Verloren, aber glücklich

Macher des RAF-Films feiern

Für den Oscar hat es nicht ganz gereicht - doch für die Filmcrew von "Der Baader Meinhof Komplex" kein Grund, allzu traurig zu sein. Schon die Nominierung war für sie ein großer Erfolg.

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Auch wenn es mit dem Oscar nicht geklappt hat - Uli Edel, Regisseur von "Der Baader Meinhof Komplex", kann trotzdem selbstbewusst sein.
Deutschland in den 70ern. Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), … (Szenenbild, © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
… Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und … (Szenenbild, © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
… Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek) gründen die Rote Armee Fraktion (RAF). (Szenenbild, © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
Den Weg der linksextremistischen Gruppe bis zum kollektiven Selbstmord zeigt der Film "Der Baader Meinhof Komplex". (Dreharbeiten 2007, dpa)
Am 5. September entführen RAF-Mitglieder den Arbeitgerberpräsidenten Hanns Martin Schleyer (Bernd Stegemann) in Köln. (Szenenbild, © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
Schleyers Fahrer und drei Leibwächter in einem nachfolgenden Auto werden erschossen. (Szenenbild: vorn Peter-Jürgen Book [Vinzenz Kiefer], auf dem Auto Willy Peter Stoll [Hannes Wegener] / © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
Die Entführer fordern die Freilassung von elf RAF-Gefangenen, darunter … (Archivbild dpa, 1977)
… Andreas Baader (Moritz Bleibtreu) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek). (Szenenbild, © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
Die Entführung Schleyers war das zentrale Ereignis des sogenannten "Deutschen Herbstes" (September/Oktober 1977). (Szenenbild, © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
An der Schleyer-Entführung beteiligt war unter anderem Ulrike Meinhof. (Szenenbild, © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
30 Jahre nach den Ereignissen wird über die filmische Aufarbeitung gestritten. (Szenenbild, © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
Während die Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) dem Drama das Prädikat "besonders wertvoll" verleiht, … (Szenenbild: Studentenführer Rudi Dutschke [Sebastian Blomberg]; © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
... verurteilen Filmkritiker die Bewertung als verantwortungslos. (Dreharbeiten 2007, dpa)
Die einen kritisieren die Brutalität des Streifens, … (Szenenbild: Verhaftung des Holger Meins [Stipe Erceg]; © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
... andere die Mystifizierung und Heldenverehrung. (Szenenbild: Andreas Baader vor seiner Verhaftung; © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
Wiederum andere sprechen von einer kontrollierten Medienkampagne, um dem Film große Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. (Dreharbeiten 2007, dpa)
Auf jeden Fall sind die Schauspieler nah dran an den historischen Vorbildern. Die Dialoge stammen teilweise aus Texten und Gesprächsinhalten. (Bleibtreu und Gedeck als Baader und Meinhof, dpa)
Zudem ist die Ähnlichkeit der Darsteller mit ihren realen Vorbildern frappierend. Sie habe zwischendurch Probleme gehabt, aus der Rolle der Ulrike Meinhof … (Polizeifoto 1972, dpa)
… rauszukommen, sagte Martina Gedeck dem Magazin "Spiegel". (Szenenbild: Gedeck als Meinhof; © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
Nicht leicht fiel auch Nadja Uhl … (Szenenbild; © 2008 Constantin Film Verleih GmbH)
… die Rolle der Brigitte Mohnhaupt, die eiskalt mit ihrem Revolver mordet. "Ich muss versuchen, das Töten zu verstehen", wird sie in dem Magazin zitiert. (Archivbild: dpa)
Die Bundesregierung ging übrigens nicht auf die RAF-Forderungen ein. Am 18. Oktober 1977 wurde Hanns Martin Schleyer ermordet. (Archivbild: dpa)
Ende der 60er Jahre befinden sich die Studentenunruhen in vielen Ländern Westeuropas auf dem Höhepunkt. Auch in Deutschland gehen Tausende auf die Straße …
… und protestieren unter anderem gegen den Vietnamkrieg und den „Imperialismus der USA“, für die Demokratisierung der Universitäten und gegen die Notstandsgesetze, die von der Großen Koalition beschlossen wurden (Foto: FU-Berlin, November 1967).
Am 2. Juni 1967 wird der Berliner Student Benno Ohnesorg bei einer Demonstration gegen den Schah-Besuch von einem Polizisten erschossen. Dieses Ereignis markiert einen Wendepunkt in der Studentenbewegung.
Die Bewegung zerfällt in zahlreiche Splittergruppen, die sich zum Teil gegenseitig bekämpfen. Viele Führer treten fortan den „Marsch durch die Institutionen“ an, machen Karriere in Politik, Justiz und Wirtschaft (Foto: Cohn-Bendit und Fischer).
