Sie befinden sich in: Nachrichten » Politik

 

350 Milliarden Dollar

Bush bittet Kongress um zweite Rate

Auf Wunsch des künftigen US-Präsidenten Obama hat George W. Bush den US-Kongress um die zweite Rate des Rettungspakets für den Finanzsektor in Höhe von 350 Milliarden Dollar gebeten.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Bush wird seine Amtszeit als US-Präsident am kommenden Dienstag beenden.
Washington probt den Ernstfall: Noch war alles nur Spiel, doch am 20. Januar steigt sie, die wohl größte …
Politshow, in der US-Hauptstadt seit vielen Jahren – die Amtseinführung von Barack Obama als 44. US-Präsident.
Damit vor den Augen der erwarteten drei Millionen Zuschauer vor Ort und vieler mehr an der Fernsehern nichts schief geht, wurde jetzt schon einmal ordentlich geprobt.
Bereits am frühen Sonntagmorgen strömten tausende Regierungsbeamte, Polizisten, Soldaten, Journalisten und Schaulustige zu den Schauplätzen rund um das Kapitol.
Nach anfänglichen Unstimmigkeiten bei der Auswahl des Präsidentendoubles, fiel die Wahl schließlich doch noch auf …
einen geeigneten Kandidaten in Form des Irakkriegsveteranen Derrick Brooks (l) und der Soldatin La Sean McCray (r) als First-Lady-Ersatz.
Zur Erinnerung: So sehen Barack und Michelle Obama im Original aus.
Eine Polizeieskorte brachte die Beiden zur Vereidigungszeremonie am Kapitol.
Ebenso wie Barack und Michelle Obama dies bei zahlreichen Gelegenheiten schon taten, …
gaben sich auch deren Darsteller volksnah und legten einen Teil der Strecke zu Fuß und dem Volk zuwinkend zurück. Klar, dass sich die Schaulustigen mit ihrem Jubel noch zurückhielten.
Natürlich wurde auch die traditionelle Militärparade geprobt. 3000 Soldaten marschierten auf und zogen durch Washingtons Innenstadt.
Am 20. Januar werden es sogar rund 10.000 Soldaten sein, die dann zu Ehren des neuen Präsidenten Barack Obama …
die mehr als einen Kilometer lange Parade bilden, an deren Spitze der Präsident selbst laufen wird.
Die eigentliche Vereidigung findet vor dem Kapitol statt. Auch die Kinder der Obamas werden dann dabei sein. In der Probe wurden sie von Dominique Sewell (Malia Obama) und Gianna Justice Samora-Nixon (Sasha Obama) gespielt.
Dabei gab es offenbar auch noch einigen Regelungsbedarf. Ein Regisseur sorgt dafür, dass in einer Woche auch in diesem historischen Moment jeder am richtigen Fleck steht und ...
alles genau nach Plan abläuft. Denn wie beim Film sorgt auch bei der Amtseinführung ein Script für Ordnung und eine perfekte Show.
So konnten der Ersatz-Obama und das Double seines Stellvertreters Joe Biden (Nicholas Rupple ) …
schließlich doch noch ihren Amtseid leisten und auf die Bibel schwören.
Zum Abschluss der Feierlichkeiten wird schließlich noch der …
bisherige Präsident George W. Bush nach acht Jahren Regierungszeit ...
mit allen Ehren in den Ruhestand verabschiedet. Ein Helikopter wird ihn aus Washington ausfliegen.
Das Ziel ist unbekannt. Möglicherweise lässt er sich ja direkt auf seine Ranch in Texas fliegen, auf der er auch als Präsident viel Zeit verbrachte.
Zu den mehr als drei Millionen Gästen der Amtseinführung am 20 Januar …
werden neben den Familienmitgliedern von Obama und Biden auch zahlreiche Prominente gehören.
Neben George Clooney und …
Tom Hanks wird es sich auch …
Tim Robbins nicht nehmen lassen, diesem historischen Moment beizuwohnen.
