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Neue Terrordrohung

Taliban wollen Weißes Haus angreifen

Es könnte bald wieder einen Terroranschlag in den USA geben. Die Taliban planen einem Interview zufolge eine Attacke auf den US-Präsidentensitz, die "jeden in der Welt verblüffen wird".

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Das Weiße Haus in Washington, Wohnsitz des amtierenden US-Präsidenten Barack Obamas. Die Taliban ...
... einen Angriff auf das Weiße Haus. (Bildausschnitt aus dem Film "Independence Day", in dem das Weiße Haus von Außerirdischen zerstört wird)
Es ist ein Tag, der die Welt verändert und Menschen rund um den Globus in einen Schockzustand versetzt. Die Ereignisse werden weitreichende politische Folgen haben, von denen am Morgen des 11. September 2001 noch niemand etwas ahnt.
Der 11. September 2001 in New York beginnt bei strahlendem Sonnenschein. Um halb neun Uhr morgens füllen sich langsam die Straßen und Büros.
Seit seiner Fertigstellung 1973 ist das World Trade Center (WTC) markanter Orientierungspunkt in der Skyline von Manhattan.
8:46 Uhr: Ein Flugzeug rast in den nördlichen der beiden Türme des World Trade Centers...
... und explodiert in einem riesigen Feuerball.
Dichter Rauch steigt aus dem oberen Drittel des 417 Meter hohen Gebäudes, Flammen schlagen aus der zerstörten Front.
Den Eingeschlossenen ist jeder Fluchtweg versperrt. Menschen ringen an geöffneten Fenstern nach Luft: Viele von ihnen springen aus Angst vor Flammen und Rauch in den Tod.
Geschockt beobachten tausende Menschen das Geschehen. Viele von ihnen glauben zu diesem Zeitpunkt noch an einen tragischen Unglücksfall...
... bis die entsetzten Augenzeugen ein zweites Flugzeug beobachten, das sich dem World Trade Center schnell nähert.
09:03 Uhr: Eine Boeing vom Typ 767 hält direkt auf den südlichen Turm zu...
... und wird, wie die erste Maschine, von dem Gebäude förmlich verschluckt.
Die Bilder der zweiten Attacke auf das World Trade Center werden von Nachrichtensendern live in alle Welt übertragen.
Auch vom Boden aus wird der zweite Einschlag einer Maschine in das WTC von Kameras eingefangen.
Trümmer des Gebäudes und des Flugzeugs regnen auf die Straßen Manhattans. Mittlerweile hat brennendes Kerosin auch den zweiten Turm in Brand gesetzt.
Das Wahrzeichen New Yorks steht weit hin sichtbar in Flammen, eine riesige Rauchfahne zieht über die Bucht.
09:05 Uhr: US-Präsident George W. Bush wird beim Besuch einer Grundschule in Sarasota (Florida) vom zweiten Einschlag in das WTC informiert. Stabschef Andrew Card flüstert ihm zu: "Amerika wird angegriffen."
09:37 Uhr: Eine Überwachungskamera vor dem Pentagon in Washington DC...
... dokumentiert den Einschlag von American Airlines Flug 77 in den Westflügel des Gebäudekomplexes.
Wie im 365 Kilometer entfernten New York steigt schwarzer Rauch über der Stadt auf.
09:59 Uhr: Der Südturm des World Trade Centers fällt in sich zusammen.
Die 110 Etagen des Turms sacken eine nach der anderen ab und stürzen in die Tiefe.
Jetzt bricht Panik aus: Die Menschen in der Umgebung laufen um ihr Leben. Viele werden von Trümmerteilen erschlagen oder ersticken in der Staubwalze, die durch die Straßen rast.
10:03 Uhr: Ein viertes Flugzeug stürzt südlich von Pittsburgh auf freiem Feld ab. Passagiere hatten sich gegen die Entführer zur Wehr gesetzt und den Kampf mit den Entführern gewagt. Diese wollten offenbar Kurs auf das Weiße Haus nehmen.
10:28 Uhr: Der zweite, nördliche Zwillingsturm stürzt ein ...
... die gesamte Südspitze Manhattans ist von dichtem Rauch eingehüllt...
... und vom anderen Ufer der Bucht nicht mehr zu erkennen.
Einige Menschen flüchten vom Ort der Katastrophe...
... andere irren alleine durch Schutt und Staub.
Marcy Borders hat in einem benachbarten Bürogebäude Schutz vor den Trümmern gesucht. Der Staubwolke konnte sie dadurch nicht entkommen.
Wer laufen kann, verlässt Manhattan in Richtung Norden...
... doch der riesigen Staubwolke zu entkommen ist nahezu unmöglich.
12:16 Uhr: Die Bundesflugbehörde meldet, dass der Luftraum der USA gesperrt ist. Nur Militär- und Rettungsmaschinen fliegen noch.
Die Rauch- und Staubwolke über Manhattan, fotografiert von einem Satelliten aus 400 Kilometern Höhe.
