert.
Die Detonation einer israelischen Missile-Rakete im nördlichen Gazastreifen. In Gaza-Stadt und Rafah explodierten Dutzende der Geschosse.
Vor dem Shifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt werden die Toten auf dem Boden abgelegt.
Es sind zu viele um sie im Inneren des Gebäudes unterzubringen.
Zudem wird der Platz für die große Zahl der Verletzten gebraucht.
Dicht an dicht drängen sich die Männer, Frauen und Kinder, warten darauf, medizinisch versorgt zu werden.
Und die Zahl der Neuankömmlinge im Krankenhaus reißt nicht ab.
Immer neue Verletzte werden in das schon überfüllte Krankenhaus in Gaza-Stadt gebracht.
Große Teile von Gaza-Stadt und Rafah gleichen nach den Angriffen einem Trümmerfeld.
Überall lodern Flammen, quillt beißender Rauch empor.
Verzweifelt und wütend machen sich die Menschen ein Bild von der Zerstörung oder ...
suchen in den Trümmern nach Opfern und dem wenigen Unzerstörten.
Die israelische Regierung begründet ihr Vorgehen mit dem Beschuss israelischer Siedlungen durch Raketen der Hamas.
Die Hamas hatte den Waffenstillstand mit Israel rund eine Woche vor der derzeitigen Gewalteskalation einseitig aufgekündigt.
Die israelischen Bombardements dürften die antiisraelische Stimmung in den Palästinensergebieten wieder voll entfacht haben.
Schon protestieren auch im Westjordanland Palästinenser gegen die israelischen Militärübergriffe.
Hier ist es bisher noch zu keiner Eskalation der Gewalt gekommen.
Die Polizei begnügt sich mit dem Einsatz von Tränengas und Gummigeschossen. Die weitere Zuspitzung der Situation, insbesondere im Gazastreifen, dürfte jedoch nur eine Frage der Zeit sein.
Weltweit gehen Hunderttausende auf die Straßen, um gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen zu protestieren.
Mit lauten Sprechchören, Flaggen und Transparenten …
… zeigt man Solidarität mit den Palästinensern.
In den meisten Fällen rufen islamische Organisationen zu den Aktionen auf.
In vielen deutschen Städten, wie Berlin, Düsseldorf, …
… Frankfurt am Main und Bremen …
… protestieren die Menschen gegen den israelischen Militäreinsatz. Neben den brennenden israelischen Fahnen greifen die Demonstranten …
… zu drastischen Symbolen, um ihre Wut zum Ausdruck zu bringen.
Das Konterfei des amtierenden US-Präsidenten George W. Bush darf natürlich nicht fehlen. Die USA werden als Feinde angesehen, weil sie im Nahost-Konflikt auf Seiten Israels stehen.
Die muslimischstämmigen Indonesier bringen klar und deutlich ihre Meinung zur israelischen Bodenoffensive zum Ausdruck. Der Schuhwurf auf George W. Bush wird gern aufgegriffen.
Auch bei syrischen Protestaktionen gegen Israel dient Bush als beliebter Sündenbock.
Kinder gehen verkleidet als Hamas-Kämpfer auf die Straßen, wie hier bei Demonstrationen im Libanon.
In Beirut geht die Polizei mit Wasserwerfern gegen die aufgebrachte Menge vor.
Mit welchen Mitteln man gegen Israel kämpfen will, machen die Demonstranten deutlich: Entweder mit Raketen oder …
… mit Selbstmordanschlägen, wozu die Hamas bereits aufgerufen hat.
Muslimische Filipinos verurteilen die Israelis als Terroristen und Schlächter.
In Thailand macht sich die Verzweiflung auch …
… unter der muslimischstämmigen Bevölkerung breit, die mit lauten Sprechchören zum Ausdruck gebracht wird.
Ein leiser, aber auch wirkungsvoller Protest in der Schweiz und …
… in den Niederlanden.
Pro-Palästinensische Demonstrationen gibt es auch in Warschau.
In Istanbul rufen Zehntausende Türken am Sonntag in Sprechchören "Tod für Israel" und "Wir sind alle Palästinenser".
Demonstranten auf dem Istanbuler Caglayan-Platz verfolgten auf einem Bildschirm Live-Bilder des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira aus dem Gazastreifen.
In Paris kommt es nach einer Kundgebung zu Krawallen. Hunderte Randalierer setzen in der Innenstadt Autos in Brand.
In Griechenland brennen Flaggen und Plakate.
