Neues Engagement

Obama ernennt Nahost-Sondergesandten

Es kommt wieder Bewegung in die Nahost-Politik: Der neue US-Präsident Obama ernannte den demokratischen Senator George Mitchell zum Sondergesandten für die Krisen-Region.

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George Mitchell ist schon erfahren im Einsatz als Sondergesandter: vermittelte im Auftrag des früheren US-Präsidenten Bill Clinton im Nordirland-Konflikt und leitete eine internationale Kommission zur Analyse der Gewalt im Nahen Osten.
Barack Obama ist zum 44. Präsident der USA vereidigt worden. Vor dem Kapitol in Washington verfolgten Millionen Zuschauer die Zeremonie.
Für den Amtseid legte Obama seine linke Hand auf die Bibel des ehemaligen Präsidenten Abraham Lincoln.
Seit dem Vorabend versammelten sich vor dem Kapitol die Menschen, um bei dem historischen Ereignis dabei zu sein. Obama ist der erste schwarze Präsident in der US-Geschichte.
Der Tag begann für Obama und seine Familie mit einem Gottesdienst. Anschließend begrüßte der scheidende Präsident George W. Bush die Familie im Weißen Haus. Gemeinsam begaben sich Bush und Obama auf den Weg zum Kapitol.
Die First Ladies folgten auf dem Fuß: Michelle Obama und Laura Bush. Viele waren gespannt, in welchem Kleid Michelle Obama bei der Amtseinführung ihres Mannes auftritt.
Die Präsidenten-Kolonne auf dem Weg zum Kapitol.
Am Rande der Straße fanden sich tausende Zuschauer ein.
Der Jubel und die Begeisterung für Barack Obama zeigten keine Grenzen.
Die Massen warteten gespannt auf die offizielle Zeremonie. Millionen versammelten sich bei Minustemperaturen auf der National Mall.
Amerikaner wissen sich zu helfen, wenn es kalt wird.
Auf der Tribüne fanden sich währenddessen die Gäste ein.
Dick Cheney, Vize-Präsident unter George W. Bush, musste wegen einer Muskelzerrung im Rollstuhl kommen.
Beyonce Knowles, die schon auf dem Konzert für Barack Obama am 18. Januar auftrat, kam gemeinsam mit ihrem Ehemann und Rapper Jay-Z.
Auch US-Talkmasterin Oprah Winfrey, …
… Schauspieler Dustin Hoffman und …
… US-Sänger Sean Combs fanden sich unter den prominenten Gästen.
Einige ehemalige Präsidenten gaben sich auch die Ehre, wie Jimmy Carter mit seiner Frau Rosalynn, …
…, George Bush senior mit Ehefrau Barbara, sowie …
… Bill Clinton, der seinen ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore begrüßte. Clinton kam natürlich in Begleitung …
…seiner Ehefrau Hillary, die in Obamas Kabinett das Außenministeramt übernehmen wird.
Jean Biden, die Mutter von Vize-Präsident Joe Biden, ließ es sich auch nicht nehmen an den Feierlichkeiten teilzunehmen.
Obamas republikanischer Gegner im Wahlkampf John McCain, der wohl gerne an Obamas Stelle gewesen wäre.
Die US-Senatoren John Kerry und Edward Kennedy.
Colin Powell, der ehemalige Außenminister unter George W. Bush.
Wem steckt Rahm Emanuel, Obamas neuer Stabschef, da wohl die Zunge raus?
Auch wenn viele keinen direkten Blick auf die Haupttribüne hatten, war die Begeisterung frenetisch.
Man wartete darauf, dass Barack Obama an das Rednerpult treten würde, um den Amtseid zu leisten.
Als Obama ankam, musste er die vielen wartenden Gäste begrüßen.
Michelle Obama wurde ebenfalls stürmisch begrüßt.
Mit dabei die beiden Töchter: Sasha und Malia. Dahinter steht Obamas Schwester Maya Soetoro.
