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Neuer Tiefstand

DAX rauscht erneut in den Keller

Negative Nachrichten aus der Finanzbranche sowie schwache US-Börsen haben den deutschen Aktienmarkt erneut auf Talfahrt geschickt. Der Leitindex DAX sackte um 4,76 Prozent auf 4014,66 Zähler.

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Der DAX schließt auf tiefstem Stand seit Anfang November 2004.
Sie hatten unternehmerische Visionen und verwirklichten sie. Sie haben sich verdient gemacht um die deutsche Wirtschaft und gelten deshalb gewissermaßen als deren "Oberindianer": Manager, Gewerkschafter, Politiker und Unternehmer.
Eine "offizielle" deutsche "Hall of Fame" für Wirtschaftsgrößen gibt es bisher nicht. Aber "Handelsblatt" und "Manager Magazin" haben ihre Ruhmeshallen für verdiente Wirtschaftsgrößen. Ein Mitglied in beiden ist der ehemalige Henkel-Chef Konrad Henkel.
Henkel (1915-1999) wurde 2009 in die neue "Handelsblatt"-Ruhmeshalle aufgenommen und bereits 1992 in die des "Manager Magazins". Ebenfalls seit 1992 und damit von Beginn an Laureaten sind Ludwig Erhard (1897-1977), Vater der sozialen Marktwirtschaft, ...
... der erste Vorsitzende des 1949 neu geschaffenen Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Hans Böckler (1875-1951; in der Bildmite), ...
... der Gründer des gleichnamigen Elektronik-Konzerns und Entwickler des legendären Radiobaukastens "Heinzelmann", Max Grundig (1908-1989), und ...
... Josef Neckermann (1912-1992). Neckermann gründete den gleichnamigen Versandhandelskonzern, ist darüberhinaus aber auch für seine Erfolge als Dressurreiter bekannt: Er gewann unter anderem sechs olympische Medaillen und war Weltmeister.
Ebenfalls 1992 aufgenommen wurde Reinhard Mohn. Sein Name ist unweigerlich mit dem Aufstieg des einstmals mittelständischen Unternehmens Bertelsmann verbunden, dessen Führung er 1947 übernahm und das heute einer der größten Medienkonzerne der Welt ist.
Auch Heinrich Nordhoff (1899-1968) wurde 1992 aufgenommen. Der Generaldirektor und spätere Vorstandschef der damaligen Volkswagenwerk AG baute das Wolfsburger Werk zur umsatzstärksten Automobilfabrik Europas aus. Er wurde Wolfsburgs erster Ehrenbürger.
Der deutsche Computerpionier Heinrich Nixdorf (1925-1986) sowie der Versandhandelspionier Werner Otto (im Bild) sind ebenfalls Laureaten der ersten Stunde. Otto schaffte das Kunststück 1949 mit 6.000 DM Startkapital und vier Mitarbeitern den mit ...
... heute rund 15 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 55.000 Mitarbeitern größten Versandhämdler der Welt, die Otto-Gruppe, aufzubauen.
Ein deutsches Wirtschafts-Urgestein ist Axel Springer (1912-1985). Der Zeitungsverleger gründete die heutige Axel Springer AG und gilt ob deren Machtfülle und deren Gebrauch als eine der umstrittensten Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Auch Hermann Josef Abs (1901-1994) darf in einer deutschen Wirtschafts-"Hall of Fame" nicht fehlen. Abs war mehrere Jahre im Aufsichtsrat der berüchtigten I.G. Farben, aber auch mehrere Jahre Chef der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Deutschen Bank.
Der ehemalige Bundeswirtschafts- und -finanzminister Karl Schiller (1911-1994) hat sich mit seinem Stabilitäts- und Wachstumsgesetz ("Magisches Viereck") so verdient um die deutsche Wirtschaft gemacht, dass er 1994 "Hall of Fame"-Mitglied wurde.
1993 wurden Berthold Beitz (im Bild) und Eberhard von Kuenheim (BMW) Laureaten der Ruhmeshalle. Beitz baute gemeinsam mit Alfred Krupp nach dem Zweiten Weltkrieg den Krupp-Konzern wieder auf und wurde später Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens.
Kuenheims Karriere begann als "Stabsmann für technische Fragen" bei der Quandt-Gruppe. 1970 wurde er Vorstandschef bei BMW. In seiner Amtszeit (bis 1993) stieg die Mitarbeiterzahl von 20.000 auf 70.000 und der Umsatz von 1 Milliarde auf 30 Milliarden DM.
