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3,5 Millionen neue Jobs

Obama-Wirtschaftsteam mit großen Zielen

Das Wirtschaftsteam des künftigen US-Präsidenten Obama hat sich viel vorgenommen: In zwei Jahren sollen 3,5 Millionen neue Stellen geschaffen werden. Allerdings wurden schon Rechenfehler eingeräumt.

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Die Wirtschaftsexperten um Barack Obama räumten allerdings mögliche Abweichungen von ihren Berechnungen ein.
Als Barack Obama am 4. November zum 44. US-Präsidenten gewählt wurde, stand die Welt Kopf.
Nicht nur in den USA wurde gejubelt, …
… in der ganzen Welt feierte man den Sieg des ersten afroamerikanischen Präsidenten. In Kenia, wo Obamas Familie väterlicherseits lebt, tanzte seine Großmutter Sarah auf der Straße vor Freude.
Am 20. Januar 2009 wird Barack Obama in Washington vereidigt.
Die Aufbauarbeiten sind schon in vollem Gange: An dem Bühnenpodest für die Amtseinführungs-Parade wird schon fleißig geschraubt und gehämmert.
Die Souvenirläden, wie hier in Washington, haben alles, um sich für den Tag der Vereidigung richtig auszustatten.
Obama-Poster, Obama T-Shirts, Obama Basecaps…egal was, Hauptsache Obama ist drauf zu sehen.
Die japanische Stadt Obama City in der Nähe von Tokyo macht sich ihren Namen auch zu Nutzen.
Auch Kenia bereitet sich auf den 20. Januar vor. So werden z.B. verbilligte Flugtickets nach Washington angeboten.
Mit dem Sieg hofft das Land aber auch, mehr Touristen anzulocken. Obamas Wurzeln liegen im kenianischen Kogelo, wo seine Großmutter lebt und sein Vater begraben ist.
Und wie vertreibt sich der künftige Präsident die Zeit?
In den letzte Wochen war er vor allem damit beschäftigt, sein Kabinett zu nominieren.
Was lange spekuliert wurde, hat sich bestätigt: Seine frühere Widersacherin Hillary Clinton wird das Außenministerium übernehmen.
Privat versucht Obama noch ein "normales" Leben zu führen.
Man sieht ihn bei der Mittagspause im Coffe Shop in Chicago, …
… auf dem Weg zum Basketball-Spiel …
… oder ins Fitness-Studio.
Seine Hemden bringt er noch in seine Reinigung in Chicago.
Wo Obama auch auftritt, ist er sofort von Menschen umgeben, die ihn anfassen wollen.
Immer mit dabei sind die Sicherheitsbeamten, die auf Schritt und Tritt Barack Obama überall hin begleiten.
Auch das Leben seiner beiden Töchter ändert sich: Der Weg zur Schule findet unter Begleitung von Sicherheitspersonal statt.
Wenn Obama der "mächtigste Mann der Welt" sein wird, darf er vieles, nur wird er, natürlich aus Sicherheitsgründen, sein heiß geliebtes Blackberry abgeben müssen. Der kleine "Tastenfreund" war in den letzten Jahren sein ständiger Begleiter.
Ab 20. Januar wohnt Familie Obama dann im Weißen Haus. Barack Obama unternahm bereits mit seiner Frau Michelle eine Vorabbesichtigung.
Begrüßt wurden die beiden von den derzeitigen Bewohnern George und Laura Bush.
Während sich Laura Bush und Michelle Obama zu einem Gespräch unter First Ladies zurückzogen, …
… machten George Bush und sein Nachfolger eine Rundumbesichtigung …
… mit Abstecher in den Rosengarten, …
…um sich dann in Obamas künftigen Büro auszutauschen.
Barack Obama wird 1961 als Barack Hussein Obama Jr. auf Hawaii geboren. Seine Mutter Stanley Ann Dunham und sein Vater Barack Obama haben sich an der Universität von Hawaii kennengelernt.
Obamas Großeltern kümmern sich rührend um den Familiennachwuchs. Hier spielt der kleine Barack Obama mit seinem Großvater am Strand.
Barack Obamas Eltern lassen sich 1963 scheiden. Seine Mutter heiratet erneut. Mit dem späteren Ölmanager ging die kleine Familie nach Indonesien.
In dieser Schule in Indonesien drückt Barack Obama die Schulbank.
1971 kommt Barack Obama nach Hawaii zurück, wo er von seinen Großeltern aufgezogen wird. 1979 legt er seinen Highschool-Abschluss ab.
Nach zwei Jahren am Occidental College in Los Angeles zieht es Barack Obama 1981 an die Columbia-Universität in New York, wo er einen Abschluss in Politikwissenschaften erlangt.
Nach kurzer Tätigkeit für eine Wirtschaftsberatungsgesellschaft geht Obama nach Harvard. An der Harvard Law School macht er 1991 seinen Doktor der Rechtswissenschaft „mit großem Lob“.
In Harvard lernt Barack Obama seine spätere Ehefrau Michelle Robinson kennen. Später wächst die Familie mit der Geburt der beiden Töchter Malia (*1999) und Sasha (*2001).
Seit 1992 engagiert sich Obama als Landespolitiker des Bundesstaates Illinois, wo er 1996 in den Senat gewählt wurde. Im Jahr 2000 strebt Obama den Gang ins US-Repräsentantenhaus an, unterliegt in den Vorwahlen jedoch seinem Kontrahenten Bobby Lee Rush.
2004 zieht Barack Obama in den US-Senat ein. Gleichzeitig unterstützt er den damaligen Präsidentschaftsbewerber John Kerry bei dessen Wahlkampf.
Am 10. Februar 2007 verkündet Barack Obama in Springfield (Illinois) unter großem Jubel erstmals seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur.
Seine Gegner bei den Vorwahlen sind Hillary Clinton und John Edwards. Edwards gibt sich am 30. Januar 2008 bereits frühzeitig geschlagen.
Als harte Gegnerin erweist sich jedoch Hillary Clinton, die frühere First Lady. Bis zum Ende der Vorwahlen hält sie an ihrer Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten fest.
Obwohl längst chancenlos, gibt Clinton erst am 7. Juni offiziell ihren Rückzug bekannt. Gleichzeitig versichert sie Obama ihre volle Unterstützung.
Obamas Gegner zum Wahltag am 4. November 2008 heißt nun John McCain. Auch wenn die beiden Kontrahenten in Wahlumfragen lange gleichauf liegen, unterliegt McCain. Zu groß ist der Wunsch der Amerikaner nach "Change", dem Schlüsselwort Obamas Kampagne.

