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Trügerische Ruhe in Gaza

Arabische Warnung an Israel

Die Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel hält. Die Lage bleibt dennoch angespannt. König Abdullah von Saudi-Arabien warnte Israel nun: Das arabische Friedensangebot halte nicht ewig.

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"Der arabische Vorschlag liegt nicht mehr lange auf dem Tisch", drohte König Abdullah von Saudi-Arabien.
Ein traumhaft schöner Blick gen Himmel, an dem ein Flugzeug seine Runden zieht. Doch der Schein trügt - es ist der Himmel über dem Gazastreifen. Ein israelisches Kampfflugzeug bereitet den Raketenabschuss vor.
Isreal begann kurz vor dem Jahreswechsel mit seiner Militäroffensive in Gaza. Vor Ort in Sderot, im südlichen Israel: N24-Reporter Robert Annetzberger, der über die aktuelle Entwicklung berichtet.
Für die N24.de-User hat er diese Aufnahmen gemacht. Mit eigenen Augen kann der Reporter täglich sehen, wie der Rauch über dem Gazastreifen aufsteigt, ...
... wenn die israelische Armee ihre Luftangriffe über dem feindlichen Gebiet der Palästinenser startet.
Hier ein Haus in Sderot, kurz nach dem Einschlag einer Kassam-Rakete. Niemand wurde verletzt, ...
... die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Viele trifft es allerdings wesentlich härter, UN-Vertreter sprechen von mehr als 900 Toten seit Beginn des Krieges.
Drei Kassam-Geschosse werden im Gazastreifen abgefeuert. Die Hamas schlägt zurück - auch in Sderot ertönt der Raketenalarm. Die Bewohner haben dann maximal 15 Sekunden Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen.
Eine Mutter wartet mit ihren Kindern in Sderot in einem Keller darauf, dass die Raketenanschläge vorübergehen.
Angriff eines Apache-Kampfhubschraubers, ...
... eine Serie von Raketenabwürfen auf den Gazastreifen folgt.
Mehrmals täglich wird Reporter Robert Annetzberger in die Nachrichtensendungen von N24 zugeschaltet. Hier bereitet er sich auf das nächste Gespräch vor, um von ...
... den Detonationen in Gaza nach israelischen Luftangriffen zu berichten.
Medienvertreter aus aller Welt haben ihr Lager in Israel in Grenznähe zum Gazastreifen aufgeschlagen, um die Lage zu beobachten und ...
... die aktuellen Ereignisse zu vermelden, ...
... so weit sie aus dieser Entfernung zu beurteilen sind. Denn auch für sie ist am Polizei-Checkpoint am Rand der "closed military zone" Schluss, ...
... bis hierher und nicht weiter kommt man.
Schaulustigen ganz anderer Art kann man in Israel aber auch begegnen: "Wo sind die Panzer?", fragen sie. Es sind ...
... israelische Kriegstouristen, die Action sehen wollen.
Bislang schlugen alle politischen Bemühungen um einen Waffenstillstand fehl. Ein Ende der Angriffe über dem Gazastreifen und damit ein Ende dieser Bilder ist derzeit noch nicht absehbar.
Weltweit gehen Hunderttausende auf die Straßen, um gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen zu protestieren.
Mit lauten Sprechchören, Flaggen und Transparenten …
… zeigt man Solidarität mit den Palästinensern.
In den meisten Fällen rufen islamische Organisationen zu den Aktionen auf.
In vielen deutschen Städten, wie Berlin, Düsseldorf, …
… Frankfurt am Main und Bremen …
… protestieren die Menschen gegen den israelischen Militäreinsatz. Neben den brennenden israelischen Fahnen greifen die Demonstranten …
… zu drastischen Symbolen, um ihre Wut zum Ausdruck zu bringen.
Das Konterfei des amtierenden US-Präsidenten George W. Bush darf natürlich nicht fehlen. Die USA werden als Feinde angesehen, weil sie im Nahost-Konflikt auf Seiten Israels stehen.
Die muslimischstämmigen Indonesier bringen klar und deutlich ihre Meinung zur israelischen Bodenoffensive zum Ausdruck. Der Schuhwurf auf George W. Bush wird gern aufgegriffen.
Auch bei syrischen Protestaktionen gegen Israel dient Bush als beliebter Sündenbock.
Kinder gehen verkleidet als Hamas-Kämpfer auf die Straßen, wie hier bei Demonstrationen im Libanon.
In Beirut geht die Polizei mit Wasserwerfern gegen die aufgebrachte Menge vor.
Mit welchen Mitteln man gegen Israel kämpfen will, machen die Demonstranten deutlich: Entweder mit Raketen oder …