Erwartet werden weiterhin Chris Rock …
Ed Harris …
Susan Sarandon …
Anne Hathaway und …
Patricia Arquette.
Auch die Hollywood-Regisseure Ron Howard und …
Spike Lee wollen ebenso wie …
die Kult-Talkerin Oprah Winfrey dabei sein, wenn Barack Obama zum Präsidenten ernannt wird.
Von den Musikern werden unter anderem die Soul-Legende Aretha Franklin …
der britische Rockmusiker Sting …
und die R&B-Sängerin Beyonce in Washington dabei sein.
Barack Obama wird die prominente Unterstützung freuen und bei seiner Amtseinführung dürfte angesichts einer so aufwändigen Vorbereitung wohl auch nichts mehr schief gehen.
"Ich glaube, man wird mich später im Rückblick als einen Menschen sehen, der mit schwierigen Dingen zu tun hatte und sich ihnen stellte, ohne zurückzuschrecken."
2000: Der Republikaner George Walker Bush wird zum Präsidenten der USA gewählt. 2005 entscheidet er die Wahlen erneut für sich.
Die achtjährige Ära von George W. Bush wird nicht nur wegen seiner zwei Amtszeiten (2000-2004 und 2005-2009) in zwei Teilen gesehen.
Man unterscheidet vielmehr zwischen seiner Politik vor den Terroranschlägen des 11. September 2001 in New York und der Zeit danach.
Als George W. Bush zum 43. Präsidenten der USA gewählt wird, tritt er in die Fußstapfen seines Vaters George H. W. Bush. Nicht nur er steht ihm beratend zur Seite, ...
... auch seine Frau Laura, die er 1977 heiratet. Nach vierjähriger Ehe ...
... kommen die Zwillinge Barbara (links) und Jenna (rechts) zur Welt. Gemeinsam feierten sie im Mai 2008 Jennas Hochzeit auf der Ranch in Texas.
Das politische Wirken von George W. Bush ist zu Beginn seiner Amtszeit eher bescheiden. Dadurch fängt er sich den Ruf des "Teilzeitpräsidenten" ein. Damals verbrachte er ...
... vermutlich mehr Zeit auf seiner Ranch in Texas als im Weißen Haus. (Hier: zusammen mit Angela Merkel auf der Prairie Chapel Ranch in Texas).
Das Verhalten und das Auftreten des Präsidenten ändern sich am 11. September 2001: Zwei Flugzeuge fliegen in die Türme des World Trade Centers in Manhattan und kosten zahlreichen Menschen das Leben.
Dieser Akt des Terrors erschüttert die ganze Welt: George W. Bush und seine Frau Laura Bush halten gemeinsam mit Vizepräsident Cheney und seiner Frau eine Schweigeminute. (Hier: 2007)
Die verängstigten US-Bürger verlangen nach Rache und Sicherheit und so ruft Bush ...
... den "Krieg gegen den Terrorismus" aus.
Knapp drei Wochen nach den Flugzeugattentaten wird Afghanistan angegriffen.
Grund: Die USA machen die Terroristengruppe al-Qaida, angeführt von Osama bin Laden, für die Anschläge verantwortlich.
2002 entfachen die USA einen neuen Krieg. Der Irak soll nicht nur Massenvernichtungswaffen besitzen, ...
... Präsident und Premierminister Saddam Hussein wird zudem mit al-Qaida in Verbindung gebracht. Und so beginnt die Jagd.
2003: Saddam Hussein wird von US-Soldaten aufgespürt und gefangengenommen. Ein Jahr später findet die Übergabe Saddams an die irakische Justiz statt.
2006: Wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit wird der ehemalige irakische Staatspräsident mit dem Tod durch Erhängen bestraft.
Derweil haben sich die Kriegsgründe der USA als haltlos erwiesen und es bricht eine Welle der Proteste aus.
Die Öffentlichkeit verhöhnt den Präsidenten zudem als "Witzfigur" und peinliche Persönlichkeit.
