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Porträt: Michael Steele

Republikaner jetzt mit eigenem Obama

Nach dem Sieg von Barack Obama bei der US-Präsidentschaftswahl haben die unterlegenen Republikaner jetzt ebenfalls einen Politiker afrikanischer Abstammung an ihre Spitze gewählt: Michael Steele.

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Ungewöhnlicher Weg an die Spitze: Michael Steele ist neuer Republikaner-Chef.
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Die erste Bewährprobe einer neuen Ära in den USA bestand das neue "First Couple" mit Bravour. Auf ganzen ...
... zehn Ballveranstaltungen tanzten ...
... strahlten und ...
... glänzten Michelle und Barack Obama. Gleich zum Auftakt des Partymarathons durften das konditionsstarke Paar ...
... auf dem Neighbourhood Ball zu Beyoncés Schmusesong "At Last" den Tanz eröffnen. Hier hatten sich auch ...
... Alicia Keys ...
... Ashton Kucher mit Demi Moore ...
... Mariah Carey ...
... Mary J. Blige ...
... Shakira und ...
... Will.I.Am für eine musikalische Verbeugung vor dem neuen Präsidenten eingefunden.
Auch das neue Vizepräsidentenpaar Joe und Jill Biden standen Michelle und Barack ...
... in Sachen Nahtanz in Nichts nach.
Während sich der ehemalige Präsident George W. Bush nach Obamas Vereidigung längst per Hubschrauber ...
... nach Texas bringen ließ, um sich dort ...
... als Privatmann feiern zu lassen ...
... ging die Partynacht für die Obamas erst richtig los: Auf dem von MTV mitorganisierten Youth Inaugural Ball wurden die beiden frenetisch empfangen.
Auch hier wartete ein Staraufgebot mit musikalischen Glückwünschen: Kid Rock ...
... Usher ...
... und Kanye West.
"Sieht meine Frau nicht gut aus?". Die Ansicht von Präsident Obama teilten auch die Gäste ...
... des Commander In Chief Balls, den die Obamas ...
... zur Abwechslung nicht gemeinsam ...
... sondern mit hohen Vertretern der US-Armee eröffneten. Zur Präsidentengala ...
... waren Soldaten aus dem Irak zugeschaltet, die Barack Obama über eine Großbildleinwand ihre Glückwünsche überbrachten.
Für die Bidens ging es weiter zum Biden Home State Ball ...
... die Obamas beendeten ihr "Ball-Hopping" erschöpft gegen Mitternacht.
Die Premiere im kraftraubenden Gesellschaftsleben haben die Obamas mit scheinbar ungeheurer Leichtigkeit bewältigt. Willkommen im Rampenlicht!
Barack Obama ist zum 44. Präsident der USA vereidigt worden. Vor dem Kapitol in Washington verfolgten Millionen Zuschauer die Zeremonie.
Für den Amtseid legte Obama seine linke Hand auf die Bibel des ehemaligen Präsidenten Abraham Lincoln.
Seit dem Vorabend versammelten sich vor dem Kapitol die Menschen, um bei dem historischen Ereignis dabei zu sein. Obama ist der erste schwarze Präsident in der US-Geschichte.
Der Tag begann für Obama und seine Familie mit einem Gottesdienst. Anschließend begrüßte der scheidende Präsident George W. Bush die Familie im Weißen Haus. Gemeinsam begaben sich Bush und Obama auf den Weg zum Kapitol.
Die First Ladies folgten auf dem Fuß: Michelle Obama und Laura Bush. Viele waren gespannt, in welchem Kleid Michelle Obama bei der Amtseinführung ihres Mannes auftritt.
Die Präsidenten-Kolonne auf dem Weg zum Kapitol.
Am Rande der Straße fanden sich tausende Zuschauer ein.
Der Jubel und die Begeisterung für Barack Obama zeigten keine Grenzen.
Die Massen warteten gespannt auf die offizielle Zeremonie. Millionen versammelten sich bei Minustemperaturen auf der National Mall.
Amerikaner wissen sich zu helfen, wenn es kalt wird.
Auf der Tribüne fanden sich währenddessen die Gäste ein.
Dick Cheney, Vize-Präsident unter George W. Bush, musste wegen einer Muskelzerrung im Rollstuhl kommen.
Beyonce Knowles, die schon auf dem Konzert für Barack Obama am 18. Januar auftrat, kam gemeinsam mit ihrem Ehemann und Rapper Jay-Z.
Auch US-Talkmasterin Oprah Winfrey, …
… Schauspieler Dustin Hoffman und …
… US-Sänger Sean Combs fanden sich unter den prominenten Gästen.
Einige ehemalige Präsidenten gaben sich auch die Ehre, wie Jimmy Carter mit seiner Frau Rosalynn, …
…, George Bush senior mit Ehefrau Barbara, sowie …
… Bill Clinton, der seinen ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore begrüßte. Clinton kam natürlich in Begleitung …
…seiner Ehefrau Hillary, die in Obamas Kabinett das Außenministeramt übernehmen wird.
Jean Biden, die Mutter von Vize-Präsident Joe Biden, ließ es sich auch nicht nehmen an den Feierlichkeiten teilzunehmen.
Obamas republikanischer Gegner im Wahlkampf John McCain, der wohl gerne an Obamas Stelle gewesen wäre.
Die US-Senatoren John Kerry und Edward Kennedy.
Colin Powell, der ehemalige Außenminister unter George W. Bush.
Wem steckt Rahm Emanuel, Obamas neuer Stabschef, da wohl die Zunge raus?
Auch wenn viele keinen direkten Blick auf die Haupttribüne hatten, war die Begeisterung frenetisch.
Man wartete darauf, dass Barack Obama an das Rednerpult treten würde, um den Amtseid zu leisten.
Als Obama ankam, musste er die vielen wartenden Gäste begrüßen.
Michelle Obama wurde ebenfalls stürmisch begrüßt.
Mit dabei die beiden Töchter: Sasha und Malia. Dahinter steht Obamas Schwester Maya Soetoro.
Barack Obama begrüßte seine Familie.
Lockere Atmosphäre herrschte vor der Vereidigung zwischen Barack Obama und George W. Bush.
Bald wurde es ernst: Barack Obama und Joe Biden tauschten sich vor der Vereidigung noch mal aus.
Die Menge wartete gespannt. Jeder versuchte diesen Augenblick festzuhalten.
Vor der Vereidigung sprach der Priester Dick Warren die Fürbitte.
Soul-Diva Aretha Franklin sang "My Country, 'Tis Of Thee", eine patriotische Hymne aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Als erstes wurde Joe Biden von John Paul Stevens, Richter am Supreme Court, zum Vize-Präsidenten vereidigt.
Um 18 Uhr amerikanischer Zeit war es dann so weit: Barack Obama legte vor dem obersten Richter des Supreme Court, John G. Roberts, seinen Eid ab.
Michelle Obama hielt die Bibel und beglückwünschte ihren Mann als Erste.
George W. Bush ließ es sich auch nicht nehmen seinem Nachfolger seine Glückwünsche zu überbringen.
Die Zuschauer waren sehr ergriffen in diesen Minuten.
Es folgte die Antrittsrede des neuen Präsidenten.
Laut Verfassung darf die Rede nur 20 Minuten dauern. Barack Obama forderte zu Geschlossenheit angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise auf.
Obama wurde gefeiert. Die Amerikaner jubelten und hoffen, dass eine neue Ära anbricht.

