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Spiel, Satz, Wutausbruch

Tennis-Rüpel John McEnroe feiert

"You cannot be serious!": Mit dem Satz sowie seinen Schimpftiraden und Wutausbrüchen wurde John McEnroe weltberühmt. Nun hat einer der erfolgreichsten Tennisprofis aller Zeiten Grund zum Feiern.

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Er war der Feuerkopf mit dem genialen Händchen, er spielte den Volley mit jenem "Touch", den vor und nach ihm nur wenige hatten. Er beschimpfte Generationen von Schiedsrichtern, Ballkindern, Zuschauern und Gegnern: John "Mac" McEnroe.
Am 16. Februar feiert John Patrick McEnroe jr. seinen 50. Geburtstag und die legendären Wutausbrüche, für die der einst weltbeste Tennisspieler genauso berühmt war wie für sein grandioses Spiel mit dem Filzball, hat er längst hinter sich gelassen.
Geboren wird er als Sohn eines ehemaligen Air-Force-Soldaten in der hessischen Hauptstadt Wiesbaden. Schon früh entdeckt er die Liebe zum Filzball. 1979 wechselt er ins Profilager - mit wilder Mähne und dem breiten roten Stirnband.
Bereits im Jahr darauf gewinnt McEnroe das Grandslam-Turnier der US-Open. Ebenfalls 1979 holt er mit den USA den Davis-Cup. In der Weltrangliste nimmt er den dritten Platz ein. 1980 entscheidet "Mac" (r.) die US Open erneut für sich und ...
... wird im März 1980 erstmals die Nummer eins der Welt. Insgesamt führt er das Ranking 170 Wochen an. 1981 und 1984 geht McEnroe zum dritten und vierten Mal als Sieger der US Open hervor. Aber bereits damals macht er klar, wenn ihm etwas nicht passt.
1981, 1983 und 1984 triumphiert McEnroe dreimal in Wimbledon im Einzel. Im Doppel siegt er sogar fünf Mal auf dem "heiligen Londoner Rasen". Zudem holte er vier Doppel-Titel bei den US Open.
Der Linkshänder McEnroe (r.) gewinnt zudem drei Mal das Tennis-Masters, vergleichbar mit der heutigen ATP-Weltmeisterschaft. 1978 besiegt er im Finale Tennis-Legende Arthur Ashe (l.), der 1980 seine Karriere beendet.
Insgesamt holt McEnroe 155 Titel, 77 im Einzel und 78 im Doppel. 16 Grand-Slam-Triumphe sammelte er, konnte jedoch nie bei den French Open (im Bild) und Australian Open siegen.
Viele "Mac"-Matches sind legendär: Da wären etwa die Duelle mit dem Schweden Björn Borg (r.) in Wimbledon: 1980 im Finale gewann McEnroe zwar den vierten Satz mit 18:16 im Tiebreak. Borg sicherte sich mit 8:6 aber den fünften Satz und die Trophäe.
Ebenfalls unvergessen ist das sechsstündige Drama beim Davis-Cup-Playoff 1987, als sich die Genialität McEnros am Ende der Urgewalt von Boris Becker beugen muss.
Becker ist einer der wenigen Spieler, gegen die McEnroe mit 2:8 eine deutlich negative Bilanz hat.
Nach der aktiven Profikarriere spielte McEnroe noch in der ATP-Senior-Serie. Auch dort ...
... war er sehr erfolgreich und belegte in der ATP-Liste Rang eins.
Ruhiger wurde McEnroe mit dem Alter aber nicht. Auch auf der Senior Tour oder bei Schaukämpfen ...
... lässt er seinen Gefühlen noch immer freien Lauf. Das ...
... sorgt für Stimmung bei den Fans. Ein Biss in die Netzkante ist da genauso beliebt wie etwa ...