Die Glaubwürdigkeit des Präsidenten der Vereinigten Staaten wird in Frage gestellt.
Doch Bush bleibt hart und setzt seinen "Kampf gegen den Terrorismus" fort.
Die Bürger Amerikas will er schützen und so genehmigt er, dass Telefonate abgehört und E-Mails abgefangen werden dürfen.
Spätestens seit die Unterstützung aus dem Weißen Haus zum Hurrikan "Katrina" (2005) auf sich warten ließ, zweifeln auch hartnäckige Bush-Fans an ihrem Präsidenten.
Dazu kommen Versprecher Bushs: So verlegt er den Staatsbesuchs der Queen versehentlich 200 Jahre vor.
Bei ihrem Abschied des Besuchs griff die Queen den Versprecher auf: "Mister President, ich frage mich, ob ich zu Beginn dieses Trinkspruchs sagen sollte: 'Als ich 1776 hier war.'"
Die Protestwelle gegen den Präsidenten scheint kein Ende zu nehmen ...
... und wird sogar durch Filme wie "Fahrenheit 9/11" (Michael Moore) und Songs wie "Dear Mr. President" (Pink) unterstützt.
Auch als Gerüchte um ...
... eine mögliche Affäre mit Außenministerin Condoleezza Rice laut werden, ...
... steht First Lady Laura Bush immer hinter ihrem Mann. Auf seinen Auslandsaufenthalten begleitet sie ihn häufig.
Trotz scharfer Proteste aus Peking trifft Bush 2007 den Dalai Lama, ...
… besucht 2008 den König von Bahrain Hamad Bin Isa Bin Salman Al-Khalifa …
... und nimmt am G8-Gipfel in Heiligendamm teil, auch wenn ihm jedes Mal vor Augen geführt wird, wie viele Bürger sich gegen ihn und seine Politik auflehnen.
Denn wo George W. Bush auf Staatsbesuch erwartet wird, werden die Bush-Gegner laut und demonstrieren gehen seine Person und seine Politik.
Im Gegensatz zu Kanzler Gerhard Schröder, bemühte sich seine Nachfolgerin Angela Merkel besonders um ein besseres Verhältnis zu Bush und besuchte ihn sogar auf seiner Ranch in Texas.
Während George Bush ihr das Anwesen zeigte, besprachen sie die Zusammenarbeit im Atomstreit mit dem Iran.
George W. Bush ist ein umstrittener Politiker, ...
... dessen Ära viele Rätsel aufweist.
Seine Gegner halten ihn für den schlimmsten und peinlichsten Politiker der gesamten Präsidentschaftsgeschichte der USA.
Ein Präsident, der Kriege entfachte, ...
... der die Folter und die Todesstrafe befürwortet ...
... und gegen den schwere Vorwürfe laut wurden, als das Gefangenenlager Guantanamo errichtet wird ...
... und Bilder aus Abu Ghraib um die Welt gehen, auf denen deutlich wird, dass Gefangene teilweise bis zum Tode gequält wurden.
George W. Bush versucht sich trotz öffentlicher und häufig prominenter Angriffe auf der Welt gut zu stellen. Zusammen mit der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf ...
... bespricht er die Möglichkeiten für neue Bildungswege in ihrem Land.
Er trifft sich mit Silvio Berlusconi in Italien,
... besucht in Japan den Ministerpräsidenten Yasuo Fukuda und seine Frau Kiyoko ...
... und geht in Begleitung seiner Frau Laura mit dem britischen Premierminister Gordon Brown und dessen Frau Sarah essen.
Der Präsident zeigt sich nicht nur staatsmännisch, sondern auch volksnah. Er versucht sich beim Baseball, ...
... Basketball, ...
... und sogar am Dirigentenstab.
Er motiviert Feuerwehrleute in San Diego.
Und scherzt mit seiner Mutter Barbara Bush im Fernsehen.
So lustig war es zwischen Bush und dem ehemaligen russischen Präsidenten Putin nicht immer. Wenn auch ähnlich gekleidet waren sie sich oft uneinig, arbeiteten aber daran, ...
... das russisch-amerikanische Verhältnis zu verbessern.
