Fußball: 3. Liga
Fortuna Düsseldorf lässt Kickers abblitzen
Im ersten Spiel nach der Winterpause hat der Drittligist Fortuna Düsseldorf die Stuttgarter Kickers problemlos bezwungen. Diese tragen mit elf Niederlagen in Folge weiterhin die rote Laterne.
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Fortuna Düsseldorf hat sich im ersten Spiel nach der Winterpause problemlos gegen die Stuttgarter Kickers durchgesetzt und damit seine Aufstiegsambitionen unterstrichen.
Die Liga knausert: In der Winterpause haben die 18 Bundesligisten größtenteils nicht gerade tief in die Schatullen gegriffen, um sich zu verstärken. So kam Hoffenheims neuer Torwart Timo Hildebrand ablösefrei vom FC Valencia.
Mit dem Ausfall von Top-Scorer Vedad Ibisevic musste Ralf Rangnick noch einen Stürmer in die Kurpfalz locken. Bremens Boubacar Sanogo wird zunächst bis Saisonende ausgeliehen - späterer Kauf nicht ausgeschlossen.
Oldie Francisco Copado, auch Offensivkraft, verlässt dagegen den Club. Er kickt künftig in die 3. Liga für die SpVgg Unterhaching. Dort war er schon früher einmal unter Vertrag.
Auch die Bayern hielten sich in der Winterpause zurück - auch wenn Franck Ribéry mehrfach lautstark etwas anderes forderte. Einziger Neuzugang ist US-Boy Landon Donovan, der die Spielpause seines Vereins L.A. Galaxy in den USA in München überbrückt.
Bitter waren die letzten Wochen und Monate für Willy Sagnol. Der Franzose in Diensten der Bayern muss aufgeben: Die Achillessehnen-Schmerzen sind zu stark - Vertrag aufgelöst.
Hertha BSC Berlin verstärkt sich in der Defensive: Mit dem Argentinier Leandro Damian Cufre kommt ein erfahrener Abwehrmann von AS Monaco in die Hauptstadt. Es heißt, Dieter Hoeneß habe für ihn 2 Millionen hingeblättert.
Und noch einer für hinten: Marko Babic, vielen bekannt aus der kroatischen Nationalmannschaft und als ehemaliger Leverkusener, verlässt Betis Sevilla und kommt nach Berlin.
Der spektakulärste Transfer des Winters war ein Weggang: Nigel de Jong, holländischer Hamburger, geht auf die Insel zu Manchester City. Die Engländer zahlten für ihn schier unglaubliche 20 Millionen Euro. Da mussten sich die Hanseaten überlegen, ...
... wohin mit der ganzen Knete. Aber auch Dietmar Beiersdorfer war eher zurückhaltend. Aus Venezuela lieh der HSV den Nachwuchskicker Tomas Rincon aus.
Und von Borussia Mönchengladbach kam der ausgemusterte Marcel Ndjeng. In Hamburg hortet man die Millionen lieber.
Auch Bayer Leverkusen hielt die Füße ziemlich still. Einziger Neuzugang: Bochums Thomas Zdebel - für 200.000 Euro.
Mehr Bewegung dagegen in Dortmund. Von den Tottenham Hotspurs liehen sich die Borussen den Ex-Herthaner Kevin-Prince Boateng aus. Und auch in die andere Richtung tat sich einiges. Neben Diego Klimowicz (zu Bochum) und Giovanni Federico (zum KSC) ...
... verließen den Klub Marc-André Kruska in Richtung FC Brügge (Erlös: 750.000 Euro) und ...
... Abwehrmann Robert Kovac in Richtung Dinamo Zagreb (Erlös: circa 450.000 Euro).
Bei Schalke fand in der Spielpause eher das große Aussortieren statt, als dass sich die Gelsenkirchener groß verstärkt hätten. Nur Danny Latza von den eigenen Amateuren stößt dazu. Seine Koffer packte dagegen Ze Roberto II (Bild), der zu Flamengo geht.