Andere schließen sich militanten Gruppen an und kämpfen nun mit Gewalt gegen „Sachen“ und bald auch gegen die Repräsentanten des „Schweinestaats“. 2. April 1968: In zwei Frankfurter Kaufhäusern zünden Brandsätze, Feuer bricht aus, niemand wird verletzt.
Schon zwei Tage später werden die Täter festgenommen: Andreas Baader und Gudrun Ensslin (Foto), Thorwald Proll und Horst Söhnlein wollen mit dem Anschlag gegen den Krieg der USA in Vietnam protestieren.
Die Vier werden zu einer Zuchthausstrafe verurteilt, beantragen aber Revision beim Bundesgerichtshof und werden vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt (Foto: Soehnlein, Proll und Baader v.l.-r.).
Die Revision wird abgewiesen. Daraufhin tauchen Baader und Ensslin gemeinsam mit ihrem damaligen Anwalt Horst Mahler unter. Die drei planen die Gründung einer „Stadtguerilla“ nach lateinamerikanischem Vorbild.
Doch Baader kann nach Hinweisen durch den V-Mann Peter Urbach bei einer fingierten Verkehrskontrolle verhaftet werden.
Unter dem Vorwand, mit ihm an einem gemeinsamen Buch arbeiten zu wollen, trifft die Journalistin Ulrike Meinhof den inhaftierten Baader im Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen in Berlin (undatiertes Fahndungsfoto).
Meinhof und vier weitere, zum Teil bis heute unbekannte, Personen, befreien Baader mit Waffengewalt. Der Institutsangestellte Georg Linke wird durch einen Schuss in die Leber lebensgefährlich verletzt (Foto: Perücken und Waffen aus dem Überfall).
Ein Polizeibeamter wird ebenfalls bei der Aktion schwer verletzt. Die Befreiung Baaders durch Ulrike Meinhof, Astrid Proll, Ingrid Schubert und die beiden Unbekannten gilt als Geburtsstunde der „Roten Armee Fraktion“ (RAF).
Im Sommer 1970 halten sich Baader, Ensslin, und Meinhof gemeinsam mit dem Anwalt Mahler in Jordanien in einem Camp der Fatah auf, um dort militärisch ausgebildet zu werden.
Horst Mahler wird nach seinem Austritt aus der RAF ein chronisch straffälliger Rechtsextremist, Antisemit und Holocaustleugner, der mehrfach wegen Volksverhetzung angeklagt und verurteilt wird (Foto: 1968 mit Beate Klarsfeld).
Nach der Rückkehr aus Jordanien verübt die Gruppe zahlreiche Banküberfälle. Am 9. Oktober 1970 werden Mahler, Schubert und drei weitere Beteiligte verhaftet (Mahler und Verteidiger Otto Schily am 1. März 1972 in Berlin).
1971 tritt die RAF an die Öffentlichkeit und erklärt in einem „Strategiepapier“ ihr Konzept der Stadtguerilla. Von nun an fahnden die Sicherheitsbehörden nach etwa 50 RAF-Mitgliedern.
Im Juli 1971 wird die 20jährige Petra Schelm, die auf der Fahndungsliste der Polizei steht, bei einer Schießerei mit der Polizei getötet. Bei ihr war der gesuchte Werner Hoppe untergetaucht. (Foto: Hoppe (m) in Hamburg).
Oktober 1971: Der Polizist Norbert Schmid will zwei verdächtige Personen überprüfen, darunter die gesuchte Margrit Schiller (Foto). Gerhard Müller und Irmgard Möller kommen ihr zu Hilfe, einer der drei schießt auf Schmid, der tödlich getroffen wird.
Am 11. Mai 1972 zündet das „Kommando Petra Schelm“ in der Europazentrale der amerikanischen Streitkräfte in Frankfurt am Main ein Bombe. Oberstleutnant Paul A. Bloomquist wird getötet und weitere 13 Personen verletzt.
Im Juni 1972 können die wichtigsten Vertreter der ersten RAF-Generation, Baader, Ensslin, Meinhof, Raspe, Meins und Müller nach einem Schusswechsel mit der Polizei in Frankfurt am Main verhaftet werden (Foto: Verhaftung Baaders).
Der verwundete Andreas Baader am 2. Juni 1972, einen Tag nach seiner Verhaftung in Frankfurt am Main.
Die Gruppe wird in ein eigens für die RAF gebautes Gebäude auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Stammheim gebracht. Hier wird den Terroristen auch der Prozess gemacht.
In einem aufsehenerregenden Prozess, der sich unter starker medialer Begleitung vom Mai 1975 bis April 1977 hinzieht, werden die Angeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt (Foto: Verhandlungsraum im April 1975).
Ulrike Meinhof erhält bereits 1974 eine achtjährige Freiheitsstrafe.
Diskutiert werden bis heute die Haftbedingungen in der JVA Stammheim. Die Inhaftierten, ihre Rechtsvertreter und Anhänger sprechen von „Isolationsfolter“. Auch Amnesty International schließt sich der Kritik in einigen Punkten an.
Die Vertreter von Politik und Justiz verweisen darauf, dass es keine Geschlechtertrennung unter den Gefangenen gab und täglich die Türen aller Zellen auf dem Flur geöffnet wurden (Foto: JVA Stammheim).
Auch hatten die Gefangenen Zugang zu Musik und hunderten Büchern und Zeitungen, zeitweise auch Fernseh- und Radiogeräte (Foto: Zelle von Jan-Carl Raspe).
