Der letzte Akt
Fidel Castros langer Abschied
Kubas Revolutionsführer Fidel Castro hat elf US-Präsidenten in seiner Laufbahn erlebt. Nun deutete Castro an, dass er das Ende der ersten Amtszeit Barack Obamas wohl nicht mehr erleben werde.
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Fidel Castro sagte einmal: "Das Volk braucht mich noch. Wir müssen die Revolution zu Ende führen." Nun deutet vieles darauf hin, dass der "letzte Akt" für den Revolutionsführer begonnen hat.
Castro besucht 2001 einen Vorort Havannas und spricht über die neu gewählte Bush-Regierung in den USA.
1957 sind die Guerilleros angeblich eliminiert. Ein amerikanischer Kameramann spürt Castro und seine Männer auf.
Rede nach der Amtseinführung 1959 in Havanna.
Gemeinsam mit Che Guevara schaut Castro 1960 einer Militärparade in Havanna zu.
Nach einem Wettfischen mit Ernest Hemingway in dessen Haus in Havanna 1960.
Der Staatschef besucht 1962 den Ort, an dem seine Revolution begann: Sierra Maestro
Zigarre rauchend bei einem Interview im Präsidentenpalast 1985
1995 mit Yasser Arafat in Kolumbien
Begrüßung durch Nelson Mandela 1998 in Durban.
Castro spricht in Barbados anläßlich der Unabhängigkeitsfeiern 1998.
Willkommensgrüße für den Papst, der 1998 Kuba besucht.
Allen voran bei einer Demonstration im Jahr 2000 gegen das US-Handelsembargo.
Castros Reden dauern lange. Bei seiner Rede vor der UNO im Jahr 2000 deckt er vorsorglich die Warnlichter für überschrittene Redezeit zu.
Wo Castro ist, da redet er, immer mit großer Geste, hier in Venezuela im Jahr 2000.
Freundschaftsspiel im Baseball gegen das Team von Venezuela.
Kumpel bei einer Kahnpartie: Castro und Chavez 2001 in Venezuela
Mit Ex-Präsident Jimmy Carter 2002 in Havanna beim Baseball.
Zweite Lebensaufgabe: Reden halten, hier 2004 in Havanna.
Im Oktober 2006 gibt es erstmals nach vierwöchiger Pause nach Fidels Krankheit wieder Fernsehbilder mit ihm.
Seltener Anblick bei Castros Reden. 2006 erzählt er Studenten von seinem Leben.
Kleiner Gipfel 2006 in Havanna: Dauerfreund Chavez und Castro mit einem Minenarbeiter.
Erstes Foto des kranken Fidel zu seinem 80. Geburtstag am 13. August 2006.
Alle stehen hinter Fidel, auch die Frauenförderation bei einer Demonstration 2006 in Havanna.
Allgegenwärtig, der letzte Revolutionär.
Aufmerksam verfolt: Interview im Staatsfernsehen 2007.
Dekoration für zu Hause zur Feier des 47. Jahrestages des Revolutionskomitees.
54 Jahre Revolution auf Kuba. Als Schmuck Fidel und Raul Castro 2007.
Kleist in Kuba: Staunen wechselte sich mit Kopfschütteln ab. Der Comic-Autor gewährt einen Einblick in sein wunderschön gezeichnetes Comicbuch.
Auf Havannas Straßen herrscht hektisches Treiben. Lärm, Abgase, Hitze – das erschlägt anfangs sogar einen waschechten Berliner, wie Kleist.
Flucht in die Seitenstraßen: Aber auch dort findet man keine Ruhe. Fahrrad-Rikschas sind nämlich mit leistungsstarken Musikboxen ausgestattet.
Autos mit Katalysator? Fehlanzeige. So schön die alten Straßenkreuzer sein mögen, ihre Abgase nehmen einem die Luft.
Hupen löst für Kubaner irgendwie jedes Problem.
Das Leben in Kuba spielt sich auf der Straße ab. Immer und überall sind Menschen, die diskutieren, organisieren und feilschen.
Als Reinhard Kleist in Havanna ein paar Euro in die kubanische Währung Pesos Nacionales wechseln will, sprengt er beinahe die Bank. Ja, wer kann ahnen, dass der so wenig wert ist?
"Are you crazy man?": Internet ist Mangelware. In Touristen-Hotels wird Kleist aber fündig. Seine Bekannte kann’s nicht fassen. Für Kubaner werden dort horrende Preise verlangt.
Dem Berliner tut eher die lahme Web-Verbindung weh: Kleist schafft es, während des Versendens einer Mail die gesamte Hotellobby zu zeichnen.