... das Schimpfen und Lamentieren des Tennis-Rüpels oder die ...
... ungläubigen Blicke und ...
... die Gespräche mit dem Tennis-Gott. Zu ihm hat McEnroe nicht immer einen guten Draht - ebenso wenig wie zu vielen ...
... Schiedsrichtern. Die Spitznamen ...
... "The Brat", ...
... "Mac the Mouth" oder ...
... "Big Bad John" hat er nicht umsonst. Ein Satz ist aber unvergessen: ...
... Ein geflügeltes Wort, das er jedem Schiedsrichter auf der Welt entgegenschleuderte und das ihn wohl sein Leben lang begleiten wird: "You cannot be serious - das kann nicht dein Ernst sein!"
So turbulent wie seine Karriere auf dem Tennisplatz verläuft auch sein Privatleben.
Im August 1986 heiratet er Tatum O'Neal, die als als eine der jüngsten Oscar-Gewinnerinnen in die Geschichte eingegangen ist.
1992 trennen sich die beiden in einem Rosenkrieg. Die Schauspielerin wirft dem Tennisstar vor, während seiner Karriere Marihuana, Kokain und Anabolika konsumiert zu haben. McEnroe bestreitet das. 1997 heiratet er die Rocksängerin Patty Smith (l.).
Seitdem ist es um "Mac" etwas ruhiger geworden. Er fungiert ab und an noch als Kommentator, ...
... frönt wie früher seinem Hobby der Rockmusik (im Bild ein Auftritt mit Steven Tyler in seiner aktiven Zeit) und ...
... ist in der Kunstszene aktiv oder als Schauspieler in Hollywood-Filmen wie "Mr. Deeds", "Die Wutprobe" oder "Leg dich nicht mit Zohan an" - alles Filme mit dem Komiker Adam Sandler.
Ganz besonders im Gedächtnis wird McEnroe dem Mimen Hayden Christensen bleiben: McEnroe beschimpfte den heutigen Kinostar einst bei einem Tennisturnier, bei dem "Anakin Skywalker" (im Bild: Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith") Balljunge war.
Langeweile kommt mit John McEnroe, auch wenn es das Bild suggeriert, nicht auf. Und das ...
... soll auch noch eine lange Zeit so bleiben. Happy Birthday!
Es ist nicht zu übersehen: Sandy entsprach eigentlich nicht Boris’ Beuteschema. (hier 2005 mit seiner Ex-Frau Barbara)
Seit seiner Jugend waren seine Favoritinnen dunkelhaarig: Bénedicte Courtin (1986 bis 1988), Karen Schlutz (1988 bis 1991) …
… und Barbara Feltus. Die Schauspielerin konnte sein Herz erobern.
Sie heirateten am 17. Dezember 1993.
Boris hat mit ihr zwei Söhne. Noah Gabriel wurde 1994 und Elias Balthasar 1999 geboren.
Acht Jahre später, am 15. Januar 2001, wurde die Ehe geschieden. Seither arbeitet sie unter anderem als Schmuckdesignerin. Übrigens, ebenso wie Sandy.
Die Besenkammer-Affäre mit dem Model Angela Ermakova war der traurige Schlusspunkt der Ehe.
Am 8. Februar 2001 bewies ein Vaterschaftstest, dass Becker auch Vater von Anna Ermakova ist. Die Kleine wurde am 22. März 2000 geboren.
Diesem Anblick konnte Boris nicht widerstehen.
Die Zeit mit Rapperin Sabrina Setlur war sicherlich aufregend, aber ...
... auch kurz. Sie turtelten von Dezember 2000 bis Februar 2001.
Ein Jahr später war Managerin Patrice Farameh an Beckers Seite zu sehen.
Allerdings war nach fünf Monaten Schluss.
Ob ihm da schon Caroline Rocher aufgefallen war? Seit langem schien Boris wieder richtig verliebt zu sein.
Mit der neun Jahre jüngeren Ballett-Solistin blieb er drei Jahre zusammen.
