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Sex ist krisenfest

Beate Uhse erotisch gegen Konjunkturflaute

Man(n) hätte es sich denken können: Erotik ist auch in der Wirtschaftskrise ein Verkaufshit. Ein Beispiel gefällig? Die guten Zahlen des Beate-Uhse-Konzerns. Und nun kommen noch die "Ladies-Nights".

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"Ladies-Nights" sollen den Dessous-Verkauf bei Beate Uhse künftig ankurbeln.
Sexy, frech, und sinnlich: Die Frühjahr/Sommer-Kollektion 2009 der Online-Boutique CAZAR bietet die neusten Trends aus aller Welt in den Bereichen Dessous, Lingerie, Bademode und Homewear-Bekleidung. (Quelle: CAZAR)
Dessous sollen vor allem die Männerwelt ansprechen und jede Frau weiß, … (Quelle: CAZAR)
… schöne und hochwertige Dessous sind die Voraussetzung für ein sexy Dekolleté. (Quelle: CAZAR)
Dabei muss es nicht immer Straps sein, …(Quelle: CAZAR)
… aber es kann. (Quelle: CAZAR)
Zartgrün: Verführerisch auf leicht gebräunter Haut schimmern smaragdgrüne Dessous am sinnlichsten. Das passende Unterteil, … (Quelle: CAZAR)
… ein Hauch von Nichts, wird hier vorgestellt: Der sexy String Tanga. Auch ein wenig mehr Stoff kann … (Quelle: CAZAR)
… die Rundungen einer Frau frech und sexy aussehen lassen. (Quelle: CAZAR)
Dieser Ausdruck sagt eindeutig: Purple ist das neue Schwarz. Und zwar …(Quelle: CAZAR)
… das sinnlichste Schwarz, das es je gab. (Quelle: CAZAR)
Unschuldiges Weiß? Wohl kaum. Eher … (Quelle: CAZAR)
… verführerische und romantische Stickereien. Oder anders gesagt, … (Quelle: CAZAR)
… romantische Kombinationen, die die Sinne betäuben. (Quelle: CAZAR)
Sündhaft schön in feurigem Rot: Ein Spitzentraum in der Farbe der Leidenschaft. (Quelle: CAZAR)
Männliche Accessoires können dem Ganzen eine … (Quelle: CAZAR)
… verruchte und … (Quelle: CAZAR)
… sexy Ausstrahlung verleihen. (Quelle: CAZAR)
Ein heißer Trend dieses Jahr sind eindeutig Punkte. Ob knapp mit Strapsen oder …(Quelle: CAZAR)
… mit Melone und etwas mehr Stoff. Die süßen "Rundungen" umschmeicheln jede Figur. Genauso wie …(Quelle: CAZAR)
... Babydolls. Sie verstecken jedes kleine Bäuchlein, egal, ob es das "Ergebnis" von sexy Dessous ist oder nicht. (Quelle: CAZAR)
Auch das heiße Leoparden-Muster ist bei Dessous noch immer heiß begehrt. Frauen fühlen sich in den knappen Höschen wie … (Quelle: CAZAR)
… Raubkatzen, und dementsprechend ist auch ihre Ausstrahlung auf Männer: Heiß und wild! Besonders sexy wird es, … (Quelle: CAZAR)
… wenn schicke High Heels mit den edlen Stoffen kombiniert werden. Die Männerwelt … (Quelle: CAZAR)
... ist sich einig: Heißer geht es nicht! Oder doch? Wie wäre es zum Beispiel mit … (Quelle: CAZAR)
… durchsichtiger Lingerie? (Quelle: CAZAR)
Wichtig ist, dass das, was drunter getragen wird, ebenso Stil beweist wie das darüber. (Quelle: CAZAR)
Weniger ist mehr trifft bei Dessous nicht immer zu. (Quelle: CAZAR)
Mehr Stoff regt die Fantasie an und kann somit auch die Lust steigern. Sicher ist: Ein wenig Verhüllung bietet mehr Platz für Überraschungen und … (Quelle: CAZAR)
… lässt Männer verrückt werden. (Quelle: CAZAR)
Für die zarte Versuchung müssen es allerdings nicht immer ausgefallene und bunte Stücke sein. Auch im schlichten Schwarz bezaubert Reizwäsche die Fantasie und beflügelt Männer. (Quelle: CAZAR)
In der Welt der Verführung gehören Dessous einfach dazu. Sie betören mit sinnlichen Details und … (Quelle: CAZAR)
… in ihnen sieht jede Frau sexy und zugleich sinnlich aus. (Quelle: CAZAR)
Besonders schöne und edle Dessous wirken erst richtig, wenn auch Haare und Make-up perfekt aufeinander abgestimmt sind. Sinnlich roten Lippen kann doch kein Mann widerstehen. (Quelle: CAZAR)
Das Wichtigste jedoch: Frauen sollen sich in Dessous wohlfühlen. Dadurch wirken sie selbstbewusster. (Quelle: CAZAR)
Unterhosen wie Schiesser "Feinripp" sind aus dem Leben von Millionen Männern nicht wegzudenken.
Für sie muss die Ankündigung bitter gewesen sein, dass Schiesser vor dem Aus steht. Unterhemden-Fans fragen sich jetzt: Was trage ich künftig morgens beim Kaffee? Nachmittags im Garten? Und abends auf der Couch? (Filmszene: "Run, Fatboy, Run")