Hans Merkle (1913-2000) war von 1963 bis 1984 Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, des heute unter anderem größten Automobilzulieferers der Welt mit 114.000 Mitarbeitern und etwa 48 Milliarden Euro Umsatz.
Den Namen Kurt Körber (1909-1992) sollten vor allem Raucher kennen. Der Hamburger reparierte anfangs Zigarettenmaschinen und stellte sie dann später her. Die heutige Körber AG ist unter anderem noch immer in dieser Maschinenbausparte tätig.
Mit dem Namen Detlev Rohwedder (1932-1991) ist in Deutschland die Treuhandanstalt verbunden, die er mehrere Jahre leitete. Rohwedder, in Gotha geboren, wurde zwei Mal als "Manager des Jahres" ausgezeichnet. Rohwedder, der für die sozialverträgliche ...
... Privatisierung des Vermögens der Volkseigenen Betriebe der DDR stand, wurde nach seiner Ermordung von Birgit Breuel beerbt. Das Wirken der CDU-Politikerin in diesem Amt wird noch heute heftig kritisiert. Breuel ... .
... schied 1995 aus dem Amt und wurde Generalkommissarin der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover (Promobild). Sie stand unter dem Motto "Mensch, Natur und Technik – Eine neue Welt entsteht" und sorgte für ein Milliarden-Defizit.
Hermann Rappe bescherte sein Amt als Vorsitzender der Industriegewerkschaft (IG) Chemie eine Aufnahme in die Wirtschafts-Ruhmeshalle. Das SPD-Mitglied ist Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes.
Karl Otto Pöhl machte sich als Banker einen Namen. Von 1980 bis 1991 leitete er die Deutsche Bundesbank. Darüberhinaus stehen in Pöhls Lebenslauf auch die Privatbank Sal. Oppenheim und das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo.
Helmut Maucher ist ein deutscher Manager, der jahrelang die Geschicke des Schweizer Nestlé-Konzerns bestimmte. Von 1990 bis 1997 war er Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates. In dieser Zeit wurde Nestlé zum weltgrößten Nahrungsmittelkonzern.
Wesentlich bekannter als Maucher sind die beiden Gründer des größten Softwareunternehmens in Europa, SAP, Hasso Plattner (im Bild) und ...
... Dietmar Hopp. Beide sind Milliardäre und zählen zu den reichsten Deutschen. Hopp gilt als einer der Hauptfinanziers der deutschen Biotechlandschaft und unterstützt den Sport in der Rhein-Neckar-Region mit nicht gerade kleinen Summen.
Alfred Herrhausen (1930-1989) war Vorstandssprecher der Deutschen Bank und machte diese zum unumstrittenen Branchenprimus. Kritisiert wurden allerdings vor allem seine Umbaupläne für das Finanzhaus. 1989 kam er bei einem Bombenanschlag ums Leben.
Rudolf Miele (im Bild) und Peter Zinkann vereint eine gemeinsame Erfolgsstory. Sie sind die Enkel der Miele-Gründer Carl Miele und Reinhard Zinkann. Carl erfand 1899 die handbetriebene Butterbrotmaschine. Kurz darauf folgte die Waschmaschine, weil ...
... diese ähnlich funktionierte. Reinhard Zinkann war der Kaufmann und geniale Vermarkter ("Nur Miele, Miele, sagte Tante, die alle Waschmaschinen kannte"). Die beiden Enkel (im Bild Peter Zinkann) machten Miele zur bekanntesten deutschen Familienfirma.
Ebenfalls in der "Manager Magazin"-Ruhmeshalle vertreten ist Elisabeth Noelle-Neumann. Ihr Vater gründete die Tobis-Filmgesellschaft, sie selber das Institut für Demoskopie Allensbach. Noelle-Neumann gilt daher als Pionierin der Demoskopie in Deutschland.
Otto Graf Lambsdorff taucht ebenfalls in der "Hall of Fame" auf. Er war in mehreren Kabinetten Bundeswirtschaftsminister und trat unter anderem für die Kürzung von Sozialleistungen ein. Lambsdorff war am Bruch der sozialliberalen Koalition 1982 beteiligt.
Günter Vogelsang war der erste Vorstandschef der "Friedrich Krupp GmbH", die aus der Umwandlung des Familienkonzerns in eine Kapitalgesellschaft entstanden war. Vogelsang schaffte es, den Stahlriesen vom Rand des Ruins in die Gewinnzone zurückzuführen.
Zu den heute bekanntesten deutschen Wirtschaftsgesichtern zählt Ferdinand Piech. Piech war lange Jahre Audi-Chef, stand dann dem VW-Konzern vor und ist momentan Aufsichtsratschef der Volkswagen AG sowie Gesellschafter der Porsche Automobil Holding, ...