Die Beziehung scheiterte im Juli 2005, angeblich hatten beide zu wenig Zeit füreinander.
Im selben Jahr lernte der Tennis-Star Sharlely "Lilly" Kerssenberg kennen.
Zwei Jahre lang waren sie ein glückliches Paar.
Obwohl schon über eine Hochzeit spekuliert wurde, trennte sich Becker kurz vor seinem 40. Geburtstag von ihr – per SMS.
Nun sollte es diese Frau sein: Alessandra "Sandy" Meyer-Wölden - 16 Jahre jünger als Boris und der Familie gut bekannt.
Becker kannte Sandy schon seit ihrer Kindheit. Sie ist die Tochter seines verstorbenen Managers Axel Meyer-Wölden.
Gespannt fragten sich alle, ob sich Boris wohl diesmal wirklich traut. Doch daraus wird nun nichts. Gerade 83 Tage hielt die Beziehung der beiden. Und schwupps, wird aus Ex-Ex Lilly wieder die Herz-Dame. Mensch, Bobbele!
Der Jordan-Teamchef Eddie Jordan und ein Fotomodell mit der englischen Königsfahne posieren auf dem Nürburgring in der Eifel.
Spanische "Grid Girls" warten auf der spanischen Formel 1-Rennstrecke "Circuit de Catalunya" bei Barcelona vor dem Großen Preis von Spanien auf den Beginn der Fahrerparade.
Ein japanisches Bikini-Model winkt an der Rennstrecke in Suzuka (Japan) zu einem Fernsehteam des japanischen TV's.
Das Top-Model Kate Moss posiert im Hafen von Monte Carlo in der Nähe des Formel 1-Fahrerlagers ....
... an einem Reifenstapel vor der Ferrari-Box für die Fotografen.
Ein ungarisches Gridgirl hält die Positionstafel des Porsche-Supercups auf dem Hungaroring bei Budapest.
Die Hostess eines Sponsors geht auf der brasilianischen Formel 1-Rennstrecke von Interlagos bei Sao Paulo vor dem Großen Preis von Brasilien durchs Fahrerlager.
Das brasilianische Topmodell Giselle Bündchen posiert auf der brasilianischen Formel 1-Rennstrecke von Interlagos bei Sao Paulo in der Ferrari-Box neben dem Rennwagen des Brasilianers Rubens Barrichello.
Ein Model lässt sich für eine Mode-Strecke in der Garage des ....
... Midland F1 Teams ablichten.
Models auf dem Weg zu ihrem Einsatz auf dem Indianapolis Speed Motorway.
Heiße Frau mit dicker Zigarre auf dem deutschen Hockenheimring.
Auch ein schöner Rücken ...
... kann entzücken.
Beine ohne Ende ...
... beim Großen Preis von Istanbul.
In Monza (Italien) sieht man nicht nur hübsche Models, ...
... sondern auch schicke Mode.
Corinna Schumacher, Frau von Ex-Formel 1 Fahrer Michael Schumacher.
Ein Model in Suzuka, Japan.
Eine ansehnliche Einstimmung auf eine bevorstehende Ferrari Pressekonferenz in Brasilien.
Brasilien lässt grüßen ...
... mit jeder Menge Schönheiten.
Hot-Pants in Australien.
Und wieder schier endlose Beine, dieses mal aus Hockenheim ...
... und aus der Türkei.
Bikini-Girls posieren auf einem Balkon in Monaco.
Das Model Bridget Lee beim dritten Training in Monte Carlo.
Winke winke in Silverstone.
Stillgestanden zur Fahrer-Parade in Ungarn.
Hopala - es war windig in Istanbul.
Backstage beim Großen Preis von Italien.
Schönheiten in Monza.
Dieses Model schaut sich bei McLaren um.
Große Vorfreude in Belgien.
Ganz schön laut hier!
Schlechtes Wetter in Japan ...
... vermiest nicht die Laune der asiatischen Hostessen.