Auch Stürmer Peter Lövenkrands macht den Abflug und spielt jetzt bei Newcastle United.
Der Vertrag des Uruguayers Gustavo Varela wurde aufgelöst, Varela ist derzeit vereinslos. Zudem wurden Albert Streit und Carlos Grossmüller suspendiert, ihre Zukunft ist ungewiss.
In Bremen gibt es nur einen nennenswerten Neuzugang: Alexandros Tziolis, griechischer Nationalspieler, kommt von Panathinaikos Athen.
Neben Boubacar Sanogo (zu Hoffenheim) verließen Carlos Alberto (ausgeliehen an Vasco da Gama, im Bild) und Said Husejinovic (zum 1. FC Kaiserslautern) die Bremer.
Wolfsburg-Trainer und -Sportdirektor Felix Magath durfte ja in der Vergangenheit immer ordentlich was ausgeben für neues Personal. Verleichsweise bescheiden da die Investitionen im Winter: Aus Japan kam Yoshito Okubo für 2,5 Millionen Euro ...
... für eine Millionen Euro sicherte sich der Verein die Dienste des slowakischen Abwehrmanns Peter Pekarik (li.).
Ein Mann der Zukunft ist der Neu-Stuttgarter Timo Gebhardt. Der 19-Jährige kam für schlappe drei Millionen Euro von 1860 München an den Neckar.
Im Mittelfeld der Schwaben musste nach dem Weggang des Mexikaners Pável Pardo aber auch nachgebessert werden. Pardo ging für 400.000 Euro zurück in die Heimat zum C.F. América.
Kölle freut sich auf Poldi, doch der kommt ja erst im Sommer. Im Winter müssen sich die Fans mit Derek Owusu Boateng begnügen. Der Ghanaer kommt von Beitar Jerusalem und ist deutlich billiger als Podolski: dem Vernehmen nach 350.000 Euro.
In Frankfurt hat indessen ein junger kamerunischer Sturmtank angeheuert. Der 21-Jährige Leonard Kweuke wurde ausgeliehen und soll in der Rückrunde die Trefferbilanz der Hessen aufbessern.
Neben ihm kam der Serbe Nikola Petkovic an den Main. Der junge Abwehrspieler kam von Roter Stern Belgrad.
Keine Verwendung mehr hat die Eintracht dagegen für den Mexikaner Aarón Galindo. Er ging zum mexikanischen Erstligisten Deportivo Guadalajara.
Personeller Stillstand in Hannover: 96-Coach Dieter Hecking holte niemanden zu den Niedersachsen, muss im Winter aber auch niemanden ersetzen.
Auch in Bielefeld war im Winter nicht viel los. Vlad Munteanu, hier noch im Dress von Energie Cottbus, kam auf Leihbasis aus Wolfsburg. Sonst tat sich bei den Ostwestfalen nichts Wesentliches.
Zurück nach Karlsruhe zog es Giovanni Federico. Der einstige Stürmerstar der Badener wurde in Dortmund nie richtig heimisch.
Defensiv verstärkte sich der KSC mit dem nun Ex-Nürnberger Marco Engelhardt. Wegen einer schweren Verletzung muss KSC-Kapitän Maik Franz in der Rückrunde aussetzen. Dafür hat der Verein ...
... den Kroaten Dino Drpic geholt. Der war bei Dinamo Zagreb gefeuert worden, als herauskam, dass er sich ein Schäferstündchen mit Gattin Neves Celsus (li.) auf dem Rasen des Dinamo-Stadions gegönnt hatte - es war der große Traum des bekannten Models.
Doch zurück zum Wesentlichen: In Cottbus kam es nur zu kleineren personellen Korrekturen. Neben dem Brasilianer Adi (im Bild) kamen Nils Petersen von Jena und Jan Rajnoch von Mlada Boleslav in die Lausitz. Igor Mitreski wurde nach Belgien ausgeliehen.
Auf Torejagd für Bochum geht in Zukunft der Argentinier Diego Klimowicz. Dortmund kassierte für ihn 400.000 Euro.