Auch in Italien werden israelische Transparente verbrannt.
Auf den Straßen kommt es zu Massentumulten.
In Großbritannien versammeln sich in rund 20 Städten mehr als 10.000 Menschen zu Protestaktionen. Prominente Demonstranten: Menschenrechts-Aktivistin Bianca Jagger (r.) und Sängerin Annie Lennox (l.).
In London bewerfen Demonstranten das Eisentor, das den Regierungssitz Downing Street Nummer 10 abschirmt, mit Hunderten von Schuhen.
Im australischen Melbourne gingen neben 3000 anti-israelischen Demonstranten auch mehrere hundert Menschen auf die Straße, die Israel unterstützten.
Video: Krieg in Nahost - Israelische Armee in Hamas-Hochburg
Video: Krieg im Gazastreifen - Im Gespräch: Robert Annetzberger, Sderot
Die Ermordung von mehr als sechs Millionen Juden in Nazi-Deutschland lassen den Ruf nach einem eigenen Staat für die Überlebenden lauter werden.
Tausende Holocaust-Überlebende flüchten nach Israel.
Am 14. Mai 1948 wird Israel auf einem Teil des britischen Mandatsgebietes in Palästina gegründet.
Einen Tag später beginnt der israelisch-arabische Krieg, aus dem Israel 1949 als Sieger hervorgeht. Etwa 700.000 Palästinenser müssen in arabische Länder flüchten.
Nach der Verstaatlichung des Suez-Kanals durch Ägypten beginnt 1956 der Suez-Krieg, in dem Israel von Frankreich und Großbritannien unterstützt wird. Die Angreifer müssen sich aber unter dem Druck Washingtons und Moskaus zurückziehen.
Der israelische Geheimdienst spürt 1960 in Argentinien Adolf Eichmann auf, einen der Hauptverantwortlichen des Judenmordes in Europa. Er wird in Israel zum Tode verurteilt und gehenkt.
1969 beginnt der dritte israelisch-arabische Krieg, genannt der Sechs-Tage-Krieg. Israel besetzt die Sinai-Halbinsel, den Gazastreifen, das Westjordanland, Ost-Jerusalem und die Golan-Höhen.
Ariel Scharon (l.) kommandierte im Sechs-Tage-Krieg die mächtigste Panzerdivision an der Sinaifront. Für seine Erfolge wurde er befördert.
Aussöhnung: Israels Regierungschef Begin (r.) und Ägyptens Staatschef Sadat unterzeichnen 1978 in Washington die Camp-David-Verträge, sechs Monate später ist der israelische-ägyptische Friedensvertrag (1979) perfekt.
Wegen der Aussöhnung mit Israel wird Ägyptens Staatschef Sadat am 6. Oktober 1981 während einer Militärparade in Kairo erschossen.
1982 marschiert die israelische Armee in den Libanon ein. Sie vertreibt die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) von Jassir Arafat aus Beirut. Die israelischen Truppen besetzen den Süden des Landes. Rückzug im Jahr 2000.
Arafat (l.) muss 1982 nach Tunesien fliehen. Er richtet einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis ein. Im Bild ist er mit dem damaligen tunesischen Außenminister Ben Yahia zu sehen.
Der ehemalige israelische Nukleartechniker Mordechai Vanunu erklärt 1986, dass sein Land Atomwaffen besitzt. Dies wird von Israel nie bestätigt oder dementiert. Allgemein wird angenommen, dass Vanunus die Wahrheit sagt.
1987: Die Palästinenser in den besetzten Gebieten erheben sich, die erste Intifada beginnt.
Israel und die PLO unterzeichnen 1993 eine Grundsatzerklärung zur palästinensischen Autonomiebehörde. Es kommt zum historischen Händedruck zwischen Regierungschef Jizchak Rabin und Jassir Arafat.
Jizchak Rabin wird am Abend des 4. November 1995 während einer großen Friedenskundgebung ermordet. Ein jüdischer Fundamentalist schoss auf ihn.
Im September 2000 beginnt die zweite Intifada.
Der angekündigte Besuch des damaligen Oppositionsführers Ariel Scharon auf dem auch für Moslems heiligen Tempelberg wurde von Palästinensern zum Anlass genommen, einen Aufstand zu beginnen.
Drei Jahre später (2005) zieht sich Israel aus dem Gazastreifen zurück.
Im vergangenen Jahr übernimmt die radikale Palästinenserorganisation Hamas die Kontrolle im Gazastreifen. US-Präsident George W. Bush verkündet das Ziel eines israelisch-palästinensischen Vertrages bis Ende dieses Jahres.