Im sogenannten Deutschen Herbst 1977 wurde aber durch das Kontaktsperregesetz die Kommunikation unter den Gefangenen unterbunden. Es gibt auch zahlreiche Hinweise darauf, dass sie dauerhaft in ihren Zellen abgehört wurden (Foto: JVA Stammheim).
Die RAF-Gefangenen fordern den Status von „Kriegsgefangenen“ und treten mehrmals in den Hungerstreik. Am 9. November 1974 stirbt Holger Meins in der Haftanstalt Wittlich an den Folgen der Unterernährung.
Zu den bekannteren Anwälten der ersten RAF-Generation gehören der spätere Bundesinnenminister Otto Schily und Rupert von Plottnitz, der 1994 stellvertretender hessischer Ministerpräsident wird (Foto: 1975 in Stammheim).
Auch der jetzige Grünenpolitiker Hans-Christian Ströbele vertritt die erste RAF-Generation in Stammheim (Foto: Anwälte Grönewold, Croissant und Ströbele v.l.-r., 1975).
Künstler und Intellektuelle sympathisieren zeitweise mit den RAF-Gefangenen. Im Dezember 1974 besucht der Philosoph Jean-Paul Sartre Baader in Stammheim. Später soll Sartre in nicht-öffentlichen Äußerungen Baader als „Arschloch“ bezeichnet haben.
Am 9. Mai 1976 wird Ulrike Meinhof erhängt an ihrem Zellenfenster aufgefunden. Sie hatte ein Handtuch in Streifen geschnitten und als Strick benutzt.
1977 scheitert die sogenannte zweite Generation der RAF mit dem Versuch, Baader und die anderen Gefangenen mit der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hans-Martin Schleyer aus der Haft zu pressen (Foto: Tatort der Schleyer-Entführung).
Nach der Befreiung der entführten Lufthansamaschine „Landshut“ auf dem Flughafen von Mogadischu durch eine deutsche Spezialeinheit, wird Schleyer von seinen Entführern erschossen (Foto: Befreite Geiseln).
Daraufhin begehen Baader, Ensslin und Raspe in der „Todesnacht“ vom 18. Oktober 1977 kollektiven Selbstmord. Ensslin erhängt sich mit Hilfe eines Kabels in ihrer Zelle (Foto: Ensslins Zelle) …
… Baader und Müller erschießen sich mit Waffen, die ihr Anwalt Arndt Müller in die Zellen geschmuggelt hat (Foto: Beerdigung von Baader und Ensslin).
Der Selbstmordversuch von Irmgard Möller mit einem Messer misslingt. Ingrid Schubert wir am 12. November erhängt in der Justizvollzugsanstalt München aufgefunden (Foto: Irmgard Möller).
Die erste RAF-Generation um Baader, Ensslin und Raspe sitzt, zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, im Gefängnis. Ihre Befreiung aus der JVA Stammheim ist vorrangiges Ziel der nachfolgenden Generation . Der „Deutsche Herbst“ steht vor der Tür…
Drei Tage vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus, am 27. Februar 1975, entführen Mitglieder der „Bewegung 2. Juni“ den Spitzenkandidaten der CDU, Peter Lorenz (Foto: Tatort).
Der 2. Juni ist der Todestag von Benno Ohnesorg, der bei einer Demonstration gegen den Schah 1967 von einem Polizisten erschossen wurde. Die Bewegung versteht sich als linke Stadtguerilla und schließt sich später der RAF an.
Die Entführer fordern die Freilassung inhaftierter Terroristen, unter ihnen auch RAF-Leute. Die Bundesregierung geht auf die Forderungen ein (Foto: Krisensitzung der Bundesregierung um Kanzler Schmidt) …
… und die inhaftierten Verena Becker, Gabriele Kröcher-Tiedemann, Ingrid Siepmann, Rolf Heißler und Rolf Pohle werden mit einer Maschine in den Jemen ausgeflogen (Foto: Auf dem Flughafen Frankfurt am Main am 3. März 1975).
Lorenz kommt am 4. März aus der Geiselhaft frei. Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 2. März wird die CDU erstmals stärkste Partei, der Amtsinhaber Klaus Schütz (SPD) bleibt aber Regierender Bürgermeister (Foto: Lorenz nach seiner Freilassung).
Ein Teil der freigelassenen Terroristen verübt später weitere Anschläge. Aus diesem Grund verhandelt die Bundesregierung bei späteren Entführungen nicht mehr über die Freilassung von RAF-Gefangenen (Foto: Fahrzeug von Lorenz).
Das Ziel der zweiten RAF-Generation ist die Befreiung der inhaftierten Ersten Generation um Baader aus der JVA Stammheim (Foto: Jan-Carl Raspe, Gudrun Ensslin, Andreas Baader, 1977).
Am 24. April 1975 stürmt das „Kommando Holger Meins“ die westdeutsche Botschaft in Stockholm. Hanna Krabbe, Karl-Heinz Dellwo, Lutz Taufer, Bernhard Rössner, Ulrich Wessel sowie Siegfried Hausner verbarrikadieren sich mit 12 Geiseln im Gebäude …
… und fordern die Freilassung der inhaftierten RAF-Spitze. Bundeskanzler Schmidt lehnt Verhandlungen ab, daraufhin wird Attaché Hillegaart von den Geiselnehmern erschossen. Zuvor hat das Kommando Attaché von Mirbach getötet (Foto: Botschafter Stoecker).
Um 23:46 Uhr detoniert aus nicht geklärter Ursache ein von den Geiselnehmern installierter Sprengsatz. Weesel und Hausner kommen durch die Explosion ums Leben und in dem Gebäude bricht ein Feuer aus.
In dem Chaos können die Geiseln fliehen. Die überlebenden Terroristen Krabbe, Dellwo, Taufer und Rössner werden festgenommen und 1977 zu jeweils zweimal lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt (Foto: Festnahme von Krabbe).