Auch Til Schweiger müsste verzweifelt sein. Eigentlich trägt der Schauspieler nichts unter seiner Hose. Aber zu Kostümproben oder … (hier beim Deutschen Filmpreis 2008)
… wenn es "wirklich arschkalt" ist, trägt er gern ganz normale Unterhosen: Feinripp mit Eingriff. Das gab er einst gegenüber dem Magazin "Stern" zu.
Der arme Bruce Willis erst. Als "Stirb langsam"-Held John McClane wurde er im weißen Ripp-Shirt so berühmt, dass sogar Doubles wie Hans Plessnitzer (Foto) nur darin auftreten.
Die Ripp-Shirt-Manie fand ihren Höhepunkt im vierten "Stirb langsam"-Teil. Fans beschäftigte damals nur eine Frage: Warum trägt John McClane nicht mehr sein legendäres Unterhemd?
Und nun soll alles aus sein? Ein Rückblick könnte Aufschluss bringen: Der Weber Jacques Schiesser beginnt 1875 in einem gemieteten Tanzsaal eines Gasthauses in Radolfzell sogenannte Trikotagen herzustellen.
Das Geschäft blühte, so dass er schon 1876 eine kleine Fabrik baute. In Bukarest wurde 1894 eine Filiale gegründet. Unterhosen vom Bodensee fanden den Weg sogar nach Fernost.
Bei der Weltausstellung 1900 ging es richtig ab: Dort sorgte das patentierte "Knüpftrikot" für Furore.
Damenunterwäsche nicht nur aus Baumwolle, sondern mit Seide und Spitzen, ergänzten das Sortiment. Schiesser wird zu einer der populärsten Unterwäschemarken.
Das Unternehmen übersteht zwei Weltkriege und erlebt ab etwa 1950 einen neuen Boom. Tochterunternehmen werden in aller Welt gegründet, …
… Schlafanzüge und …
… Unterwäsche …
… für die ganze Familie produziert.
Später kommt Funktionswäsche für Sport und Freizeit hinzu. 1989 setzt Schießer auf grau und beeindruckt sowohl die Besucher der Leipziger Messe …
… als auch der Internationalen Herren-Mode-Woche in Köln mit diesen Performances.
2003 schwenkt Schiesser auf Schwarz-Weiß um.
Die Firma expandiert, beispielsweise durch den Kauf des französischen Wäscheherstellers Eminence. In den 90er Jahren beginnt allerdings die Krise. Werke werden geschlossen. (hier eine Eminence-Kreation bei der International Lingerie Show 2005)
An das endgültige Ende der Traditionsmarke will das Unternehmen zurzeit nicht glauben. Der Vorstand hofft, mit der Insolvenz die laufende Umstrukturierung und Sanierung beschleunigen zu können.
Dazu soll auch die Modernisierung des Designs der Schiesser-Erzeugnisse beitragen, hofft der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Grub.
Denn vom Feinripp hat sich der eine oder andere Mann von heute dann doch schon längst verabschiedet.
Höhepunkt der "Bangkok Fashion Week" war in diesem Jahr die Show des Wäsche-Labels " Lingerie-Salon". Verrucht mit einem Hauch von Lolita ...
... wurde der Catwalk opulent inszeniert.
Absoluter Hingucker: Hahnenfedern im Haar und zarter Tüll auf dem Körper.
Glänzende Stoffe und Schmuck, prominent aber sparsam eingesetzt, gehören zum absoluten Muss.
Das Label "Tube Gallery" setzt auf Hutkreationen im Geisha-Look.
Erst seit 2005 hat Bangkok seine eigene Modewoche. Sie findet traditionell zweimal im Jahr statt.
So auch im März 2008. Die Designer präsentierten zarte Lingerie ...
... und zauberhafte Kleider aus zarten, fließenden Stoffen. Gold und Pastell dominieren.
Strandmode in knalligen Farben ...
... und Pünktchen, ...
... oder zeitlos und klassisch ...
... in schlichtem Weiß.
Das Label "Hook" spielt mit Formen und Accessoires, ...
... die zart ...
...und ätherisch anmuten.
Piratensymbole finden sich in jeder Kreation. Hier im Bild wird das Kapuzenband durch einen Enterhaken verziert.
Das Label "Kloset" setzt auf Neonfarben ...
... und wilden Mustermix.
"Senada" setzt auf Ethno ...
... gepaart mit Sixties-Muster.
Passend zum ausgefallenen Kleid verlässt man auch beim Lippenstift die ausgetretenen Farb-Pfade und trägt locker lässig Blau.
Blau liegt im Trend. Ob uni ...
... oder mit Blütendruck, kleidsam ist es allemal.
Für die Mutigen unter den Fashionistas ...
... gibt es den Geisha-Look, bei dem nicht nur Kleider sondern auch Make-up gewagt sind.
Warum auch nicht: Wer Zeichen setzen will, der muss bekanntlich mutig sein.

