Neuheiten von Apple

iTunes-Songs künftig ohne Kopierschutz

Es war der einzige und letzte Paukenschlag von Apple auf der Messe "MacWorld": Der US-Konzern bietet iTunes-Songs künftig ohne Kopierschutz an. Zudem gibt es ein neues Preismodell.

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Kopierschutz ade: Apple gibt die iTunes-Songs frei.
Apples Marketing-Chef Phil Schiller statt Steve Jobs sprach über das neue 17-Zoll-MacBook Pro.
Darauf haben Apple-Fans lange gewartet: Apple-Chef Steve Jobs hat im kalifornischen Cupertino die neueste Generation der MacBook-Notebooks vorgestellt.
Das Apple-Flaggschiff MacBook Pro gibt es in drei Ausführungen.
Die beiden Modelle mit 15-Zoll-Display sind 2,4 und 2,5 Ghz schnell, haben 2 bzw. 4 GByte Arbeitsspeicher und kosten etwa 1800 bzw. 2300 Euro.
Das 17-Zoll-Modell wird rund 2500 Euro kosten und einen 2,5 Ghz-Prozessor sowie 6 GByte Arbeitsspeicher besitzen. Zudem ist in allen Geräten ein ultraschneller Nvidia-Grafikchipsatz verbaut.
Die MacBooks besitzen jetzt ein ebenso schickes wie massives Aluminiumgehäuse, wodurch die Geräte sehr robust sind und dennoch leicht bleiben.
Auch das ultradünne MacBook Air wurde runderneuert. Das Gerät mit einem 13-Zoll-Bildschirm ist 1,6 Ghz schnell und besitzt 2 GByte Arbeitsspeicher.
Für rund 1800 Euro bekommt der stolze Besitzer auch die neuen Nvidia-9400M-Grafikchips.
Für November ist eine mit 1,86 Ghz noch schneller Version des MacBook Air angekündigt, die dann auch eine 128 GByte SSD-Festplatte besitzen soll. Mit rund 2500 Euro ist dieses dann jedoch nochmals deutlich teurer.
An Einsteiger wendet sich Apple wie gewohnt mit den "normalen" MacBook-Modellen.
Auch diese besitzen jetzt ein Aluminiumgehäuse und den schnellen Grafikchipsatz.
Das 1200-Euro-Modell ist 2 Ghz schnell und besitzt 2 GByte Arbeitsspeicher.
Das Gerät mit 2,4 Ghz-CPU wird etwa 1500 Euro kosten. Wegen der großen Beliebtheit wird weiterhin auch eine komplett weiße Version angeboten.
Weitere Neuheiten aller MacBook-Modelle sind ein Glas-Touchpad und eine LED-Hintergrundbeleuchtung.
Zudem ist die ultraflache Tastatur, passend zum Design, jetzt in schickem Schwarz gehalten.
Bei der Präsentation im kalifornischen Cupertino konnten Apple-Fans die neuen Geräte gleich ausprobieren. Ein kleiner Tipp zum Schluss: Wem auch die vorige Version der MacBooks genügt, kann ordentlich sparen. Apple hat die Preise dafür kräftig gesenkt.
Wer den weißen Knopf im Ohr hat, gehört dazu.
Man trägt sie auf der Straße und …
… beim Friseur. Vor …
… während und nach der Arbeit.
Die schöne, bunte Apple-Welt ist überall.
Apple wurde sogar schon als Religion bezeichnet.
Ja, Apple-Fans glauben an die Produkte. Sie sind ihnen treu und loyal ergeben.
Dennoch: Steve Jobs ist kein Gott, der aus Nächstenliebe seine Produkte verschenkt. Verehrung wäre eine angemessene Bezeichnung für den Hype. Aber wie entsteht er?
Für Fans ist ein Apple-Produkt nicht nur ein funktionelles oder ein büroverschönerndes Arbeitswerkzeug.
Wenn es darum ginge, könnte man sich auch irgendeinen MP3-Player kaufen.
Apple hat es geschafft, seinen Produkten einen emotionalen Wert zu geben. Wer einen Apple besitzt, hat Stil.
Wer einen iPod besitzt, ist glücklich. Denn die bunte Apple-Welt soll vom grauen Alltag ablenken. In Wahrheit weiß jeder, dass man Glück nicht kaufen kann.
Oder doch nicht? Immerhin macht Apple gute Gewinne und kontrolliert 73 Prozent des Marktes für MP3-Player.
Wenn man an die Apple-Philosophie glauben mag, dann sind iPod-Käufe eine Art Glückstherapie.
Und so hat Apple-Chef Steve Jobs zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft seine iPod-Palette aufgepeppt ...
… und in San Francisco unter dem Motto "Let’s rock" vorgestellt.
Während der alte iPod nano eher quadratisch war, …
… wird der neue eher länglich sein.
Der nano sei der flachste iPod, den es je gegeben hat, sagt Jobs.
Künftig gibt es ihn in Silber, Lila, Blau, Grün, Orange, Gelb, Pink, Rot und in Schwarz.
Ähnlich wie beim iPhone …
… ist der kleine nano nun auch mit einem Bewegungssensor ausgestattet.
Dreht man den iPod um 90 Grad, wird auch der Bildschirminhalt ins Querformat gedreht.