Hinter der Planung stand offenbar RAF-Anwalt Siegfried Haag. Inhaftierte berichteten, er habe sie unter Druck gesetzt, die Hungerstreiks fortzusetzen und „bedenkenlos jede Anweisung Baaders auszuführen“ (Foto: Holger Meins nach zwei Monaten Hungerstreik).
Nach Haags Verhaftung übernimmt die 1977 aus dem Gefängnis entlassene Brigitte Mohnhaupt die Führung der RAF. Andreas Baader bestätigt in einem aus dem Gefängnis geschmuggeltem Dokument, „dass die Mohnhaupt jetzt 'ne Art Befehlsgewalt hat“.
Brigitte Mohnhaupt nimmt Kontakt zu Christian Klar auf. Beide beteiligen sich an einem Anschlag auf den Generalbundesanwalt Siegfried Buback in Karlsruhe.
Am 7. April 1977 schießt das "Kommando Ulrike Meinhof" von einem Motorrad auf das Fahrzeug des Generalbundesanwalts (Foto: die sichergestellten Fahrzeuge).
Siegfried Buback, sein Fahrer Wolfgang Göbel und der Leiter der Fahrbereitschaft, Georg Wurster, werden getötet (Foto: Polizisten an Bubacks Leiche).
Wer geschossen hat, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Mohnhaupt und Klar werden für Bubacks Ermordung später verurteilt. 20 Jahre später beschuldigt das früher RAF-Mitglied Peter-Jürgen Boock Stefan Wisniewski (Foto), die Schüsse abgegeben zu haben.
Am 30. Juli 1977 verschaffen sich die RAF-Mitglieder Susanne Albrecht, Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar Zutritt zu dem Wohnhaus vom Vorstandssprecher der Dresdner Bank, Jürgen Ponto, in Oberursel. Boock steht vor dem Haus mit dem Fluchtwagen bereit.
Susanne Albrecht ist die Schwester von Pontos Patenkind und gut mit dem Banker bekannt. Sie hat das Treffen mit Klar, Mohnhaupt und Ponto eingefädelt.
Ponto geht mit dem Besuch in die Küche, als Klar ohne Vorwarnung auf Ponto feuert. Mohnhaupt schießt insgesamt fünfmal auf Ponto, der noch in der Küche stirbt. Den drei Tätern und Boock gelingt die Flucht (Foto: Pontos Grundstück nach der Schüssen).
Fünf Wochen nach dem Mord an Ponto beteiligt sich Klar an der Entführung und Ermordung von Arbeitgeberpräsident Hans Martin Schleyer. Schleyer ist ehemaliges SS-Mitglied und eine gesellschaftlich umstrittene Person.
Am 5. September 1977 stoppt das „Kommando Siegfried Hausner“ die Wagenkolonne von Schleyer (Foto: Kinderwagen am Tatort, in dem die Terroristen Schusswaffen transportierten).
Peter-Jürgen Boock, Sieglinde Hofmann, Willi-Peter Stoll und Stefan Wisniewski feuern in eineinhalb Minuten 119 Schüsse auf die Fahrzeuge ab.
Schleyers Fahrer Marcisz und die drei begleitenden Polizisten werden erschossen (Foto: die Beamten Reinhold Braendle (41), Helmut Ulmer (24) und Roland Pieler (20), v.l.-r.).
Schleyer wird überwältigt und in ein Versteck in einem Hochhaus in Erftstadt-Liblar bei Köln gebracht.
Die Entführer fordern die Freilassung der inhaftierten Mitglieder der ersten RAF-Generation (Foto: Schleyer am 31. Tag der Entführung).
Bundeskanzler Schmidt beruft daraufhin den sogenannten Großen Krisenstab ein, dem Mitglieder aller Fraktionen des Bundestages angehören und der faktisch bis zum Ende der Krise die Regierungsgeschäfte übernimmt.
Wieder lehnt es Schmidt ab, die Forderungen der RAF zu erfüllen. Der Bundeskanzler wendet sich in einer Fernsehansprache an die Öffentlichkeit und erklärt die Haltung der Bundesregierung, trotz der daraus drohenden Konsequenzen.
Am 13. Oktober 1977 wird die Lufthansamaschine „Landshut“ mit insgesamt 87 Personen an Bord von einem Kommando der Volksfront zur Befreiung Palästinas PFLP nach Mogadischu in Somalia entführt um den Druck auf die Bundesregierung zu verstärken.
Das Kommando tötet Flugkapitän Jürgen Schumann bei einem Zwischenstopp durch einen Kopfschuss. Der Leichnam von Schumann wird aus dem Flugzeug geworfen (Foto).
Die Geiselnahme wird in der Nacht am 18. Oktober durch die deutsche Spezialeinheit GSG 9 gewaltsam beendet. Die Bundesgrenzschützer befreien alle 86 Geiseln und töten drei der vier Entführer (Foto: GSG 9-Chef Wegener (l.) mit Unterhändler Wischnewski).
Einzige Überlebende auf Seiten der Terroristen ist Souhaila Sami Andrawes Sayeh. In Fernsehaufnahmen ist sie nach der Befreiungsaktion zu sehen, wie sie schwer verwundet auf der Trage noch die Hand zum Victory-Zeichen erhebt.
Weinige Stunden nach dem gewaltsamen Ende der Landshut-Entführer begehen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in der JVA-Stammheim Selbstmord.
Als Schleyers Entführer von dem Selbstmord in Stammheim hören, töten sie Schleyer mit einem Schuss in den Kopf. Seine Leiche wird kurz darauf im französischen Mühlhausen in dem Kofferraum eines Audis gefunden.
Bundeskanzler Helmut Schmidt sitzt bei der Trauerfeier für Schleyer neben dessen Witwe Waltrude.
