Medien-Preis
Oliver Kahn als bester "Newcomer" geehrt
Nach der Karriere ist vor der Karriere. Für seine ersten Schritte als TV-Experte erhielt Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn den "Herbert-Award" als bester Newcomer.
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Nicht nur Oliver Kahn durfte sich freuen. Auch Franziska van Almsick wurde mit einem "Herbert" ausgezeichnet.
Auch wenn 2008 nicht ganz so lief wie erhofft ("nur" Bornze statt ersehntem Gold in Peking), kann sich Turner Fabian Hambüchen über einen Jahresverdienst ...
... von rund 900.000 Euro freuen. Damit lässt sich die Olympia-Niederlage schon irgendwie verkraften.
In derselben Verdienstklasse rangiert auch Tischtennis-Ass Timo Boll, der 2008 seine lange Erfolgsliste mit Olympia-Mannschaftssilber, Europameister im Einzel, Doppel und mit der Mannschaft fortgeschrieben hat.
Zum Star des Wintersports avancierte Magdalena Neuner in diesem Jahr. Dank zahlreicher Erfolge im Biahtlon und geschickter Vermarktung knackt sie die Millionengrenze beim Jahresverdienst: 1,2 Millionen Euro.
Dem steht auch Eisschnellläuferin Anni Friesinger nicht nach: Auch wenn sie ihren Start in die neue Saison verletzungsbedingt verschieben musste, 1,2 Millionen Euro kann sie in diesem Jahr ihr Eigen nennen.
1,3 Millionen Euro hat Nicolas Kiefer in diesem Jahr angehäuft und zeigt damit dem Nachwuchs: Auch als durchschnittlicher Tennisspieler muss man nicht am Hungertuch nagen.
Dick abgesahnt wird natürlich in der Formel 1, auch wenn "Babyface" Sebastian Vettel mit 1,5 Millionen Euro und ...
... Timo Glock mit 2 Millionen Euro Jahresverdienst noch eher für die Kaffekasse wirtschaften. Da ist noch jede Menge Luft zu den Kollegen Hamilton und Alonso.
Er gehört zwar nicht zu den Superverdienern in der NHL, aber bei den deutschen Top-Geldschefflern ist der Verteidiger der San Jose Sharks, Christian Erhoff, mit 2,2 Millionen Euro locker dabei.
Zwar wenig im Licht der Öffentlichkeit, aber ein gefülltes Bankkonto dank des Golfsports: Martin Kaymer kommt auf ein Jahressalär von 2,3 Millionen Euro. Damit liegt er nur knapp ...
... hinter dem inzwischen 51-Jährigen Altmeister Bernhard Langer (2,5 Millionen Euro).
Zwei weitere NHL-Profis, die zu Deutschlands sportlichsten Geldschefflern gehören: Marco Sturm von den Boston Bruins mit 2,8 Millionen Euro ...
... und Jochen Hecht von den Buffalo Sabres mit 3 Millionen Euro.
Boxer Arthur Abraham ließ sich in diesem Jahr mit 2,5 Millionen Euro berieseln, während Kollege ...
... Felix Sturm über 3,8 Millionen Euro jubelte. Im Vergleich zu den Topverdienern in dieser Sportart gehört ihr Jahressalär aber noch in die Kategorie "Peanuts".
Mit 4 Millionen Euro pro Jahr gehört Mirosvlav Klose deutschlandweit schon zu den Topverdienern. International ist das noch ausbaufähig.
Noch einmal die Formel 1. Nico Rosberg fuhr in diesem Jahr 6 Millionen Euro ein, ...
... während Kollege Nick Heidfeld nochmal drei Millionen Euro mehr scheffelte. Die obere Gehaltskategorie ist aber weit entfernt: "Schumi" trug in seinen besten Zeiten rund 65 Millionen Euro pro Jahr nach Hause.
Er ist und bleibt Deutschlands Top-Fußballverdiener: Michael Ballack bekommt vom FC Chelsea und aus diversen Werbeverträgen 10 Millionen Euro.