Ein weiteres Gimmick: Um ein beliebiges Musikstück nach dem Zufallsprinzip auszuwählen, wird der nano kräftig geschüttelt.
Erste Versuche haben gezeigt, dass der sensorgesteuerte Zufallsmodus nur bei extrem heftigen Bewegungen anspringt.
So sollen laut Apple unbeabsichtigte Titelwechsel, etwa beim Joggen oder Fußballspielen, vermieden werden.
Obwohl in dem flachen, oval geschwungenen Gehäuse kaum Platz für eine Batterie geblieben ist, …
… soll der nano 24 Stunden Musik oder vier Stunden Video ohne Nachladen wiedergeben können.
Beim neuen iPod touch hat sich äußerlich wenig geändert.
Hier zum Vergleich: der Vorgänger, der im September 2007 vorgestellt wurde.
Der Touchscreen sollte einst den großen Erfolg bringen. Auch andere Hersteller setzten darauf.
Die Funktionsweise ist schnell erklärt: Das Display reagiert auf Berührungen. Das heißt, mit Fingerbewegungen kann man die Größe eines Fotos ändern.
Der neue iPod touch ist ansonsten ein wenig flacher geworden. Außerdem wurde ein kleiner Lautsprecher eingebaut.
Apple hat den touch mit Hunderten von Spielen aus dem iTunes-Store ausgestattet. Damit ist er nicht mehr nur ein Musik- und Videoplayer, sondern eine mobile Gamekonsole.
Apple hat sich noch ein Spielzeug für iPod-Freunde einfallen lassen: die Genius-Funktion. Sie ist in der neusten Version der Musikverwaltungssoftware, iTunes8 , integriert und schlägt Wiedergabe-Listen vor.
Dahinter stecken Algorithmen, die den gerade gespielten Song analysieren und ähnliche Lieder empfehlen – also beispielsweise zu einem Elvis Presley Song ein Roy Orbison Stück.
So bekommt Apple allerdings auch mit, welche Musik die Kunden besitzen und mögen. Wer mag, kann die Funktion auch abstellen.
Die zweite iPod-Generation ist keine Revolution. Steve Jobs hat seine Geräte aber nett aufgepeppt.
Von diesem "Update" verschont bleibt der iPod shuffle, der im September 2006 aus der Taufe gehoben wurde.
Der shuffle ist laut Apple der kleinste Player der Welt.
Die neue iPod-Generation wird wohl keinen so großen Hype auslösen, wie der Verkaufsstart des iPhones.
Weltweit warteten Fans die ganze Nacht und ...
… den ganzen Tag, …
… um solch ein "Wundertelefon" zu ergattern.
In Deutschland verlief der Start ruhiger.
Das lag vermutlich am hohen Preis und dem mit dem Kauf verbunden 24-Monatsvertrag mit T-Mobile.
Das iPhone allein kostete 400 Euro. Der Vertrag knapp 50 Euro pro Monat. Nur hartgesottene Fans sind wohl zu einem Gesamtpreis von 1.600 Euro bereit gewesen.
Im Vergleich dazu: Nicht ganz so viel kostet ein Apple Mac Book, auf das viele iPod-Besitzer gieren.
Technikfreaks haben sich in das Mac Book Air verliebt, das im Januar 2008 vorgestellt wurde.
Es ist sehr dünn und wirkt so leicht, dass es in der Luft schweben könnte.
Kein Wunder, die Außenhülle ist aus Aluminium gefertigt.
Mit solchen Spielereien hält Steve Jobs die Latte hoch und die Apple-Community bei Laune. "Let’s rock, baby!"
Apple-Chef Steve Jobs hat eine neue Generation des Apple-Handys iPhone vorgestellt. Das neue Gerät…
…wurde mit der neuen iPhone-Software 2.0 ausgestattet, verfügt über eine schnelle Datenübertragung der dritten Generation (UMTS) und das Ortungssystem GPS.
Das neue „iPhone 3G“ sei „erstaunlich flott“ und stelle Webseiten doppelt so schnell dar wie seine Vorgänger mit dem langsameren Mobilfunkstandard EDGE, sagte Jobs in San Francisco auf der Apple-Messe WWDC vor 5200 Software-Entwicklern.
Ab dem 11. Juli soll das iPhone 3G zunächst in 22 Ländern, darunter auch in Deutschland, zu einem günstigeren Preis als die Vorgänger verfügbar sein, kündigte Jobs an.
Das neue Telefon mit 16 Gigabyte Speicher bringt Apple für 299 Dollar auf den Markt. Das Acht- Gigabyte-Modell soll es für 199 Dollar geben.
Apple stellte außerdem eine Reihe neuer Anwendungen vor…
…wie etwa einen mobilen Zugang zum Auktionshaus eBay, verschiedene Spiele sowie „Loop“, eine Social-Network-Plattform, über die man auf einer Karte erkennen kann, wo sich die eigenen Freunde gerade befinden.
Das neue iPhone soll es in Schwarz und in Weiß geben. Noch in diesem Jahr will Apple die Marke von 10 Millionen verkauften iPhones erreichen.