Raquel Rosario ist die Frau des spanischen Formel 1 Fahrers Fernando Alonso.
Ein chinesisches Model und ein Renault Mechaniker posieren für die Kamera.
In Reih und Glied stehen die chinesischen Gridgirls ...
... auf dem Shanghai International Circuit.
Brasilianische Früchte ...
... und Küsschen.
Auch das Supermodel Naomi Campell lässt sich das Sportereignis nicht entgehen.
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Die meisten WM-Titel, die meisten Siege, die meisten Punkte, die meisten Pole Positions. Das alles hat nur ein Formel-1-Pilot erreicht: Michael Schumacher. Eigentlich genug für eine Karriere. Doch Schumi will mehr.
Der 40-Jährige will es noch einmal wissen - und startet als "Renn-Opa" für Mercedes in die kommende Saison. Es wird ein langfristiges Vergnügen für seine Fans. Denn Schumi will drei Jahre ...
... im Silberpfeil um die WM-Krone kämpfen. Über viele Jahre war Schumi das Maß aller Dinge in der Königsklasse des Motorsports. Die Konkurrenten sahen ihn in der Regel von hinten und ...
... kein anderer durfte sich bis dato so häufig den Sieger-Schampus einfüllen wie Schumi.
Er ist in einer Reihe zu nennen mit Rennfahrergrößen wie Ayrton Senna, ...
... Alain Prost, ...
... oder Niki Lauda: Doch keiner von ihnen hat die Geschichte der Formel 1 ...
... so sehr geprägt wie der Mann aus dem Kölner Umland.
Alles begann auf der heimischen Kartbahn in Kerpen, auf der Schumi bereits als Sechsjähriger die schnellsten Runden drehte.
Vater Rolf erkannte die Qualitäten des Sprösslings und begann ihn zu fördern. So wurde Schumi 1984 deutscher Kartmeister der Junioren, 1987 Kart-Europameister und 1990 deutscher Formel-3-Meister.
Doch wer hätte gedacht, dass sich hier die große Karriere eines Seriensiegers anbahnt?
Wenn überhaupt jemand, dann Manager Willi Weber. Er ebnete Schumacher den Weg in die Formel 1: 1991 bekam Schumi den freigewordenen Platz im Jordan-Cockpit und gab am 25. August im belgischen Spa sein Debüt - dank eines kleinen Tricks seines Managers.
Willi Weber hatte Teambesitzer Eddie Jordan gesteckt, Schumi sei schon oft in Spa gefahren und kenne die Strecke sehr gut. Das war natürlich glatt gelogen - der Neuling fiel bereits in der ersten Runde aus.
Doch er hatte den Fuß in der Formel-1-Tür. Manager Weber zeigte ihm wo es langging und so bekam der Kerpener einen Vertrag bei Benetton.
Schumacher genoss das Vertrauen von Teamchef Flavio Briatore (r.), das sich schon bald auszahlte. Wieder in Spa feierte Schumi 1992 seinen ersten Grand-Prix-Sieg und landete auf Anhieb auf Rang drei der Weltmeisterschaftswertung.
Nach einem weiteren Formel-1-Lehrjahr legte Schumacher 1994 richtig los: Er holte mit Benetton den WM-Titel, ...
... und zwar mit einem Punkt Vorsprung vor Dauer-Konkurrent Damon Hill. Schumi ist damit der erste deutsche Formel-1-Weltmeister.
1995 geht die Erfolgsgeschichte weiter: Schumacher verteidigt als jüngster Fahrer seit WM-Beginn 1950 den Titel, gewinnt zudem als erster Deutscher die beiden Heimrennen in Hockenheim und auf dem Nürburgring.