Deutschlands Topverdiener 2008 wird in den USA bezahlt: Bei den Dallas Mavericks sahnte Dirk Nowitzki in diesem Jahr 14,5 Millionen Euro ab.
Für Usain Bolt haben sich zwei Weltrekorde und drei Goldmedaillen bei Olympia ausgezahlt. Der Sprinter aus Jamaika verbuchte ...
... 2008 zwei Millionen Euro. Schwerreich wird man damit aber nicht: International ist er weit weg von den Topverdienern.
Sie hat in ihrer Karriere bereits 24 Mal den Weltrekord im Stabhochsprung der Frauen verbessert - und im Gleichschritt auch das Konto aufgefüllt: Jelena Issinbajewa.
Der erfolgreichste Olympia-Starter aller Zeiten kam aus Peking mit acht Goldmedaillen und in diesem Jahr ...
... mit 8,5 Millionen Euro heim. Zu den internationalen Großverdienern gehört der Mann mit den überdimensionalen Händen und Füßen, Michael Phelps, aber auch nicht.
Endlich Formel1-Weltmeister - einen Sprung bei den Jahreseinnahmen wird es aber erst 2009 geben. Lewis Hamilton, hier bei der Bambi-Verleihung mit Sylvie van der Vaart und Boris Becker,...
... muss sich vorerst noch mit 8,5 Millionen Euro begnügen. Für 2009 prognostiziert Forbes dem jüngsten Weltmeister aller Zeiten im Übrigen Jahreseinnahmen von schlappen 100 Millionen Euro.
Der Brasilianer Kaka gehört zu den Topverdienern des Fußballs: 11 Millionen Euro pro Jahr ist er dem AC Milan wehrt. Damit liegt er nur knapp hinter ...
... Zlatan Ibrahimovic vom Stadtrivalen Inter, der eine Million pro Jahr mehr einstreicht.
Tennisprofi Rafael Nadal spielt pro Jahr 14,5 Millionen Euro ein, ...
... während es US- Baseballstar Jason Giambi locker auf 18,5 bringt ...
... und Basketballspieler Kevin Garnett von den Boston Celtics der 19,5 Millionen Euro nach Hause trägt.
Langsam geht's in die 1. Liga der sportlichen Schwerverdiener: Die 20-Millionen-Euro-Grenze geknackt haben die Formel1-Piloten Kimi Räikkönen ...
... und Fernando Alonso.
Die bestverdienende Frau im internationalen Vergleich ist in diesem Jahr Maria Scharapowa. Die russische Tennisspielerin hat 20,5 Millionen Euro auf der hohen Kante.
Wer Earnhardt heißt, muss auch schwer verdienen: In diesem Auto hält Dale Earnhardt Jr. in der amerikanischen NASCAR-Serie den Fuß auf's Gas ...
... und bekommt dafür 24,5 Millionen Euro pro Jahr. Im internationalen Ranking liegt er damit auf Platz zehn.
Auch beim Kollegen Jeff Gordon, der in der gleichen Rennserie unterwegs ist, fährt das Geld mit.
So sieht der Rennfahrer aus, der 25,5 Millionen Euro pro Jahr bekommt und damit auf Platz neun rangiert.
Platz acht: Die Korbjagd in der NBA von LeBron James wurde in diesem Jahr mit 31,6 Millionen Euro belohnt.
Nicht im Formel1-Boliden, sondern auf dem Motorrad sitzt der Topvediener des Rennsports: Der MotoGP-Weltmeister Valentino Rossi aus Italien ...
... schafft es auf stattliche 32 Millionen Euro und rangiert damit auf Platz sechs.
Für 33 Millionen Euro Jahresverdienst lässt man sich auch mal die Nase platt hauen: Oscar de la Hoya boxt sich auf Rang fünf.
Seine sportliche Karriere hat er zwar längst beendet, doch seine Werbeverträge werfen immer noch gut Asche ab. 35,5 Millionen Euro gab's für Michael Jordan in diesem Jahr, was ihm Platz vier einbringt.
Auf das Siegertreppchen hat es Fußball-Schwerverdiener David Beckham geschafft. 47,5 Millionen brachte der LA-Galaxy-Star in diesem Jahr nach Hause.
