Im wiederaufgeflammten Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn will die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erneut streiken. Ab Montag 0.00 Uhr will die Gewerkschaft sowohl im Fern- und Regional- als auch im Güterverkehr zu unbefristeten Arbeitsniederlegungen aufrufen, sagte GDL-Chef Manfred Schell in Frankfurt am Main.
Damit reagiere die GDL auf Weigerung der Deutschen Bahn, den eigenständigen Tarifvertrag für die rund 20 000 Lokführer zu unterzeichnen. Der Konzern mache dafür einen sogenannten Grundlagentarifvertrag zur Voraussetzung. Allerdings seien bereits fünf Entwürfe von der GDL abgelehnt worden, da sie die Eigenständigkeit der GDL "ad absurdum" führen würden, sagte Schell. Daraufhin hatte die Bahn die Verhandlungen am Montag in Berlin abgebrochen.
Der Grundlagentarifvertrag soll das Verhältnis zwischen der Bahn und der GDL regeln sowie die "konflikt- und widerspruchsfreie" Einordnung des eigenständigen Tarifvertrages in das Gesamttarifgefüge der Bahn sicherstellen. So soll beispielsweise festgeschrieben werden, für welche Tochterunternehmen die GDL als Tarifpartner auftritt und dass die Gewerkschaften gegenseitig ihre Tarifverträge anerkennen. Streitpunkte sind etwa die Einordnung von rund 3000 Lokrangierführern oder die Frage, ob auch Zeitarbeitstöchter der Bahn unter den Lokführertarifvertrag fallen.
(ddp)
04.03.2008 15:20 Uhr