Wer hätte das gedacht? Erotik verkauft sich auch in der Wirtschaftsflaute. "Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten möchte der Verbraucher auf kleine nette Annehmlichkeiten nicht verzichten - und die Erotik gehört dazu", sagte der neue Beate-Uhse- Vorstandssprecher Serge van der Hooft. Der Erotikkonzern habe im vergangenen Jahr seine Ziele bei Umsatz und Ergebnis erreicht.

Der Konzern mit Sitz in Flensburg, der nach eigenen Angaben das weltweit größte Unternehmen der Branche ist, konnte 2008 das Vorsteuerergebnis (EBT) auf rund 3,1 Millionen Euro steigern - gegenüber einem Verlust von 7,9 Millionen im Vorjahr. Das Konzernergebnis lag bei rund 2,3 Millionen Euro, nach einem Minus von rund 13,2 Millionen in 2007. Der Konzernumsatz ging hingegen von 268 Millionen auf knapp 253 Millionen Euro zurück.

Beate Uhse blickt trotz der allgemeinen Wirtschaftsflaute optimistisch in die Zukunft: 2009 soll der Gewinn vor Steuern auf rund sechs Millionen Euro verdoppelt werden. "Mit der Erotik haben wir ein wundervolles Produkt, das sich immer verkaufen wird - aber wir müssen es anders vermarkten", sagte van der Hooft.

Mehr Kundenorientierung

Im vergangenen Jahr wurden bereits die Vertriebskanäle Shop, Katalog und Internet zusammengeführt und ein gemeinsames Marketingkonzept entwickelt. "Die Kunden finden nun überall die gleichen Produkte", sagte der neue Marketing-Chef Jan Boddaert.

Außerdem sollen neue Zielgruppen erschlossen werden, beispielsweise mit sogenannten Homepartys. Wie bei einer Tupperparty kommt eine Beraterin nach Hause. "Damit wollen wir Frauen erreichen, die sich nicht in Sex-Shops trauen", sagte van der Hooft. Unter dem Namen "Ladies Nights" sei dies in den Niederlanden mit rund 230 Beraterinnen bereits sehr beliebt. Ebenfalls angestrebt werde eine Kooperation mit Warenhäusern und der Ausbau der Produktpalette in Bereichen wie Wellness und Accessoires.

Bereits im vergangenen Jahr hat der Konzern mit einer umfangreichen Restrukturierung begonnen. Zukünftig soll es nur noch zwei Shop-Typen geben: Die am Rande von Autobahnausfahrten und in Gewerbegebieten gelegenen Fun Center, die sich eher an Männer richten, und die Premium-Shops in guter Innenstadtlage, die Frauen und Paare ansprechen sollen. Bisher seien sechs Shops auf Premium umgestellt worden, in den nächsten 12 bis 18 Monaten sollen die übrigen Länden folgen.

Keine Dividende für 2008

Insgesamt 27 unrentable Shops wurden 2008 geschlossen, davon 17 in Deutschland. Wegen der geringeren Ladenzahl ging der Umsatz im Einzelhandel von 82,7 Millionen auf 73,8 Millionen Euro zurück. Im Versandhandel, dem wichtigsten Geschäftsbereich von Beate Uhse, wurden Umsätze von gut 111 Millionen Euro erwirtschaftet, nach 109,3 Millionen im Vorjahr. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich auf 5,8 Millionen Euro gegenüber einem Minus von 1,6 Millionen Euro in 2007. Eine Dividende will Beate Uhse dennoch nicht zahlen.

(AP, N24)

31.03.2009 15:40 Uhr

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