Unter anderem teilten sie zumindest ihre Sorgen über die Nuklearpläne des Irans.
Die Schwere seines Erbes, ...
... dass der amerikanische Noch-Präsident seinen Nachfolgern hinterlässt, ...
... wird sich erst noch zeigen.
Auf einen Plausch mit Papst Benedikt XVI, ...
... Besuche im Weißen Haus (hier von Wissenschaftler Dr. Carlton Grant) ...
... zahlreiche öffentliche Auftritte ...
... und feine Abende mit Staatsoberhäuptern wie mit Frankreichs Nicolas Sarkozy, ...
... wird der Präsident ab 2009 verzichten müssen.
Bestimmt werden sich die Journalisten ...
... auch nach seiner Amtszeit ...
... weiterhin um News über den baldigen Ex-Präsidenten reißen, ...
... auch wenn sich George W. mit Sicherheit ins Privatleben zurückziehen wird.
Ob man nach seiner Amtszeit auf ehrliche Meinungen von Politikern (hier: mit Musharraf aus Pakistan), ...
... über den – vermutlich – schlimmsten Präsidenten hoffen kann, bleibt abzuwarten. (hier: mit Tony Blair).
2007 musste er sich bereits von Englands Ex-Premierminister und Freund Tony Blair verabschieden. Fest steht: Verabschieden muss sich Bush von seinem Präsidentenamt.
Am liebsten würde Bush das Weiße Haus sicherlich - wenn schon, denn schon - seinem republikanischen Kollegen McCain überlassen.
Fest steht: Im Januar 2009 ist Schluss.
Er wird sich wohl auf seine Ranch in Texas zurückziehen ...
... und Zeit mit seiner Familie verbringen. (hier: Seine Eltern George H. W. Bush und Barbara Bush)
„Bevor die Historiker ihr Urteil über meine Regierung gefällt haben, werde ich wohl tot sein. Es dauert eben eine Weile, bis die wahre Geschichte einer Regierung klar wird.“ Sagt Bush und hinterlässt seinem Nachfolger, ...
... ob John McCain oder Demokrat Barack Obama, ...
... einen Scherbenhaufen und ein schweres Erbe, das nicht leicht zu bewältigen zu sein wird.
„Unsere Feinde sind erfindungsreich und gut ausgerüstet – so wie wir. Sie denken ständig darüber nach, wie sie unserem Land schaden können – so wie wir.“
„Ich freue mich, dass mein Freund, Senator Bill Frist, heute Abend hier ist. Er hat ein Mädchen aus Texas geheiratet, Karyn. Sie ist auch hier. Ein west-texanisches Mädchen, genau wie ich.“
„Die Familie ist da, wo unsere Nation Hoffnung findet, wo den Flügeln Träume wachsen.“
„Ich glaube an die friedliche Koexistenz von Mensch und Fisch.“
„Es ist nicht die Verschmutzung, welche die Erde ruiniert, sondern es ist die Unreinheit von Luft und Wasser.“
„Zu viele Gynäkologen sind nicht in der Lage, ihre Liebe zu Frauen zu praktizieren.“
„Ich bin stolz, die Hand eines tapferen irakischen Bürgers zu schütteln, dem Saddam Hussein die Hand abgehackt hat.“
„In meiner Lage, meiner Lage der Nation, oder Lage – in meiner Rede an die Nation, egal wie das heißt, die Rede an die Nation, habe ich die Amerikaner gebeten, 4000 Jahre zu geben, 4000 Stunden für den Rest ihres Lebens, als Dienst an Amerika.“
„Ich bin nicht sehr analytisch. Wissen Sie, ich verwende nicht viel Zeit darauf, über mich nachzudenken, und darüber, warum ich etwas mache.“
„Ich hatte keine Gelegenheit, den Fragenden die Fragen zu stellen, die sie fragten.“
„Meine Aufgabe ist es, irgendwie, über das Unmittelbare hinauszudenken.“
„Ich denke, wir sind uns einig darüber, dass die Vergangenheit vorbei ist.“
„Ich glaube, Krieg ist ein gefährlicher Ort.“
