Amtseinführung
Fan radelt 5000 Kilometer zu Obama
Ein Obama-Fan ist mit dem Rad 5000 Kilometer gefahren, um die Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten mitzuerleben. Dabei hatte er auch mit Pannen und Schmerzen zu kämpfen.
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Der Kalifornier Ryan Bowen ist zur Amtseinführung Obamas 5000 Kilometer mit dem Rad gefahren.
Mit einem stimmungsgeladenen Megakonzert haben Popstars, Schauspieler, Prominente und Hunderttausende Menschen in Washington den künftigen US-Präsidenten Barack Obama gefeiert.
Zwei Tage vor Amtseinführung wurde die "National Mall" zwischen Weißem Haus und Kapitol zu einer Jubelmeile für den zukünftigen Präsidenten.
Die Masse feierte Obama wie einen Popstar.
"Willkommen zu diesem Fest für Amerikas Erneuerung!" rief der den begeisterten Menschen zu.
Seit den frühen Morgenstunden waren die Menschen, bei klirrender Kälte, zum traditionsreichen Lincoln Memorial im Herzen von Washington geströmt.
Wegen der strengen Sicherheitsbestimmungen dürfen die Fans noch nicht einmal Rucksäcke oder Thermoskannen mitbringen.
Neben dem Popstar Obama trat zum Konzert "We Are One" ein "Who is Who" der Popwelt auf:
Den Auftakt machte Rocklegende Bruce Springsteen mit dem Song "The Rising", ...
... umrahmt von einem Gospelchor.
Der "Boss", hier mit Pete Seeger (l), hat Obama schon im Wahlkampf unterstützt.
Daneben traten auf eigene Kosten auch die irische Band U2, ...
... Jennifer Nettles (r), John Legend (l) und James Taylor (m), ...
... Sheryl Crow, ...
... Beyoncé, ...
... John Mellencamp, ...
... Jon Bon Jovi und Bettye LaVette, ...
... Heather Headley, ...
... Herbie Hancock (m) und will.i.am (r), ...
... Shakira (l), Stevie Wonder (m) und Usher (r).
Obama, seine Frau Michelle und ihre beiden Töchter Sasha (7) und Malia (10) saßen neben Vizepräsident Joe Biden und Ehefrau Jill gerührt zu den steinernen Füßen von Abraham Lincoln.
Der 16. US-Präsident, Abraham Lincoln, der vor allem für den Sieg über die Sklaverei steht, wird von Obama immer wieder als sein Vorbild zitiert.
Lange musten die Fans warten, bis ihr großer Star endlich die Bühne betrat.
Noch bevor Obama sprechen konnte hagelte es weitere Gratulationen von Schauspielerin Marisa Tomei, ...
... Jamie Foxx , ...
... Tom Hanks, ...
... Denzel Washington, ...
... Samuel L. Jackson, ...
... Queen Latifah, ...
... Forrest Whittaker und ...
... Golf-Profi Tiger Woods.
Obama schwor die Menschen angesichts von Kriegen und Wirtschaftskrise noch einmal auf die großen Aufgaben ein.
"Wir werden länger als einen Monat oder ein Jahr rauchen, wahrscheinlich sind viele nötig", so Obama.
Doch hat diese Nation schon die größten Schwierigkeiten gemeistert, "denn es gibt kein Hindernis, das Millionen Stimmen bremsen kann, die nach einem Wechsel rufen."
Das was die Menschen in ihrem Jubel für Obama eint ist die Hoffnung.
Washington probt den Ernstfall: Noch war alles nur Spiel, doch am 20. Januar steigt sie, die wohl größte …
Politshow, in der US-Hauptstadt seit vielen Jahren – die Amtseinführung von Barack Obama als 44. US-Präsident.
Damit vor den Augen der erwarteten drei Millionen Zuschauer vor Ort und vieler mehr an der Fernsehern nichts schief geht, wurde jetzt schon einmal ordentlich geprobt.
Bereits am frühen Sonntagmorgen strömten tausende Regierungsbeamte, Polizisten, Soldaten, Journalisten und Schaulustige zu den Schauplätzen rund um das Kapitol.
Nach anfänglichen Unstimmigkeiten bei der Auswahl des Präsidentendoubles, fiel die Wahl schließlich doch noch auf …
einen geeigneten Kandidaten in Form des Irakkriegsveteranen Derrick Brooks (l) und der Soldatin La Sean McCray (r) als First-Lady-Ersatz.
Zur Erinnerung: So sehen Barack und Michelle Obama im Original aus.