Am Morgen des 25. Juni 1979 verübte die RAF einen Anschlag auf den NATO-Oberbefehlshaber in Europa, Alexander Haig, als dieser auf dem Weg in das NATO-Hauptquartier in Casteau in Belgien ist.
Die Terroristen zünden ein unter der Straße verlaufendes Rohr, das sie zuvor mit Sprengstoff gefüllt haben. Haigs gepanzerter Mercedes wird zwar getroffen und weitgehend zerstört, Haig und sein Fahrer bleiben aber unverletzt.
Am 15. September 1981 feuert Christian Klar in Heidelberg eine Panzerabwehrrakete auf den Wagen des amerikanischen Nato-Generals Frederick J. Kroesen.
Dieser und sein Fahrer werden leicht verletzt, die Panzerung des Wagens hält dem Raketenangriff aber stand. Zu dem Anschlag auf Kroesen bekennt sich das RAF-Kommando „Gudrun Ensslin“.
Christian Klar wird am 16. November 1982, in der Nähe eines geheimen Waffendepots der RAF, im Sachsenwald bei Hamburg festgenommen.
1985 verurteilt das Oberlandesgericht Stuttgart Christian Klar wegen neunfachen, gemeinschaftlich begangenen Mordes und elffachen Mordversuchs zu sechsmal lebenslänglich und einer Haftstrafe von 15 Jahren.
Christian Klar hat 26 Jahre seiner Haftstrafe für die Morde an Buback, Schleyer, deren Fahrer und Leibwächter, sowie den Mord an Ponto abgesessen. Im Dezember 2008 ist er aus der Haft entlassen worden.
Zum 81. Mal feierte Hollywood sich und seine Stars. Auf dem Roten Teppich präsentierten sich die Hochkaräter der Branche: Kate Winslet ...
... Anne Hathaway ...
... Anthony Hopkins mit Frau Stella ...
... Angelina Jolie ...
... mit Brad Pitt ...
... Evan Rachel Wood ...
... Kevin Kline ...
... Marion Cotillard ...
... Marisa Tomei ...
... Melissa George ...
... Grande Dame Meryl Streep und ...
... Sophia Loren ...
... der "wiederauferstandene" Mickey Rourke ...
... die elfengleiche Natalie Portman ...
... Penelope Cruz, die kurz darauf noch mehr strahlte ...
... Robert Downey Junior mit Frau Susan ...
... Sarah Jessica Parker mit ...
... Ehemann Matthew Broderick ...
... Sean Penn mit Gattin Robin ...
... Danny Boyle (Mitte) mit ...
... seinen großen und ...
... kleinen "Slumdog Millionaire"-Stars ...
... Tilda Swinton ...
... Teenie-Star Vanessa Hudgens mit ...
... Zac Efron ...
... und Miley Cyrus. Aber auch weniger bekannte Gesichter wie ...
... der Regisseur Jochen Alexander Freydank aus Berlin und ...
... Entertainement-Größen wie Beyonce ...
... Heidi Klum mit ...
... Ehemann Seal ...
... und Queen Latifa waren mit von der Partie.
Diese beiden Herren trugen schon mal die streng geheim gehaltenen Namen der Preisträger über den Roten Teppich, die dann ...
... in der großen Oscar-Gala, durch die ...
... Schauspieler Hugh Jackmann führte, verkündet wurden.
Laudatoren wie Sarah Jessica Parker mit Daniel Craig oder ...
... Ben Stiller mit Natalie Portman sorgten für einen unterhaltsamen Abend.
Als musikalischer Wachmacher heizte Beyonce zusätzlich ein.
Penelope Cruz freute sich über die Auszeichnung als beste Nebendarstellerin in Woody Allens "Vicky Christina Barcelona" ...
... bester Nebendarsteller wurde posthum Heath Ledger, dessen Oscar seine Mutter Sally, Vater Kim und Schwester Kate (von Links) entgegen nahmen.
Bester Hauptdarsteller: Sean Penn für seine Darstellung des Bürgerrechtlers Harvey Milk, für ...
... ihre Rolle in "Der Vorleser" erhielt die Britin Kate Winslet den Oscar als beste Hauptdarstellerin.
Den Ehrenoscar für sein Lebenswerk ...
... erhielt Komiker-Legende Jerry Lewis.
Für seinen Film "Slumdog Millionaire" erhielt Danny Boyle den Regie-Oscar, einer von insgesamt acht Goldjungs für den besten Film des Jahres.
Oscarverdächtig war auch der Dokumentarfilm "Man on Wire" von James Marsh und Simon Chinn.
Ebenso wie die Kurz-Doku "Pinkie" von Megan Mylan.
Die große Überraschung des Abends: Ein Oscar für Berlin! Der Regisseur ...
... Jochen Alexander Freydank bejubelte die Auszeichnung für seinen Kurzfilm "Spielzeugland". Die andere deutsche Hoffnung, der "Baader Meinhoff Komplex", ging dagegen leer aus.
Eine wichtige, wenn auch nicht prämierte Hauptrolle spielte außerdem Star-Koch Wolfgang Puck, der mit Sohnemann Byron für kulinarische Highlights sorgte.
Das gibt's doch gar nicht! It-Girl Paris Hilton ist für ihre schauspielerischen Experimente mit dem Spottpreis "Goldene Himbeere" abgestraft worden. Bei der Verleihung in Hollywood erhielt die Hotelerbin gleich dreimal die zweifelhafte Ehrung.
Für ihre Rolle in dem Film "The Hottie and the Nottie", dem die britische Zeitung "Daily Mirror" "monumentale Scheußlichkeit" bescheinigte, gewann Hilton in der Kategorie "schlechteste Schauspielerin" ...
… sowie in der Kategorie "schlechtestes Leinwand-Paar".