Danach hätte er es einfach haben können: Die damals dominierenden Teams Williams Renault oder McLaren Mercedes versuchten, ihn zu sich zu locken.
Doch Schumi entschied sich für die eine lange Durststrecke fristende Scuderia Ferrari. 1995 wechselte er für die Rekordgage ...
... von 40 Millionen Mark zum italienischen Rennstall. Es folgten durchwachsene Jahre mit etlichen Siegen - genauso wie mit zahlreichen Ausfällen.
Schumacher war einige Male nah dran am WM-Titel, musste sich aber am Ende doch Jacques Villeneuve (1997) ...
... oder Mika Häkkinen (1998) geschlagen geben.
Doch Ferrari hielt an ihm fest, verlängerte seinen Vertrag sogar vorzeitig - was sich schon bald bezahlt machen sollte.
Zuvor musste Schumi allerdings die schwierigste Situation seiner Rennfahrerkarriere überstehen. Beim Grand Prix in Silverstone ...
... raste er fast ungebremst frontal in einen Reifenstapel. Bei dem Unfall erlitt er einen doppelten Beinbruch.
Er musste für sechs Rennen pausieren, die WM war gelaufen.
In den letzten beiden Saisorennen meldete er sich mit jeweils Platz zwei eindrucksvoll zurück.
2000: wahrscheinlich die spannendste Saison. Schumacher lag nach fünf Siegen klar auf Titelkurs, doch Mika Häkkinen verdrängte ihn von der Spitzenposition.
Doch Schumi wollte sich den Titel auf keinen Fall mehr nehmen lassen. Er legt zwei Siege drauf und holte sich im japanischen Suzuka den WM-Titel.
Als erster Ferrari-Pilot seit Jody Scheckter 1979 sicherte er sich damit die Fahrerkrone.
Die Scuderia, ganz Italien und Deutschland waren außer sich. Es folgen Titel im Jahrestakt: 2001 steht Schumi nach 13 Saisonrennen, ...
... ein Jahr später schon nach dem elften Grand Prix als Weltmeister fest.
Die Schar der Ferrari-Fans wurde größer und bunter, ...
... Schumi macht die Formel 1 in Deutschland zum beliebten Sonntagnachmittagsvergnügen.
Auch Schumi II, Michaels Bruder Ralf, stieg in die Königsklasse ein, debütierte ebenfalls bei Jordan. Zwar gelangen ihm insgesamt sechs Grand-Prix-Siege - an die Erfolge des älteren Bruders kam er allerdings nie heran.
Michael Schumacher fuhr unterdessen unbeirrt die WM-Titel sechs (2003) ...
... und sieben (2004) nach Hause.
Insgesamt holt er in seiner Karriere 91 Grand-Prix-Siege, 72 davon allein für Ferrari. Damit krönte er sich zum König der Rennfahrer, ...
... der von den Fans verehrt wurde.
Schumachers Erfolge sprachen sich auch andernorts herum.
2005 kam das Seuchenjahr, Schumi gelang nur ein Sieg. Und der ausgerechnet beim Skandalrennen von Indianapolis, bei dem nur sechs Autos ins Ziel kamen.
Schumi musste dem neuen Weltmeister Fernando Alonso den Vortritt lassen, belegte in der WM-Wertung sogar nur den dritten Platz.
Doch 2006 meldete er sich noch einmal zurück: Nachdem er zwischenzeitlich bereits 25 Punkte Rückstand auf Alonso hatte, holt er den Spanier drei Rennen vor Saisonschluss noch ein. Doch im vorletzten Rennen seiner Karriere ...
... scheidet er mit Motorschaden aus. Wiederum holt sich Alonso den Titel.
Ob nun sieben oder acht Titel: Die Fans können es verschmerzen.
Weniger gut zu verdauen ist allerdings der Rücktritt von Michael Schumacher. Am 22. Oktober 2006 fährt er sein - vorerst - letztes Rennen und wird danach gebührend von den Fans ...