20:30 Uhr: US-Präsident Bush kündigt in einer Fernsehansprache an, die Täter gnadenlos zu verfolgen:"Wir werden keinen Unterschied machen zwischen denen, die diese Attacken ausgeführt haben, und denen, die ihnen Schutz bieten."
Dutzende Feuerwehrmänner verlieren an diesem Morgen in New York ihr Leben bei den Rettungsarbeiten.
Dort, wo noch am Vormittag das World Trade Center stand, türmen sich am Mittag die Schuttberge aus tausenden Tonnen Stahl und Beton Meter hoch.
Auch Teile des Pentagon sind schwer beschädigt. Über eine Breite von vielen Metern ist die Westfront aufgerissen.
Feuerwehrmänner suchen im Schutt zwischen verbogenen Stahlträgern nach Opfern des Anschlags.
Auch viele Neben- und Nachbargebäude des WTC sind strukturell schwer beschädigt und kollabieren.
Von den einst höchsten Fassaden der Stadt...
... steht nur noch ein kleiner Teil wie ein Mahnmal in der Trümmerlandschaft.
Die verheerenden Anschläge vom 11. September 2001 haben fast 3000 Menschen in den USA das Leben gekostet.
Dass es die USA bei der Behandlung von Terrorverdächtigen ...
... mit den Menschenrechten nicht allzu genau nehmen (im Bild: US-Soldaten mit Gefangenem in Guantánamo), ...
... kritisieren Menschenrechtsgruppen schon lange (im Bild: Demonstration von Menschenrechtsaktivisten in New York).
Schlimmster Beweis für die Richtigkeit der Anschuldigungen: Die Misshandlungen von Häftlingen im Gefängnis Abu Ghoreib im Irak.
Die schrecklichen Bilder von den Erniedrigungen ...
... und Folterungen der Gefangenen hier ...
... gingen um die Welt.
Doch auch im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba kam es nachweislich zu Misshandlungen, ...
... wie nicht zuletzt aus Berichten des US-Pentagon hervorgeht.
In Guantánamo halten die USA zahlreiche Verdächtige gefangen, die sie im so genannten "Krieg gegen den Terror" festgenommen haben.
Bis heute sitzen rund 250 Personen in dem Hochsicherheitstrakt ein.
Menschenrechtsorganisationen haben immer wieder die Rechtlosigkeit der zum Teil jahrelang ohne Prozess gefangenen Häftlinge kritisiert ...
... und auf die Menschenrechtsverstöße in dem Lager hingewiesen.
Zu den bekannten Methoden, die bekanntermaßen angewandt wurden, um Gefangene gefügig zu machen, ...
... zählen etwa das Anketten in Kauerstellung auf dem Boden, ...
... Schändungen des für Muslime heiligen Koran, ...
... Schlafentzug der Gefangenen ...
... oder das besonders grausame Waterboarding (hier im Bild von Menschenrechtsaktivisten bei einer Demonstration in Washington nachgestellt), ...
... bei dem das Opfer mit dem Gefühl des Ertrinkens kämpft (im Bild: von Demonstranten in Washington nachgestellte Szene).
Ein soeben vom US-Senat veröffentlichter Bericht gibt dem früheren US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld eine Mitverantwortung an den Misshandlungen in Guantánamo und Abu Ghoreib.
Nahezu zeitgleich hat die Menschenrechtsgruppe "Reprieve" auf eine weitere von den USA angewandte "Verhörmethode" aufmerksam gemacht.
So sollen Häftlinge in Guantánamo mit ohrenbetäubend lauter Musik malträtiert worden sein - eine von den Vereinten Nationen geächtete Vorgehensweise.
"Reprieve" hat eine Liste von Musikgruppen und deren Songs erstellt, die zu Folterzwecken durch die Gefängniszellen in Guantánamo gehallt haben sollen. Mancher Titel könnte perfider kaum sein.
N24.de dokumentiert im Folgenden diese Liste.
AC/DC - Hell's Bells
AC/DC - Shoot to thrill
Aerosmith - ohne Titelangabe
Barney the Purple Dinosaur - Theme Tune
Bee Gees - Stayin' alive
Britney Spears - ohne Titelangabe
Bruce Springsteen - Born in the USA
Christina Aguilera - Dirrty
David Gray - Babylon
Deicide - Fuck your god
Don McLean - American Pie
Dope - Die MF die, take your best shot
Dr. Dre - Ohne Titelangabe
Drowning Pool - Bodies
Eminem - Kim
Eminem - Slim Shady
Eminem - White America
Lil' Kim - Ohne Titelangabe
Limp Bizkit - Ohne Titelangabe
Matchbox Twenty - Gold
Meat Loaf - Ohne Titelangabe
Metallica - Enter Sandman
Neil Diamond - America
Nine Inch Nails - March of the pigs
Nine Inch Nails - Mr. Self-Destruct
Prince - Rasperry Beret
Queen - We are the champions
Red Hot Chili Peppers - Ohne Titelangabe
Saliva - Click Click Boom
Sesamstraße - Titelmelodie
Tupac - All eyes on me

