Post-Bush-Ära

US-Republikaner vollziehen ihren "Change"

Nach der Amtsübernahme von Barack Obama haben sich die US-Republikaner ebenfalls für einen Schwarzen an ihrer Spitze entschieden. Neuer Vorsitzender ist der Afroamerikaner Michael Steele.

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Michael Steele heißt der neue Chef der Republikaner. Es ist das erste Mal, dass ein Schwarzer den Vorsitz der Partei übernimmt.

Die Republikanische Partei in den USA hat erstmals einen Schwarzen zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Zehn Tage nach dem Amtsantritt des ersten schwarzen US-Präsidenten bestimmten die Mitglieder den ehemaligen Vize-Gouverneur von Maryland, Michael Steele, zu ihrem neuen Parteichef.

Steele erinnert an Lincoln

Nach der Niederlage der Republikaner bei der Präsidentschaftswahl im November versprach er der Partei einen Neuanfang. "Es ist Zeit für etwas vollkommen anderes", sagte Steele nach seiner Wahl zum Chef des Bundeskomitees der Republikaner (RNC). Er werde die Partei in alle Teile des Landes tragen und auf ihre Feinde zugehen. Gleichzeitig versprach Steele den Republikanern, die Werte und Prinzipien der Partei zu verteidigen.

Wie auch der neue US-Präsident Barack Obama, erinnerte Steele an den früheren US-Staatschef Abraham Lincoln, der im 19. Jahrhundert die Sklaverei in den USA abschaffte. Lincoln war Republikaner. Er nehme die Wahl mit "Demut und Pflichtgefühl" an, sagte Steele nach dem entscheidenden sechsten Wahldurchgang.

Ablösung für Duncan

Er erhielt die Stimmen von 91 der insgesamt 168 Vorstandsmitglieder der Republikaner und warf damit mehrere mächtige Konkurrenten wie den Republikaner-Chef von South Carolina, Katon Dawson, aus dem Rennen. Steele löst damit Mike Duncan an der Parteispitze ab.

Der 50-Jährige ist studierter Jurist und arbeitet derzeit für eine Kanzlei in Washington. Die Republikaner des früheren US-Präsident George W. Bush hatten bei den Wahlen am 4. November das Weiße Haus an den Demokraten Barack Obama verloren. Auch im Senat und im Repräsentantenhaus bauten die Demokraten bei der Wahl ihre Mehrheit in beiden Kammern deutlich aus.

(AFP, N24)

31.01.2009 07:05 Uhr

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