... die die Mehrheit an Europas größtem Autobauer Volkswagen hält. Piech gilt als visionärer Ingenieur. Er wurde 1999 zum "Automobilmanager des 20. Jahrhunderts" gewählt.
Von 1989 bis 2001 war Guiseppe Vita Vorstandsvorsitzender des Berliner Pharmaunternehmens Schering. Vor der Verschmelzung mit der Bayer AG arbeiteten rund 24.000 Menschen für Schering. Der Umsatz betrug mehr als fünf Milliarden Euro.
Sein Name ist bekannt, er wird aber im wahrsten Sinn des Wortes mit Füßen getreten: Heinz-Horst Deichmann. Sein Vater gründete 1913 ein Schuhgeschäft, aus dem der Filius heute Europas größte Schuheinzelhandelskette gemacht hat.
Als "Montageprofi" gilt Reinhold Würth. Er baute das Schrauben-Handelsunternehmen Würth mit heute rund 60.000 Mitarbeitern auf. Der Umsatz liegt bei geschätzten sieben Milliarden Euro.
Heinrich von Pierer leitete von 1992 bis 2005 die Geschicke von Deutschlands größtem Technologiekonzern Siemens. Danach saß er bis 2007 dem Aufsichtsrat vor. In seine Amtszeit fällt ein Großteil der imageschädigenden Korruptions- und Schmiergeldaffäre.
Eine scharfe Karriere legte Hans Peter Stihl hin. Er trat 1960 in die gleichnamige Firma seines Vaters ein und machte aus dem kleinen Familienunternehmen den weltweit größten Hersteller von Motorsägen. Stihl war zudem Präsident des DIHT und IHK.
Energiegeladen verlief die Karriere Ulrich Hartmanns. Bereits sein Vater war Manager und leitete die Veba. Ulrich selbst war bis 2003 Vorstandschef des größten deutschen Energiekonzerns E.On. Hartmann ist heute etwa als Honorarkonsul Norwegens tätig.
Zu den schnellsten unter Deutschlands Top-Unternehmern zählt Wendelin Wiedeking. Seit er bei Porsche hinterm Lenkrad sitzt, stimmen bei dem Sportwagenbauer wieder die Zahlen. Auch das Image besserte er auf: Porsche zählt zu den beliebtesten Arbeitgebern.
Hoch hinaus ging es unter dem Chef Jürgen Weber für die Deutsche Lufthansa. Weber war von 1991 bis 2003 Vorstandschef bei Deutschlands größter Airline. Weber gilt als ein Mann mit hervorragendem technischem Verständnis.
Was Horst Teltschik für die Münchener Sicherheitskonferenz ist Klaus Schwab für das World Economic Forum - und noch mehr. Der Wirtschaftswissenschaftler Schwab ist Gründer und Präsident des Weltwirtschaftsforums, das jährlich in Davos stattfindet.
Hans-Joachim Langmann formte, in über 30 Jahren an der Spitze, aus einem kleinen hessischen Familienunternehmen und Mittelständler einen Pharmakonzern von Weltformat: Merck KGaA.
Nicht ganz so lange an der Unternehmensspitze der Robert Bosch GmbH, aber nicht minder erfolgreich, war Hermann Scholl. Er stand von 1993 bis 2001 dem Unternehmen vor. Unter seiner Ägide stieg der Umsatz - trotz Rezession - von 16 auf 36 Milliarden Euro.
Hubert Burda zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Verlegern Deutschlands. Er wurde 1986 alleiniger Gesellschafter und Vorstandschef der Burda Holding (seit 1999 Hubert Burda Media). Das Unternehmen gibt etwa "Focus" oder "SuperILLU" heraus.
In der Wirtschafts-Ruhmeshalle des "Handelsblatts" ist neben Konrad Henkel auch Alfred Freiherr von Oppenheim (1934-2005; im Bild), einem direkten Nachfahren des Gründers der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim und ...
... Heinrich Dräger (1898-1986), der sich von 1928 bis 1986 unternehmerisch an der Spitze der Lübecker Drägerwerke, einem führenden Sicherheits- und Medizintechnikspezialisten, engagierte, auch ...
... Emil Underberg. Er steht dem 1846 gegründeten Familienunternehmen in fünfter Generation vor. Underberg ist bekannt für seinen gleichnamigen Magenbitter oder etwa den ältesten deutschen Weinbrand, Asbach Uralt.
"Einfach sauber" lautet das Firmenmotto der Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, einem Reinigungsspezialisten in Familienhand. Gründerwitwe Irene Kärcher ist seit 1959 an der Unternehmensspitze und die einzige Frau in der "Hall of Fame" des "Handelsblatts".
"Was auch immer geschieht, die Party ...
