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Öffentlicher Dienst

Annäherung bei Tarifverhandlungen

Die Tarifverhandlungen für die rund 700.000Beschäftigten der Bundesländer sind nach rund vier Stunden auf Sonntag vertagt worden. Beide Verhandlungspartner zeigten sich zuversichtlich.

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Die Tarifverhandlungen wurden nach nur vier Stunden unterbrochen.

Im Tarifkonflikt mit den Ländern haben sich beide Seiten aufeinander zubewegt. Die Verhandlungen in Potsdam wurden am Samstagabend nach gut vier Stunden auf Sonntag vertagt. "Ziel der Verhandlungen ist ein Ergebnis", sagte der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU). Ver.di-Chef Frank Bsirske sagte, es sei völlig klar, dass am Ende ein Gesamtpaket geschnürt werden müsse. Das Klima der Verhandlungen bezeichnete er als konstruktiv.

Beide Seiten ernsthaft bemüht

Vor der Unterbrechung der Gespräche sagte ein ver.di-Sprecher: «Beide Seite sind ernsthaft bemüht, einen tragfähigen Kompromiss hinzubekommen. Sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgeber hätten sich bewegt. Wie ein Kompromiss aussehen könnte, ist noch nicht klar. Ver.di und die Tarifunion des Beamtenbundes dbb waren unverändert mit ihrer Forderung von 8 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro im Monat in die Verhandlungen gegangen. Nach Vorstellung der Gewerkschaften soll ein Tarifvertrag ein Jahr laufen. Die TdL hatte 4,2 Prozent für zwei Jahre angeboten, wobei die Erhöhung erst nach sechs Null-Monaten ab 1. Juli 2009 gelten soll. Bei einem Kompromiss wird es nicht nur um die lineare Erhöhung gehen, sondern auch um die Laufzeit.

Gesamtpaket muss stimmen

Die Gewerkschaften hatten im Vorfeld der als entscheidend angesehenen vierten Verhandlungsrunde angedeutet, dass sie auch eine Laufzeit von mehr als einem Jahr akzeptieren könnten. Dann müsse aber das Gesamtpaket stimmen. Dazu gehört für die Gewerkschaften als soziale Komponente ein Sockelbetrag, von dem die unteren Lohngruppen profitieren. Auch wollen sie erreichen, dass die Einkommensschere zu den Beschäftigten des Bundes und der Kommunen geschlossen wird. Für diese Gruppe wurde 2008 ein eigener Tarifvertrag geschlossen, nachdem der Tarifverbund für den gesamten öffentlichen Dienst 2006 aufgelöst worden war. Verhandelt wird in Potsdam für etwa 700 000 Angestellte in 14 Bundesländer. Berlin und Hessen gehören der TdL nicht mehr an. Die Gewerkschaften wollen auch, dass der Tarifabschluss auf die Beamten übertragen wird.

(dpa, N24)

28.02.2009 21:09 Uhr

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