„Ich weiß, was ich glaube. Ich werde fortfahren zu sagen, was ich glaube, und was ich glaube – ich glaube, was ich glaube, ist richtig.“
„Ich verspreche, ich werde darauf hören, was hier gesagt wurde, sogar wenn ich nicht hier war.“
„Wenn Dad und ich nicht über Politik reden, sprechen wir über Tussies und Pussies.“
„Ich glaube, es gibt eine gewisse Methodik in meinen (Dienst-)Reisen.“
„Wir werden die am besten ausgebildeten Amerikaner auf der Welt haben.“
„Gesunde Kinder brauchen keine Krankenversicherung.“
„Nun, ich glaube, wenn du sagst, du machst etwas und machst es nicht, das ist Glaubwürdigkeit.“
„Es ist Zeit, dass die Menschheit ins Sonnensystem vordringt.“
„Ich habe keinen Kalender auf dem Schreibtisch, dem wunderbaren Schreibtisch, der sagt, an dem Tag und an dem Tag, bist du fertig. Das ist nicht, wie ich denke.“
„Auf jeden tödlichen Schuss kommen rund drei nicht tödliche. Dies ist in Amerika unakzeptabel. Und es ist einfach unakzeptabel. Wir werden uns darum kümmern.“
„Es ist nicht die wichtigste Aufgabe, Gouverneur zu sein, oder First Lady in meinem Fall.“
„Wir sind der NATO fest verpflichtet. Wir sind ein Teil der NATO. Wir sind Europa fest verpflichtet. Wir sind ein Teil Europas.“
„Meine Mutter hat immer gesagt: Wenn du eine Brezel isst, musst du gut kauen, bevor du sie schluckst. Man soll immer auf seine Mutter hören.“
„Ein niedrigeres Wahlergebnis ist ein Zeichen, dass weniger Leute zur Wahl gehen.“
„Wir sind bereit für jedes unvorhergesehene Ereignis, das eintritt oder auch nicht.“
„Das ist eindeutig ein Haushaltsplan – da sind eine ganze Menge Zahlen drin.“
„Ich verstehe etwas vom Wachstum kleiner Betriebe. Ich war selber einer.“
„Reden führt zu unklaren, undeutlichen Dingen.“
„Afrika ist eine Nation, die unter unglaublichen Krankheiten leidet.“
„Mein Standpunkt für das Leben ist, dass ich glaube, es gibt Leben.“
„Kein Präsident hat jemals so viel für die Menschenrechte getan wie ich.“
„Was an Büchern mit am besten ist: Manchmal sind da ganz phantastische Bilder drin.“
„Eine Diktatur wäre viel einfacher, solange ich der Diktator bin.“
„Lassen Sie mich zunächst einmal klarstellen: Arme Menschen müssen nicht unbedingt Mörder sein.“
„Ich denke, wenn man weiß, was man glaubt, ist es viel einfacher, Fragen zu beantworten. Ich kann ihre Frage nicht beantworten.“
„Die große Mehrzahl unserer Importe kommt von außerhalb des Landes.“
„Ich stehe zu allen Falschaussagen, die ich gemacht habe.“
Bei der globalen Finanzkrise haben sich Dutzende Banken gnadenlos verzockt. Hier die größten "Milliardengräber":
Zwar wurden für die Münchner Hypo Real Estate ein Milliarden-Hilfspaket geschnürt, abschreiben musste der im DAX gelistete Hypothekenfinanzierer bisher aber lediglich 1,2 Milliarden Dollar.
Die Commerzbank verbuchte bisher Abschreibungen von 2,3 Milliarden Dollar.
Die Landesbank Sachsen, ehemals Sachsen LB, musste aufgrund der Finanzkrise und der Verwicklung ihrer irischen Zweckgesellschaften in diese 2,6 Milliarden Dollar abschreiben.
Bei der DZ Bank sind es bisher 2,7 Milliarden Dollar.
Bei der HSH Nordbank, einer Landesbank und Namensgeber der Hamburger Fußball-Arena, summieren sich die Abschreibungen auf 3,6 Milliarden Dollar.
Die von der Commerzbank übernommene Dresdner Bank ist mit Abschreibungen von 4,0 Milliarden Dollar in die globale Finanzkrise verwickelt.