... ist vorbei." Der Chef des Münchener Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, ...
... Hans-Werner Sinn, sagte das in einem Bericht zur Wirtschaftslage am 18. März 2008.
"Wir müssen damit rechnen, dass das kommende Jahr, zumindest in den ersten Monaten, ein Jahr schlechter Nachrichten wird." (Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Interview der "Welt am Sonntag" vom 23. November.)
"Wir nähern uns einem Abgrund, von dem wir nicht wissen, wie tief er ist." (Bahn-Chef Hartmut Mehdorn am 26. November über die wirtschaftliche Entwicklung.)
"Entweder wir schwimmen gemeinsam oder wir gehen gemeinsam unter." (EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso über die Notwendigkeit gemeinsamen Handelns gegen die Finanzkrise am 29. Oktober.)
"Wenn Sie alle Risiken vermeiden wollen, haben Sie bald keine Risiken mehr zu vermeiden, weil Sie nicht mehr im Geschäft sind." (Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann)
"Ich glaube, keine andere Phase der Weltwirtschaft war ähnlich gefährlich wie das, was wir hier erleben." (ifo-Präsident Hans-Werner Sinn über die internationale Finanzkrise am 9. September.) (Archivbild aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise 1929)
"Die Welt wird nicht mehr so sein wie vor der Krise." (Finanzminister Peer Steinbrück am 25. September.)
"Jetzt muss jedem verantwortlich Denkenden in der Branche selbst klar geworden sein, dass sich die internationalen Finanzmärkte zu einem Monster entwickelt haben, das in die Schranken gewiesen werden muss." (Bundespräsident Horst Köhler am 14. Mai)
"An der Börse sind zwei mal zwei nicht vier, sondern fünf minus eins - und man muss die Nerven haben, dieses minus eins auszuhalten." (Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) am 28. Januar zu den Turbulenzen an den Aktienmärkten.)
"Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind." (Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 5. Oktober.)
"Ja, die Bundesrepublik Deutschland ist in einer Rezession." (Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) im Bundestag am 25. November.)
"Einen deutschen Fall Lehman darf und wird es nicht geben." (Der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio, am 17. November.)
"Wenn einer am Ertrinken ist, können Sie auch nicht lange diskutieren, ob sie ihn mit dem Schlauch- oder dem Motorboot retten." (Der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm im Rundfunksender hr- iNFO über staatliche Hilfe für den Autobauer Opel am 17.
"Der Kurs ist klar, Daimler gibt Gas." (Daimler-Chef Dieter Zetsche am 14. Februar zur Entwicklung des Autobauers.) ...
... "Es fällt derzeit schwer, Prognosen für den Rest der Woche, des Monats oder des Jahres abzugeben. Unsere Branche steht am Scheideweg." (Daimler-Chef Dieter Zetsche am 20. November zur Entwicklung des Autobauers.)
"Wir fahren klar auf Sicht." (Porsche-Chef Wendelin Wiedeking auf dem Autosalon in Paris am 2. Oktober.)
"In meinen 27 Jahren im Geschäft habe ich so etwas noch nie erlebt. Es war, als hätte jemand das Licht ausgeknipst." (Der US-Vertriebschef von General Motors, Mark LaNeve, zum Autoabsatz in Amerika im Oktober am 3. November.)
"Bereinigt um den Anstieg der Einwohnerzahl war es der schlimmste Monat seit dem Zweiten Weltkrieg." (Der Absatz-Analyst von General Motors, Michael DiGiovanni, zur Entwicklung des US-Automarktes im Oktober am 3. November.)
"Ich bin hier vom Saulus zum Paulus geworden", sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann Mitte November angesichte der Übertreibungen an den Börsen über das Eingreifen von Aufsichtsbehörden in die Märkte.
"Schwarze Montage waren einmal ein Jahrzehnt-Ereignis - jetzt kommen sie regelmäßiger als die Busse in London." (Ein Londoner Börsenhändler zum Kurseinbruch am Aktienmarkt am 6. Oktober, einem Montag.)
"Aber bis heute von einer Kreditklemme in Deutschland zu sprechen, ist absolut falsch und führt auch zu einer ganz gefährlichen Diskussion." (Josef Ackermann, Deutsche-Bank-Chef, im Dezember)

