Trittbrettfahrer
Amok-Alarme an deutschen Schulen
Die Androhung von Amokläufen und Gewalttaten an deutschen Schulen ist keine Seltenheit. Oftmals handelt es sich um Trittbrettfahrer, die sich an Bluttaten orientieren. Hier einige Amok-Androhungen:
- Im November 2007 wollten zwei Schüler am Kölner Georg-Büchner- Gymnasium ein Blutbad anrichten. Der Amoklauf konnte vereitelt werden, nachdem mehrere Mitschüler die Schulleitung alarmierten. Sie hatten gesehen, dass einer der Verdächtigen Bilder des Massakers an der Columbine High School im US-Bundesstaat Colorado ins Internet gestellt hatte. Einer der verdächtigen Schüler beging Selbstmord.
- Ebenfalls im November 2007 haben vage Hinweise auf einen möglichen Amoklauf zur Schließung eines Gymnasiums in Kaarst bei Düsseldorf geführt. Die Schulschließung fiel auf den Jahrestag des Amoklaufs im westfälischen Emsdetten. Am 20. November 2006 hatte dort ein Ex-Schüler 37 Menschen verletzt und sich selbst getötet. Den Amoklauf hatte der frustrierte 18-Jährige im Internet angekündigt - viereinhalb Jahre nach dem Schulmassaker in Erfurt mit 17 Toten.
- Am 20. November 2007 blieb auch das Märkische Gymnasium in Schwelm (Nordrhein-Westfalen) vorsorglich für einen Tag geschlossen, nachdem auf einer Mädchentoilette Amoklauf-Schmierereien entdeckt worden waren.
- Im Juni 2007 räumte die Polizei vorsorglich ein Schulzentrum in Hannover nach einer anonymen Amokdrohung. Als Täter wurde ein frustrierter Zehntklässler ermittelt.
- Im Mai 2007 durchsuchte die Polizei im niedersächsischen Holzminden nach einer auf die Schultoilette geschmierte Amoklauf-Drohung ein Gymnasium nach versteckten Waffen. Es wurden keine verdächtigen Gegenstände entdeckt.
- Ende April 2007 hatte ein Unbekannter mit einer Schmiererei auf der Herrentoilette einer berufsbildenden Schule in Hildesheim (Niedersachsen) einen Amoklauf angedroht. Die Polizei hatte daraufhin vorsorglich alle 800 Schüler kontrolliert und das Schulgebäude mit Sprengstoffsuchhunden überprüft.
- Anfang März 2007 wurden nach einer telefonischen Bombendrohung in Coswig bei Dresden alle neun Schulen vorübergehend geschlossen.
- Im Februar 2007 fiel am Johann-Walter-Gymnasium im sächsischen Torgau nach einer anonymen Gewaltdrohung der Unterricht aus. Ein entsprechendes Schreiben war auf der Toilette gefunden worden.
- Ende Januar 2007 blieb die Mittelschule in Krostitz bei Leipzig für einen Tag geschlossen. Der Hausmeister hatte an der Eingangstür ein anonymes Schreiben entdeckt, in dem Waffengewalt gegen Schüler und Lehrer angedroht worden war.
(dpa, N24)
11.03.2009 11:36 Uhr







kurz vor 9.30 Uhr