Interessantes Experiment: kubanische Pizza. Ein dicker Fladen mit einem Hauch Tomate.
Sozialistische Wolkenkratzer auf dem Plaza de la Revolución.
FOCSA, das höchste Gebäude Havannas.
Ein Überbleibsel der Völkerfreundschaft zwischen Kuba und der DDR: die Bar "El Creollo".
Zurück auf der Straße geht’s in Richtung "Coppelia".
Die berühmte Eisdiele "Coppelia", bekannt aus dem Film "Erdbeer und Schokolade".
Ein süßes Leben haben die Kubaner aber nicht. Der Sozialismus versorgt sie nur mit dem Nötigsten.
Die Kubaner lassen sich aber nicht unterkriegen – die Revolution auch nicht.
In Deutschland hält zwar der Frühling Einzug, aber noch fröstelt es einen. Wer träumt da nicht davon, wohin es dieses Jahr in den Urlaub gehen könnte?
Ja, aber wohin bloß? Die Welt gehört Ihnen, wählen Sie selbst. N24.de gibt Ihnen Anregungen - exotische Reiseziele in der ganzen Welt.
Noch immer hoch im Kurs unter Urlaubern: Asien. Wer könnte bei solch paradiesischen Bildern von den Malediven nicht schwach werden?
Von den 1190 Inseln stehen 87 Touristen offen. Wem es zu langweilig ist, "nur" am Strand rumzuflacken, der sollte ...
... auch die faszinierende Unterwasserwelt der Inselgruppe in Augenschein nehmen.
Doch Asien hat nicht nur schicke Strände zu bieten, sondern ist auch kulturell unglaublich vielfältig. Waren Sie zum Beispiel schon einmal in Bhutan? Das an Indien grenzende Königreich ...
... wird auch "Land des Donnerdrachens" genannt. Der Himalaya-Staat ist vor allem auch etwas für ...
... Wanderer und Klettermaxe.
Ungebrochen ist die Begeisterung der Deutschen für Indien. Sei es das Wahrzeichen des Landes, der Taj Mahal ...
... oder Jaipur mit seinen Palästen - kaum jemand kann sich ...
... dem Zauber Indiens entziehen.
Vor wenigen Jahren galt es noch als halsbrecherisch, sich die Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha anzusehen - zu gefährlich.
Doch heute kann man durchaus eine Schiffsreise auf dem Mekong wagen und ...
... bekommt dort Märchenhaftes zu sehen.
Wem es noch zu heiß ist, nach Kambodscha zu reisen, dem sei Malaysia ans Herz gelegt. Im Pulau Payar Nationalpark können Taucher mit Haien auf Tuchfühlung gehen.
Oder sehen Sie sich traumhafte Tempel auf der Insel Penang an.
Egal ob Baden oder Brauchtum - in Malaysia lässt sich beides gut verbinden.
Der letzte asiatische Stopp auf der virtuellen N24.de-Reise sind die Philippinen. Sehenswert etwa die Barockkirche von Paoay, an der man vorbeikommt, wenn man sich in den Norden der Insel Luzon begibt, um ...
... die traditionellen Reisterrassen zu besuchen.
Aber auch sportliche Abenteurer kommen auf ihre Kosten - zum Beispiel beim Erkunden des Subterranean River in einem kleinen Boot.
Springen wir nach Australien, genauer gesagt nach Tasmanien. Die Insel liegt dem Kontinent vorgelagert und ist fern vom Trubel der australischen Ostküste.
Natur pur lockt vor allem Outdoor-Freaks auf die dünn besiedelte Insel.
Nach einem anstrengenden Fußmarsch durch die Wälder Tasmaniens können Urlauber im Hafenviertel der Hauptstadt Hobart die Seele baumeln lassen.
Auf geht es weiter Richtung Westen, wo wir auf den westlichsten Vorposten der USA stoßen: Hawaii.
Die Inselgruppe ist vor allem durch die traditionellen Hula-Tänzerinnen bekannt.
Und natürlich dafür, ein absolutes Surferparadies zu sein.
Weiter geht es in die Heimat des Reggae, den Geburtsland Bob Marleys. Klingelt's? Natürlich ... ab nach Jamaika!
Die Jamaikaner sind dafür bekannt, alles ein wenig lockerer zu nehmen. Eine Grundstimmung, von der ...
... sich auch immer mehr Urlauber anstecken lassen. Die Traumstrände Jamaikas haben daran einen gewichtigen Anteil.
Wer hier nicht schwach wird, ist Workaholic oder hat keine Augen im Kopf. So schön relaxen lässt es sich auf den Bahamas.