Die Terrororganisation El Kaida hat in einer Audiobotschaft angesichts der Zuspitzung der Lage in Gaza zur Vergeltung gegen Israel aufgerufen. "Seid stark und setzt den Dschihad weiter fort", forderte der El-Kaida-Vize Eiman al-Sawahiri nach Angaben des auf die Auswertung islamistischer Internetseiten spezialisierten US-Onlinedienst Laura Mansfield.

"Wir werden niemals aufhören, bevor nicht alle Toten und Verletzten, alle Witwen und Waisen in Palästina und in der gesamten islamischen Welt gerächt sind", verlangte Al-Sawahiri den Angaben zufolge in der verbereiteten Botschaft. Zugleich richtete er schwere Vorwürfe an den künftigen US-Präsidenten Barack Obama.

Al-Sawahiri ist nach Osama bin Laden die "Nummer Zwei" bei El Kaida. Die Tonaufnahme mit dem Titel "Das Massaker in Gaza und die Belagerung eines Verräters" ist nach Angaben des US-Onlinedienstes zehn Minuten lang.  

"Amerika soll nicht in Frieden leben"

Darin heißt es, "Amerika soll nicht in Frieden leben", solange die Palästinenserfrage nicht gelöst ist. Die israelischen Angriffe seien Teil eines «Kreuzzuges gegen den Islam". Zugleich seien sie «ein Geschenk Obamas, bevor er sein Amt antritt», heißt es offenbar mit Blick auf pro-israelische Äußerungen Obamas.

Obama hatte sich bisher mehrfach klar für das Existenzrecht Israels ausgesprochen. Zugleich richtet das Video den Angaben zufolge schwere Vorwürfe an den ägyptischen Staatschef Husni Mubarak, der als Verräter bezeichnet wird.

Ägypten schlägt Waffenruhe vor

Indes hat der ägyptische Präsident Husni Mubarak einen Plan zur Beendigung der Kämpfe im Gazastreifen zwischen Israel und der Hamas vorgelegt. Der Plan sieht einen zunächst befristeten sofortigen Waffenstillstand vor, dem Gespräche über die Beilegung des eskalierenden Konflikts folgen sollen. Außerdem soll die Versorgung der Bevölkerung des abgeriegelten palästinensischen Autonomiegebiets von außen ermöglicht werden. Mubarak stellte die Initiative am späten Dienstagabend auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem französischen Kollegen Nicolas Sarkozy im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich vor. Sarkozy begrüßte die Vorschläge Mubaraks. Er sprach von einer "kleinen Hoffung" auf ein Ende der Kämpfe. Er habe bereits mit dem israelischen Regierungschef Ehud Olmert über die Vorschläge gesprochen, sagte Sarkozy, der sich zu einer Vermittlungsmission im Nahen Osten aufhält.

Mubarak habe Israel zu Gesprächen über die Sicherheit seiner Grenzen zum Gazastreifen eingeladen, sagte Sarkozy weiter. Die Frage der Grenzsicherheit ist eines der zentralen Anliegen Israels. Durch geheime Tunnel entlang der ägyptischen Grenze schmuggelt die Hamas seit ihrer Machtübernahme im Juni 2007 Waffen in den Gazastreifen, die dann gegen Israel eingesetzt werden.

Die israelische Regierung wollte sich zu der Initiative Mubaraks zunächst nicht äußern. "Wir werden zunächst einmal abwarten", sagte Regierungssprecher Mark Regev der Nachrichtenagentur AP. Allerdings hat die Regierung bereits kurz zuvor zugestimmt, einen Korridor für Hilfslieferungen in den umkämpften Gazastreifen zu öffnen.

Abbas und Rice äußern sich positiv

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas begrüßte den Vorschlag Mubaraks. Auch US-Außenministerin Condoleezza Rice reagierte positiv. Sie mahnte aber zugleich, dass jede Lösung ein Ende der Raketenangriffe der Hamas auf den Süden Israels, ein Ende des Waffenschmuggeln in den Gazastreifen und eine Öffnung aller Grenzübergänge beinhalten müsse.

Rice und Abbas nahmen an einer Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrats zum Gaza-Konflikt teil. Dabei verteidigte die israelische UN-Botschafterin Gabriela Schalev das militärische Vorgehen ihres Landes und warf der Hamas vor, nicht am Frieden interessiert zu sein.

Noch keine UN-Resolution

Sprecher arabischer Staaten kritisierten, dass es im Sicherheitsrat bislang nicht gelungen sei, eine bindende Resolution zu verabschieden, um Israel zur Einstellung der Militäroffensive zu zwingen. Die arabischen Staaten hatten zuvor einen neuen Resolutionsentwurf erarbeitet. In dem Antrag, in den die Nachrichtenagentur AP am Dienstag Einblick nehmen konnte, wird die sofortige Einstellung aller Kampfhandlungen gefordert. Ferner soll eine internationale Beobachtertruppe die Waffenruhe überwachen und die Zivilbevölkerung im Gazastreifen schützen.

Ban verurteilt israelische Angriffe

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte unterdessen die israelischen Angriffe in der Nähe von vier Einrichtungen der Vereinten Nationen im Gazastreifen als «völlig inakzeptabel». Derartige Einrichtungen seien die einzigen Zufluchtsstätten für die Palästinenser in Gaza, sagte Ban am Dienstag in New York. Solche Angriffe dürften sich nicht wiederholen. Israel hat in den vergangenen Tagen insgesamt drei UN-Schulen sowie ein Gesundheitszentrum angegriffen. Bei der jüngsten Attacke auf eine Schule wurden in Dschebalija mehr als 30 Menschen getötet. In den 23 UN-Schulen im Gazastreifen haben insgesamt rund 15.000 Palästinenser Zuflucht gesucht.

(dpa, AFP, N24)

07.01.2009 06:53 Uhr

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