Der Führer der pakistanischen Taliban hat den USA mit einem verheerenden Anschlag auf das Weiße Haus gedroht. Baitullah Mehsud sagte AP, es werde schon bald einen Angriff in Washington geben, "der jeden in der Welt verblüffen wird". In einem Interview des Radiosenders Dewa nannte er dann das Weiße Haus als eines der Ziele. Gleichzeitig bekannte sich Mehsud, für dessen Ergreifung die USA eine Belohnung von fünf Millionen Dollar ausgesetzt haben, im Namen der islamistischen Miliz zu etlichen Angriffen und Selbstmordanschlägen in jüngster Zeit.

Dazu gehörte auch der Überfall auf eine Polizeiwache in Lahore, bei dem neun Menschen getötet wurden. Der Angriff sei eine Reaktion auf die US-Angriffe auf fundamentalistische Kämpfer an der Grenze zu Pakistan gewesen, erklärte Mehsud, der zusammen mit weiteren Taliban-Kämpfern in der pakistanischen Provinz Süd-Waziristan im Grenzgebiet zu Afghanistan vermutet wird.

Bei dem Überfall in Lahore wurden sieben Polizeianwärter und zwei Zivilpersonen getötet. Die Täter nahmen etwa 35 Geiseln. Vier Angreifer wurden nach mehreren Stunden von Sicherheitskräften überwältigt, drei weitere sprengten sich nach Polizeiangaben selbst in die Luft. Weitere Angriffe, zu denen sich Mehsud bekannte, waren ein Selbstmordanschlag, bei dem am Montag vier Soldaten getötet wurden, und ein Selbstmordanschlag in Islamabad mit einem Toten.

(AP, N24)

31.03.2009 18:44 Uhr

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