… mit Selbstmordanschlägen, wozu die Hamas bereits aufgerufen hat.
Muslimische Filipinos verurteilen die Israelis als Terroristen und Schlächter.
In Thailand macht sich die Verzweiflung auch …
… unter der muslimischstämmigen Bevölkerung breit, die mit lauten Sprechchören zum Ausdruck gebracht wird.
Ein leiser, aber auch wirkungsvoller Protest in der Schweiz und …
… in den Niederlanden.
Pro-Palästinensische Demonstrationen gibt es auch in Warschau.
In Istanbul rufen Zehntausende Türken am Sonntag in Sprechchören "Tod für Israel" und "Wir sind alle Palästinenser".
Demonstranten auf dem Istanbuler Caglayan-Platz verfolgten auf einem Bildschirm Live-Bilder des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira aus dem Gazastreifen.
In Paris kommt es nach einer Kundgebung zu Krawallen. Hunderte Randalierer setzen in der Innenstadt Autos in Brand.
In Griechenland brennen Flaggen und Plakate.
Auch in Italien werden israelische Transparente verbrannt.
Auf den Straßen kommt es zu Massentumulten.
In Großbritannien versammeln sich in rund 20 Städten mehr als 10.000 Menschen zu Protestaktionen. Prominente Demonstranten: Menschenrechts-Aktivistin Bianca Jagger (r.) und Sängerin Annie Lennox (l.).
In London bewerfen Demonstranten das Eisentor, das den Regierungssitz Downing Street Nummer 10 abschirmt, mit Hunderten von Schuhen.
Im australischen Melbourne gingen neben 3000 anti-israelischen Demonstranten auch mehrere hundert Menschen auf die Straße, die Israel unterstützten.
Seit dem 27. Dezember fallen im Gazastreifen die Bomben.
Israel setzt seine Militäraktion gegen die Hamas mit neuen ...
Bombardierungen in Gaza-Stadt und entlang der ägyptischen Grenze fort.
Die Ziele sind überwiegend Stellungen und Gebäude der Hamas, die Israel für Raketenangriffe auf israelische Siedlungen in den vergangenen Wochen und Monaten verantwortlich macht.
Bei den Angriffen wurden bisher bereits über 300 Palästinenser getötet.
Mehr als 1000 Menschen wurden mitunter schwer verletzt.
Mit bloßen Händen suchen die Menschen in den Trümmern ...
nach Überlebenden. Doch die Versorgung der Verletzten ist schlecht. Die Krankenhäuser sind überlastet.
Auch die Feuerwehren sind mit den zahlreichen ...
Explosionen und Bränden völlig überfordert.
Oftmals resignieren die Helfer angesichts des Ausmaßes der Zerstörung.
Viele Bewohner Gazas ergreifen die Flucht. Doch wo sie sicher sind, wissen sie nicht.
Die israelischen Bomben und Raketen haben Teile von ...
Gaza-Stadt und anderen Städten in Trümmerfelder verwandelt.
In den Ruinen und unter den Schutthaufen suchen die Bewohner ...
nach Opfern und nach den wenigen Dingen, ...
die unversehrt geblieben sind.
Viele haben durch die Luftangriffe beinahe alles verloren.
Mit wenigen Habseligkeiten versuchen sie, zumindest sich selbst zu retten.
In der gesamten arabischen Welt ist die Empörung ...
über den Militäreinsatz groß. Proteste gab es unter anderem in ...
der Türkei, im Libanon und in Ägypten.
Auch Politiker zahlreicher westlicher Staaten sowie die ...
Vereinten Nationen forderten ein Ende der Kämpfe.
In Jerusalem und im Westjordanland protestierten ...
Palästinenser gewaltsam gegen Israel und ...
die Luftangriffe im Gazastreifen.
Die israelische Polizei und Armee ging hier mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Demonstranten vor.
Auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kritisierte das israelische Vorgehen, machte aber gelichzeitig die Hamas mitverantwortlich für die Gewalteskalation.
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert und Außenministerin Zipi Livni kündigten an, die Militäroperation zunächst unbefristet fortzusetzen.
Entlang der Grenze zum Gazastreifen hat Israel inzwischen ...
auch Bodentruppen und schweres Kampfgerät versammelt.
Tausende israelische Reservisten wurden einberufen. Nach den Luftangriffen steht ...
der Gazastreifen nun womöglich vor einer umfassenden Bodenoffensive.
Video: Zerbrechliche Waffenruhe - Nach Raketenbeschuss: Israel greift Gaza an
Video: Gaza-Konflikt - Vor Gesprächen in Scharm el Scheich