Die "Goldene Himbeere", auch "Razzie" genannt, für die schlechteste weibliche Nebenrolle erhielt sie für ihren Auftritt in dem Film "Repo: The Genetic Opera", den Kritiker ebenfalls mit Verachtung quittiert hatten.
Ein Jahr zuvor war noch Lindsay Lohan die große Abräumerin bei den "Razzies" gewesen. Sie ging in diesem Jahr leer aus. Auch mal ganz schön.
Hiltons männliches Pendant ist der US-Schauspieler Mike Myers, der für seinen Film "The Love Guru" ebenfalls mit drei "Goldenen Himbeeren" disqualifiziert wurde: ...
… Der "Austin-Powers"-Darsteller erhielt für seinen Streifen über einen Eishockeyspieler, der mit Hilfe eines Gurus zu Glück und Erfolg kommt, den Spottpreis in den Kategorien "schlechtester Schauspieler", "schlechtester Film" und ...
... "schlechtestes Drehbuch". Die "New York Times" hatte Myers' Film als "geradezu anti-lustig" verrissen.
Der als "teutonischer Eumel des Weltkinos" verhöhnte deutsche Regisseur Uwe Boll wurde für seine drei Filme von 2008 mit der "Goldenen Himbeere" für den schlechtesten Regisseur bestraft und musste zugleich die Ehrung für sein Lebenswerk einstecken.
Eine "Razzie" ging zudem an Star-Regisseur Steven Spielberg, dessen Film "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" als "schlechtestes Remake" gebrandmarkt wurde und an ...
... den früheren James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan für seine Rolle im ABBA-Musikfilm "Mamma Mia".
Wie Filmpreis?! Wenn sich auf dem Roten Teppich vor dem Kodak Theatre in L.A. jährlich allerlei Prominenz tummelt, geht es vor allem um eins: Wer trägt was? Dabei gab es bei den "Oscars" so manchen "Fashion-Unfall". Sängerin Björk verwirrte ...
... als sterbender Schwan, Tilda Swinton 2008 als preisgekrönte ...
... Fledermaus. Besonders die, die es eigentlich besser wissen müssten, fallen immer wieder aus dem Roben-Raster. So bastelte sich ...
... Kostümbildnerin Lizzy Gardiner für ihren Auftritt auf der Oscar-Bühne einen ...
... Goldfummel aus American-Express-Kreditkarten, Kostümbildnerin ...
... Milena Canonero verkleidete sich 2007 als Renn-Jockey und Kollegin ...
... Alexandra Byrne recycelte im Jahr darauf Großmutters Kleiderschrank.
Man könnte meinen: Früh übt sich, wer ein Oscar-Modevorbild werden will. Doch was an Schauspielnachwuchs Abigail Breslin (Little Miss Sunshine) noch irgendwie niedlich wirkt ...
... sollten ausgewachsene Filmdiven mit Vorsicht genießen: Gwyneth Paltrow in schlaffer Lachshaut oder ...
... Penelope Cruz in Zuckerwatte. Rosa haut in jedem ...
... Fall ins Auge. Dolly Parton hätte sich 2006 besser ein Beispiel an Babie ...
... genommen. Selbst Prinzessin-Pink trägt zu den Oscars lieber schickes Valentino-Schwarz.
Aber auch die Farbe Weiß erfreut sich auf dem Laufsteg der Eitelkeit seit Jahren großer Beliebtheit (1996 Alicia Silverstone in Vera Wang) allerdings ...
... läuft man so Gefahr eines direkten Körpervergleichs: Was Angelina zu wenig zum Kleid ...
... mitbringt, hat Renee Zellweger zuviel - zumindest an Schleife. Vier Jahre später droht sie dagegen ...
... in Edelmetall zu verschwinden.
Auch der Klimawandel geht an den Stars nicht spurlos vorrüber: Juliette Binoche in winterwarmem Samt, ...
... Cher im tropischen Fischernetz.
Selbiges wertete Sophia Loren dann 1991, drei Jahre später, mit einem weiteren Oscar auf.
Kim Basinger machte es 1998 wie einst ...
... Betty Davis: Seidig und hochgeschlossen eckt zwar nicht an, wirkt aber schnell recht farblos.
Das Gegenteil von schwarz-weiß? Leo-Print! Allerdings kommt der Raubtierlook mit dem entsprechenden Körperschmuck wie bei Diablo Cody irgendwie ...
... stimmigiger als bei Scientologen-Gattin Kelly Preston.
Weitere beliebte Anleihe aus dem Tierreich: Das Vogelnest als Dekoletté-Wärmer. Vor solchem Gefieder sind auch Stil-Ikonen wie Nicole Kidman ...
... oder Jessica Alba nicht gefeit. Wobei sich letztere ...
... die Jahre zuvor ...
... bis ins Detail auf den großen Auftritt auf dem ...
... Roten Teppich vorbereitet hatte. Aber so ist das mit den alten Hasen: Ab einer ...
... gewisse Routine im Filmgeschäft hat man, wie Frau Keaton, aufwendiges Frisuren-Türmen einfach nicht mehr nötig.
Daniel Day-Lewis geht vor Helen Mirrens Fashion-Statement in Signalrot vorsichtshalber in die Knie ...
... Maggie Gyllenhaal tat sich dagegen 2007 in ihrem schalen Trauerflor offenbar selbst leid.
Vergeblich versuchte Topmodel Heidi Klum 2008 mit Prachtklunkern von ...
... ihrem Föhnunfall abzulenken.
2004 gelang es Charlize Theron zwar noch, die Aufmerksamkeit auf ihre Füße zu lenken, zwei ...
... Jahre später sahen die Paparazzi dagegen nur noch grün.
Javier Bardem kann über solche Kinkerlitzchen nur lachen, Regisseur und Künstler Julian Schnabel sieht's durch die sonnengelbe Brille - schließlich geht es bei ...
... den Oscars doch nur um das Eine: richtig gute Filme. Oder?!