Bei Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach wurde kräftig aussortiert. Rösler, Voigt, Svärd und Ndjeng mussten gehen. Für sie kamen der Brasilianer Dante (von Standard Lüttic für 2,5 Millionen), ...
... der belgische Keeper Logan Bailly (von KRC Genk für 2,5 Millionen Euro), ...
... der Ex-Nürnberger Tomas Galasek (von Banik Ostrau für 50.000 Euro) und ...
... der Ex-Bremer Paul Stalteri (von Tottenham Hotspur; ablösefrei). Ob sie den Niederrhein-Verein wieder unten rausboxen können?
"Was Ribery an Ablöse gekostet hat und an Gehalt kostet - das würde bei uns für zwei, drei Jahre für den ganzen Kader reichen."
So lautete die lapidare Feststellung von Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick vor dem Spiel gegen Bayern München. Zudem hatte er richtig erkannt:
"Wenn sie flotte Sprüche hören wollen, dann müssen sie nach München gehen. Wenn sie flotten Fußball sehen wollen, dann sind sie bei uns genau richtig."
Auf die Frage nach der Zufriedenheit mit Kevin Kuranyis Leistungen fiel Schalkes Trainer...
... Fred Rutten nur ein: "Es macht mir Spaß, mein Leben ganz schwer zu machen. Deshalb bin ich Fußballlehrer."
Auch Arminia Bielefelds Coach Michael Frontzeck brachte die Freude an seinem Job zum Ausdruck: "Machen sie das Fenster auf. Los, machen sie schon. Hört man schon was? Die Fans fordern sicher wieder meinen Kopf. Oder hab' ich schon Halluzinationen?"
HSV-Trainer Martin Jol (l.) analysierte nach dem 0:3 bei Hoffenheim messerscharf: "Wir waren nicht existent. Vorne nicht, hinten nicht und in der Mitte nicht."
FC Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte vorsichtshalber noch mal nachgeschlagen:
"Wissen Sie, wann 1860 München hier erstmals urkundlich erwähnt wurde? Im Alten Testament. ...
... Da stand nämlich: 'Sie trugen seltsame Gewänder und irrten planlos umher.'"
Nochmal Rummenigge und die Historie: "1899 Hoffenheim - ...
... wo haben die sich eigentlich die letzten hundert Jahre versteckt?"
Der HSV hat schon ein eigenes Grab, der KSC braucht eins - immerhin passen die Farben bereits:
"Wenn du fünf Spiele in Folge verloren hast und dann nach ein paar Sekunden 0:1 zurückliegst - wenn da elf Gräber gewesen wären, wären wir hineingehüpft", sagte Karlsruhes Kapitän Christian Eichner (M.).
Als Fan radikaler Methoden outete sich auch Bremens Sportdirektor Klaus Allofs nach dem 3:3 gegen Dortmund:
"Vielleicht sollten wir es mal mit Stromstößen versuchen, aber das ist ja nicht erlaubt."
"Für Streicheleinheiten müssen wir uns eine Katze kaufen", ...
... befand Bayern Münchens Torjäger Miroslav Klose auf die Frage, ob sein Sturmpartner Lukas Podolski eine größere Fürsorge des Klubs benötige.
Poldis Lösung dagegen, nach der Äußerung von Uli Hoeneß, 80 Prozent der Länderspiele habe er gegen Mannschaften wie Liechtenstein gemacht:
"Ich werde Jogi Löw bitten, mich nur noch gegen die Top 20 der Welt einzusetzen."
Keine Sprüchesammlung ohne einen Beitrag vom Kaiser: Franz Beckenbauer kommentierte den missglückten Tor-Salto von Miroslav Klose nach dessen Siegtreffer in Karlsruhe so:
"Wenn man so wenig Gelegenheiten hat, Saltos zu machen, dann kommen solche Dinge raus."
Uli Hoeneß hatte nach diesem Spiel Probleme mit einem Reporter aus dem eigenen Haus. Auf die Frage, ob er beim 1:0 in Karlsruhe die "Dusel-Bayern" erlebt habe, ...