Eine Polizeieskorte brachte die Beiden zur Vereidigungszeremonie am Kapitol.
Ebenso wie Barack und Michelle Obama dies bei zahlreichen Gelegenheiten schon taten, …
gaben sich auch deren Darsteller volksnah und legten einen Teil der Strecke zu Fuß und dem Volk zuwinkend zurück. Klar, dass sich die Schaulustigen mit ihrem Jubel noch zurückhielten.
Natürlich wurde auch die traditionelle Militärparade geprobt. 3000 Soldaten marschierten auf und zogen durch Washingtons Innenstadt.
Am 20. Januar werden es sogar rund 10.000 Soldaten sein, die dann zu Ehren des neuen Präsidenten Barack Obama …
die mehr als einen Kilometer lange Parade bilden, an deren Spitze der Präsident selbst laufen wird.
Die eigentliche Vereidigung findet vor dem Kapitol statt. Auch die Kinder der Obamas werden dann dabei sein. In der Probe wurden sie von Dominique Sewell (Malia Obama) und Gianna Justice Samora-Nixon (Sasha Obama) gespielt.
Dabei gab es offenbar auch noch einigen Regelungsbedarf. Ein Regisseur sorgt dafür, dass in einer Woche auch in diesem historischen Moment jeder am richtigen Fleck steht und ...
alles genau nach Plan abläuft. Denn wie beim Film sorgt auch bei der Amtseinführung ein Script für Ordnung und eine perfekte Show.
So konnten der Ersatz-Obama und das Double seines Stellvertreters Joe Biden (Nicholas Rupple ) …
schließlich doch noch ihren Amtseid leisten und auf die Bibel schwören.
Zum Abschluss der Feierlichkeiten wird schließlich noch der …
bisherige Präsident George W. Bush nach acht Jahren Regierungszeit ...
mit allen Ehren in den Ruhestand verabschiedet. Ein Helikopter wird ihn aus Washington ausfliegen.
Das Ziel ist unbekannt. Möglicherweise lässt er sich ja direkt auf seine Ranch in Texas fliegen, auf der er auch als Präsident viel Zeit verbrachte.
Zu den mehr als drei Millionen Gästen der Amtseinführung am 20 Januar …
werden neben den Familienmitgliedern von Obama und Biden auch zahlreiche Prominente gehören.
Neben George Clooney und …
Tom Hanks wird es sich auch …
Tim Robbins nicht nehmen lassen, diesem historischen Moment beizuwohnen.
Erwartet werden weiterhin Chris Rock …
Ed Harris …
Susan Sarandon …
Anne Hathaway und …
Patricia Arquette.
Auch die Hollywood-Regisseure Ron Howard und …
Spike Lee wollen ebenso wie …
die Kult-Talkerin Oprah Winfrey dabei sein, wenn Barack Obama zum Präsidenten ernannt wird.
Von den Musikern werden unter anderem die Soul-Legende Aretha Franklin …
der britische Rockmusiker Sting …
und die R&B-Sängerin Beyonce in Washington dabei sein.
Barack Obama wird die prominente Unterstützung freuen und bei seiner Amtseinführung dürfte angesichts einer so aufwändigen Vorbereitung wohl auch nichts mehr schief gehen.
Mehr als 40 Reifenpannen, Nächte im Zelt und sogar ein Zusammenstoß mit einem Geländewagen haben den jungen Kalifornier Ryan Bowen nicht davon abhalten können, mit dem Fahrrad von Kalifornien zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama anzureisen. Binnen sechs Wochen strampelte der junge Mann die fast 5000 Kilometer von Los Angeles bis Washington, wo er am Sonntag müde aber glücklich ankam.
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Obamas Botschaft des Wandels habe ihn inspiriert, sagte Bowen. Die Radtour stellte ihn dann allerdings auf eine harte Probe: "Am Anfang habe ich gedacht, meine Knie explodieren", berichtete der Fotograf und Kinesiotherapeut. Vor seinem Start am 2. Dezember hatte er noch nie mehr als 30 Kilometer an einem Tag per Rad zurückgelegt, während seiner Reise waren es nun durchschnittlich 130 Kilometer täglich.
Bowen ist Adoptivkind einer weißen Familie und hat selbst indische, afroamerikanische und weiße Wurzeln. Am Dienstag wollte sich Bowen den neuen Präsidenten aus der Nähe anschauen: Ein Abgeordneter schenkte ihm eine der begehrten Zuschauerkarten für die Feier zur Amtseinführung am Fuße des Kapitols.
(AFP, N24)
19.01.2009 17:12 Uhr
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