... und seinem Team verabschiedet (hier mit Teamchef Jean Todt und Kollege Felipe Massa).
So sagten ihm die Fans auf Wiedersehen.
Wirklich Abschied vom Motorsport hat Schumi allerdings nie genommen. Egal ob als Beobachter an der Rennstrecke ...
... oder als Berater des Ferrari-Teams mit guten Tipps für Felipe Massa: Schumi ist seinem Sport treu geblieben. Ein Comeback im Cockpit schloss er aber bis heute immer aus.
Nun könnte er sein sportliches Rentnerdasein in Vufflens am Genfer See mit seiner Familie und einem geschätzten Vermögen von mehr als einer halben Millionen Euro genießen, stattdessen ...
... lässt ihn der Rausch der Geschwindigkeit nicht los. Inzwischen geht Schumacher auf zwei Rädern ...
... bei der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft an den Start.
Auch wenn er dort sicher nicht mit weniger Ehrgeiz auf die Strecke geht, musste er in dieser Saison ...
... jede Menge Lehrgeld zahlen. Bei einigen Rennen war er als Bruchpilot unterwegs.
Das Wichtigste aber : Schumi blieb unverletzt, sodass er auch weiterhin sein sportliches Multitalent ...
... unter Beweis stellen kann. Etwa beim Fußball, wo er bei zahlreichen Benefizturnieren ...
... leidenschaftlich gern dem Leder hinterherjagt.
Auch auf anderen Plätzen macht Schumi eine gute Figur.
Ebenso ist er noch im Kart anzutreffen, ...
... oder beim Race of Champions, dem traditionellen Saisonabschluss der Formel 1. Hier gewann er gemeinsam mit Nachwuchshoffnung Sebastian Vettel (2.v.l.) kurz vor Weihnachten.
Und Babyface Vettel hat sich bestimmt noch ein paar gute Tipps vom Superstar geholt. Der 21-jährige Vettel könnte übrigens fast als Schumis Sohn durchgehen: Michael Schumacher feierte am 3. Januar seinen 40. Geburtstag.
Der wurde allerdings ganz abgeschieden mit Frau Corinna, den Kindern Mick und Gina-Maria sowie ein paar guten Freunden ...
... irgendwo im Schnee gefeiert. Nun kommt Schumi zurück, die Fans sind begeistert: ...
"Schumi: Nur du bist der Beste."
Wäre Ottmar Hitzfeld am 12. Januar 2009 noch Trainer bei Bayern München gewesen, hätte er auf seinen 60. Geburtstag im Trainingslager anstoßen müssen.
Statt dessen genoss der "General" den Tag auf den Malediven mit seiner Ehefrau Beatrix ohne viel Rummel und Fußball.
Weniger Spiele und mehr Freizeit haben sich im neuen Leben des Schweizer Nationalcoaches bereits positiv bemerkbar gemacht: "Da ist die Nervenbelastung nicht so groß," schätzt Hitzfeld an seinem neuen Job.
Bayern-Manager Uli Hoeneß attestierte ihm, dass er wie 55 aussehe, seitdem er nicht mehr in München trainiert.
Das kann Hitzfeld nur bestätigen, denn ein Jahr bei Bayern München entspreche fünf Lebensjahren, verriet er in einem Interview.
Trotz manchem Ärger hat er dem Verein in knapp acht Jahren zu vielen Erfolgen verholfen:
Fünfmal Deutscher Meister, …
…, Champions League und Weltpokal 2001 und …
… dreimal Gewinner des DFB-Pokals, wobei dem Verein 2003 und 2008 das Double gelang: Deutscher Meister und DFB-Pokal.
Hitzfeld, der studierte Mathematiklehrer, kann auf eine lange und erfolgreiche Trainerlaufbahn zurückschauen.
