"Bestialische" Tat

Taliban veröffentlichen Enthauptungsvideo

Die Taliban haben eine polnische Geisel geköpft und das Video der Hinrichtung veröffentlicht. Die polnische Regierung bezeichnete die Tat als "bestialisch" und kündigte die Verfolgung der Täter an.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Der von den Taliban entführte polnische Ingenieur Piotr S. ist vor laufender Kamera enthauptet worden.
Tote, Verletzte, Brennende Autos: Ein Taliban-Anhänger hat vor der deutschen Botschaft ...
in der afghanischen Hauptstadt Kabul einen Sprengsatz gezündet.
Bei der Detonation auf einer belebten Kreuzung in unmittelbarer Botschaftsnähe ...
kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, darunter auch ein US-Soldat. Mindestens 30 Menschen ...
wurden verletzt. Unter ihnen befinden sich auch Angehörige der deutschen Botschaft und einige Kinder.
Rettungsdienste und Feuerwehr eilten sofort zur Anschlagsstelle und leisteten erste Hilfe.
Verletzte wurden teilweise mit Pritschenwagen in Krankenhäuser in der Umgebung gebracht.
Soldaten der afghanischen Armee und der US-Truppen sicherten aus Angst ...
vor Folgeanschlägen den Ort der Detonation. In der Umgebung sind neben der deutschen Botschaft ...
zahlreiche weitere Häuser beschädigt worden, darunter auch Gebäude der US-Armee.
Bei der Detonation geriet auch ein Tanklastwagen in Brand.
Die Feuerwehr hatte mit der Brandbekämpfung ...
alle Hände voll zu tun. Zurück blieben verkohlte Fahrzeugteile und ...
weit vertstreute Trümmer. Nach dem Anschlag ...
bekannten sich die radikalislamischen Taliban zu dem Terrorakt. Erst im vergangenen November wurden ...
bei einem Anschlag auf ein deutsches Botschaftsfahrzeug zwei Menschen getötet.

Die pakistanischen Taliban haben ein drastisches Video veröffentlicht, das die Enthauptung eines vor mehr als vier Monaten entführten polnischen Ingenieurs zeigt. Auf dem von einer Gruppe namens Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) veröffentlichten Film hockt die Geisel auf einem Teppich, zwei Männer richten Maschinengewehre auf ihren Kopf. Der 42-Jährige drängt auf Fragen seiner Entführer die polnische Regierung, ihre 1100 Soldaten aus Afghanistan abzuziehen. In der nächsten Szene ist er mit verbundenen Augen zu sehen, dann wird gezeigt, wie er mit einem Messer geköpft wird.

Die polnische Regierung bestätigte den Tod des Mannes und die Echtheit des Videos. "Die Kassette von der Hinrichtung, dieser bestialischen Hinrichtung, ist echt und bestätigt leider das Schlimmste", sagte der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski in Warschau. Er kündigte an, gegen die Täter internationale Haftbefehle zu erwirken. "Wir werden alles unternehmen, um die Mörder zu bestrafen." Polen werde Pakistan zur Übergabe der Leiche des Getöteten auffordern, sagte Vize-Außenminister Jacek Najder dem Rundfunksender tvn24 radio Zet.

Lösegeld abgelehnt

Ein Taliban-Sprecher hatte bereits am Wochenende den Tod des Polen verkündet. Dieser sei enthauptet worden, weil seine Regierung nicht auf die Bedingungen der Islamisten eingehen wollte. Die Taliban hatten die Freilassung von sechs Mitkämpfern verlangt, die in pakistanischen Gefängnissen einsitzen. Den Extremisten zufolge boten die Regierungen Polens und Pakistans ihnen Lösegeld an, dies allein hätten sie aber abgelehnt. Polens Regierungschef Donald Tusk hatte die Zahlung eines Lösegelds nach eigenen Angaben abgelehnt.

Der Ingenieur war für die in der Region ansässige polnische Ölfirma Geofizyka Krakow tätig. Er wurde am 28. September im Bezirk Attock, etwa hundert Kilometer westlich von Islamabad, aus seinem Auto entführt. Seine beiden Fahrer und sein Leibwächter wurden auf der Stelle getötet. Die Region liegt in der Nähe der Stammesgebiete, in denen die pakistanische Armee gegen militante Islamisten kämpft. Der Ingenieur wurde nach Taliban-Angaben in der Stammesregion Süd-Waziristan getötet.

Der private polnische Fernsehsender tvn24 erhielt nach eigenen Angaben auch eine Kopie des Videos, zeigte aus Rücksicht auf die Familie des Ingenieurs aber nur ein Standbild. Der 42-Jährige war Vater eines 13-jährigen Sohnes.

(AFP, N24)

09.02.2009 12:00 Uhr

N24 in den Sozialen Netzwerken:

N24 auf Facebook N24 auf Twitter N24 auf Google+
SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Politik