... antwortete er: "Sie sind wirklich vom FC-Bayern-TV? Sie müssen sich in der nächsten Woche einen neuen Job suchen!"
Zu den rosa Fußball-Schlappen von Franck Ribery fiel Franz Beckenbauer dieses ein:
"Ribery und der kleine Lionel Messi vom FC Barcelona sind derzeit wohl die besten Spieler der Welt. Das sind Tänzer, keine Fußballspieler. Man stelle sich vor, der zieht jetzt auch noch richtige Fußballschuhe an!"
"Letztes Jahr 4:0, jetzt 2:5 - von der Tordifferenz haben wir gewonnen", meinte Bayern-Kapitän Mark van Bommel nach der 2:5-Niederlage gegen Werder Bremen.
Kölns Trainer Christoph Daum gab auf die Frage, ob die Rückkehr nach Leverkusen (wo er vor acht Jahren wegen der Kokain-Affäre entlassen worden war), schwierig gewesen sei, folgende Auskunft:
"Der Anfahrtsweg war gut ausgeschildert, und der Busfahrer hat den Weg zum Stadion ohne Probleme gefunden."
"Mein Sohn ist auch von 1988, da wusste ich schon, dass das ein sensationeller Jahrgang ist", sagte Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp über den 20 Jahre alten Startelf-Debütanten Marcel Schmelzer.
"Ich will meine Spanischkenntnisse ausbauen. Mein Englisch und Deutsch ist schon ganz okay. Mit meinem Gladbacher Platt kann ich dann vier Sprachen", so Marcell Jansen (damals noch bei Bayern) auf die Frage, was er zwischen den Trainingseinheiten macht.
"Wir sind ja nicht unterwegs wie die Harlem Globetrotters, um die Zuschauer zu begeistern, sondern um Punkte mitzunehmen",...
... stellte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick nach dem spektakulären 4:5 von 1899 bei Werder Bremen klar.
Und mit dieser Aussage beweist Rangnick endgültig seine Sprücheklopfer-Qualitäten: "Wenn wir am Ende der Saison vor den Bayern stehen, steigen wir zu 100 Prozent nicht ab."
Fußball-Drittligist Fortuna Düsseldorf hat die siebenwöchige Winterpause gut überstanden und mit einem Sieg seine Aufstiegsambitionen untermauert. Die Rheinländer setzten sich am 21. Spieltag in der heimischen LTU-Arena gegen die Stuttgarter Kickers mit 2:0 (1:0) durch und verbuchten den elften Saisonerfolg.
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Vor 9125 Zuschauern markierte Simon Terodde bereits nach zehn Minuten die Düsseldorfer Führung. Marco Christ (76.) sorgte dann für die Entscheidung. Während die Kickers ihre elfte Niederlage kassierten und weiter Tabellenletzter sind, bleibt Düsseldorf als Vierter auf Tuchfühlung zum Spitzen-Trio.
Stuttgart zu harmlos Die Fortunen waren von Beginn an das aktivere Team und hatten deutlich mehr Spielanteile, die Schwaben waren hingegen zu harmlos. Der agile Ranisav Jovanovic setzte sich in der 10. Minute energisch durch und bediente mustergültig den frei stehenden Terodde, der nur noch einzuschieben brauchte. Jovanovic hatte in der 39. Minute das 2:0 auf dem Fuß, traf aber jedoch die Latte.
Doch trotz der Führung konnte Düsseldorf seine Überlegenheit nicht weiter ummünzen, hätte in der Bewegung nach vorne mehr Druck ausüben müssen. Auch im zweiten Spielabschnitt bestimmte das Team von Coach Norbert Meier das Geschehen, aber Olivier Caillas traf (62.) ebenfalls nur die Latte. Besser machte es der eingewechselte Christ, der mit einem Freistoß erfolgreich war.
(dpa, N24)
05.02.2009 21:17 Uhr
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