Die Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel hält. Die Lage bleibt dennoch angespannt. König Abdullah von Saudi-Arabien warnte Israel nun: Das arabische Friedensangebot halte nicht ewig.
Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.
Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:
König Abdullah von Saudi-Arabien hat Israel aufgefordert, das von ihm bereits vor mehreren Jahren unterbreitete arabische Friedensangebot anzunehmen. "Der arabische Vorschlag liegt nicht mehr lange auf dem Tisch", drohte er während eines Gipfeltreffens der Arabischen Liga in Kuwait.
Das Angebot, das 2002 in Beirut von allen Staaten der Liga akzeptiert worden war, bietet Israel die Aufnahme normaler Beziehungen zu den arabischen Staaten an, falls sich der jüdische Staat aus allen Gebieten zurückziehen sollte, die er im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt hat. Der israelische Präsident Schimon Peres hatte im vergangenen Oktober bei einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak erklärt, der Vorschlag beinhalte positive Elemente, es seien aber Verhandlungen über Details notwendig. Mubarak hatte ihm damals gesagt, der Vorschlag stehe nicht zur Verhandlung, sondern könne von Israel nur abgelehnt oder angenommen werden.
"Auge um Auge"?
Die Angriffe der israelischen Armee im Gazastreifen in den vergangenen Wochen bezeichnete der König von Saudi-Arabien in seiner Rede vor den Gipfelteilnehmern als «gnadenlos». Er sagte: "In der Tora steht geschrieben Auge um Auge, aber in der Tora steht nicht, ein Auge wird vergolten mit einer ganzen Stadt voller Augen."
Der Monarch kam am Rande des zweitägigen Gipfels zu einem Versöhnungstreffen mit den Staatschefs von Katar, Syrien, Jordanien und Ägypten zusammen. Katar und Syrien hatten sich von Beginn des Gaza-Krieges an uneingeschränkt auf die Seite der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas gestellt, während Ägypten, Saudi- Arabien und Jordanien für Besonnenheit und Realitätssinn plädiert hatten. Eine von Ägypten lancierte Waffenruhe-Initiative hatte schließlich am vergangenen Wochenende zu einer Entspannung der Lage im Gazastreifen geführt.
Der saudische Monarch kündigte in Kuwait an, Saudi-Arabien werde den Wiederaufbau im Gazastreifen mit einer Milliarde US-Dollar (753 Millionen Euro) unterstützen. Ein Vertreter der radikalen Palästinenserfraktionen in Damaskus forderte unterdessen, die Araber sollten ihre Hilfsgelder nur der Hamas-Regierung im Gazastreifen direkt zukommen lassen und nicht der Fatah-Fraktion von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der die Palästinenser bei dem Gipfel vertrat. Abbas sagte in Kuwait, er sei für die Bildung einer nationalen Einheitsregierung zusammen mit der Hamas.