Die Oscar-Träume sind geplatzt - aber die Macher des RAF-Films "Der Baader Meinhof Komplex" lassen deshalb den Kopf nicht hängen. Nach der Preisvergabe in Hollywood feierte das Team um Erfolgsproduzent Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel bis in den frühen Morgen zumindest die Nominierung für den wichtigsten Filmpreis der Welt.

"Klar kommt man hierher, um zu gewinnen. Aber verlieren tut niemand", sagt Edel. "Es ist eine unglaubliche Ehre, so weit zu kommen und das alles hier mitzuerleben. Bei der Fussball-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren haben die Deutschen ja auch bewiesen, dass man feiern kann, ohne selbst Sieger zu sein."

Auch Schauspielerin Martina Gedeck, beim deutschen Empfang einen Tag zuvor als "Germany's leading lady" vorgestellt, weist jeden Gedanken an Enttäuschung zurück. "Das war ein ganz wunderschönes Erlebnis hier. Ich bin noch sehr erfüllt und voller Glück", sagt sie und nutzt gleich ihr aufgefrischtes Englisch: "If you win, you win. And if you don't win, you also win - so muss man das sehen."

Überraschungssieger "Departures"

Überraschend hatten bei der Vergabe des Auslands-Oscars weder "Der Baader Meinhof Komplex" noch der als Favorit gehandelte israelische Animationsfilm "Waltz Witz Bashir" das Rennen gemacht. Stattdessen wurde völlig unerwartet der japanische Film "Departures" (Abschiede) gekürt. Regisseur Yojiro Takita, bisher vor allem mit Pornofilmen bekannt, erzählt darin mit trockenem Humor die skurrile Geschichte eines arbeitslosen Cellisten, der seine Erfüllung als ritueller Leichenwäscher findet.