Das Wirtschaftsteam des künftigen US-Präsidenten Barack Obama will in den kommenden zwei Jahren 3,5 Millionen neue Stellen schaffen. Das von Obama vorgeschlagene Rettungspaket für die Wirtschaft im Umfang von rund 775 Milliarden Dollar könne vermutlich für diese Zahl neuer Jobs sorgen, hieß es in einer am Samstag vorgelegten Analyse des Beraterteams. Die Experten räumten allerdings ein, dass es mögliche Abweichungen von ihren Berechnungen geben könne.

Schnelles Handel ist notwendig

Ohne schnelles Handeln könne die Rezession nach Expertenansicht Jahre dauern und die Arbeitslosenquote in den zweistelligen Bereich klettern, mahnte Obama am Samstag in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache, die auch bei YouTube veröffentlicht wurde. Nach Einschätzung seines Beraterteams wären ohne das Rettungspaket bis zum Ende der Rezession weitere drei bis vier Millionen Stellen bedroht.

Arbeitslosenquote im Dezember bei 7,2 Prozent

Im Dezember stieg die Arbeitslosenquote in den USA auf 7,2 Prozent, laut den am Freitag vom Arbeitsministerium in Washington veröffentlichten Daten gingen 2008 insgesamt 2,6 Millionen Stellen verloren. "Es ist nicht zu spät, den Kurs zu ändern - aber nur, wenn wir sofortige und drastische Maßnahmen ergreifen", betonte Obama. Erstes Ziel sei, Arbeit zu schaffen und die Wirtschaft zum Laufen zu bringen.

Hilfe für Arbeitslose zugesichert

Obama sicherte zu, dass neben der Schaffung von Stellen auch Hilfe für Arbeitslose und von der Krise betroffene Familien auf seinem Programm stehe. Der künftige Präsident plant ein Konjunkturpaket in Höhe von rund 775 Milliarden Dollar. Es enthält unter anderem Steuersenkungen über zwei Jahre hinweg sowie öffentliche Investitionen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Investiert werden soll unter anderem in alternative Energien und den Ausbau von Schulen und Universitäten.

(AP, N24)

10.01.2009 15:14 Uhr

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