König Abdullah von Saudi-Arabien hat Israel aufgefordert, das von ihm bereits vor mehreren Jahren unterbreitete arabische Friedensangebot anzunehmen. "Der arabische Vorschlag liegt nicht mehr lange auf dem Tisch", drohte er während eines Gipfeltreffens der Arabischen Liga in Kuwait.

Das Angebot, das 2002 in Beirut von allen Staaten der Liga akzeptiert worden war, bietet Israel die Aufnahme normaler Beziehungen zu den arabischen Staaten an, falls sich der jüdische Staat aus allen Gebieten zurückziehen sollte, die er im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt hat. Der israelische Präsident Schimon Peres hatte im vergangenen Oktober bei einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak erklärt, der Vorschlag beinhalte positive Elemente, es seien aber Verhandlungen über Details notwendig. Mubarak hatte ihm damals gesagt, der Vorschlag stehe nicht zur Verhandlung, sondern könne von Israel nur abgelehnt oder angenommen werden.

"Auge um Auge"?

Die Angriffe der israelischen Armee im Gazastreifen in den vergangenen Wochen bezeichnete der König von Saudi-Arabien in seiner Rede vor den Gipfelteilnehmern als «gnadenlos». Er sagte: "In der Tora steht geschrieben Auge um Auge, aber in der Tora steht nicht, ein Auge wird vergolten mit einer ganzen Stadt voller Augen."

Der Monarch kam am Rande des zweitägigen Gipfels zu einem Versöhnungstreffen mit den Staatschefs von Katar, Syrien, Jordanien und Ägypten zusammen. Katar und Syrien hatten sich von Beginn des Gaza-Krieges an uneingeschränkt auf die Seite der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas gestellt, während Ägypten, Saudi- Arabien und Jordanien für Besonnenheit und Realitätssinn plädiert hatten. Eine von Ägypten lancierte Waffenruhe-Initiative hatte schließlich am vergangenen Wochenende zu einer Entspannung der Lage im Gazastreifen geführt.

Der saudische Monarch kündigte in Kuwait an, Saudi-Arabien werde den Wiederaufbau im Gazastreifen mit einer Milliarde US-Dollar (753 Millionen Euro) unterstützen. Ein Vertreter der radikalen Palästinenserfraktionen in Damaskus forderte unterdessen, die Araber sollten ihre Hilfsgelder nur der Hamas-Regierung im Gazastreifen direkt zukommen lassen und nicht der Fatah-Fraktion von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der die Palästinenser bei dem Gipfel vertrat. Abbas sagte in Kuwait, er sei für die Bildung einer nationalen Einheitsregierung zusammen mit der Hamas.

(AP, N24)

19.01.2009 16:02 Uhr

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