Die Düsseldorfer WestLB ist derzeit auf Partnersuche, weil sie allein die finanzielle Krise wohl nicht überwinden kann. Einer der Auslöser der kostenintensiven Turbulenzen: Abschreibungen von 4,6 Milliarden Dollar.
Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) "verbrannte" aufgrund der Finanzkrise 4,8 Milliarden Dollar.
Lediglich bei der BayernLB schlagen unter den deutschen Landesbanken mit bisher 7,0 Milliarden Dollar noch höhere Abschreibungen ins Kontor.
Bei der belgisch-niederländischen Fortis sind die Gläser längst leer: Das Finanzinstitut kam auf Abschreibungen von 7,2 Milliarden Dollar und wurde mittlerweile verstaatlicht bzw. zu Teilen verkauft..
Das britische Finanzinstitut Barclays, das Teile der insolventen Investmentbank Lehman Brothers geschluckt hat, kommt bisher auf Abschreibungen von 7,8 Milliarden Dollar.
9,0 Milliarden Dollar an Abschreibungen stehen bei der französischen Großbank Credit Agricole zu Buche.
Die US-Bank Wells Fargo kämpft derzeit mit der Citigroup um den Konkurrenten Wachovia. 60 Milliarden Dollar sind als Übernahmepreis im Gespräch. Abschreibungen wegen der Finanzkrise von 10,0 Milliarden Dollar sind da fast "Peanuts".
Credit Suisse: 10,5 Milliarden Dollar
Deutschlands Branchenprimus Deutsche Bank, mittlerweile bei der Postbank eingestiegen, schrieb bisher in der seit mehr als einem Jahr dauernden Finanzkrise ebenfalls 10,5 Milliarden Dollar ab.
158 Jahre Banken-Tradition für die Katz: Das US-Investmenthaus Lehman gehört zu den Instituten, die nicht gerettet wurden. 18,8 Milliarden Dollar an Abschreibungen muten bei einem angeblichen Schuldenstand von rund 700 Milliarden Dollar recht niedrig an.
Großbritannien hat mittlerweile die Staatsschatulle aufgemacht und greift den größten Banken des Landes mit Milliarden-Krediten unter die Arme. Die Royal Bank of Scotland ist auch darunter. Ihre Abschreibungen belaufen sich auf 13,8 Milliarden Dollar.
Und nun in die Top Ten: Die Düsseldorfer IKB erwischte die Finanzkrise als eine der ersten deutschen Banken. Bis heute schrieb die Mittelstandsbank 15 Milliarden Dollar ab - soviel wie kein anderes deutsches Institut.
Auf immerhin 15,7 Milliarden Dollar bringt es die US-Investmentbank Morgan Stanley.
Trotz Abschreibungen von 18,8 Milliarden Dollar ist das US-Institut J.P. Morgan Chase einer der wenigen Gewinner der Finanzkrise: Gekauft wurden zu Schnäppchenpreisen unter anderem Bear Stearns und weite Teile der größten US-Sparkasse Washington Mutual.
Ähnliches hat auch die Bank of America gemacht - trotz abgeschriebenen, also wertberichtigten 21,2 Milliarden Dollar. BoA ist Eigentümer der Investmentbank Merrill Lynch. Der Kaufpreis: geschätzte 50 Milliarden Dollar.
Zu den Verlierern zählt Wachovia. Die US-Bank wird ihre Selbstständigkeit einbüßen und entweder bald zur Citigroup oder zu Wells Fargo gehören. Abschreibungen: 22,7 Milliarden Dollar.
Großbritanniens größtes Finanzinstitut HSBC - eine der größten Banken weltweit - meldete bisher Abschreibungen von 27,4 Milliarden Dollar.
Mit Abschreibungen von 44,2 Milliarden Dollar hat die Schweizer UBS zu kämpfen.
Und nun zu den drei größten Miliarden-Verzockern in der Finanzkrise: Rang drei belegt Washington Mutual (USA) mit 45,6 Milliarden Dollar.
Platz zwei geht an Merrill Lynch mit 52,2 Milliarden Dollar, und ...
... die höchsten Wertberichtigungen weist bisher die US-Bank Citigroup mit 55,1 Milliarden Dollar auf.