Barack Obama begrüßte seine Familie.
Lockere Atmosphäre herrschte vor der Vereidigung zwischen Barack Obama und George W. Bush.
Bald wurde es ernst: Barack Obama und Joe Biden tauschten sich vor der Vereidigung noch mal aus.
Die Menge wartete gespannt. Jeder versuchte diesen Augenblick festzuhalten.
Vor der Vereidigung sprach der Priester Dick Warren die Fürbitte.
Soul-Diva Aretha Franklin sang "My Country, 'Tis Of Thee", eine patriotische Hymne aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Als erstes wurde Joe Biden von John Paul Stevens, Richter am Supreme Court, zum Vize-Präsidenten vereidigt.
Um 18 Uhr amerikanischer Zeit war es dann so weit: Barack Obama legte vor dem obersten Richter des Supreme Court, John G. Roberts, seinen Eid ab.
Michelle Obama hielt die Bibel und beglückwünschte ihren Mann als Erste.
George W. Bush ließ es sich auch nicht nehmen seinem Nachfolger seine Glückwünsche zu überbringen.
Die Zuschauer waren sehr ergriffen in diesen Minuten.
Es folgte die Antrittsrede des neuen Präsidenten.
Laut Verfassung darf die Rede nur 20 Minuten dauern. Barack Obama forderte zu Geschlossenheit angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise auf.
Obama wurde gefeiert. Die Amerikaner jubelten und hoffen, dass eine neue Ära anbricht.
Die erste Bewährprobe einer neuen Ära in den USA bestand das neue "First Couple" mit Bravour. Auf ganzen ...
... zehn Ballveranstaltungen tanzten ...
... strahlten und ...
... glänzten Michelle und Barack Obama. Gleich zum Auftakt des Partymarathons durften das konditionsstarke Paar ...
... auf dem Neighbourhood Ball zu Beyoncés Schmusesong "At Last" den Tanz eröffnen. Hier hatten sich auch ...
... Alicia Keys ...
... Ashton Kucher mit Demi Moore ...
... Mariah Carey ...
... Mary J. Blige ...
... Shakira und ...
... Will.I.Am für eine musikalische Verbeugung vor dem neuen Präsidenten eingefunden.
Auch das neue Vizepräsidentenpaar Joe und Jill Biden standen Michelle und Barack ...
... in Sachen Nahtanz in Nichts nach.
Während sich der ehemalige Präsident George W. Bush nach Obamas Vereidigung längst per Hubschrauber ...
... nach Texas bringen ließ, um sich dort ...
... als Privatmann feiern zu lassen ...
... ging die Partynacht für die Obamas erst richtig los: Auf dem von MTV mitorganisierten Youth Inaugural Ball wurden die beiden frenetisch empfangen.
Auch hier wartete ein Staraufgebot mit musikalischen Glückwünschen: Kid Rock ...
... Usher ...
... und Kanye West.
"Sieht meine Frau nicht gut aus?". Die Ansicht von Präsident Obama teilten auch die Gäste ...
... des Commander In Chief Balls, den die Obamas ...
... zur Abwechslung nicht gemeinsam ...
... sondern mit hohen Vertretern der US-Armee eröffneten. Zur Präsidentengala ...
... waren Soldaten aus dem Irak zugeschaltet, die Barack Obama über eine Großbildleinwand ihre Glückwünsche überbrachten.
Für die Bidens ging es weiter zum Biden Home State Ball ...
... die Obamas beendeten ihr "Ball-Hopping" erschöpft gegen Mitternacht.
Die Premiere im kraftraubenden Gesellschaftsleben haben die Obamas mit scheinbar ungeheurer Leichtigkeit bewältigt. Willkommen im Rampenlicht!
Barack Obama steht vor der Vereidigung zum 44. Präsidenten der USA. Die US-Amerikaner und die Welt setzen große Hoffnungen in den neuen Mann im Weißen Haus.