Vor allem für Menschen, die sich für Kolonialgeschichte interessieren, gibt es einiges zu sehen. Mit den europäischen Christen kamen auch Mönche auf die Inseln. Hier eine vor rund 70 Jahren erbaute Einsiedelei eines Franziskanermönchs.
Und dann immer wieder diese atemberaubenden Anblicke.
Genug gesehen, es geht weiter ins Reich Fidel Castros, nach Kuba. Auch dort ...
... kann sich schließlich das Panorama sehen lassen (Bild: Festung El Morro in Havanna).
Selbstverständlich können Touristen auf Kuba auch vorzüglich planschen.
Einzigartig: die Galapagos-Inseln vor Ecuador. Die Regierung hat den Zugang für Touristen stark reglementiert, um die artenreiche ...
... Fauna und Flora der Inseln zu schützen. Unter engen Restriktionen können Besucher aber noch heute Seelöwen beobachten oder ...
... dem Symbol des Schutzgebiets, der Galapagos-Schildkröte beim Speisen zusehen.
Schier unendliche Weite dagegen erwartet Menschen, die sich auf den Weg nach Argentinien machen. Der südamerikanische Staat erstreckt sich von Norden nach Süden auf knapp 3.700 Kilometer.
In der Pampa leben noch heute die Gauchos, die Viehzüchter, die in Einsamkeit ihren Job verrichten.
Und Argentinien sollte niemand verlassen, ohne originale Tango-Tänzer zu sehen. Aber das lässt sich ohnehin schwer vermeiden, ist der Tango doch der Nationaltanz der Argentinier.
Zugegeben, der geografische Hüpfer von der Pampa in die Wüste ist ein wenig gewagt. Wir befinden uns nun im Emirat Katar am Persischen Golf.
Der Inland Sea, ein Arm des Golfs, trennt Katar von Saudi Arabien - und sieht bei Sonnenuntergang einfach traumhaft aus.
Etwas lebhafter geht es da schon in Katars Hauptstadt Doha zu. Der 400.000-Einwohner-Ort hat einen eigenen Hafen.
Ein ordentliches Stück die afrikanische Küste südwärts befindet sich die Insel Madagaskar. Hier ein Blick in ein Tal im Ankafarantsika Nationalpark.
Reisen mit dem Zug ist dort wohl nicht vergleichbar mit einer Fahrt im ICE, dafür erlebt man dabei mehr als bei der Deutschen Bahn - obwohl ...
Bleiben wir in Madagaskar und erfreuen uns an der unvergleichlichen Natur. Im Bild: Reisbauern bei der Arbeit.
Ein weiteres Juwel der afrikanischen Ostküste sind die Seychellen.
Doch die Reise in das Paradies ist nicht für jedermann erschwinglich. Die Seychellen gehören zum teuersten Reiseziel der Welt.
Ein Umstand, der ein romantisches Dinner am Strand noch exklusiver erscheinen lässt.
Auf der anderen, der westlichen Seite Afrikas liegt Senegal. Unschwer zu erkennen, das Land liegt am Meer, hat aber ...
... noch mehr auf dem Kasten. Die koloniale Vergangenheit, Senegals war früher Französisch-Westafrika, hat an vielen Stellen ihre Spuren hinterlassen.
Koloniale Hauptstadt war Saint Louis, deren Kern auf einer Insel liegt, die über die 507 Meter lange "Pont Faidherbe" mit dem Festland verbunden ist. Seit 2000 zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Etwas weiter nördlich vom Senegal beginnt das Gebiet der Maghreb-Staaten. Unzweifelhaftes Highlight ist die marrokanische Stadt Marrakesch.
Das Leben der Menschen spielt sich auf den Straßen ab. Kein Wunder, dass die Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.
Einen Besuch ist auch die prachtvoll ornamentierte Medersa Ben Youssef wert.
Doch hier soll keineswegs der Eindruck entstehen, erholsame Tage und traumhafte Naturerlebnisse sind nur zu haben, wenn man in die Ferne schweift. Ein ganz besonderes Reitervergnügen sind etwa die unendlichen Weiten Schottlands.
Auch auf der schottischen Insel Skye trifft man auf Wanderungen mitunter stundenlang keine Menschenseele.
Etwas lebhafter geht es da schon in der traditionsreichen Universitätsstadt Edinburgh zu.
Ein ebenso ruhiges Vergnügen erwartet die Besucher Schwedens. Auf Wandertour durch Lappland, eins mit der Natur und nur mit einem Zelt über dem Kopf, können Outdoor-Freaks den Stress von Zuhause von sich schütteln.