Wenige Tage vor dem Ende seiner Amtszeit hat US-Präsident George W. Bush den US-Kongress um die Freigabe der zweiten Rate des Rettungspakets für den Finanzsektor gebeten. Bush sei damit einer Bitte seines Nachfolgers Barack Obama nachgekommen, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, am Montag. Presseberichten zufolge haben Obama-Unterhändler bereits Verhandlungen mit dem Kongress über die Bewilligung der 350-Milliarden-Dollar-Rate (261 Milliarden Euro) aufgenommen. Das US-Parlament hatte im Zuge der Finanzkrise im Oktober ein insgesamt 700 Milliarden Dollar schweres Paket zur Rettung des Bankensektors verabschiedet.

Summer: Geld muss umgehend freigegeben werden"

Wie die "Washington Post" am Montag berichtete, fordern vor allem demokratische Abgeordnete, dass nicht nur bedrängte Finanzinstitute Hilfe erhalten sondern auch Hausbesitzer, die durch die Immobilienkrise in Not geraten seien. Obama hatte bereits signalisiert, dass das Geld nicht nur in angeschlagene Finanzunternehmen fließen solle. Obamas Wirtschafts-Spitzenberater Lawrence Summers drängte derweil den Kongress mit Blick auf die Bewilligung der zweiten Rate zur Eile. Das Geld müsse "umgehend und eiligst" freigegeben werden, schrieb der frühere Finanzminister in einem Brief an führende Abgeordnete. "Wir können es uns nicht leisten zu warten."

Abgeordnete reagieren skeptisch

Angesichts der sich abzeichnenden Rekordverschuldung in Höhe von 1,2 Billionen Dollar im laufenden Staatshaushalt steige unter den Abgeordneten allerdings auch die Skepsis gegenüber weiteren Ausgaben, berichtete die "New York Times". Obama, der am 20. Januar sein Amt übernimmt, will zudem, dass der Kongress innerhalb der nächsten Wochen ein Konjunkturprogramm in Höhe von 800 Milliarden Dollar zur Ankurbelung der Wirtschaft auf den Weg bringt. Zugleich zeichnete die "Washington Post" eine vernichtende wirtschaftliche Bilanz der acht Regierungsjahre von Bush.

Geringstes Wirtschaftswachstum seit 50 Jahren

Es habe das geringste Wirtschaftswachstum seit 50 Jahren gegeben, zudem sei der Anstieg der Arbeitsplätze seit sieben Jahrzehnten niemals so gering gewesen wie unter der Regierung Bush. Die Zahl der Jobs habe sich unter Bush lediglich um 0,3 Prozent pro Jahr erhöht, das Wirtschaftswachstum lediglich um 1,4 Prozent pro Jahr. Die Einkommen seien lediglich um jährlich 1,3 Prozent gewachsen. Zudem habe das Wachstum der Bush-Jahre vor allem auf dem Boom der Immobilienpreise und dem Konsum basiert, meint das Blatt unter Berufung auf Wirtschaftsexperten.

(dpa, N24)

12.01.2009 19:50 Uhr

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Politik