Seit Tagen stehen die USA und die Welt Kopf. N24.de zeigt, wie der erste schwarze Präsident schon im Vorfeld gefeiert wird.
Bereits in der Nacht vor der Vereidigung harren die Menschen in Washington auf der National Mall bei Minustemperaturen aus, um …
… einen guten Platz zu bekommen.
Es wird mit zwei Millionen Besuchern in Washington gerechnet.
Das Regierungsviertel ist einer der am besten bewachten Orte der Welt. Mehr als 40.000 Soldaten und Polizisten sind im Einsatz. Auf den Dächern der Innenstadt sind Scharfschützen postiert.
Die Besucher nehmen einige Strapazen auf sich: An den Kontrollposten zu den streng bewachten Zuschauerzonen bilden sich hunderte Meter lange Schlangen. U-Bahnen sind verstopft. Die Innenstadt ist für Autos gesperrt.
Die Vereidigungszeremonie findet vor dem Westflügel des Capitols statt. Der Priester Rick Warren spricht die Fürbitte.
Die US-Amerikaner zeigen offensichtlich, was sie mit der Vereidigung Obamas verbinden.
Die Amtseinführung wird weltweit ausgestrahlt. Ein Milliardenpublikum wird vor den Fernsehern erwartet.
Auf der National Mall stehen die Menschen, um Obama zuzujubeln.
Auf die eisigen Temperaturen hat man sich Obama-gerecht vorbereitet. Mit Handschuhen und …
… Mützen wärmt man sich passend zur Zeremonie.
Viele Souvenirverkäufer haben sich auch aufgestellt. Vom Obama-Hype versprechen sie sich ein gutes Geschäft. Sei es die Obama-Dollarnote oder …
… ein Obama-Porträt.
Die Obama-Manie kennt keine Grenzen.
Die Tribüne vor dem Westflügel des Capitols ist so aufgebaut, dass sie die historische Fassade nicht berührt und beschädigen kann.
Wer einen Hauch Obama miterleben möchte, muss Kontrollen wie auf dem Flughafen über sich ergehen lassen.
Nicht nur in den USA wird gefeiert. In Kenia, wo Barack Obamas Familie väterlicherseits herkommt, wird auf den Straßen dem neuen Präsidenten zugejubelt.
Mit afrikanischen Riten wird dem neuen Präsidenten für seine Amtszeit viel Glück gewünscht.
Mehr als 2.000 Kenianer und Touristen haben sich in Kogelo, dem Geburtsort von Obamas Vater, zusammengefunden.
Obamas afrikanische Großmutter wird sicherlich, wie bei Obamas Wahl, auf der Straße tanzen.
In Obama City in Japan, dieser Ort hieß im übrigen schon vorher so, wird die Amtseinführung ebenfalls gefeiert.
Obama-Souvenirs finden auch hier reißenden Absatz. Bei dem Stadtnamen auch kein Wunder.
Die Japaner haben sich für die Feirerlichkeiten noch etwas Besonderes einfallen lassen und führen einen hawaiianischen Tanz auf. Barack Obama ist auf Hawaii geboren.
In einer indischen Stadt haben sich Schüler Obama-Masken aufgesetzt. Es wird aber nicht der Amtsvorgänger vergessen.
Bush wird bei den Feierlichkeiten nicht vergessen: Im indischen Mumbai kann man mit Schuhen eine George W. Bush-Puppe bewerfen.
Auch in vielen anderen Ländern wird der Abgang Bushs bejubelt, wie in der spanischen Hauptstadt Madrid, aber auch …
… in den USA am letzten Amtstag von Bush, zeigt man, wie froh man über den Wechsel im Weißen Haus ist.
Wer in Russland ein Obama-Souvenir haben möchte, greift zur US-Präsidenten-Variante einer Matroschka.
In London ist bei Madama Tussauds die Obama-Wachsfigur für Fotomotive gefragt. Wann kommt man sonst so dicht an den neuen US-Präsidenten?

Nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Barack Obama kommt auch in die Nahost-Politik wieder Bewegung. Mit der Ernennung des demokratischen Senators George Mitchell zu seinem Nahost-Sondergesandten wolle Obama ein weiteres Signal für sein persönliches Engagement im Friedensprozess geben, verlautete aus Regierungskreisen in Washington. Der UN-Sicherheitsrat und die Europäische Union verstärkten am Mittwochabend ihre Bemühungen um eine Öffnung der Grenzen zum von Israel abgeriegelten Gazastreifen.

Mitchell bereits für Clinton im Einsatz

Die Ernennung Mitchells wurde noch für Donnerstag erwartet. Der 75-Jährige Mitchell vermittelte im Auftrag des früheren US-Präsidenten Bill Clinton im Nordirland-Konflikt und leitete Anfang des Jahrzehnts eine internationale Kommission zur Analyse der Gewalt im Nahen Osten. In deren im Frühjahr 2001 vorgelegten Bericht wurde ein israelischer Siedlungsstopp im Westjordanland und ein palästinensisches Vorgehen gegen Terrorismus gefordert.

Obama telefonierte nach Angaben seines Sprechers Robert Gibbs bereits an seinem ersten Tag im Amt mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert, dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas, dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und dem jordanischen König Abdullah II. Auch dies werteten Beobachter als Signal für ein neues Engagement der Vereinigten Staaten im Nahen Osten.

EU-Hilfe soll bei Unterbindung von Waffenschmuggel

Der Weltsicherheitsrat verlangte am Mittwochabend einen dauerhaften Waffenstillstand und ein Ende der israelischen Blockade zu dem palästinensischen Autonomiegebiet. Bedingung dafür sei allerdings, dass der Waffenschmuggel beendet werde. Die israelische Außenministerin Zipi Livni sicherte ihren EU-Kollegen in Brüssel zu, den Zugang internationaler Hilfsorganisationen zum Gazastreifen zu verbessern. Ihre Regierung hoffe auf Unterstützung der EU, um den Waffenschmuggel in den Gazastreifen zu unterbinden. Die Waffenruhe bezeichnete die israelische Außenministerin als eine Art Testphase.

Frankreich und Großbritannien haben eine Überwachung der Seegrenze zum Gazastreifen angeboten, um den Schmuggel von Waffen in das Küstengebiet zu verhindern. Die Bundesregierung hat angekündigt, zur Unterbindung des Waffenschmuggels über die Landgrenze fünf Experten nach Ägypten zu schicken.

UN-Nothilfekoordinator John Holmes bereiste am Donnerstag den Gazastreifen und verschaffte sich dort ein Bild vom Ausmaß der Schäden nach der dreiwöchigen israelischen Militäroffensive. Die Zahl der Opfer sei "extrem schockierend", sagte Holmes. Er deutete an, dass die Vereinten Nationen von Israel Entschädigung für die Bombardierung des UN-Quartiers in Gaza verlangen könnten. Bei dem Angriff wurden hunderte Tonnen Hilfsgüter vernichtet.

Etwaige Zugeständnisse bei Freilassung von Häftlingen

Israel deutete derweil Zugeständnisse bei der Freilassung palästinensischer Häftlinge an. Damit soll laut Medienberichten ein Austausch von Gefangenen gegen den im Gazastreifen festgehaltenen israelischen Soldaten Gilad Schalit erleichtert werden. Beobachtern zufolge hofft der scheidenden israelische Ministerpräsident Ehud Olmert, mit einer Befreiung Schalits die Chancen seiner Kadima-Partei bei der Parlamentswahl am 10. Februar zu verbessern.

Israel kündigte ferner eine Aufhebung der Zugangsbeschränkungen zum Gazastreifen für ausländische Journalisten an. Der Grenzübergang Eres werde dafür ab Freitag wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet, hieß es. Nach Beginn der israelischen Offensive im Gazastreifen am 27. Dezember wurde internationalen Medienvertretern die Einreise in das palästinensische Gebiet völlig verwehrt.

(Ben Hubbard, AP, N24)

22.01.2009 16:23 Uhr

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