Apple wird in seinem Online-Musikladen iTunes die meisten Stücke künftig ohne Kopierschutz anbieten. Der Konzern rückt zudem von der Praxis ab, die Songs zum Einheitspreis zu verkaufen. Das kündigte Apple-Marketingchef Phil Schiller am Dienstag (Ortszeit) zur Eröffnung der Fachmesse Macworld Expo in San Francisco an.

Das von Apple eingesetzte Kopierschutzverfahren "FairPlay" wurde 2003 mit dem Marktstart von iTunes eingeführt und sollte die unkontrollierte Verbreitung der digitalisierten Lieder unterbinden. Es verhinderte aber auch, dass Musik aus iTunes auf anderen Geräten als dem iPod und dem iPhone von Apple gehört werden konnte.

Neues iTunes-Preismodell

Von sofort an seien acht Millionen Songs ohne Beschränkungen durch Digital Rights Management (DRM) verfügbar, sagte Schiller, ab April sind dann sämtliche zehn Millionen auf dem Portal verfügbaren Songs frei vervielfältigbar. Die vier größten Plattenfirmen seien mit an Bord. Lange Zeit hatten die Musikstudios darauf beharrt, dass ihre Lieder nur mit Kopierschutz zur Verfügung stehen dürfen.

Die Neuerung gilt auch für iTunes in Deutschland. Für 30 Euro-Cent pro Song können die Nutzer des iTunes-Angebots ihre bereits früher heruntergeladenen Songs auf den neuen kopierschutzfreien Standard umwandeln lassen. Dieser neue Standard bietet laut Apple auch eine bessere Klangqualität. Zugleich verkündete Apple, von seiner seit sechs Jahren geltenden Praxis abzugehen, alle Songs für 99 Cent anzubieten. Künftig sollten die Titel 69 Cent, 99 Cent oder 1,29 Euro kosten.

Den genauen Preis für die Lieder können den Angaben zufolge künftig die Musikfirmen entscheiden. Dies gilt als Zugeständnis an die Musikproduzenten für deren Zustimmung zur Abschaffung des Kopierschutzes. Alben sollen weiter für 9,99 Euro zu haben sein.

Fans wurden enttäuscht

Besucher der Macworld Expo, die zum letzten Auftritt von Apple auf der Messe spektakuläre Produktvorstellungen erwartet hatten, wurden enttäuscht. Schiller präsentierte weder ein iPhone nano noch überarbeitete Versionen des Mac mini oder des iMacs, über die im Vorfeld der Messe spekuliert worden war. "Apple hat heute eine evolutionäre Entwicklung seiner Produkte präsentiert, keine revolutionären Änderungen", sagte Analyst Michael Gartenberg von Jupitermedia. Die Apple-Aktie gab am Dienstag um 1,7 Prozent auf 93 Dollar nach.

News vom MacBook Pro

Zu den Weiterentwicklungen gehört eine neue Variante des Profi-Notebooks MacBook Pro. Es wurde mit einer neuartigen Batterie ausgestattet, mit der das Gerät mit seinem 17-Zoll-Monitor bis zu acht Stunden lang arbeiten kann. Der Akku soll eine Lebensdauer von rund fünf Jahren haben und bis zu 1.000 Mal aufgeladen werden können.

Neuerungen wurden auch bei der Software angekündigt: Die im Multimedia-Paket iLife enthaltene Foto-Software erkennt künftig automatisch Gesichter und kann so alle Bilder von einer Person per Mausklick anzeigen. Zudem lassen sich Aufnahmen nach Orten sortieren. Über eine Landkarte wie Google Maps können Nutzer alle Fotos aus der Umgebung suchen.

Update für iLife

Außerdem kommuniziert das Programm künftig direkt mit sozialen Netzwerken wie Facebook und Flickr. Mit dem im iLife-Paket enthaltenen Programm GarageBand können die Anwender in Zukunft unter der Anleitung von prominenten Künstlern wie Sting oder Norah Jones Gitarre oder Keyboard lernen.

Auch das Büro-Paket iWork erhält ein Update - es ist ab sofort im Handel. Käufer haben Zugang zu dem neuen, internetbasierten Dienst iWork.com. Ähnlich wie bei Google Docs können sie Dokumente online speichern und gemeinsam mit anderen bearbeiten. Das Angebot startet in einer kostenlosen Beta-Version, später werden Gebühren fällig.

Wie sich der Abschied des Zugpferds Apple auf die Macworld Expo auswirken wird, ist noch unklar. Der Veranstalter, der US-Verlag IDG, will auch über die bereits geplante Veranstaltung im kommenden Jahr hinaus weitermachen. «Wir haben in anderen Ländern viele Macworld- Messen ohne Apple veranstaltet», sagte IDG-Chef Pat McGovern.

(dpa, N24)

07.01.2009 07:00 Uhr

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