Da er fußballerisch nicht aus der Übung kommen will, überwintert er beim AC Milan. Da freut sich auch das Konto.
Golf und Geld - das passt in den USA zusammen. Platz zwei der Topverdiener geht an den Profi-Golfer Phil Mickelson mit 49,5 Millionen verdienten Euro.
Damit steht er aber immer noch weit im Schatten seines auch wesentlich bekannteren Kollegen Tiger Woods.
Er ist der reichste Sportler das Jahres 2008: 91 Millionen Euro sackte er ein - das sind rund 250.000 Euro pro Tag.
Dabei war er nur als Teilzeitarbeitnehmer unterwegs: Wegen einer Knie-OP konnte er seit Juni den grünen Rasen nicht mehr betreten. Da blieb sicher genug Zeit zum Geldausgeben.
Unter extremem Sicherheitsmaßnahmen eröffnete Staatschef Putin mit einer Rede den Laureus World Sports Awards 2008
Roger Federer wurde zum vierten Mal in Serie mit dem international wertvollsten Sportler-Orden geehrt.
Zum ersten Mal erhielt seine belgische Branchen-Kollegin Justine Henin die Trophäe bei den Frauen.
Der Ukrainer Sergej Bubka erhielt zehn Jahre nach dem Ende seiner Karriere den Laureus für sein Lebenswerk.
Franz Beckenbauer lobte in seiner Rede das Votum der 43-köpfigen Laureus World Sports Academy ...
... unter ihrem Vorsitzenden Edwin Moses (USA), zweimaliger Olympiasieger und Ex-Weltrekordler über 400 m Hürden.
Bei den behinderten Sportlern siegte Esther Vergeer (Niederlande/Rollstuhltennis).
Amtierender Rugby Weltmeister Südafrika wurde zur Mannschaft des Jahres gewählt.
Durchbruch des Jahres: Formel-1-Star Lewis Hamilton
Comeback des Jahres: Marathon-Weltrekordlerin Paula Radcliffe
Oliver Kahn und Franziska van Almsick sind in Hamburg mit dem "Herbert-Award" ausgezeichnet worden. Der einstige Fußball-Nationaltorhüter erhielt am Montagabend den Medien-Preis als "Newcomer des Jahres", die frühere Weltklasse-Schwimmerin wurde von mehr als 10.000 Sportlern für die "beste Karriere nach der Karriere" geehrt. Als erster Sportjournalist erhielt TV-Legende Harry Valérien (85) den Preis für sein Lebenswerk. Der Herbert-Award ist nach dem früheren Radioreporter Herbert Zimmermann benannt. Als Gegenstück zur Sportlerwahl ermitteln Spitzensportler die ihrer Meinung nach besten Medien, Moderatoren und Kommentatoren aus dem Sport-Bereich.
Kahn (ZDF) setzte sich als "Newcomer" vor seinem früheren Bayern-Teamkollegen Mehmet Scholl (ARD) durch. "Für mich ist das noch immer alles Neuland. Ich will den Zuschauern immer ein bisschen einen Mehrwert liefern", sagte Kahn über seine Tätigkeit als TV-Experte. Van Almsick, Vorstandsmitglied der Deutschen Sporthilfe, verwies in ihrer Kategorie den einstigen Eiskunstläufer Rudi Cerne auf den zweiten Rang. Weitere Preise gingen unter anderem an Béla Rethy (ZDF/bester TV-Livekommentator), Dortmunds Trainer Jürgen Klopp (ZDF/TV-Sportexperte), Monica Lierhaus (ARD/TV-Sportmoderator) und an die ZDF-Sendung "Das aktuelle Sportstudio".
Insgesamt 700 geladene Gäste waren zu der Gala im Hotel "Grand Elysée" gekommen, neben Vertretern aus Sport und Medien auch Prominente aus dem Showbereich. Box-Weltmeister Wladimir Klitschko, Tischtennis-Europameister Timo Boll, Handball-Bundestrainer Heiner Brand, der frühere Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen und Bundesliga- Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg) zählten zu den Gästen.
(dpa, N24)
31.03.2009 10:02 Uhr
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