Er habe vorerst nur einen Ausschnitt des Films gesehen, sagte Edel. "Aber das war super. Und es zeigt, dass die Oscar-Akademie keine Vorurteile hat. Das finde ich grandios." Die Stimmung bei der Constantin-Party in der südländisch anmutenden Freiluftlandschaft des Nobelhotels Sunset Marquis ist deshalb glänzend. Es fließt Schampus in Strömen, die deutschen Hollywood-Altmeister Wolfgang Petersen ("Das Boot") und Roland Emmerich ("Independence Day") kommen zum Gratulieren - und auch der einzige neu mit einem Oscar bedachte deutsche Filmemacher Jochen Alexander Freydank taucht auf, seinen Goldmann fest im Griff.

"Ein tolles Gefühl"

"Den lasse ich vorerst nicht aus den Augen", sagt der 41-Jährige Berliner mit einem Lächeln, das von einem Ohr zum anderen reicht. "So ganz kapiert habe ich noch nicht, was da heute passiert ist, aber es ist jedenfalls ein tolles Gefühl." In seinem Holocaust-Drama "Spielzeugland", das als bester Kurzfilm ausgezeichnet wurde, erzählt er eindringlich und berührend von einer Mutter, die ihren Sohn vor dem Wissen um die Judenverfolgung bewahren will.

Vier Jahre hat Freydank an dem nur 14 Minuten langen Streifen gearbeitet. "Ich denke, wir sollten solche Filme weiter machen, solange wir etwas zu sagen haben. Es war eine Art politisches Statement, auch wenn es als Film natürlich eine emotionale Geschichte sein muss", sagte er. Nach dem Erfolg will der Regisseur jetzt möglichst einen Langfilm drehen. Zwei, drei Geschichten habe er im Hinterkopf und hoffe auf Rückenwind durch den Oscar, sagte Freydank. "Es wird ein düsterer Thriller oder eine schwarze Komödie, mehr will ich noch nicht verraten."

(Nada Weigelt, dpa / N24)

23.02.2009 14:02 Uhr

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