Mathematik hat bei seiner Arbeit aber nie eine Rolle gespielt, viel mehr habe er sich von seiner Intuition leiten lassen, von der insgesamt sechs Vereinsmannschaften profitiert haben.
Nach dem Ende seiner Spielerlaufbahn im Jahre 1983 wurde er Trainer beim SC Zug, FC Aarau und bei den Grasshopper Zürich, mit denen er zweimal Schweizer Meister wurde.
1991 wurde er Trainer-Nachfolger von Horst Köppel bei Borussia Dortmund. Er führte die Mannschaft aus dem Tabellenkeller auf Anhieb zur Vize-Meisterschaft.
In den Jahren 1995 und 1996 gewann er mit den Borussen die Deutsche Meisterschaft. 1997 folgte der Sieg in der Champions League.
Danach wurde er auf den Posten des Sportdirektors weggelobt und wechselte 1998 zum FC Bayern.
Dort war er erst der zweite Trainer nach Ernst Happel, der mit zwei verschiedenen Klubs die Champions-League gewann.
Im Mai 2004 kam es zum Bruch mit den Bayern. Die Art und Weise der Entlassung wurde in den Medien kontrovers diskutiert.
Hitzfeld wurde damit nach einer Saison entlassen, in der der Verein keinen Titel gewinnen konnte. Wenn keine Meisterschale nach einer Saison in der Vitrine steht, wird es bei den Bayern eben ungemütlich.
Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalelf bei der EM 2004 wurde Hitzfeld die Nachfolge von Teamchef Rudi Völler angeboten, was er allerdings ablehnte.
In seiner Auszeit tauschte Hitzfeld die Trainerbank gegen das Mikrofon und arbeitete als Experte fürs Pay-TV.
Lang hielt es ihn aber nicht, denn im Dezember 2006 verkündete Hitzfeld, er wolle in der Saison 2007/2008 wieder als Trainer arbeiten. Die Sehnsucht war wohl zu groß, wieder Erfolge feiern zu können.
Anfragen gab es genug, wenn ein Trainer der Spitzenklasse nach einer neuen Aufgabe verlangt. Hamburg und Dortmund wollten ihn, aber Hitzfeld zog es wieder in den Süden zu den Bayern.
Vielleicht wollte er es sich nicht nehmen lassen, seinen zuvor beurlaubten eigenen Nachfolger Felix Magath als Trainer zu beerben.
Als Co-Trainer stand ihm erneut Michael Henke zur Seite, der Hitzfeld auch schon in der Vergangenheit bei Borussia Dortmund und beim FC Bayern assistiert hatte.
Seine letzte Saison in der Fußball-Bundesliga beendete Hitzfeld 2008 mit dem Gewinn des Doubles. Bei seinem Abschied im Mai 2008 flossen überraschend die Tränen, bei ihm und bei Hoeneß.
Die ganz großen Emotionen waren nie seine Sache, zumindest in der Öffentlichkeit. Damit erfüllt sich wohl auch das Klischee über die Schweizer. Was hat ihn in seiner Karriere aber besonders bewegt?
Im Mai 2001, als der FC Bayern durch das denkwürdige Last-Minute-Tor in Hamburg dem Vier-Minuten-Meister Schalke 04 noch die Schale aus den Händen riss.
"Das waren sicher mit die markantesten Momente in meinem Leben", so Hitzfeld. Bewegt hätten ihn darüber hinaus auch noch das Champions-League-Finale 2001 und sein erster Titel als Trainer.
Seit dem Sommer 2008 ist der zweimalige Weltklubtrainer Nationalcoach der Schweiz und schätzt seinen neuen Job sehr.
Nur eins vermisst er: "Die Rotweinabende mit Uli Hoeneß. Das waren immer schöne Gespräche."

