Bargeld-Klemme droht

Sparkassen kündigen Vertrag mit Visa

Visa-Karten-Nutzer können die Geldautomaten der Sparkassen offenbar bald nicht mehr nutzen. Den Kreditinstituten sind die gezahlten Gebühren zu gering. Besonders betroffen sind Direktbank-Kunden.

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Der Gang zum nächsten Geldautomaten dürfte für viele Visa-Kunden bald länger werden. Die Sparkassen haben den Vertrag mit dem Kreditkartenunternehmen gekündigt.

Direktbankkunden in Deutschland drohen Probleme bei der Bargeldbeschaffung mit ihren Visa-Karten. Nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" wollen die Sparkassen ihre Verträge mit dem Kreditkartenunternehmen kündigen. Vorreiter sind die Sparkassen Dinslaken-Voerde-Hünxe und Heilbronn. Auch unter den Volks- und Raiffeisenbanken wächst der Groll auf den Kartenanbieter. "Wir haben ganz offiziell die Kündigung rausgeschickt", bestätigt Norbert Bieniarz aus dem Vorstandssekretariat der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe der Zeitung.

Thomas Braun, Vorstandsmitglied bei der Kreissparkasse Heilbronn, rechnet "in den nächsten Tagen" mit einem entsprechenden Beschluss. Den Sparkassen ist die Gebühr zu niedrig, die sie erhalten, wenn Kunden von Direktbanken mit der Visa-Karte ihre Geldautomaten nutzen. Die von Visa diktierten Vertragsbedingungen sehen 1,74 Euro pro Abhebung vor. Zum Vergleich: Wer mit einer EC-Karte bei einem Konkurrenten seiner Hausbank Bargeld am Automaten zieht, zahlt hierzulande im Durchschnitt 4,50 Euro.

(ddp, N24)

30.01.2009 07:48 Uhr

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