Der wachsende Pessimismus der Anleger rund um den Erdball hat die Aktienkurse am Freitag in den Keller getrieben. Der Deutsche Aktienindex (DAX) gab angeführt von deutlichen Verlusten bei Finanztiteln 4,8 Prozent auf 4.015 Punkte nach. Auch in den USA ging es zu Handelsbeginn weiter abwärts.

Deutsche Bank ist größter Verlierer

Unter den 30 DAX-Werten war die Deutsche Bank mit einem Minus von fast 10 Prozent auf 18,35 Euro der größte Verlierer. Aber auch der Versicherungskonzern Allianz büßte 9 Prozent auf 52,40 Euro ein. Die Commerzbank verlor 8,6 Prozent und kostet jetzt nur noch 2,84 Euro. In den Abwärtsstrudel wurden auch die deutschen Nebenwerte gerissen. Der MDAX gab 4,3 Prozent auf 4.758 Zähler nach. Das stärkste Minus verzeichnete die Aktie der schwer angeschlagenen Hypo Real Estate mit einem Rückgang von 18,9 Prozent auf 1,33 Euro. Der TecDAX verlor 4,4 Prozent auf 461 Punkte.

Auch Citigroup und Bank of America im Sinkflug

Der Dow Jones Index in New York verzeichnete nach dem Vortagesfall auf ein 6-Jahres-Minus auch im Freitagshandel Verluste. Im frühen Handel gab der Index 0,8 Prozent auf 7.409 Punkte nach und verlor später noch mehr. Auch hier waren vor allem Finanztitel gebeutelt: Die Aktie der Citigroup ging um 19,9 Prozent auf 2,01 Dollar herunter, Bank of America verloren 13,5 Prozent auf 3,40 Dollar.

Nikkei-Index: Niedrigster Stand seit Januar 1984

In Japan sackte der Nikkei-Index auf 7.416 Zähler, der niedrigste Schlussstand seit Januar 1984. Analysten in den USA sprachen von Enttäuschung und Unsicherheiten bei den Anlegern. Es gebe zuwenig Klarheit seitens des Finanzministeriums, was mit dem Finanzsektor geschehen solle, sagte Wasif Latif, Portfolio-Manager bei USAA Investment Management Co. Es gebe gerade ein regelrechtes Tauziehen zwischen Optimismus und Pessimismus. Der Euro verbilligte sich derweil: Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs am Nachmittag bei 1,2591 Dollar fest nach 1,2705 Dollar am Vortag.

(AP, N24)

20.02.2009 19:42 Uhr

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