Schon vor Boris Becker erblickte in Deutschland einer der erfolgreichsten Spieler der Tennis-Geschichte das Licht der Welt. Am 16. Februar 1959 wurde in Wiesbaden ein gewisser John Patrick McEnroe Jr. geboren, Sohn von John Senior, damals mit der US- Luftwaffe in Deutschland stationiert. Der "Junior", der mit weniger als einem Jahr nach New York zog und später zur Tennis-Legende wurde, feiert nun seinen 50. Geburtstag.

In der Port Washington Tennis Academy auf Long Island erlernte der hitzige und hochbegabte Junge das Spiel, das ihn weltberühmt machen sollte. Als 18-Jähriger rückte der Linkshänder mit der wilden Mähne und dem breiten roten Stirnband erstmals in den weltweiten Fokus. In Wimbledon scheiterte McEnroe als Qualifikant erst im Halbfinale in vier Sätzen an seinem großen Landsmann Jimmy Connors.

Legendäre Machtes pflastern seinen Weg

Ein Jahr später wurde er Profi, im September 1979 gewann er bei den US Open in seiner Heimatstadt New York den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Sechs weitere folgten, je drei bei den US Open und in Wimbledon. Die French Open in Paris und die Australian Open in Melbourne knackte McEnroe nie. Im März 1980 war er erstmals die Nummer eins der Welt, insgesamt führte er das Ranking 170 Wochen an.

Legendär sind die Wimbledon-Duelle zwischen McEnroe und Björn Borg, der vierte Satz im Finale von 1980 ging als "Battle of 1816" in die Tennis-Geschichte ein. Mit 18:16 gewann McEnroe jenen fast schon sagenumwobenen Tiebreak, ehe Borg mit dem 8:6 im letzten Durchgang zum fünften und letzten Mal in Wimbledon triumphierte.

Unvergessen ist auch jenes über sechsstündige Drama beim Davis-Cup-Playoff 1987 in Hartford, als die Genialität von John McEnroe sich am Ende der Urgewalt von Boris Becker beugen musste. Becker ist einer der wenigen Spieler, gegen die McEnroe mit 2:8 eine deutlich negative Bilanz hat.

Insgesamt holte McEnroe 155 Titel, 77 im Einzel und 78 im Doppel. Seinen ersten Turniersieg feierte er im August 1978 in Hartford im Finale gegen den Südafrikaner Johan Kriek, seinen letzten im Einzel 13 Jahre später gegen seinen jüngeren Bruder Patrick in Chicago. 1992 trat John McEnroe zurück, 2006 gab er ein vielbeachtetes Coemback und gewann mit 47 Jahren und drei Tagen an der Seite des Schweden Jonas Björkman den Titel in San Jose.

Turbulent wie McEnroes sportliche Karriere verlief auch sein Privatleben. Im August 1986 heiratete er Tatum O'Neal, die als Zehnjährige an der Seite ihres berühmten Vaters Ryan ("Love Story") in dem Road Movie `Paper Moon" brilliert hatte und als eine der jüngsten Oscar-Gewinnerinnen in die Geschichte einging.

"You cannot be serious"

Die drei gemeinsamen Kinder Kevin Jack (heute 22), Sean Timothy (21) und Emily Katherine (17) blieben nach der Trennung 1992 beim Vater, weil Tatum O'Neal ihre Tablettenabhängigkeit gestand. Es folgte ein wüster Rosenkrieg, in dessen Verlauf die Schauspielerin dem Tennisstar vorwarf, während seiner Karriere Marihuana, Kokain und Anabolika konsumiert zu haben - was McEnroe stets vehement bestritt.

Seit McEnroe 1997 die Rocksängerin Patty Smyth geheiratet hat, verläuft sein Leben in etwas ruhigeren Bahnen. Mit der 51-Jährigen hat er die beiden gemeinsamen Töchter Anna (13) und Ava (9). Dass er sich aber künftig nur noch als Familienvater und Ehemann die Zeit vertreibt, ist eher unwahrscheinlich: "You cannot be serious."

(Thomas Badtke, N24)

14.02.2009 16:22 Uhr

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