Die US-Republikaner haben erstmals einen Afroamerikaner zum Parteichef gewählt. Der Vorstand der sogenannten Grand Old Party (GOP) entschied sich für den als gemäßigt geltenden ehemaligen Vizegouverneur von Maryland, Michael Steele. Er soll die Republikaner aus ihrem Tief führen und besonders Minderheitengruppen anziehen, die bei der Wahl am 4. November in Scharen die Demokraten unterstützt hatten.

Vor Jahren wollte Michael Steele noch Priester werden. Dann überlegte er es sich anders und wurde Rechtsanwalt. Nach verschiedenen Höhen und Tiefen einer anschließenden politischen Karriere erreichte er jetzt den vorläufigen Gipfel: Als erster schwarzer Vorsitzender der US-Republikaner schreibt der als politisch gemäßigt geltende Steele Geschichte.

Aus demokratischem Haus

Geboren wurde der heute 50-Jährige auf dem Luftwaffenstützpunkt Andrews bei Washington und dann adoptiert. Eine katholische Wohlfahrtseinrichtung fungierte als Vermittlerstelle. Seine Eltern - beide Demokraten - zogen ihn in Washington auf, der katholische Glauben war ein bestimmender Faktor in Steeles jungen Jahren.

So besuchte er dann auch nach seinem Grundstudium ein Priesterseminar, bekam jedoch Zweifel und stieg 1983 aus. Nach einem Jura-Studium arbeitete er zunächst in einer Rechtsanwaltskanzlei, aber auch das schien nicht das Richtige. Steele wechselte zu einer großen Maklerfirma, um dann in die Politik einzusteigen.

Sein Lächeln bezaubert

Mit Charisma, Charme und einem ansteckenden strahlenden Lächeln als Markenzeichen arbeitete sich Steele nach oben. Zunächst war er ein Bezirkschef der Republikaner in Maryland, dann stieg er an die Parteispitze des Staates auf. Ins nationale Rampenlicht rückte er erstmals 2002, als er Vizegouverneur von Maryland wurde. Der Versuch, vier Jahre später in den Senat einzuziehen, scheiterte, aber Steele erholte sich schnell von dieser Niederlage

Er leitete eine republikanische Aktivistengruppe, die US-weit Kandidaten für politische Ämter rekrutiert - und dabei Abtreibungsbefürworter innerhalb der eigenen Parteireihen unterstützt. In den meisten politischen Fragen liegt Steele jedoch klar auf der Linie der Republikaner.

Der Obama-Vergleich

Dass er wie der demokratische US-Präsident Barack Obama afroamerikanisch ist, spielt Steele herunter. Er sieht sich nach eigenen Worten als ein "Republikaner, der zufällig schwarz ist".

(dpa, N24)

31.01.2009 18:03 Uhr

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