Den Flair einer alten Hansestadt genießt der Besucher der Hauptstadt der Insel Gotland, Visby. Das Mittelalter ist hier noch überall präsent.
Und Schwedens Westküste schmeichelt mit kräftigen Farbtönen dem Auge. Schweden kann mehr als Ikea.
Wer jetzt noch immer keine Urlaubsanregungen gefunden hat, der muss dann eben doch zuhause bleiben und Urlaub auf Balkonien machen. Beschweren Sie sich aber nicht über das Wetter!
Video: Ende einer Ära - Fidel Castro kündigt Rücktritt an
Während in den USA mit Präsident Barack Obama ein neuer Stern aufgeht, erlischt in Kuba die Kraft des Mannes, der sich ein halbes Jahrhundert gegen die Vorherrschaft der nahen Supermacht gewehrt hat. Revolutionsführer Fidel Castro (82) hat, Obama eingeschlossen, elf US-Präsidenten in seiner Laufbahn erlebt. Nun teilte er wie gewohnt selbst mit, wie es um ihn steht. "Es geht mir gut", schrieb der 82-Jährige in einem Kommentar zum neuen US-Präsidenten. Aber er deutete an, das er möglicherweise das Ende der ersten Amtszeit Obamas nicht mehr erleben werde.
Damit hat in Kuba der letzte Akt im inszenierten Rückzug des letzten Revolutionärs begonnen. Er habe das Vorrecht gehabt, die Geschehnisse ein halbes Jahrhundert zu beobachten, schrieb Castro in seiner jüngsten "Reflexion des Genossen Fidel". "Ich erwarte, dieses Privileg nicht mehr vier Jahre zu genießen, bis die erste Präsidentenperiode Obamas vorüber ist." Außerdem kündigte er an, sich nicht mehr in die Regierungsangelegenheiten einmischen zu wollen. Deshalb werde er nun auch weniger Betrachtungen verfassen.
"Ich habe meine Kommentare für dieses Jahr reduziert, um die Genossen der Partei und des Staates nicht bei den Entscheidungen angesichts der objektiven Schwierigkeiten zu stören, die aus der weltwirtschaftlichen Krise stammen", gab er zur Begründung an. Noch vor einiger Zeit hatte er sich berufen gefühlt, seine Nachfolger mit Ratschlängen, wenn nicht sogar Anweisungen, zu bevormunden. "Niemand von ihnen soll sich durch meine Bemerkungen, durch meine schwere Erkrankung oder meinen Tod verpflichtet fühlen", schrieb er jetzt.
"Ich verabschiede mich mit Schmerzen" Über den Gesundheitszustand Fidel Castros, der sich wegen einer Darmoperation Ende Juli 2006 zurückgezogen und die Amtsgeschäfte an Bruder Raúl übergeben hatte, hat die Öffentlichkeit wahrscheinlich nie die Wahrheit erfahren. Fidel selbst hatte die Krankheit zum Staatsgeheimnis erklärt und damit Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Und selbstverständlich hatte er seine Landsleute darauf hingewiesen, dass auch er sterblich sei. Bereits Ende 2006 hatte er in Havanna versammelten Freunden aus aller Welt schriftlich mitgeteilt: "Ich verabschiede mich mit Schmerzen." Er ist nie wieder öffentlich in Erscheinung getreten.
Politischer "Sohn" Chavez Bis vor wenigen Monaten hatte es immer nur eine einzige offizielle Botschaft zum Zustand Castros gegeben, der sein Land 47 Jahre beherrscht hatte: Es gehe ihm von Tag zu Tag besser. Er lebe diszipliniert, mache Gymnastik, denke nach, schreibe und wache über das Wohl der Kubaner. Als aber sein "politischer Sohn" in Lateinamerika, der venezolanische Präsident Hugo Chávez, vor zwei Wochen erklärte, Fidel Castro werde nicht mehr zurückkehren, waren die Mutmaßungen über einen bevorstehenden Tod wieder da. Eine Woche später behauptete Chávez aber, Fidel sei gesund und munter.
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Auch sein Bruder und Nachfolger als Präsident Kubas, Raúl Castro, stritt ab, dass es Fidel wieder schlechter gehe. "Er macht seine Übungen, denkt viel nach, schreibt viel und assistiert und hilft mir", sagte er Journalisten bei der Verabschiedung der argentinischen Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner auf dem Flughafen von Havanna. Raúl kündigte an, bald nach Europa zu reisen. "Würde ich das tun, wenn Fidel in einem kritischen Zustand wäre?", fragte er.
(dpa, N24)
25.01.2009 07:33 Uhr